Im Kino: Spring Breakers

Hach ja, was war das für ein Fest! Ich habe ja schon hier zum Ausdruck gebracht, dass mich der Cast und der Trailer frohlocken lassen und nun war es endlich soweit.

Erwartungsgemäß war im Kino nicht viel los und mindestens 95% der Zuschauer waren Mädels so um die 20. Da habe ich kurzzeitig gezweifelt, ob ich im richtigen Film saß. Aber das haben die sich dann am Ende des Films wohl gefragt…dazu später mehr!

Im Film geht es um die vier Studentinnen Faith(Selena Gomez), Candy(Vanessa Hudgens), Brit(Ashley Benson) und Coddy(Rachel Korine), die ihrem lahmen Studentenalltag entlfiehen und zum Spring Break fahren wollen. Doch keines der Mädels hat wirklich Kohle dafür, also beschließen sie, ein Diner zu überfallen. Mit Wasserpistolen und „Pussy Riot“Gedächtnis- Mützen gelingt das auch prompt und so sitzen sie Tage später im Bus Richtung erhofftem Paradies.
Dort angekommen geht es ordentlich zur Sache: Musik, Drogen, Sex und Alkohol.
Doch eine der Parties wird von Polizisten gestoppt und so landen die Mädels im Knast, kommen aber schon nach ein paar Stunden wieder raus.
Das haben sie dem „Musiker“ Alien zu verdanken(genial: James Franco). Der sieht in dem Quartett einiges an kriminellem Potential und hat es vor allem auf Faith abgesehen. Doch diese findet ihn wirklich abartig und versteht die Faszination der anderen an seiner Person nicht. Sie reist enttäuscht wieder ab.
Alien, der eigentlich ein Drogendealer ist, begibt sich mit dem verbliebenen Trio auf Raubzüge und hat es hauptsächlich auf Touris bzw Spring Breaker abgesehen.
Doch das passt Archie nicht, dem eigentlichen Drogen-Boss der Stadt. Und so läuft das alles auf einen Kleinkrieg um das Drogenrevier hinaus.

Harmony Korine, ua Drehbuchautor von „Kids“ und Regisseur von „Trash Humpers“, gelingt mit seinem neusten Werk ein ähnlich guter Trip wie Gaspar Noe mit „Enter The Void“(auch absolut zu empfehlen!!! Haben übrigens beide den selben Kamermann.).
In langsamen, hypnotischen Aufnahmen und einer tollen Beleuchtung(sehr viel grelle Töne und Neonfarben), zieht der Film den Zuschauer so nach und nach in seinen Bann. Manchmal passiert nicht viel, es wird schon fast langweilig, nur um dann in einer grandiosen Szene zu enden. Einer dieser Momente ist sicherlich die Darbietung von James Franco als er „Everytime“ von Britney Spears am Klavier spielt und die Mädels dazu singen. Dazu dann die eingestreuten Szenen der Raubzüge. Einfach fantastisch! Großes Kino!
Einen großen Anteil an der exzellenten Stimmung hat auch der Soundtrack, der hauptsächlich aus Tracks von Cliff Martinez(ua der Drive- OST) und Skrillex besteht.
Schön anzusehen sind natürlich auch die Schauspielerinnen, allen voran Vanessa Hudgens und Ashley Benson. Die beiden lassen sich von Aliens Taten und Lebensstil im Gangstermilieu am meisten beeindrucken und werden richtig böse Mädchen!!!

„Spring Breakers“ ist definitv kein Film für den „normalen“ Zuschauer. Dafür ist er zu reduziert und vom Erzählstil her zu besonders(viele Szenen werden im Film immer wieder vorgegriffen und dann erst später erklärt). Für Freunde des speziellen Films aber definitv ein Must-see!
Und hiermit kommen wir wieder auf die jungen Damen im Kino zurück. Ich glaube, die haben alle aufgrund des Casts und Titels einen Partyfilm erwartet. Während des Films war eine Totenstille und auch bei lustigen Szenen lachte keiner. Die waren wohl zu schockiert.

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