Metal Gear Rising Revengeance- Selten so schön geschnetzelt!

Jedes kommende Spiel dieses Jahr wird es schwer haben, da es sich mit dem grandiosen „Tomb Raider“ messen muss. So auch das Spin-Off der Metal Gear- Reihe „Rising Revengeance“.

Der Macher der Serie, Hideo Kojima, vertraute das Spiel nach mehreren Anäufen dem großartigen Platinum Games- Studio an. Diese haben mich schon mit Bayonetta und Vanquish verzückt und eindrucksvoll gezeigt, dass die japanische Spieleindustrie immer noch herausragende Games entwickeln kann.
Was kann man also bei dieser Kreuzung erwarten?

Auf der einen Seite gibt es Kojima-typisch eine Story, die nicht vor Seitenhieben auf die Waffenindustrie und aktuelle politische Geschehnisse zurückschreckt. Die ernste Themen wie Kindersoldaten und die Kriegstreiberei der amerikanischen Regierung nach 9/11 anprangert.
Und dann gibt es da diese Platinum’sche Seite: riesige Mechs, Cyborg-Ninjas, fordernde Endgegner, ein ausgefeiltes Kampfsystem und kuriose Charaktere.
Komischerweise passt das Ganze prima zusammen. Da hat Platinum Games ganz gut gearbeitet.

Die Story bietet nichts besonders ausgefallenes:
Zu Beginn wird unser Held Raiden bei einem Auftrag so schwer verletzt, dass er künftig als Cyborg unterwegs ist. Seine nächste Mission führt in in ein fiktives, osteuropäisches Land, in dem er eigentlich einen russischen Terrorchef stellen soll. Doch so nach und nach kommen Verbindungen zur Waffenindustrie ans Tageslicht und zu dem Bösewicht, der ihn so schwer verletzte.
Damit beginnt eine Jagd über den halben Globus, von Osteuropa in die USA bis nach Pakistan.

Als Hauptwaffe nutzt Raiden, wie könnte es anders bei einem Ninja sein, ein Katana. Und damit kommen wir zum Alleinstellungsmerkmal des Spiels: dem „Metzgermodus“.
Lädt man Raidens Anzugenergie durch Kämpfe oder Extras auf, steht ihm der „Klingenmodus“ zur Verfügung. Dieser wird durch Drücken der Schultertaste R1(PS3) aktiviert und bietet so die Möglichkeit dem Gegner gezielt Gliedmaßen abzutrennen.
Das ist durchaus recht blutig und teilweise kann man die Widersacher in mehrere hundert Teile schneiden, hat aber einen spielerischen Wert. Zunächst kann man Gegner so schwächen, indem man sie ihrem Waffenarm beraubt(wirkt dann oft wie der Ritter aus „Ritter der Kokosnuss“, der alle Gliedmaßen verliert und trotzdem weiterkämpfen möchte) oder zB bei größeren Mechs die Panzerung knackt.
Weiterhin hat man die Möglichkeit(wenn der Gegner schon ordentlich geschwächt ist) durch einen gezielten Schlag quer durch den Gegner das „Rückenmark“(sind ja Cyborgs) herauszutrennen und somit an Energie dazu zu gewinnen.
Was mich wirklich richtig begeistern konnte und, ja da bin ich ein kleiner Nerd, sind die liebevollen Details während des Spiels. Zu Beginn der Mission in Mexiko schlägt sich Raiden(verkleidet als Mexikaner, mit Poncho und Sombrero) durch einen Abwasserkanal und trifft auf einen Jungen. Dieser fragt ihn als Anspielung auf die Turtles, ob er denn sein Versteck suche, denn schließlich haben Ninjas ihre Verstecke dort. Und als Anfeuerung schmettert er einem ein cooles „Go Ninja, go Ninja, go!“ entgegen. Sehr geil! Jaja, Vanilla Ice!!!
Desweiteren gibt es in der Tradition der Metal Gear- Reihe in einigen Levels Poster bzw Pappaufsteller japanischer Bikinischönheiten zu finden, die man von den lästigen Zensurbändern befreien kann. Toll!

Doch das alles kann mich nicht so recht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel einige böse Mankos hat. Allen voran die ätzende Kamera. Ständig muss man nachjustiern und besonders bei den Endbossen nervt mich das kolossal. Weiteres Ärgernis: die besch… Quick Time Events. Liebe Spieleindustrie!!!! Bitte lasst den Mist doch einfach mal weg. Wenn ich bei Bosskämpfen sterbe, nur weil ich ein QTE versaut hab, möcht ich den Controller am liebsten wegschmeißen und das Spiel gleich dazu. So geschehen beim allerletzen Boss. Da war für mich das Maß dann voll und ich hatte keine Lust mehr darauf, mich davon weiter frusten zu lassen.
Auch grafisch bietet das Spiel nun nichts besonderes. Es ist alles sehr grau und trist. Die Charaktere sind toll ausgearbeitetm aber die Levels langweilig und wiederholen sich ab und zu. Nicht schön!

Ein großer Pluspunkt ist aber das Kampfsystem, das eine tolle Vielfalt bietet(auch dank der vielen Upgrades) und eben die vielen verrückten Ideen und die Inszenierung. Das kann Platinum Games einfach!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.