Durango? 720?…XBOX One!!!

So, nach längerer Urlaubspause gibts nun endlich wieder regelmäßig was zu lesen. Anfangen möchte ich mit meinen Gedanken zur Vorstellung der neuen Microsoft-„Konsole“, Xbox One.

In den letzten zwei Wochen seit der Präsentation ist schon viel geredet worden. Hauptsächlich Negatives.
Nachdem ich mich in den letzten Jahren keinem festen Konsolen-Lager mehr zugeordnet habe, war ich sehr gespannt auf Microsofts Show und vor allem wie sie Sony entgegentreten, die ja sehr viel Lob einheimsten mit der PS4.

Zunächst hatte Microsoft Sony eines voraus: sie zeigten eine „vollwertige“ Konsole, nicht nur den Controller.

xboDas Design der neuen Xbox One ist sehr klobig, passt aber natürlich prefekt in ein modernes Hifi-Rack zu AV-Receiver und Blu-ray-Player. Auch die neue Kinect-Kamera ist in diesem kubistischen Design gehalten. Alles in allem aber kein besonderer Hingucker! Es fehlt der Wow-Effekt.
Beim Controller blieb rein äußerlich alles beim alten. Er wirkt etwas größer, aber man wird wohl erst dazu sagen können, wenn man ihn mal in der Hand hält. Er hat ein schweres Erbe, denn der 360-Controller gehört meiner Meinung nach zum Besten was es an Controllern gibt.
Technisch hat sich am Joypad wohl einiges geändert. So können die Tasten wohl bessere Rückmeldung geben in Form von Vibrationen.

Das Innenleben der neuen Xbox ähnelt wohl dem der PS4 sehr stark. Auch hier verlässt man sich hauptsächlich auf PC-Architektur, um es den Entwicklern einfacher zu machen Spiele zu programmieren und Portierungen umzusetzen.
Auch an ein Blu-ray-Laufwerk haben die Menschen aus Redmond diesmal gedacht.
Also bisher keine großen Überraschungen!
Wie von Microsoft aber schon vorher angekündigt, lag der Schwerpunkt der Präsentation nicht auf Spielen, sondern alleine auf den Multimedia-Fähigkeiten der Xbox One.
Und da soll die neue Konsole einiges können: NBA, MLB, NFL, Netflix, Microsofts Musik- und Filmangebot…
Auch den TV-Receiver soll sie künftig ersetzen und so kann man dann alles über die One steuern. Auch das kurzzeitige Unterbrechen von Spielen und Umschalten zum TV-Programm soll möglich sein.
Gesteuert werden kann das Ganze dann futuristisch wie in Minority Report über die Kinect-Kamera mit Gesten und Sprache.
Was wir in Deutschland dann letzendlich von den TV-Funktionen nutzen dürfen, sei dahingestellt. Denn gerade Dienste wie Netflix gibt es bisher nicht bei uns. Auch die US-Sport-Dienste sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. So kostet ein Season Pass der MLB 130$.

Gegen Ende der einstündigen Show wurden dann doch einmal Spiele gezeigt. Aber außer den üblichen EA-Sports- Vertretern im schicken Rendertrailer, Teasern zu diversen Fortsetzungen wie „Forza 5“ und dem „Highlight“ Call of Duty Ghosts*schnarch* war einzig und allein der Trailer zu „Quantum Break“ interessant anzuschauen.
Und dann gabs da noch DIE Ankündigung des Abends: Steven Spielberg produziert eine TV-Serie zu HALO, die es exklusiv zunächst auf der Xbox One zu sehen gibt…wer es braucht!
Also aus Zockersicht ein eher enttäuschender 21.Mai. Man darf auf die E3 nächste Woche gespannt sein, ob Microsoft da mit seinem Line-Up doch noch überzeugen kann.
Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass sich Microsoft fast nur noch auf den US-Markt konzentriert(siehe Auswahl der gezeigten Spiele und TV-Dienste), da sie dort auch bisher den größten Absatz hatten. Japan ist ja eh schon lange verloren und Europa ist mittlerweile realtiv ausgeglichen.

Die wahren Aufreger kamen dann erst in den Folgetagen auf. Stichworte: DRM und Kinect-Kamera.
Schon im Vorfeld der neuen Konsolen wurde oft über eine Möglichkeit diskutiert, den Gebrauchtspielehandel einzudämmen. Interesse daran haben va die Publisher, die doppelt abkassieren wollen.
Phil Harrison, seines Zeichens Vizepräsident bei Microsoft, erklärte den künftigen Ablauf so:
Beim Kauf eines Spiel bekommt man einen individuellen Code, ähnlich dem Online-Pass, und muss dieses online registrieren. Dann kann Spieler A dieses auf seiner Xbox installieren und spielen(selbst ohne Disc).
Wenn Spieler A sein Game bei einem Freund, Spieler B, zocken möchte, muss er sich unter seinem Account auf Spieler Bs Konsole anmelden. Möchte Spieler B dieses Game nun von ihm ausleihen, kann er dies nur unter As Account tun oder er muss es sich für eine Gebühr(aktuell spricht man von 40,-€!!!!) freischalten lassen.
Ein Weiterverkauf soll nur über authorisierte Händler stattfinden können. Diese haben dann Zugriff auf die Datenbank inkl. des Spielcodes und können dieses dann wieder freigeben.
Falls das wirklich alles so umgesetzt wird, ist für mich ein Kauf der Xbox One ausgeschlossen, denn ich bin der typische „Durchspielen und weiterverkaufen“-Zocker.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Kinect-Kamera, die wohl immer eingeschaltet bleiben muss. Noch ist unklar, was die Kamera alles aufzeichnet und wann. Aber irgendwie ist es schon unheimlich, wenn die Xbox unbekannte Gesichter im Zimmer erkennt und dann verlangt, dass sich diese Person „registriert“.
Datenschützer kritisieren auch das eingebaute Mikrophon, das in Verbindung mit der Kamera, die Gefahr des Ausspionierens nochmal deutlich erhöht. Natürlich sind das alles Mutmaßungen, aber besonders wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, dass die Kinect-Kamera künftig registriert, wie viele und wer sich einen Film anschaut, wer welches Spiel spielt und wer, wann den Raum  betritt.

Alles in allem eher ernüchternd also was man von der neuen Xbox Oone bisher liest und hört, aber ich denke, dass die E3 nächste Woche Licht ins Dunkel bringen wird. Und dann wird man hoffentlich auch wissen, was Sony mit dem DRM anstellt.
Es wird spannend!!!

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