Reisebericht Japan 2010

Los gings in Tokyo von Montag bis Samstag. Untergebracht waren wir da im Khaosan Hostel in Asakusa. Das hatte ganz nettes Personal und eine heimische Atmosphäre, leider war unser Zimmer aber sehr klein. Da hatte gerade ein Etagenbett drin Platz und ein kleiner Gang zwischen Bett und Fenster. War leider nicht so gemütlich!
Vom Flughafen ging es per Keisei Skyliner nach Ueno. Da wir aber noch ein bißchen Zeit bis zum Check-In hatten, gingen wir auf Erkundungstour durch den Ueno Park. Als wir aus dem Bahnhof herauskamen war da schon der erste Wow!-Effekt. Schönes Wetter und ein Blick auf eine typisch japanische Szenerie. So hatte ich mir das vorgestellt.
Ansonsten haben wir an den Tagen die üblichen Touristen-Pflichten „abgearbeitet“ wie den Tokyo Tower, Government Building(was für eine grandiose Aussicht), Shinjuku, Roppongi, Ginza(inkl. Sony Building) und das Ghibli Museum. Natürlich waren wir auch in Shibuya und haben uns die aufgestylten Menschenmassen vom Starbucks im Tsutaya aus angesehen. Saßen da glaub ich zwei Stunden und haben auf die Kreuzung gestarrt.
Akihabara haben wir uns natürlich auch angeschaut. Ein Traum für Manga-/Anime-/Videospiel-Fans. Va „Yodobashi Camera“(japanischer Media Markt) und der Yodobashi-Song(http://www.youtube.com/watch?v=PStKQ8-IrU8) habens mir angetan ;-)
Die Stadt hat mich einfach umgehauen! So laut, schrill und verrückt, aber irgendwie hab ich mich da gleich Zuhause gefühlt.
Am Samstag gings per Shinkansen dann ab nach Hiroshima. Unterkunft dort war das J-Hoppers Hostel. Wir hatten ein tolles Zimmer im japanischen Stil und endlich mal Platz. Angeschaut haben wir uns den Friedenspark, den Atombomben Dom und das zugehörige Museum. Sehr ergreifend! Teilweise ist es einem kalt den Rücken runtergelaufen.
Am Sonntag waren wir auf Miyajima und haben dort unser Sushi vor Psycho-Rehen verstecken müssen. Die laufen da frei herum und sind eigentlich recht zahm, solange man nichts in deren Gegenwart essen möchte. War sehr schön auf dieser kleinen Insel!
Hiroshima an sich ist ne schöne Stadt. Man kann viel zu Fuß erkunden und es ist sehr übersichtlich.
Bevor es dann am Montag weiter nach Kyoto ging, hatten wir noch nen Termin für die Besichtigung des Mazda Museums inkl. kleiner Führung durch die Fertigungshallen. Das war toll! So viele schöne Autos!
In Kyoto wohnten wir im K’s House. Das war schon fast ein Hotel, sehr modern und sehr sauber. Dort hatten wir auch den ersten Kontakt zum japanischen Fernsehen. Sehr „faszinierend“! Alles sehr bunt und wild!
Vor Ort haben wir die Zeit damit verbracht uns in diesem riesigen Bahnhof mit drei verschiedenen Kaufhäusern und zig Ebenen zu verlaufen und uns Tempel anzuschauen. Und Tempel. Und Tempel. Und Tempel…
Kyoto ist ähnlich wie Hiroshima ne sehr schöne Stadt, hat aber leider außer Tempeln nicht viel anderes zu bieten.
Am Mittwoch gings dann nach Osaka. dort wohnten wir wie auch schon in Hiroshima im J-Hoppers. Die Zeit dort haben wir mit Shoppen(DenDenTown und Küchenutensilien-Viertel) und dem Osaka Aquarium. Als begeisterte Taucherin war das natürlich ein Fest für meine Liebste. War aber auch einige Male echt sprachlos vor den becken gestanden. Va bei den Walhaien und Manta-Rochen!
Am Freitag machten wir dann nen Tagesausflug nach Kobe. Dort sind wir mit der Seilbahn auf die Berge über Kobe gefahren, die Aussicht genossen und sind dann wieder nach unten gewandert. Eigentlich wollte meine Freundin auch Kobe Beef probieren, jedoch war das teurer als gedacht.
Samstag sind wir recht früh aufgebrochen um von Osaka nach Kobe zu fahren und von dort aus ging der Flug nach Naha/Okinawa.
Der Flug war glaub ich das rumpeligste Erlebnis, das ich je hatte und ich war froh als wir endlich wieder auf festem Boden standen.
In Naha wohnten wir für zwei Tage im Base Guesthouse. Ein, sagen wir mal, sehr alternatives Hostel. Im Wohnzimmer sassen ständig Leute, die wie in Trance auf ner Ukulele oder ner Trommel spielten. Das Zimmer war so lala. Va das Bett war ein Witz! Da hätt ich auch auf dem blanken Fußboden schlafen können.
Naha is ne ganz schöne Stadt. Halt sehr auf Touris ausgelegt. Massig Souvenirläden und der amerikanische Einfluss dort ist auch sehr deutlich. Essenstechnsich war es auch super! Va die Okinawa Soba und der Taco Reis waren lecker!
In Naha haben wir uns die Zeit vertrieben mit der Shurijo-Burg und Stadterkundungen.
Am Montag flogen wir dann wieder weiter. Noch mehr in den Süden nach Hirara auf Miyakojima. Dort wohnten wir für fünf Tage im Hiraraya. Nem kleinen, aber feinen Hostel. Hatten auch dort ein Zimmer im japanischen Stil inkl. Papier-Schiebetür. War sehr heimisch und man fühlte sich einfach wohl! Va dank des netten Personals.
Am ersten Tag hatten wir gleich super Wetter, also ab an den schneeweißen Strand! So konnte es die nächsten Tage weitergehen. Doch am Dienstag gabs dann die große Ernüchterung: Regen! So war der Besuch im German Culture Village sehr ungemütlich und nachdem meine Hose trotz Regenschirm total durchgenässt war, war auch die Stimmung am Boden. Als nix wie ins Hostel!
Der nächste Tag brachte keine Besserung uns so verließen wir das Haus nur für den Gang zum Supermarkt um etwas zu Essen zu besorgen. Denn leider hat Miyakojima bei schlechtem Wetter(und blöderweise ohne Auto) nicht viel zu bieten. An dem Tag reisten dann drei Japaner in unserem Alter aus Nagoya an, die uns abend gleich mal neugierig und interessiert ausfragten.
Und so kam es dann, dass wir am Donnerstag mit ihnen und ihrem Leihwagen über die Insel düsten und so doch noch einiges zu sehen bekamen.
Freitags gings dann per Fähre auf die benachbarte Insel Irabujima, die man problemlos mit dem Fahrrad in vier Stunden zu umrunden ist. War ganz schön!
Leider erinnerte mich Miyakojima im negativen Sinne sehr an Kreta. Ähnlich verdreckt und auch das Meer(va die Korallen) haben dort unten schon sehr gelitten!
Schwierig war es auch in Restaurants, da wir ja von der Hauptinsel verwöhnt waren(englische Karten, Plastikessen im Schaufenster oder wenigstens Bilder). das hatte ich mir etwas anderes erwartet, da es im Reiseführer schöner beschrieben war. Aber am vorletzten Tag kam dann endlich etwas Leben auf die Insel in Form von Touris!
Samstag gings dann zurück nach Tokyo. Gewohnt haben wir im K’s House in Asakusa. Ähnlich wie in Kyoto. Tiptop!
Nochmal ein bißchen Shoppen(va Souvenirs) und der Kaminarimon-Tempel. Sonntag gings ab nach Harajuku. Leider haben wir nur wenig Cosplayer gesehen. Hab gehofft, dort mal vernünftige Cosplayer zu sehen, da das in Deutschland ja meist zum Fremdschämen ist. Aber dafür waren ein paar Rockabillies da und ne seltsame Gruppe, die immer auf Kommando gelacht hat oder andere komische Dinge gemacht hat. Wurde dann aber zum Nachmittag alles brechend voll und wir schlenderten nochmal durch Shibuya. Dann noch das letzte Geld in der Sushi-Bar verbraten(in der das Sushi-Laufband fieserweise am Fischaquarium vorbeilief) und leider war es das dann schon fast.
Montag ging es dann wieder nach Hause. Wäre gern noch ein bißchen(oder für immer?) geblieben.

Das Essen war superlecker(va das Okonomiyaki in Hiroshima), die Menschen absolut nett(versuchen zu helfen, auch wenn sie kein Englisch können) und bei weitem war es nicht so teuer wie viele immer behaupten. Und die hübschen Japanerinnen… :)
War halt auch blöd, dass das Wetter so mies war. Aber man kann ja nicht alles haben, gell?
Alles in allem werd ich auf alle Fälle nochmal nach Japan reisen. Dann wohl mit Schwerpunkt Norden und mehr Zeit auf Okinawa. Schließlich hab ich in den zwei Tagen Hattori Hanzo nicht gefunden….

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