Reisebericht: Südkorea 2012

Gestartet sind wir natürlich in der Hauptstadt Seoul. Der Hinflug mit Asiana Airlines war super, nettes Bordpersonal, gutes Essen und gute Unterhaltung.
In Seoul wohnten wir im Tea Guesthouse im Viertel Bukchon. Dort hatten wir ein Zimmer im Bamboo House, das einem traditionellen Hanok nachempfunden war inkl. Küche, Bad und kleiner Terasse. War echt super. Jeden Morgen gabs dazu noch ein leckeres Frühstück mit Reis und mehreren kleinen Zugaben wie Fisch, Kimchi, eingelegten Nüssen…
Noch am ersten Tag erforschten wir unser Viertel, das aus ziemlich vielen traditionellen Hanoks bestand und die Kombination aus dem schönen Wetter und der tollen Atmosphäre hatten wir schon mal nen guten Start in den Urlaub.
In Seoul waren wir die ersten sechs Tage und erkundeten ua noch den Changgyeonggung Tempel, schlenderten am Fluß Cheonggye entlang(der erst wieder vor ein paar Jahren freigelegt wurde und jetzt absolut geniale Atmosphäre bietet mit Lichtspielen uä) und haben uns Seoul von oben angeschaut im N Seoul Tower(muss man am Abend machen, die Aussicht vom Tokioter Rathaus war aber umwerfender!).
An einem Abend waren wir beim Baseball im Jamsil Stadium beim Spiel der LG Twins gegen die Nexen Heroes. War der absolute Hammer und hat mich zum Baseball-Fan gemacht. Was für eine Stimmung! Vorm Stadion schön mit Essen eingedeckt(vom Standardburger bis zu den gegrillten Tintenfischen gibt es alles) und dann das Spiel genossen. Absolutes Muss bei einem Korea-Aufenthalt!!!
Den Rest der Zeit verbrachten natürlich auch mit ein bisserl Shopping, va meine Freundin wähnte sich im Paradies aufgrund der ganzen Make Up-Läden.
Von den Läden war es so ne Mischung aus Japan und Malaysia. Einerseits die großen Department Stores mit den großen Marken und andererseits die Märkte auf denen man die selben Produkte für ein Zehntel des Preises bekommt :wink:
Natürlich wollt auch ich ein bißchen shoppen, aber film- bzw musiktechnisch gibts da nicht so die tollen Möglichkeiten. Empfehlen kann ich da den Techno Mart, den ich auch besser fand als den oft empfohlenen Yongsan Electronics MArket. Da gibts zumindest in den oberen Stockwerken vier, fünf Händler, die neue und gebrauchte DVDs/Blu-rays anbieten oder auch Videospiele.
Hat mich schon stark gewundert, bei der großen Film- und va KPop-Szene. Die laden wahrscheinlich alles nur noch runter.
Alles in allem ist Seoul ne tolle Stadt. Leider aber ganz schön hektisch und voller Menschen, die sich gerne überall vor- und durchdrängeln(va die von mir „Drängeldrachen“ getauften Frauen über 50, mit Dauerwelle und Schirmmützen sind das pure Böse!! Eine davon hat mir auf den Arm geschlagen, kA warum…)

Am Freitag ging es dann mit dem Zug weiter nach Jeonju. Dort waren wir für zwei Tage im Jeonju Tourist Hotel. Im Vergleich zu Seoul ist Jeonju ein Dorf, war aber auch mal schön nicht so in der Menschenmasse zu baden wie in der Hauptstadt.
In Jeonju gabs va ein paar schöne, alte Tempelanlagen zu begutachten und am Samstag Vormittag eine Taekwando-Show. Die gingen vielleicht ab! Echt der Hammer wie schnell deren Bewegungen sind!
Da Jeonju die Jauptstadt des Bibimbap ist, mussten wir dasn natürlich auch mal probieren. Das ist Reis mit Fisch, Fleisch oder Gemüse mit einer bitterbös scharfen Pfeffersoße. Das mischt man dann einfach durcheinander und fertig ist das leckere Essen!
Wie schon geschrieben war Jeonju ne schöne Abwechslung zu Seoul, aber durch die wenige Erfahrung mit westlichen Touristen auch ein kleines Abenteuer, da vieles nur auf Koreanisch war und wenig Englisch gesprochen wurde.

Sonntag fuhren wir dann mit dem Bus weiter nach Busan. Meiner absoluten Lieblingsstadt in Korea!
Auch die Unterkunft war die beste der Reise: das Elysee Motel. Schon von den Bildern im Internet dachte ich mir: „Sieht ja fast aus wie ein Love-Hotel!“ Aber da die Koreaner ja sehr prüde sind, dachte ich nicht, dass es sowas dort wirklich gibt.
Unser Zimmer war der Abschuss: PC, riesiger Flatscreen an der Wand, ein riesiges Bett mit Sternenhimmel(den man mit Schwarzlicht anleuchten konnte) und ein Bad mit Dampfdusche und nem Whirlpool. Es war der Hit!
Das Motel selbst sah von außen aus wie ein Playmobil-Schloss. So mit Prinzessinenturm und allem Drum und Dran.
Am 28.5. suchten wir den Beomeosa Tempel auf(nach halbstündiger Metrofahrt und 45 Minuten Wanderweg), ohne zu ahnen, dass Buddhas Gebburtstag war.
Dementprechend viel war da auch geboten(ua ein Foreigner Tent in dem Auländer Buddha-Armbänder und Lotusblüten basteln durften). Es gab kostenfreies Essen(Bibimbap, Suppe und Reiskuchen) und einige Aufführungen. Richtig toll!
In den Folgetagen waren wir am Haeundae-Strand(von dem ich mir mehr versprach!), Shoppen(ua in der größten Mall der Welt) und beim Jagalchi Fischmarkt. Da waren wir auch(auf Empfehlung unseres Motel-Chefs) Sashimi essen. Super lecker! Ne tolle Auswahl an rohem Fisch und dazu wieder die obligatorischen Schälchen mit Omelett, Gemüse mit Tintenfisch, Tiefseekrabbe undundund. Da hatte ich aber auch mein erstes No Go-Erlebnis: rohe Muschel und rohe Gaebul(ähnlich der Seegurke). Und das hat sich noch bewegt! Geht mal gar nicht…
Von Busan sind wir an einem Tag mit dem Bus nach Yeosu gefahren, denn da ist gerade die Expo. Und da das Schwerpunktthema „Meere und Ozeane“ ist, war das natürlich Pflichtprogramm für meine Freundin(als begeisterte Taucherin).
War auch ziemlich cool. Recht faire Preise und m Vormittag keinerlei Wartezeiten an den Pavillons. Aber dann am Nachmittag! Drei Stunden fürs Aquarium, eine Stunde für den Klima-Pavillon(in dem man mehrer Klimazonen durchlaufen kann) und 45 Minuten für den japanischen Pavillon. So konnten wir dann einiges nicht mehr sehen. War schade!

Mit Air Busan(ner Billigflieger-Airline) sind wir dann auf die Insel Jeju geflogen. Und ich hasse Flüge in so kleinen Maschinen! Aber die Tombola, die es während des Flugs gab, hat mich etwas abgelenkt.
Auf Jeju wohnten wir in Seogwipo-si an der Südspitze der Insel im Jeju Hiking Inn. Das hat mich etwas enttäuscht, da es doch ziemlich abgerockt war und auf den Bildern sehr viel moderner aussah. War aber trotzdem noch ok.
Auf Jeju war Entspannung angesagt. Hatten nen Tag am Strand in Jungmun, waren im koreanischen Filmmuseum(ganz nett, aber hatte auch die besten Tage hinter sich), waren im Hallim Park, an den Cheonjiyeon Wasserfällen und bestiegen den Vulkan Ilchulbong, staunten im Loveland über die ausgefallene Methode, Koreaner aufzuklären und sind mit einem Hyundai Avante über die Insel gecruist. Meiner Meinung nach ist ein Leihwagen dort absolutes Muss. Zwar ist das Busnetz auch ziemlich ordentlich, aber mit Leihwagen is es einfach komfortabler. Und außerdem ist Autofahren in Korea auch ein Erlebnis! Wenn man sich mal reingedacht hat, überhaupt kein Problem mehr. Einfach so fahren wie man es für richtig hält. Ich glaub, anders machen es die Koreaner auch nicht.
Meine Freundin war dann noch Tauchen bei der Basis Big Blue 33, die einem Deutschen gehört.
Generell ne sehr entspannte, schöne Atmospäre in Seogwipo-si und die sind auch sehr touristenerfahren(war damals ua ne Spielstätte während der WM 2002).

Nach einer Woche ging es dann wieder zurück nach Seoul(auch mit Air Busan) und da hatten wir noch eine Übernachtung im Bebop Guesthouse in Hongdae, dem definitv geilsten Viertel Seouls. Leider zu spät für uns entdeckt. Waren nochmal lecker essen und genossen die Stimmung dort noch etwas. Und dann ging es leider wieder heim!

Alles in allem war es mal wieder ein grandioser Urlaub in Asien. Irgendwann wird es mich für länger dorthin verschlagen. Definitv!
Von den Koreanern selbst hab ich ne zwiegespaltene Meinung. Einerseits sind sie so hektisch und drängelnd, auf der anderen Seite sind wir noch nie so oft angesprochen worden auf offener Straße(oder von nem sehr netten Herren im Buddha-Tempel, der uns sogar noch ein bißchen herumgeführt hat) oder so interessiert begutachtet worden(va die kleineren Kinder bekommen da riesige Augen bei Westlern). Eine Frau haben wir mitgenommen, weil ihr Auto liegengeblieben ist. Die hat uns sogar zu sich nach Hause zm Essen eingeladen, hat sich dann aber leider nicht mehr gemeldet.
Das Essen war auch sehr gut, so nen Geschmacksorgasmus wie in Japan gabs aber leider seltener. Auch war mir vieles einfach zu scharf oder zu roh(rohe Leber!). Außerdem essen die ja auch sehr viel Fleisch, was auch nicht ganz meins ist. Super fand ich das ganze Streetfood! Einzigartig!

Korea kann man sich defintiv mal anschauen, als Asieneinstieg würde ich da aber andere Länder empfehlen. Mit der koreanischen Sprache wurde ich leider gar nicht warm, obwohl das Schriftsystem ja ziemlich einfach ist im Vergleich zu Kanjis zum Beispiel.
Auf viele andere, westliche Touristen sind wir kaum getroffen. Deutsche schon gar nicht. War auch mal schön!

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