Pacific Rim- Godzilla würde sie alle platt machen…

Was hätte „Pacific Rim“ für ein genialer Film werden können? Monster aus den Tiefen des Meeres greifen die Menschheit an und werden von hochhausgroßen Mechs auseinandergenommen.
Nach den ersten Trailern fühlte man sich an „Neon Genesis Evangelion“, „Godzilla“ oder „Gundam“ erinnert. Teilweise waren die Ähnlichkeiten aber dann doch zu offensichtlich(va die Startsequenz des amerikanischen Yaegers). Trotz allem, stand für mich eines fest: der Film kann nur gut sein.

Nach dem Kinobesuch ist die Ernüchterung groß und ich bin vor allem eines: enttäuscht.
Technisch ist der Film grandios. Die Computereffekte sind eine Wucht und würde der Film nur aus den Kampfszenen bestehen, wäre es das erhoffte Fest geworden. Mit welcher Wucht die Mechs auf die Kaijus treffen und was es dabei an Zerstörung gibt, ist wirklich großartig umgesetzt.
Doch leider gibt es da ja noch die „Story“, die ein Klischee nach dem anderen abarbeitet. Die Asiatin kann natürlich perfekt Kampfsport, die Russen sind grobschlächtig und deren Yaeger läuft mit Dieselmotoren. Dann ist da noch der traurige Held, der seinen Partner verloren hat und der übermutige Kotzbrocken.
Leider waren die „Zitate“ aus den oben genannten Reihen dann auch zu häufig. Del Toro ist wohl großer „Evangelion“-Fan…
Das alles wäre ja noch zu verschmerzen gewesen, denn welche Trash-Granate zieht nicht ihren Charme aus Klischees oder schlechten Zitaten. Nur dann noch solche dümmlichen Konversationen einzubauen, die höchstens bekennende Fans des Unterschichtenfernsehens lustig finden, war zu viel des Guten.

Im Endeffekt fühlte ich mich von Del Torro ganz schön verarscht am Ende des Films. Als würde er sich über die Fans des Genres lustig machen…
Dann lieber nochmal alles zu „Evangelion“ und „Godzilla“ anschauen und das Geld für den Kinobesuch sparen.