Tomb Raider- Nachtrag zur PS4-Version

Die fleißigen Mitleser meines bescheidenen Blogs werden sicherlich den Test zur PS3-Fassung von ‚Tomb Raider‘ gelesen haben. Nun wurde Ende Januar die Version für die PS4 veröffentlicht und diese Gelegenheit habe ich zum erneuten Durchspielen genutzt.

Natürlich wurde das Game grafisch ganz schön aufgehübscht. Die Flora und Fauna wirkt in einigen Szenen unglaublich realistisch, va wenn Nebelschwaden wabern und sich die Bäume im Wind bewegen. Auch die Charaktermodelle wurden etwas gepimpt, allen voran natürlich Lara. Leider, muss man hier sagen. Ms Croft war in der Fassung für PS3 wesentlich natürlicher und hübscher. In dieser Version wirkt sie in manchen Szenen als wäre sie zwischenzeitlich beim Schönheitschirurgen gewesen. Mit keinem guten Ergebnis.
War schon letztes Jahr auf dem PC Laras Haarpracht ein echter Hingucker, wurde das nun auch auf Konsolen erfolgreich umgesetzt. Sieht gut aus.

Spielerisch hat sich nichts verändert. Es gab einige Anpassungen ans Joypad der PS4(das Licht flackert zB gelb und rot beim Benutzen einer Fackel) und eine integrierte Sprachsteuerung, aber das sind nicht mehr als Gimmicks.

Fans von Lara sollten sich auch diesen Teil unbedingt holen. Die grafischen Verbesserungen machen wirklich viel aus!!
Und es steht immer noch fest: ‚Tomb Raider‘ ist und bleibt eines der besten Spiele der letzten fünf Jahre.

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Mutanten in Seattle- Infamous Second Son

Nachdem ich mit Begeisterung den ersten Teil für die PS3 gespielt habe und Teil 2 leider irgendwie verpasst habe, freute ich mich riesig über die Ankündigung von Second Son für die aktuelle Konsolengeneration.
Nun, nach ca 12h Spielzeit bin ich durch und möchte hier meine Eindrücke mit euch teilen.

Zur Story nur so viel: ihr spielt Deslin Rowe, der durch einen Zwischenfall mit einem Conduit(ähnlich einem Mutanten) dessen Superkraft übernimmt und ab diesem Moment die Rauch-Kraft beherrscht. Dieser Conduit wurde von Ms Augustine gejagt, die mit großem Enthusiasmus die sog Bioterroristen verfolgt, wegsperrt und zu allem Überfluss Delsins Stamm(indianischer Abstammung) angegriffen hat. Dabei werden einige seiner Freunde verletzt und können nur gerettet werden, wenn Delsin sich Augustines Kraft einverleibt.
Deswegen macht er sich mit seinem Bruder gen Seattle auf, wo er sich dem Kampf gegen Augustine und dem DUP stellt.

Wer die Vorgänger gespielt hat, weiß ungefähr was einen erwartet. Dennoch fand ich Teil 1 sehr viel abwechslungsreicher im Missionsdesign.
Im Endeffekt hat man hier nur die relativ wenigen Hauptmissionen, die Hauptzeit investiert man eigentlich in die Nebenaufgaben wie dem Suchen der Energiescherben(zum Aufleveln der Kräfte), dem Jagen von Geheimagenten, dem Suchen von versteckten Kameras oder dem Sprühen von Graffitis. In jedem Viertel hat man dazu noch die Aufgabe, die DUP-Zentrale zu zerstören. Das läuft eigentlich auch immer nach Schema F ab und ist keine große Herausforderung.

Wie auch schon in den Vorgängern kann man sich hier für die gute oder böse Seite entscheiden. Fiel bei Teil 1 die Wahl für die böse Seite aufgrund des auch eher unsympathischen Helden nicht wirklich schwer, verhält sich das bei Second Son anders. Delsin ist echt sympathisch und bringt mit seinen Scherzen va seinen Bruder gern zur Weissglut. Daher war für mich die „gute Seite“ der sinnvollste Weg das Game durchzuspielen.
Von der technischen Seite kann das Spiel überzeugen. Die Mimik sieht fantastisch aus und einige der Kräfte(allen voran Neon) sind ein Augenschmaus im Kampf. Und das am Anfang der PS4-Ära…möchte gar nicht wissen, wie die Spiele in zwei Jahren aussehen.
Geärgert hab ich mich allerdings häufiger über das Kampfsystem, das manchmal nicht zum hektischen Spielablauf passt und einige nervige Bosskämpfe.
Wenn man das Spiel mit anderen Open World-Games vergleicht, werden auch hier einige Schwächen sichtbar. Ich hatte nie das Gefühl, mich in Seattle gut auszukennen. Es gibt keine markanten Ecken(die Space Needle und den DUP-Turm mal ausgenommen), alles wirkt recht generisch. Das hat ein GTA V weitaus beeindruckender gemacht.
Auch die Straßen wirken recht leblos. Zwar sind viele Passanten unterwegs und viele reagieren auf Delsin(je nach Spielweise positiv oder negativ), aber das war es auch schon.

Für PS4-Besitzer ist es angesichts der überschaubaren Spieleauswahl sicher eine Empfehlung, aber ich bin trotzdem etwas enttäuscht. Das war mir alles etwas zu monoton. Von Sucker Punch gab es schon Besseres.
Gamer, die gerade nichts mehr zum Zocken haben, können gerne zugreifen. Alle anderen warten auf eine Preissenkung und holen es irgendwann nach.