Filmlogbuch Nr.30- Audition

Der Witwer Aoyama ist auf der Suche nach einer neuen Frau. Doch so recht weiß er nicht, wie und wo er eine kennenlernen soll. Schließlich muss diese auch hohe Ansprüche erfüllen und seiner verstorbenen Frau mindestens ebenbürtig sein.
Sein Freund, ein Filmproduzent, kommt auf die Idee, ein Fake-Casting zu veranstalten und so Aoyamas Traumfrau zu finden.
Und prompt wird er in der mysteriösen Schönheit Asami Yamazaki fündig. Er verliebt sich Hals über Kopf und schmiedet schon Hochzeitspläne.
Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Die von ihr gemachten Angaben beim Casting stimmen nicht und ihre Vergangenheit ist nicht wirklich nachvollziehbar.

„Audition“ war 1999 der große internationale Durchbruch für Takashi Miike und auch für mich eine der ersten Begegnungen mit dem japanischen Kult-Regisseur(zusammen mit dem ähnlich seltsamen „Visitor Q).
Beginnt der Film noch ruhig und besonnen, dreht er spätestens nach einer Stunde in eine komplett andere Richtung und wird zu einer Horror- Lovestory, die man nicht so schnell vergisst. Bei meiner ersten Sichtung vor über zehn Jahren ließ mich der Film ziemlich ratlos zurück und ich war mehr abgestossen als fasziniert.
Doch nach Jahren filmischen Reifens habe ich den Film jetzt (hoffentlich) verstanden und kann den Kultstatus absolut verstehen.
Die besondere Stärke liegt bei „Audition“ vor allem im Aufbau der bedrohlichen Stimmung, die den Film von Minute zu Minute unerträglicher werden lässt. Irgendwann weiß man, dass da irgendwas nicht stimmt und es vermutlich nicht auf ein Happy End hinauslaufen wird.
Hervorzuheben ist auch noch die schauspielerische Leistung von Eihi Shiina, die die Femme Fatale perfekt mimt und hier wohl ihr Meisterstück abgeleifert hat(und das mit ihrem Schauspiel- Debüt!!).
Miikes Kultfilm ist definitv einer meiner Lieblingsfilme von ihm. Was nicht selsbtverständlich ist, denn er schafft es doch immer wieder für einen guten Film mindestens drei schlechte Filme zu machen. Aber zu Miike mal an anderer Stelle mehr.

8/10 Punkte

Trailer

Rapid Eye Movies haben mir für dieses Review die erst kürzlich veröffentlichte Blu-ray netterweise zur Verfügung gestellt. Diese kommt(wie auch schon die anderen Blu-rays der Neuauflagen von REM) in einem schicken Schuber und beinhaltet zusätzlich noch ein Booklet. Das ist vollgestopft mit Infos zur Vorlage von Ryu Murakami und ist echt lesenswert.

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