Filmlogbuch Nr.48- Eden-Lost In Music

Der Jugendliche Paul findet immer mehr gefallen an der Pariser Technoszene der frühen 1990er und möchte auch gerne selber mal als DJ bekannt werden. So gründet er zusammen mit seinem Freund Quentin das Garage-Duo „Cheers“ und macht unter anderem Bekanntschaft mit dem aufstrebenden Duo „Daft Punkt“(!!) oder dem Veranstalter Arnaud.
Über die nächsten zwanzig Jahre verfolgt man dann als Zuschauer den Werdegang des Duos, lernt Pauls zig Liebschaften kennen und erlebt die ein oder andere Tragödie.

„Eden- Lost In Music“ ist eine Hommage an die keimende Elektroszene in Frankreich vor 25 Jahren und vermischt Fiktion und Realität.
Natürlich bietet eine solche Doku in Filmform keine großen Höhepunkte in der Story, man lässt sich einfach von der wirklich großartigen Musik des Soundtracks mitreissen und nimmt an Pauls Leben teil. Und das wird in schönen Bildern inszeniert und hat mich teilweise ein bißchen an Paul Kalkbrenners „Berlin Calling“ erinnert. Auch da steht ja eher die Musik im Vordergrund.

7/10 Punkte

Trailer

Den Film habe ich auf der deutschen Blu-ray von Alamode Film gesehen. Neben einem Interview mit der Regisseurin Hansen- Love gibt es noch entfallene Szenen und einige Trailer.

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Filmlogbuch Nr.47- The Cell

In einer wissenschaftlichen Einrichtung arbeitet die Sozialarbeiterin Catherine Dean mit einer neuartigen Methode in die Psyche von Kindern und Jugendlichen vorzudringen.
Bevor der Serienkiller Carl Stargher festgenommen und der Ort ermittelt werden kann, wo er sein letztes Opfer gefangen hält, fällt er in ein tiefes Koma. So beginnt für die Polizei ein Wettlauf gegen die Zeit.
Und Catherine wird zur wichtigen Figur in diesem Rennen, denn sie taucht in die Psyche des Killers ein und versucht so, sein Vertrauen zu erwecken.

„The Cell“ ist mittlerweile gute 15 Jahre alt und war damals Tarsem Singhs Durchbruch in Hollywood. Vorher hat er sich hauptsächlich mit Musik- und Werbevideos seine Brötchen verdient. Seinen Stil beherrschen die großartig inszenierten, verspielten Bilder mit starken Farben und exotischen Designs.
Und auch dieser Film lebt hauptsächlich von seinem handwerklichen Können. Denn die Story ist recht dünn und macht hin und wieder einfach keinen Sinn. Vor allem die schlampige Polizeiarbeit fällt hier extrem negativ auf.
Aber wie gesagt, vor allem das Audiovisuelle ist hier überragend und macht den Thriller zu etwas Besonderen. Und auch die ein oder andere verrückte Idee weiß hier ganz gut zu gefallen.

7/10 Punkte

Trailer

„The Cell“ ist bisher nicht in Deutschland erschienen, hierzulande muss man sich bis Dezember gedulden. Ich habe den Film auf der neuen Blu-ray aus den USA gesehen. Diese ist codefrei und hat sowohl deutschen Ton als auch deutsche Menütexte.
Obwohl auf der Verpackung angegeben ist, dass die R-Rated- Fassung enthalten ist, präsentiert sich der Film in der ungeschnittenen Version.
Neben zwei Audiokommentaren gibt es einige entfallene Szenen, ein Featurette zu Singhs Stilmitteln und sechs Beiträge zu den verschiedenen Spezialeffekten.

Filmlogbuch Nr.46- Mad Max: Fury Road

Max Rockatansky wird von einer üblen Bande überfallen und verschleppt. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich in einer mysteriösen Gemeinde. Diese wird von Immortan Joe angeführt, der seine Untergebenen nicht gerade verwöhnt.
Als sich IMperator Furiosa auf eine vermeintliche Handelsreise begibt und den Warlord hintergeht, eröffnet dieser eine unbarmherzige Jagd auf sie und ihr Gefolge. Und Max ist mittendrin.

Vor ein paar Monaten habe ich die ursprüngliche „Mad Max“- Trilogie besprochen und war nicht so begeistert. Denn ich hab mir was anderes erwartet. Und zwar genau das, was der neueste Teil von George Millers Filmreihe bietet. Grandiose Actionszenen mit verrückten Charakteren und noch verrückteren Fahrzeugen.
Dass dabei die Story keine besondere Bedeutung spielt und der Hauptcharakter hauptsächlich nur grunzt um sich mitzuteilen, ist wirklich absolut egal. Denn „Fury Road“ bietet einfach ein Actionfest, wie man es seit „The Raid“ nicht mehr gesehen hat und wischt ebenso mal den Boden mit sämtlichen Hollywood’schen Actionfilmen der letzten 15 Jahre. Grandios!
Ebenso ist der Film richtig gut besetzt. Seien es Tom Hardy als Max, Charlize Theron als Furiosa oder Nicholas Hoult als sympathischer Krieger des Warlords.

9/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich den neuesten „Mad Max“- Teil auf der deutschen Blu-ray. Die hat einige Extras an Bord, aber die meisten gehen nicht über die üblichen, marketinglastigen Einspieler hinaus.

Hatoful Boyfriend oder Wie date ich einen Vogel?

Stellt euch vor, ihr seid der einzige Mensch, genauer gesagt ein Mädchen, an einer japanischen Highschool und eure Mitschüler sind…Tauben. Ja, Tauben.
Da ist zB Ryouta, euer bester Freund…eine Taube. Oder der an Narkolepsie erkrankte Lehrer…eine Taube. Der Leiter der SMV…eine Taube. Oder eurer Arbeitgeber in den Sommerferien…ein Sittich!!!

Ja, die Welt von „Hatoful Boyfriend“ ist voller komischer Vögel. Und ihr sucht DEN Vogel! Den einen, der der Richtige ist. Einen Freund. So klickt ihr euch in bester Visual Novel- Manier durch viele Textboxen und trefft immer wieder mal Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen. Ihr müsst euch zB entscheiden, welche Fächer ihr wann belegt oder ob ihr in den Sommerferien einem Nebenjob nachgeht.Dadurch öffnen sich nach und nach verschiedene Erzählstränge und führen auch zu unterschiedlichen Enden(bis zu 15 Enden gibt es wohl).
Die Spielzeit variiert dabei von 45 Minuten bis zu über zwei Stunden. Bei meinem Talent habe ich es geschafft, das schlimmste Ende zu erreichen und wurde nach nicht mal einer Stunden hinterhältig in meiner Höhle ermordet. Das ist aber kein Wunder, auch bei dem PS3- Hit „Heavy Rain“ hab ich es im ersten Durchlauf geschafft, das deprimierendste Ende zu sehen.
„Hatoful Boyfriend“ ist nicht für jeden Gamer was. Dafür ist das Spiel viel zu japanisch skurril. Aber ich lege es jedem nahe, der mal was Neues sehen und erleben möchte.
Die Story kann durchaus sehr tief gehen und auch zur Hintergrundgeschichte erfährt man im „richtigen“ Erzählstrang einiges. Also lohnt sich mehrfaches durchspielen.
Ich habe es auf der PS4 gespielt, gibt es aber auch für die PS Vita, Steam oder PC/Mac. Außerdem gibt es schon einige frühere Teile für PC sowie Webcomics, Bücher oder Hörspiele.
Im PSN- Store kostet das Spiel 9,99€ als CrossBuy- Titel mit CrossSave- Funktion. Ist aber immer wieder mal im Sale zu haben.

Filmlogbuch Nr. 45- Jurassic World

Über 20 Jahre nach dem Vorfall im ersten Prototyp ist John Hammonds Vision von einem Dino- Freizeitpark Realität. Vom Triceratops- Reiten über T-Rex- Fütterung bis hin zu Souvenirshops gibt es alles, was das Besucherherz höher schlagen lässt.
Und da man ja irgendwann alles gesehen hat, wird im Hintergrund schon an neuen Attraktionen gearbeitet.
Eine solche, soll der neue Indominus Rex werden, der sowas wie der Überdino ist und aus verschiedenen Genpools zusammengemischt wurde.
So ist es also nicht verwunderlich, dass es dieser schafft, aus seinem Käfig auszubrechen und fortan alles was ihm in den Weg kommt, töten zu wollen. Blöderweise passiert das auch noch an einem Wochenende, an dem die Parkleiterin Claire Besuch von ihren zwei Neffen bekommt. Ihre einzige Hoffnung ist der ehemalige Navy- Soldat Owen, der erfolgreich die Velociraptoren konditionieren konnte und sowas wie der Dinoflüsterer ist.

Ganz ehrlich gesagt kann ich mir den Erfolg des Films in den Kinos dieser Welt nicht so ganz erklären. Die Story ist irgendwie ein Aufguss von Teil 1 der ursprünglichen Trilogie und mit teilweise so dämlichen Elementen erweitert, dass ich zeitweise die Blu-ray am liebsten in tausend Stücke gerissen hätte.
Dennoch hat mir der Film doch irgendwie ganz gut gefallen und meiner Meinung nach einer der besseren Blockbuster, die dieses Jahr aus Hollywood kamen. Zum einen liegt das an meiner eigenen Vergangenheit als erfolgreicher Dinoforscher(im Alter von 8 bis 13), zum anderen an der Verwirklichung der Vision aus Teil 1. Wer hat sich das damals nicht ausgemalt, wie großartig ein solcher Park sein könnte. Und genau das zeigt der Film besonders in den ersten zwanzig Minuten in Gänsehaut erzeugenden Momenten ausführlich.
Und dann kommt Chris Pratt als Raptorenflüsterer…ohohoh. Die Idee ist ganz nett, aber dann doch wieder irgendwie doof. Raptoren trainiert man nicht. Und man lässt sie schon gar nicht reden(wie in Teil 3 angefangen).
Weiterhin nervt die Blödheit einiger Charaktere, allen voran der Parkleiterin. Einige Male musste man sich schon wundern, wie sie an solch eine Position kam.
Richtig gut hingegen waren die Actionszenen inszeniert. Diese waren gut über den Film verteilt und so kam es nie zu einer Übersättigung. Toll waren auch die Anspielungen an Teil 1…welche, sag ich hier aus Spoilergründen jedoch nicht.
Wahrscheinlich gingen die meisten Besucher aus Nostalgiegründen ins Kino, weil sie damals schon beim Beginn dieser Saga dabei waren. Anders kann ich mir den Erfolg nicht erklären, denn „Jurassic World“ ist nicht mehr als ein ganz ordentlicher Streifen.

6/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich den Film auf der deutschen Blu-ray. Diese kommt noch mit einigen Extras, wie zB unveröffentlichten Szenen und ein paar Making ofs.