Filmlogbuch Nr.72- LoveDeath

Sai lernt eines Tages die schöne Sheela kennen. Diese wickelt ihn auch prompt um den Finger und ehe er sich versehen kann, befindet er sich auf der Flucht vor Yakuzas und der Polizei.
Denn Sheela hat den Yakuza- Boss und ihren vermeintlichen Liebhaber Kurogane um mehrere Millionen Dollar erleichtert. Als Sai ihm dann auch noch bei Sheelas erstem Rettungsversuch den Schwanz wegschießt, sendet Kurogane zwei seiner besten Gangs und korrupte Cops aus, um die beiden wiederzufinden. Denn er will nicht nur Sheela und sein Geld zurück, sondern braucht auch Sais bestes Stück für eine Transplantation.
Und dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf…

Erst vor wenigen Monaten habe ich „Lupin III“ von Ryuhei Kitamura besprochen und von seinen Fertigkeiten als Action-Regisseur geschwärmt. Nun hat das kleine Label Midori Impuls diesen Schatz veröffentlicht. Mir unverständlich, warum der schon 2006 entstandene „LoveDeath“ solange im Westen nicht herauskam.
Denn dieser Film zeigt Kitamuras Wahnsinn in wunderschönen Bildern und mit einer tollen Comic-Ästhetik. Letztere sollte man aber mögen, denn einige Kostüme und Szenen sind schon sehr manga-esk. Ich finde diesen Ideenreichtum und die Fantasie toll und wurde über die vollen 159 Minuten sehr gut unterhalten.
Grob gesehen, kann man „LoveDeath“ als Yakuza-Film mit Lovestory bezeichnen, er ist aber weit entfernt vom klassichen Mafia-Kino eines Takeshi Kitano. Das ein oder andere Mal erinnerte mich der Film an „Shark Skin Man & Peach Hip Girl“.
Sollte jeder Fan des japanischen Kinos sich mal anschauen!
Auch der Cast ist ziemlich cool. Ein Wiedersehen gibt es auch mal wieder mit dem verrückten Riki Takeuchi, Hauptdarstellerin NorA ist Eyecandy pur!!

8/10 Punkte

Trailer

Wie oben schon geschrieben, hat das kleine Label Midori Impuls den Film in einem liebevollen Mediabook inkl. DVD und Booklet auf Blu-ray veröffentlicht, welches auf 1000 Stück limitiert ist.
Es befinden sich sehr viele Extras an Bord, angefangen bei Kurzfilmen über Trailer, Musikvideos hin zu entfernten Szenen. Leider haben diese keine deutschen Untertitel und sind nur auf Japanisch. Das trübt jedoch das eigentliche Filmerlebnis nicht!

Filmlogbuch Nr.71- Jessica Jones Season One

Jessica Jones ist ziemlich am Ende. Keine Kohle, alkoholabhängig und ihr Job als Detektivin läuft nicht. Dazu kommt ihr totgeglaubter Ex Killgrave, der Menschen mental beeinflussen kann und sie so zu seinen Werkzeugen macht.
Ähnlich erging es auch Jessica als er sie zwang, eine Frau von einem Gebäude zu stossen. Diese Schuldgefühle haben sie letztlich auch zum Alkohol gebracht. Als Killgrave eben wieder auftaucht, setzt Jessica alles daran, ihn zu töten. Denn sie will anderen ein ähnliches Schicksal wie ihres ersparen.

Die Figur Jessica Jones kannte ich bisher überhaupt nicht. Generell ist sie aber auch eine der jüngeren Heldinnen in der Marvel-Historie und wurde mit der Comicserie „Alias“(so heißt ihr Detektivbüro ab einem gewissen Zeitpunkt, nicht mit der Serie von JJ Abrams zu verwechseln) eingeführt. Ähnlich wie bei „Daredevil“ gefällt mir der realistischere und dreckigere Stil der Serie. Jessicas eigentliche Superkraft(ihre Stärke) wird nie so in den Vordergrund gestellt und alles ist sehr bodenständig.
Zwar braucht die Serie ein bißchen bis sie Fahrt aufnimmt, wird aber besonders im letzten Drittel sehr spannend. Negativ fand ich die vielen unsympathischen Charaktere. Alle sind irgendwie kaputt und haben Dreck am Stecken. Einzig Jessicas beste Freundin und Stiefschwester Trish kann den ein oder andern Sympathiepunkt abbekommen.
Spannend ist auch, dass „Jessica Jones“ im gleichen Viertel wie „Daredevil“ spielt. Ich denke, da kann man sich in weitern Staffeln auf die ein oder andere Verknüpfung freuen. In dieser Staffel gibt es gegen Ende schon einen Charakter aus beiden Serien zu sehen.

7/10

Zu sehen gibt es die 13-teilige Serie bisher nur bei Netflix, da auch von diesen produziert.

Filmlogbuch Nr.70- Return To Sender

Miranda lebt ein beschauliches Leben. Im Beruf läuft es gut, es steht eine Beförderung zur OP-Schwester an. Außerdem ist sie gerade dabei, sich ein schickes neues Haus zu kaufen. Alles was fehlt, ist Mr. Right.
Doch bei einem Blind Date geht alles schief, was schiefgehen kann und sie wird vergewaltigt. Von da ab, läuft alles nicht mehr so rund. Zwar sind die körperlichen Wunden schnell verheilt, jedoch kann sie aufgrund zittriger Hände ihre Karriere als OP-Schwester vergessen.
Daher beschließt sie auf KOnfrontationskurs mit dem Täter zu gehen und besucht ihn im Gefängnis. Nach und nach entsteht eine Bindung zwischen den beiden und nachdem er entlassen wird, hilft er ihr sogar, das Haus zu renovieren. Doch es ist nicht alles so wie es scheint.

„Return To Sender“ wäre als klassischer Rape’n’Revenge- Film bestens geeignet. Doch irgendwie wurde hier eine Portion Rosamunde Pilcher reingemischt. Der Film will sich irgendwie nicht so recht entscheiden, ob er jetzt ein ordentliches Rachestück ist oder ein Drama über ein Vergewaltigungsopfer. Und das lässt einen als Zuschauer auch eher unbefriedigt zurück.

6/10

Gesehen habe ich die deutsche Blu-ray von Ascot Elite. Neben einem achtminütigen Behind the Scenes, sind sowohl US- als auch Kinotrailer vorhanden.

Filmlogbuch Nr.69- Was Sie schon immer über Sex wissen wollten…

In sieben Epsioden behandelt Woody Allen hier alle relevanten Fragen zum Thema „Sex“: Wirken Aphrodisiaka? Ist Sodomie schädlich? Sind Transsexuelle schwul? Wie verlässlich sind die Forschungsergebnisse zum Thema? Und und und…

„Was Sie schon immer über Sex wissen wollten…“ war einer meiner ersten Woody Allen- Filme. Der lief damals häufiger im Ersten oder Zweiten spätabends an Samstagen.
Hier zeigt sich das größte Problem, welches Epsiodenfilme häufiger haben: die Qualität der einzelnen Abschnitte schwankt stark. So gibt es einige wirklich lustige Folgen wie zB über den notgeilen Hofnarr, das Schaf Daisy oder die Monstertitte, aber dafür auch ziemlich miese Stories.

6,5/10 Punkte

Auch hier habe ich die DVD des Films aus der Woody Allen Collection gesehen. Und ebenso gibt es hier keine Extras außer dem Kinotrailer.

Filmlogbuch Nr.68- Bananas

Der Produkttester Fielding Mellish ist auf der Suche nach der perfekten Frau. Durch einen Zufall trifft er auf  Nancy und die beiden verlieben sich ineinander. Während Nancy jedoch eine Weltverbessererin ist und politisch sehr aktiv, lebt Mellish lieber in den Tag hinein und genießt das Leben. Daher beendet sie die Beziehung auch ziemlich schnell wieder.
Mit gebrochenem Herzen verlässt Fielding die USA und wandert in die Bananenrepublik San Marcos aus. Dort kämpfen Rebellen und Militär gerade um die Vorherrschaft und Fielding gerät irgendwie zwischen die Fronten.

Seit Woody Allen Scarlett Johansson als seine Muse auserkoren hat, habe ich seine Karriere aktiver verfolgt. Von seinen älteren Werken kene ich bisher jedoch nicht viele, daher habe ich im Sale bei Amazon zugeschlagen als es die Box mit zwanzig seiner Werke ab 1971 gab.
„Bananas“ war nun der erste der Box und hat mich gut unterhalten. Zwar gibt es gerade zu Beginn doch einige sehr alberne Momente und fast schon Slapstick, aber das passt einfach zu der eh schon sehr skurrilen Geschichte.

7/10 Punkte

Gesehen habe ich den Film auf der deutschen DVD aus der Woody Allen Collection. Extras gibt es keine, nur den Kinotrailer.

Filmlogbuch Nr.67- Scream Season One

Zwanzig Jahre nachdem eine Mordserie eine amerikanische Kleinstadt erschüttert hat, leben deren Einwohner ihr normales Leben wieder. Auch auf der Highschool geht es zu wie man es gewohnt ist. Die Sportler mobben die Nerds, die Cheerleaderinnen steigen mit dem besten Football-Spieler ins Bett und die reiche Upperclass macht sich über die billigen Klamotten der hässlichen Entlein lustig.
Doch lange währt das Glück nicht, denn eines Abends wird eine der Schülerinnen während eines vermeintlichen Dates grausam ermordet. Die Tat ähnelt sehr den damaligen Geschehnissen und ruft nicht nur die Polizei auf den Plan, sondern natürlich auch diejenigen, die damals davon betroffen waren.

„Scream“ basiert lose auf der Film-Franchise und wurde dieses Jahr von MTV produziert. Das merkt man der Serie auch deutlich an. Denn alles wirkt zu glatt gebügelt und zu schön. Zwar sind die Mordsequenzen überraschend hart und konsequent, jedoch sind die Folgen nur selten spannend, da sehr vorhersehbar.
Die Figuren entsprechen natürlich dem typischen Slasher- Schema, daher sind sie bis auf ein oder zwei Ausnahmen sehr unsympathische Charaktere. Schön fand ich die immer wieder kehrenden popkulturellen Anspielungen, wobei es auch einige Folgen gibt, die es damit definitiv übertreiben.
Nun kann man natürlich sagen, dass das im Genre des Slasherfilms alles normale Zutaten sind, aber ein paar mehr mutigere Entscheidungen hätten der Serie ziemlich gut getan.
So ist das alles leider knapp unter Durchschnitt und bekommt verdiente

4/10 Punkte

Gesehen habe ich die zehnteilige Serie auf Netflix(eigentlich war ich lange auch der Meinung, dass diese die Serie auch produziert haben). Für eine Folgestaffel gibt es bei MTV auch schon grünes Licht.