Filmlogbuch Nr.89- True Blood – Die komplette Serie

Bon Temps, Louisiana. Sookie Stackhouse lebt mit ihrem Bruder Jason bei ihrer Großmutter und verdient sich ihre Brötchen in der örtlichen Kneipe, dem Merlotte’s, als Bedienung.
Das verschlafenen Örtchen, in dem jeder jeden kennt, liegt weit von der Zivilisation entfernt und so dauert es auch hier bis sich der erste Vampir blicken lässt. Diese haben sich nämlich schon Jahre zuvor „geoutet“ und sich mittlerweile mehr oder weniger gut in die Gesellschaft integriert.
Doch ein Vampir in Bon Temps?!? Das ist natürlich Gesprächsthema Nummer Eins. Sookie ist jedoch sofort fasziniert von Vampir Bill und fühlt sich wohl in seiner Gegenwart. Ist er doch eine der wenigen Personen, dessen Gedanken sie nicht lesen kann.

Als ich das erste mal von „True Blood“ hörte, war ich skeptisch. Denn damals ging gerade der unsägliche „Twilight“-Hype los und ich erwartete eine weitere, lahme Vampir-Lovestory. Auch wenn der Serienmacher, Alan Ball, mich erst wenige Jahre davor mit „Six Feet Under“ wirklich begeistert hat.
Doch schon bei den ersten Folgen der HBO-Serie merkt man, dass das keine, für Teenies versoftete Glitzervampir-Geschichte ist. Denn hier wird geflucht, viel geblutet und leidenschaftlich geliebt. Und das nimmt mit jeder Folge zu. Denn hier geht es nicht nur um die Probleme der Vampire und der Akzeptanz der Menschen, nein, es kommen auch noch Werwölfe, Wiccahexen, Mänaden, Zwerge oder Feen vor. Das klingt nach irrem Wahnsinn? Ist es auch. Man muss den trashigen Faktor der Serie wirklich mögen, um bis zum Ende am Ball zu bleiben.
Aber natürlich geht es hier tiefgründig um Sachen wie Fremdenhass oder Intoleranz gegenüber Minderheiten. Auch Kritik an den Einsätzen im Irak wird nicht ausgelassen. Und das macht die Serie dann auch so besonders. Hier gibt es verdammt viele Botschaften, die gerade wieder aktueller denn je sind. Auch in unserm Lande.
Insgesamt hat die Serie sieben Staffeln, die aber leider nicht alle das selbe, hohe Niveau haben. Gerade der Handlungsstrang um den Lilith-Kult fand ich eher lahm, Highlights waren aber z.B. die Anhänger der Gesellschaft der Sonne oder die Bedrohung durch den größenwahnsinnigen Russell Edgington. Gorßartig ist auch das Südstaaten-Feeling, das sie Serie aufbaut.

9/10 Punkte

Einen Trailer zur Serie werdet ihr hier nicht sehen, dafür das einzigartige Intro!

„True Blood“ lief nur begrenzt im Free-TV, kam wohl aber nicht sonderlich gut an. Daher erfolgte die Ausstrahlung hauptsächlich  im Pay-TV. Aber natürlich gibt es alle Staffeln auch auf DVD und Blu-ray.
Für Fans von Komplettboxen gibt es bei Amazon exklusiv ein Set mit allen sieben Seasons in einem schicken Schuber. Inhaltlich unterschieden sich die Discs aber nicht von den einzeln erhältlichen. Jede Staffel kam immer mit vielen Extras wie Audiokommentaren und verschiedenen Featurettes.

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