Filmlogbuch Nr.108- Victoria

Victoria kommt eigentlich aus Madrid und wohnt nun seit einigen Monaten in Berlin. Leider hat sie bisher kaum Anschluss gefunden und muss so ihre Nächte alleine in Berliner Clubs verbringen.
Eines Nachts trifft sie auf Sonne, der mit seinen Jungs gerade vor der Disco abhängt und sie geraten ins Gespräch. Zunächst etwas verstört von der rauen Art seiner freunde schließt sie sich ihnen jedoch an und zieht mit ihnen um die Häuser.
Als sich Sonne und Victoria dann langsam näher kommen, werden die zwei von seinen Kumpels gestört, die unbedingt noch etwas zu erledigen haben. Und da einer der Jungs so betrunken ist, dass nichts mehr mit ihm anzufangen ist, soll Victoria aushelfen. Hätte sie nur gewusst, worauf sie sich dabei einlässt…

„Victoria“ ist ein spannender Film. Nicht unbedingt aufgrund seiner Handlung, die man ab einem bestimmten Zeitpunkt vorhersehen kann, sondern wegen der Art und Weise wie er entstanden ist. Denn dieser, knapp 140 Minuten lange Film wurde komplett an einem Stück gedreht und kommt so also völlig ohne Schnitt aus. Und diese Inszenierung ist es, die den Film dann auch wirklich spannend macht. Klar gibt es ein oder zwei Momente, die nicht so entscheidend für den weitern Verlauf des Dramas sind, aber diese sind meist schön gefilmt und mit guter Musik untermalt.
Auch fragt man sich zu Beginn schon, was die smarte Spanierin mit den Trunkenbolden will, die sie schon sehr plump anmachen. Besonders der „Ghettoslang“ der Jungs nervt in den ersten Minuten schon ziemlich, später lernen sie aber die hohe Kunst der „normalen“ Kommunikation und sprechen in ganzen Sätzen 😉
Seit „Stereo“(ein echter Pflichtfilm!!!) habe ich keinen so spannenden Film aus deutschen Landen gesehen. Teilweise erinnerte er mich ein bißchen an die Filme von Gaspar Noe.

7,5/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich die deutsche Blu-ray von „Victoria“. Extras sind einige auf der Disc, angefangen bei Interviews bis hin zu einem schnittlosen Interview mit Hauptdarstellerin Laia Costa.

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