Filmlogbuch Nr.115 – The Kingdom of Dreams and Madness

Das Studio Ghibli ist sicherlich das bekannteste Animationsstudio Japans und seit dem Gewinn des Oscars für „Chihiros Reise ins Zauberland“ auch westlichen Filmfans bekannt. Hauptgrund für den großen Efolg ist sicherlich die Arbeit von Hayao Miyazaki, der dem Studio wie kein anderer seinen Stempel aufgedrückt hat.

„The Kingdom of Dreams and Madness“ ist eine Doku über das Studio, aber mehr noch ein Porträt von Miayazaki-san. So wird dieser bei der Entstehung seines letzten großen Films, „Wie der Wind sich hebt“, begleitet und man bekommt einen ganz guten Einblick in das Wesen des Meisterregisseurs, der auch vor deutlicher Kritik an der japanischen Regierung nicht zurück schreckt. Nur nebenbei erfährt man ein bißchen was über die Entstehung des Studios und die anderen kreativen Köpfe, die für Ghibli arbeiten.
Die Doku besticht aber auch durch ihre schönen Bilder und die vielen kleinen Details. Also ein Muss für alle Fans des Animationsstudios!

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Die Dokumentation erschien bei Universum Anime, die nun die komplette Filmographie des Studi Ghibli auf DVD/Blu-ray veröffetnlicht haben. Wie gewohnt, befindet sich die Blu-ray in einem Digipak, das in einem Schuber steckt.

 

Filmlogbuch Nr.114 – Outrage Beyond

Fünf Jahre nach den Geschehnissen in Teil 1 ist Kato immer noch an der Spitze des Sanno-kai Clans. Doch die Polizei und andere Yakuza-Clans arbeiten bereits an einer neuen Machtstruktur und wollen Kato mit aller Gewalt verdrängen.
Hierfür holt die Polizei sogar den totgeglaubten Alt-Yakuza Otomo aus dem Gefängnis zurück und dieser setzt alles daran, in den eingefahrenen Machtstrukturen einmal ordentlich durchzuwischen.

„Outrage Beyond“ ist der Nachfolger zu Takeshi Kitanos Abgesang auf die Yakuza, „Outrage“ aus dem Jahr 2010. Und wieder einmal beweist Kitano, dass er es immer noch kann. Begeisterte er mich zuletzt mit seiner leichtfüßigen Kömodie „Ryuzo & The Seven Henchmen“, ist das wieder der Kitano, den man von brutalen Mafia-Filmen wie „Sonatine“ oder „Brother“ kennt. Eine ruhige Inszenierung, die in Gewaltspitzen eskaliert, nur um dann wieder sachlich und ruhig in großartigen Bildkompositionen weiterzuerzählen. Dafür liebe ich seine Filme!

8/10 Punkte

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„Outrage Beyond“ erschien dank Capelight Pictures endlich in Deutschland, ist der Film doch schon vier Jahre alt. Wie schon der erste Teil kommt auch der Nachfolger in einem schicken Mediabook samt informativem Booklet und dem Bonusfilm „Achilles und die Schildkröte“.

Filmlogbuch Nr.113 – Lowlife Love

Eigentlich war Tetsuo mal ein hoffnungsvoller Nachwuchs-Regisseur. Doch nach dem ersten Hit ging es irgendwie bergab. Denn auch seine Motivation, endlich einen neuen Film zu drehen, verschwand irgendwo im Nirgendwo.
So gibt er sich mit einem Leben zufrieden, in dem er noch bei seiner Mutter unn Schwester wohnt, regelmäßig pleite ist und vielversprechende Nachwuchsschauspielerin lieber ins Bett bringen will als auf die große Bühne.
Doch eines Tages trifft er auf zwei Ausnahmetalente: Minami, Schauspielerin und Ken, Drehbuchautor. Beide haben Potential, was Tetsuo auch erkennt. Doch schafft er es dies mal, den Hintern hoch zu bekommen und einen Film auf die Beine zu stellen?

„Lowlife Love“ ist ein interessantes Projekt. Von Eji Uchida gedreht(u.a. „Greatful Dead“), wurde der Film vom Besitzer des Filmlabels Third Window Films, Adam Torel, produziert und mit Hilfe von Kickstarter entgültig finanziert.
Und dabei beleuchtet der Film, wie schwer es in Japan mittlerweile für die Independent-Szene geworden ist, ein anständiges Budget abseits des Mainstram-Kinos zu bekommen. Also ein Film über die Enstehung des Films. Das alles ist bei weitem nicht trocken inszeniert, sondern mit einem herzlichen Humor und einer guten Portion Drama. Also für jeden was dabei.

8/10 Punkte

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Ich besitze „Lowlife Love“ als Blu-ray, die es exklusiv für Backer des Kickstarter-Projektes gab. Ein reguläres Release erfolgt im November in UK, aber auch eine Veröffentlichung in Deutschland durch Mitproduzent Rapid Eye Movies wird hoffentlich bald erfolgen.
Zur Zeit tourt der Film durch einige deutsche Kinos. Wer de Chance hat, sollte sie ergreifen und reingehen!

Filmlogbuch Nr.112 – Kill La Kill

Ryuko Matoi ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Die einzige Spur, der sie nachgehen kann, ist die Hälfte einer riesigen Schere, die im Besitz des Mörders ist.
Die vermeintliche Besitzerin dieses Mordwerkzeugs vermutet Ryuko an der Honnouji-Akademie in Gestalt der Präsidentin des Schülerrats, Satsuki Kiryuin.
Doch leider unterliegt sie in dem Kampf, findet aber eine einzigartige Schuluniform, Senketsu, die ihr ungeahnte Kräfte verleiht.
Also macht sich Ryuko erneut auf, um den Mord an ihrem Vater zu rächen.

Das alles klingt etwas bekloppt? Liebe Leser, das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn „Kill La Kill“ beweist wieder einmal, dass Anime eines können: unglaublich verrückte Grundideen zu einer 25-teiligen Anime-Serie zu machen und dabei jede noch so bescheuerte Idee in der nächsten Szene zu toppen.
So sind einige Folgen oft ziemlich anstrengend und reizüberflutend, aber dafür ist „Kill La Kill“ so großartig inszeniert und stylish wie nur wenig andere Anime.
So ist die Optik oft sehr grob und hektisch, aber einfach perfekt in Kombination mit den Animationen und der großartigen Musik.
Jeder der Gegner von Ryuko wird wie in einem Beat’em Up kurz vorgestellt und die Spezialattacken kündigen sich durch fettgeschriebene, rote Kanji an.
Inhaltlich kann „Kill La Kill“ sicherlich keinem „Neon Genesis Evangelion“ oder „Gost in the Shell SAC“ die Stirn bieten, dafür liebe ich die Serie aber für ihre vielen Anspielungen. Besonders das japanische Kino der 1970er Jahre kommt nicht zu kurz. So erinnerte mich Senketsu immer an die Schuluniformen der Mädchen aus „Sukeban Deka“ oder einigen Pinky Violence-Filmen.

8/10 Punkte

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Die Serie ist mittlerweile in Deutschland erhältlich. Ich griff jedoch zu der Ausgabe aus England, da die Serie dort in drei schönen Collector’s Editions erschienen ist, die mit Vol.3 in einem schönen Schuber veröffentlicht wurde.
Erschienen sind diese Blu-rays bei Anime Limited.