Filmlogbuch Nr.116 – Parasyte Part 1 & 2

Die Erde ist krank und von einer fast unheilbaren Krankheit befallen. Dem Menschen. Um die Natur und den Planeten zu retten, fallen eines Nachts außerirdische Parasiten auf die Erde nieder und nisten sich in den Gehirnen einiger Menschen ein. Auch Shinichi sollte von einem Alien befallen werden, doch er konnte sich im letzten Augenblick noch wehren. Blöd nur, dass es der Parasit in seine rechte Hand geschafft hat, denn von nun an entwickelt diese ein Eigenleben. Nicht nur, dass sie in den unpassendsten Momenten spricht und wahnsinnig flexibel ist, ebenso will sie alles über die Menschheit lernen und liest ein Buch nach dem anderen.
In der gleichen Zeit werden jedoch auch einige grausame Morde an Menschen begangen, doch kein Täter kann gefasst werden. Als Shinichi zum ersten Mal auf einen Menschen trifft, dessen Gehirn von dem Parasiten befallen wurde, ist auch klar, wer es war. Denn durch die Mutation fallen die Betroffenen über ander Menschen bisher. Und das soll solange geschehen, bis es keine Menschen mehr gibt. Doch Shinichi und Migi(seine rechte Hand… im wahrsten Sinne des Wortes) stellen sich der Bedrohung jedoch entgegen.

Wie klein manchmal die Welt ist. Vor unzähligen Jahren gegen Ende der 90er fiel mir eine englische Manga-Anthologie namens Pulp in die Hände. In dieser fand ich u.a. ein Kapitel aus „Parasyte“ welches oben beschriebenem Film zu Grunde liegt. Dieses Werk entstand 1989 unter der Feder von Hitoshi Iwaaki und genießt zur Zeit eine absolute Renaissance. Denn neben der zweiteiligen Filmreihe, wurde der Stoff letztes Jahr auch als Animeserie umgesetzt. Passend dazu veröffentlicht Panini Manga seit September auch den Manga, der in 10 Ausgaben abgeschlossen ist.
Doch zurück zum Film. „Parasyte“ ist ein sehenswerter Zweiteiler, der vor allem in Teil 2 absolut mitreißend und spannend inszeniert ist. Gerade am Anfang weiß man oft nichts mit dem wilden Stilmix anzufangen. Mal lustig, mal dramatisch. Dazu dreht der Film in den brutalen und gruseligen Szenen oft zu schnell ab, was wie ein Eingeständnis an den Mainstream-Status des Kinofilms wirkt. Denn gerade der Manga geizt nicht mit der ein oder anderen Splattereinlage.
Sehr sympathisch sind auch die Hauptcharaktere. Allen voran Shota Sometami als Shinichi und Eri Fukatsu als seine Gegenspielerin machen einen hervorragenden Job.
Oft von mir kritisierte, schlechte CGI-Effekte sind in „Parasyte“ eher selten zu sehen. Klar, Migi wirkt manchmal etwas arg aufgesetzt, aber alles in allem hat die Effekte-Abteilung einen guten Job gemacht.
So kann ich die Filme nur jedem wärmstens ans Herz legen, der nur ein bißchen was für kreative Horrordramen mit leichtem Comedyeinschlag übrig hat. Auch den Manga kann ich absolut empfehlen, über den Anime werdet ihr in Bälde etwas auf meiner Seit lesen.

 8/10

Trailer

„Parasyte“ gibt es mittlerweile in England auf Blu-ray. Beide Teile wurden hier seperat von Animatsu veröffentlicht, haben aber außer dem Film keine Extras an Bord. In Deutschland wird Teil 1 von Eye See Movies Ende Oktober veröffentlicht, Teil 2 folgt dann einige Zeit später.

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