Filmlogbuch Nr.127 – Mutant Girls Squad

An ihrem 16.Geburtstag erfährt Rin endlich die Wahrheit von ihren Eltern: sie ist ein Hiruko! Hiruko sind eigentlich Mutantenwesen, die „alte Rasse“, die irgendwann von den normalen Menschen verdrängt wurde. Und da sie nun als solches Wesen erwacht, bekommt sie es auch mit der Geheimpolizei zu tun, die sie prompt umbringen wollen.
Doch zum Glück kommt ihr ein geheimnisvolles Mädchen zur Hilfe, das sie zu einer geheimen Untergrundorganisation bringt, die sich anscheinend dem Schutz der Hirukos verpflichtet hat. Doch deren Anführer plant ganz andere Dinge mit Rin..

„Mutant Girls Squad“ ist ein ernsthafter Film über Rassendiskriminierung und den Problemen von Minderheiten…neeee, Quatsch! „Mutant Girls Squad“ ist ein riesiger Haufen japanischer Nonsens! Schon im Jahr 2010 entstand der spaßige Splatterfilm unter der Regie von Noboro Iguchi, Yoshihiro Nishimura und Tak Sakaguchi, die jeweils einen der drei Segmente im Film drehten. Damals war die Nippon Splatter-Welle gerade auf ihrer Hochzeit und fand nach „The Machine Girl“ oder „Tokyo Gore Police“ immer abstrusere Werke in ihren Reihen.
„Mutant Girls Squad“ ist dabei ein zweischneidiges Schwert. So merkt man dem Film die drei Regisseure deutlich an, da die einzelnen Akte qualitativ stark schwanken. Herrlich sind die vielen absurden Ideen, die von Katanabrüsten bis hin zu einem Kettensägenhintern reichen und wohl gerade in Japan ziemlich jeden Fetisch und jedes Klischee bedienen. So gibt es außerdem die tentakelbehaftete Krankenschwester oder die fiesen, mobbenden Mitschülerinnen.
Dennoch ist der Film trotz 90 Minuten Laufzeit eher etwas träge und langwierig, auch die Qualität der Effekte schwankt von albern bis hin zu ziemlich gut.

6/10

„Mutant Girls Squad“ ist einer der vielen Filme, die es erstmals nur über einen österreichischen Vertrieb nach Deutschland geschafft haben. Neben einigen Auslandsveröffentlichungen gibt es mittlerweile eine reguläre deutsche FSK18-Fassung auf DVD und Blu-ray, die komplett ungeschnitten erschienen ist. Auf der Disc von 8 Films sind neben einem Kurzfilm, einem Making of und Szenen von der Premiere einige Interviews mit den Machern enthalten.

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