Filmlogbuch Nr.128 – Gantz:O

Nachdem Kato in Tokyo in der U-Bahn-Station von einem Fremden niedergestochen wird, findet er sich in einem Appartement mit drei anderen Personen wieder. Anscheinend ist er gestörben und muss nun im Auftrag der Kugel Gantz Mordaufträge erledigen, um eine Chance auf Wiederbelebung zu haben. Hierzu stellt ihnen Gantz sowohl ein ordentliches Waffenarsenal als auch einen Ganzkörpernzug, der ihnen zeitweise übermenschliche Kräfte verleiht.
Der nächste Auftrag führt sie nach Osaka, wo gerade einige wildgewordene Yokais(japanische Dämonen, Geister und Sagengestalten) wüten und es auf die Menschen abgesehen haben. Doch das Auftragsziel hat es in sich und kann nicht so einfach gestoppt werden.

„Gantz“ könnte der ein oder andere noch von der Ausstrahlung auf VIVA kennen. Die 26-teilige Serie machte damals vor allem wegen ihren Gewalt- und Nacktszenen von sich reden, konnte aber auch mit der ausgefallenen Grundidee und dem seltsamen Aliendesign überzeugen.
Außerdem kann man die Abenteuer in 37 Mangabänden und zwei ziemlich guten Realfilmen weiterverfolgen. Und nun gibt es mit „Gantz:O“ den neuesten, CGI-animierten Film. Und das ist ein ziemlicher Actionkracher!
In den 90 Minuten geht es von einer Actionszene zur anderen, nur selten können die Figuren und der Zuschauer einmal verschnaufen. Der Wahnsinn! Vor allem die Choreografie lässt so manchen Hollywood-Blockbuster verblassen.
Ebenso ist die Technik absolut erhaben. Außer bei Pixar und Triple A-Videospielen habe ich bisher solch eine hohe Animationsqualität gesehen wie bei „Gantz:O“. Auch die Texturen der einzelnen Oberflächen oder die Haare sind ultrarealistisch. Einzig und allein die Gesichter der Figuren wirken in manchen Momenten und bei einigen Emotionen etwas steif. Und was es nicht gebraucht hätte, sind die Wackelbrüste der weiblichen Figuren. Das ist etwas over the top!
Wenn man den Film weiterhin kritisieren will, könnte man auch die dünne Story nennen.Diese passt wohl mit etwas Mühe auf ein Reiskorn. Aber egal, der Film fetzt!

8,5/10 Punkte

„Gantz:O“ erschien ziemlich überraschend letzte Woche auf Netflix und kann dort entweder mit englischer Synchro oder japanischem O-Ton mit Untertiteln geschaut werden. Über einen Blu-ray-/DVD-Release im Westen ist noch nicht bekannt. In Japan gibt es diese bereits, allerdings ohne UT.

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