#Japanuary 2018 Film 1 – Female Convict 701: Sasori

Eigentlich lebt Nami ein beschauliches Leben. Als dann auch noch Sugimi, ein erfolgreicher Drogenfahnder in ihr Leben tritt, scheint alles perfekt. Blind vor Liebe und etwas nauv lässt sie sich auf einen Deal ein und soll für Sugimi in einem Nachtclub mehr über die Schmugglerrouten der Mafia. Doch leider fliegt ihre Tarnung recht schnell auf und die Gangster erniederigen Nami aufs Übelste. Als sie dann noch herausfindet, dass Sugimi ihr Leben wissentlich aufs Spiel gesetzt hat, brennen bei Nami die Sicherungen durch und sie versucht ihre einstige große Liebe umzubringen. Doch leider scheitert dies und Nami wird festgenommen und verurteilt.
Fortan fristet sie ihr Dasein als Gefangene Nr. 701 in einer Besserungsanstalt für Frauen, die von sadistischen Wärtern geführt wird. Nach einem Ausbruchsversuch wird sie auch noch von ihren Mithäftlingen geächtet, da auch diese für ihr Fehlverhalten mit Essensrationierung und anderen Maßnhamen bestraft werden. Für Nami beginnt so eine unglaublich harte Zeit, die auch noch durch Einflussnahme von Außen erschwert wird. Denn ihr ehemaliger Liebhaber bekomtm langsam kalte Füße, ob Nami nocht doch noch ein Ausbruch und so der erfolgreiche Racheversuch an ihm gelingt.

„Female Convict 701: Sasori“ war vor etwas über zehn Jahren einer meiner ersten Kontake mit dem Women in Prison-Genre und entfachte meine Liebe für das Pinky Violence-Kino der 70er Jahre bzw. dem Pinku Eiga. Shunya Itos Film von 1972 ist alles andere als zimperlich und in einigen Momenten sehr, sehr derbe, zieht den Zuschauer aber schon von Minute 1 an in seinen Bann. Daran ist nicht nur die Giallo-artige Inszenierung mit starken Farben und einprägsamer Musik schuld, vor allem die Präsenz von Hauptdarstellerin Meiko Kaji sorgt für den Kultstatus des Films. Die Schauspielerin steht wie keine andere ihrer Zunft für das Pinky Violence-Genre und war auch in den drei Fortsetzungen der „Sasori“-Reihe zu sehen. Wer noch keinen Film mit ihr gesehen hat: NACHHOLEN!!! Zum Einstieg empfehle ich den kultigen „Lady Snowblood“!
Aber zurück zu „Female Convict 701: Sasori“:  die Giallo-artige Inszenierung sprach ich bereits an, spannend sind aber auch die Momente, in denen der Film wie ein japanisches Theaterstück wirkt. So werden Blutspritzer im Gesicht schon mal zu einer Kabuki-Maske-ähnlichen Beamlung, auch die Blutfontänen kennt man eher aus dem japanischen Theater.

8/10 Punkte

„Female Convict 701: Sasori“ gibt es in Deutschland auf DVD von Rapid Eye Movies, entweder in einer Einzel-VÖ oder in einer Box. Letztere ist seit einiger Zeit OOP, gibt es gebraucht aber noch auf einschlägigen Seiten. Wer sich die Filme in der besten Qualität in die Sammlung stellen will, sollte zur Komplettbox des britischen Labels Arrow Video greifen. Aktuell gibt es diese noch in der limitierten Erstauflage, die nicht nur in einem stabilen Schuber kommt, sondern auch ein informatives Booklet enthält. Weiterhin hat jeder Film im separaten Amaray ein Wendecover mit dem japanischen Originalplakat.

 

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