#Japanuary 2018 Film 2 – Cutie Honey

Honey Kisaragi hat ein Geheimnis: denn neben ihrem alltäglichen Bürojob – zu dem sie meist zu spät kommt – sorgt sie als Cutie Honey auch noch dafür, dass böse Buben in Tokyo keine Chance haben. Doch als die Gruppierung Panther Claw ihren Onkel entführt, weil sie hinter das Geheimnis ihrer magischen Kraft kommen will, ist auch sie auf Hilfe angewiesen.
Zusammen mit dem Reporter Seiji Hayami und der Polizistin Natsuko Aki macht sie sich auf, der Bande das Handwerk zu legen und ihren Onkel zu befreien.

„Cutie Honey“ ist eigentlich eine Manga-Serie von Go Nagai(u.a. auch bekannt für „Devilman“) aus den 1970er Jahren und war damals eine der ersten Magical Girl-Serien für Jungs. Denn neben allerlei Action bot der Comic auch etwas nackte Haut und somit einiges an Fanservice. Die Verfilmung von Hideaki Anno(ja, DEM „Evangelion“-Schöpfer) aus dem Jahr 2004 setzt dabei nicht nur auf den Fanservice-Faktor, der Film fühlt sich im Grunde an wie eine überlange „Power Rangers“-Folge.
Neben allerlei Overacting gibt es nämlich den ein oder anderen wirklich trashigen Effekt, außerdem sind einige Einfälle wirklich unglaublich blödsinnig. Aber der Film macht unglaublich viel Sapß! Dafür sorgt nicht nur Eyecandy Eriko Sato, die immer wieder durch „interessante“ Kameraperspektiven in Szene gesetzt wird, auch Dinge wie ihre Verkleidungen oder die skurrilen Panther Claw-Mitglieder samt Karaoke-Einlage lassen einen staunend auf der Couch verharren. Super gelungen sind auch der Soundtrack, der u.a.  Songs von J-Pop-Queen Kumi Koda bereithält und die immer wieder eingestreuten Anime-Szenen, die von Studio Gainax produziert wurden.
So gehört „Cutie Honey“ sicherlich zu einer der besseren Realverfilmungen eines Manga, trotzdem sollte man für Trashfilme etwas übrig haben. Mir hat es Spaß gemacht, den Film nach über zehn Jahren mal wieder anszuschauen, auch weil meine Liebe für Hideaki Annos Filme mittlerweile riesengroß ist.

8/10 Punkte

„Cutie Honey“ ist in Deutschland nur auf DVD erschienen und das bereits vor über elf Jahren. Auf Blu-ray gibt es den Film nur in Japan und das auch nur in einer Box mit zwei anderen Filmen von Hideaki Anno, nämlich „Love & Pop“ und „Shiki-Jitsu“. Die sogenannte „Hideaki Anno Live Action Film Collection 1998 – 2004“ ist dabei glücklicherweise codefree und enthält alle drei Filme mit englischen Untertiteln. Die Bildqualität von „Cutie Honey“ lässt in einigen Szenen etwas zu wünschen übrig, begeistert aber vor allem mit ihren knalligen Farben, die zur Manga-Verfilmung gut passen. Aufgrund der höheren Auflösung sind einige Makeup-Effekte allerdings nicht mehr so gut, bei dem Diener von Sister Jill sieht man sogar einmal das doppelseitige Klebeband mit dem der Schnurrbart befestigt ist. Ob das wirklich so gewollt war, ist schwer zu sagen. Ob man das auch schon auf der DVD so deutlich erkannte, weiß ich nicht mehr.
Warnen möchte ich an dieser Stelle auch nochmal kurz vor dem neuen Film „Cutie Honey Tears“. Wer hier einen ähnlichen Feelgood-Movie erwartet, wird wohl recht enttäuscht sein. Der Film ist düsterer, die Story ziemlich enttäuschend und die Effekte ein Graus!

 

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