Filmlogbuch Nr. 133 – BuyBust

Manila, Philippinen. Nachdem ihr Team bei einem Einsatz von einem Maulwurf anscheinend verraten wurde und sie als einzige Überlebende fliehen konnte, wechselt Nina Manigan zur Drogeneinheit der Polizei. Dort bereiten sie sich gerade auf eine Razzia, die in den Slums von Garcia stattfinden soll.
Doch als bereits der erste Teil des Plans nicht so gelingt wie eigentlich gedacht und man sich noch tiefer nach Garcia hineinwagen muss, finden sich Manigan und ihre Kolleginnen und Kollegen plötzlich inmitten eines Gebiets, in dem die Polizei überhaupt nicht gerne gesehen wird.

Das philippinische Kino fand hier auf meinem Blog bereits Erwähnung mit „On the Job“(übrigens auch von „BuyBust“-Regisseur Erik Matti) und dem hypnotischen „Graceland“. Auch in diesem Jahr erschienen, von mir auf dieser Seite aber noch unerwähnt, ist „Die Dämonenjäger“(mit Maria Ozawa <3), ein recht sehenswerter Streifen mit mystischen Elementen aus dem südostasiatischen Land.
„BuyBust“ wurde im Vorfeld häufiger mit dem indonesischen „The Raid“ verglichen und teilt sich zwar dessen Prämisse von einem schieflaufenden Polizeieinsatz, muss allerdings in einigen Dingen doch etwas zurückstecken. So sind die Kämpfe zwar recht gut choreografiert, einige Aktionen wirken aber bei weitem nicht so kraftvoll und flüssig wie bei der Konkurrenz. Dennoch wird auch hier genug geballert und geschlagen als gäbe es keinen Morgen! In den Bereichen Kamerarbeit gefällt mir der Film aber ausgesprochen gut, hier seien sowohl der sehr sehenswerte One-Shot-Kampf von Nina über den Dächern der Slums und einige Over-the-top-Aufnahmen zu erwähnen. Auch die Farbgebung ist super und sehr abwechslungsreich.
Beim Cast fällt sonst noch MMA-Kämpfer Brandon Vera positiv auf, der viele Kugeln, Messerstiche und Schläge einstecken muss, aber auch mit einigen unglaublichen Szenen für Aufmerksamkeit sorgt, Stichwort Stromkabel. Irrer Typ!
Viel zu kritisieren gibt es an „BuyBust“ also nicht, einzig die kleineren Mängel in den Kampfchoreografien stören etwas. Vor allem die übertriebene Laufzeit von 127 Minuten lassen ihn aber deutlich hinter Genre-Kollegen zurückstehen, denn die hätte es nicht gebraucht. „The Raid 2“ ist zwar deutlich länger, präsentiert sich aber auch wesentlich flotter.

7,5/10

 

 

„BuyBust“ in im November von Capelight Pictures im Mediabook mit Blu-ray und DVD erschienen. Neben dessen schicker Aufmachung bekommt man noch knapp 50 Minuten an Extras für sein Geld, darunter u.a. Making-of, Teaser, Trailer und ein Hinter den Kulissen-Featurette. Wer einen Netflix-Account besitzt kann „BuyBust“ auch darüber schauen. Dort ist der Film ebenfalls verfügbar.

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