#Japanuary 2019 Film 4 – Perfect Blue

Da Mima der Erfolg mit ihrer Pop-Gruppe CHAM vorenthalten bleibt, entscheidet sich die junge Frau Schauspielerin zu werden. Dass dieser Ausstieg bei den teils sehr enthusiastischen Fans nicht wirklich gern gesehen wird, versteht sich von selbst. Und so schlägt auch die Stimmung gegenüber Mima langsam um.
Zum gleichen Zeitpunkt entdeckt sie eine ominöse Homepage, die ihren Tagesabauf und ihre Gedankenwelt bis ins kleinste Detail rekonstruiert, aber eben nicht von ihr erstellt wurde. Zusehends verschwimmt ihre Wahrnehmung der Realität was zusätzlich durch ihre Rolle bei einer TV-Serie verstärkt wird, da diese sich vor allem auf ihr früheres Lebens als Pop-Sternchen bezieht. Als es dann auch noch zu einem Anschlag per Briefbombe kommt und sich die mysteriösen Mordfälle in ihrem Umfeld häufen, wird der psychische Druck immer größer.

 

Das Phänomen der Idols in Japan ist faszinierend aber auch abschreckend zugleich. Wer schon einmal in Tokyo und den entsprechenden Vierteln wie Akihabara unterwegs war, ist sicherlich auch schon einmal über ein Konzert einer solchen Band oder Person gestossen, auch Mega-Gruppen wie AKB48 sollten euch dann bekannt sein.
Ich persönlich finde die musikalische Qualität zum Großteil nicht wirklich gut, erschreckender sind allerdings die älteren Herren, die sich für die meist recht jungen Damen viel zu sehr begeistern können. Hierzu empfehle ich die Doku „Tokyo Idols“, die sich dem Thema gewidmet hat.
Aber hier soll es ja um „Perfect Blue“ gehen, in dem es sich vor allem um die Idol-Karriere einer jungen Frau und dem damit verbundenen Druck dreht. Auch hier werden Dinge wie Fanatismus und Stalking thematisiert, aber auch die frauenfeindliche Denke der Industrie. Verfolgt man die heutige Idol-Szene in Japan muss man leider sagen, dass sich gut zwanzig Jahre nach „Perfect Blue“ kaum etwas getan hat. Egal ob Messerattacken auf Sängerinnen oder das bekannte Entschuldigungsvideo von AKB48-Mitglied Minami Minegishi, in dem sie sich mit abrasierten Haaren bei ihren Fans für eine, mit ihrem Freund verbrachte Nacht entschuldigt, das Idol-Business ist auch heute noch so gnadenlos wie in „Perfect Blue“ dargestellt.

Der Regisseur hinter dem Psycho-Thriller ist kein geringerer als Satoshi Kon, der hier sein Regie-Debüt abliefert. Und was für eins! Leider verstarb er 2010 im Alter von 46 Jahren, setzte sich aber mit seinen Filmen, Manga und TV-Serien definitiv mehrere Denkmale.
„Perfect Blue“ selbst basiert auf einem Roman und wurde außerdem als Realverfilmung umgesetzt. Diese kommt aber in keiner Minuten an den Anime heran, kann also getrost übersehen werden. Zum Anime selber muss man, denke ich, kaum noch was sagen. Egal ob Atmosphäre, Inszenierung oder Animationen…hier wird großes Kino geboten. Wenn ich auf mein persönliches Dasein als Anime-Fan zurückblicke, sind wohl „Akira“, „Ghost in the Shell“ und „Perfect Blue“ die drei Filme, die den größten Eindruck bei mir hinterlassen haben. Ein Meisterwerk, das jeder mal gesehen haben sollte!

 

10/10

 

 

„Perfect Blue“ ist in Deutschland als Blu-ray erhältlich, die DVD bekommt man meist nur noch gebraucht und auch in unterschiedlichen Editionen. Die aktuelle HD-Variante ist bei Rapid Eye Movies in der Nippon Classics-Serie erschienen. Neben einem Schuber enthält diese Version ein 16-seitiges Booklet mit einem Text von Tom Mes.

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#Japanuary 2019 Film 3 – Pom Poko

Aufgrund des anhaltenden Wirtschaftsbooms und dem Bedarf an neuen Wohngebieten in Tokyo, holzt die Regierung viele Wälder ab und begradigt eigentlich unbewohnbares Gebiet. Doch leider verliert man dabei die heimische Tierwelt aus den Augen, vor allem die ansässigen Marderhunde leiden unter dem Verlust ihrer Heimat.
Irgendwann haben diese jedoch die Schnauze voll vom rücksichtslosen Handeln der Menschen und versuchen die Bauarbeiten zu stoppen. Hierfür setzen sie vor allem ihre Verwandlungskünste ein mit denen sie den Arbeitern Streiche spielen oder vorgeben Geister zu sein. Aber es gibt auch rauere Töne unter den Tanukis, die davon sprechen, die Menschen umzubringen. Hoffnung haben sie aber vor allem an die drei Weisen, die eigentlich wissen sollten wie man mit dieser Situation umzugehen hat. Wird es den Marderhunden gelingen, ihre Heimat zu retten?

 

Wenn man Studio Ghibli hört, denkt man vor allem an Filme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Nausicaä“ oder „Prinzessin Mononoke“, also vor allem Werke von Hayao Miyazaki. Doch mit Isao Takahata war noch ein anderer, sehr fähiger Regisseur beim renommierten Animationsstudio tätig. Und von diesem stammt auch „Pom Poko“!
Das Abenteuer der Marderhunde ist wirklich wunderschön umgesetzt und präsentiert sich in einer detailreichen und sehr liebevoll umgesetzten Optik. Die fantasievollen Figuren, egal ob Marderhunde oder die Yokais bei der Parade, versprühen einen einziartigen Charme und in Verbindung mit den gelegentlich eingestreuten Songs eine ganz besondere Atmosphäre, die für jeden Japan-Fan ein Fest sein wird.
Dank des Erzählers hat man außerdem immer das Gefühl eine Tier-Doku zu sehen, was dem Film noch einmal eine ganz besondere Stimmung verleiht. „Pom Poko“(was übrigens das Trommelgeräusch ist, wenn Marderhunde auf ihre Bäuche schlagen) ist sicherlich einer der seltsamsten Filme aus dem Studio Ghibli, dennoch beschäftigt er sich mit Themen, die dem Animationsstudio nicht sehr fern sind. Vor allem der Umweltschutz(dem sich Miyazaki bis heute verschrieben hat) ist natürlich allgegenwärtig.
In vielen Bereichen erinnert der Film ein bißchen an „Watership Down“, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt so derb wie dieser Klassiker. Dafür hat er doch einen recht kruden Humor, vor allem wenn die männlichen Tanukis ihre Hoden(diese sind bei Figuren dieser immer recht ausgeprägt zu sehen) in irgendwelche Gegenstände verwandeln, knallen die Synapsen durch. Aber das macht den Film eben auch so einzigartig!

 

8,5/10

 

 

„Pom Poko“ gibt es, wie jeden anderen Studio Ghibli-Film mittlerweile, auch auf deutscher Blu-ray und DVD von Universum Anime. Die HD-Variante kommt in einem schmalen Digipack mit Postkarten und Schuber und beinhaltet an Extras das komplette Storyboard und den japanischen Trailer.

#Japanuary 2019 Film 2 – Blind Woman’s Curse

Als Akemi die Führung des Tachibana-Clans übernimmt und diesen aus belanglosen Gangkämpfen heraushalten will, stößt dies nicht bei allen Beteiligten auf Akzeptanz. Vor allem einer ihrer Untergebenen, Tatsu, hält nichts von dem eingeschlagenen Weg und verbündet sich deswegen mit dem feindlichen Azora-Clan. Deren Anführer Dobashi hat sich indes mit einer geheimnisvollen blinden Frau zusammengetan, die ihm beim Sturz der Tachibanas helfen will.

 

Meiko Kaji ist eine Göttin! Durch Filme wie „Sasori“ wurde sie unsterblich und zur Ikone des Pinky Violence-Kinos. In „Blind Woman’s Curse“ feierte sie im Jahr 1970 ihre Premiere als Hauptdarstellerin und verlieh dem skurrilen Mix aus Yakuza- und Horrorfilm den nötigen Glanz. Das Multitalent, neben zahlreichen Filmen hat sie nämlich aus Musikalben veröffentlicht, wertet einfach jeden Film schon allein durch ihre Anwesenheit auf.
Inszeniert wurde der Spaß von Teruo Ishii, der es wirklich großartig versteht, die Genres zu einem überzeugenden Film zu vermengen. Garniert mit tätowierten Yakuza-Frauen, verfluchten Katzen und zig übernatürlichen Elementen vergehen die 85 Minuten von „Blind Woman’s Curse“ wie im Fluge und lassen den Zuschauer ziemlich begeistert zurück. Da verzeiht man dem Werk auch einige billigere Effekte wie die Plüschkatze, die an einem Seil durch den Friedhof gezogen wird.

 

8,5/10

 

„Blind Woman’s Curse“ ist bei Arrow Video in Großbritannien in einer tollen Blu-ray/DVD-Kombo erschienen. Wie vom britsichen Label gewohnt, bekommt man hier nicht nur ein Wendecover sondern auch ein informatives Booklet präsentiert. Ein lohnenswertes Paket für Filmfans!

 

LASERPOPE – Unterstützt das Projekt auf Kickstarter!

Kickstarter ist schon eine tolle Plattform. Egal ob Tech-Sachen, Brettspiele oder sogar neue Konsolen, die zu unterstützenden Projekte sind zahlreich. Vom Regisseur höchstpersönlich wurde ich nun auf den Film „LASERPOPE“ hingewiesen, dessen Kampagne aktuell gerade noch läuft und bis Sonntag, den 06.Januar um 20 Uhr geht.
Der Trailer und die Ambitionen des Teams klingen wirklich gut, daher solltet ihr zumindest mal einen Blick in den Trailer und auf die Kickstarter-Seite werfen. Jeder der sich für den Spirit der 80er begeistern kann, sollte dem LASERPOPE eine Chance geben!

 

#Japanuary 2019 Film 1 – Dangan Runner

Yasuda ist nicht gerade ein Glückspilz. Von der Freundin verlassen, im Job gefeuert…das Leben läuft nicht gerade gut für ihn. Da er der Meinung ist, dass viel Geld alles wieder gut macht, plant er eine Bank zu überfallen und besorgt sich dafür sogar eine Pistole.
Doch kurz vor dem Überfall merkt er, dass er keinerlei Mundschutz trägt und somit von den Überwachungskameras und Angestellten prima identifiziert werden könnte. Also noch schnell in den nächsten Konbini und einen gekauft? Denkste! Denn der Laden hat weder einen passenden Mundschutz in seiner Größe noch hat Yasuda an seinen Geldbeutel gedacht. Als er dann beim Ladendiebstahl erwischt wird und den Angestellten anschießt, entbrennt ein Wettlauf durch Tokyo, der am Ende sogar die japanische Unterwelt und die Polizei auf den Plan ruft.

 

Der japanische Regisseur SABU konnte mich mit seinen Filmen bisher nur selten überzeugen. Auch wenn er im Westen einen recht guten Ruf hat, haben mich weder „Blessing Bell“ noch „Monday“ wirklich mitreißen können. Einzig und allein „Mr. Long“ konnte mich bisher über seine volle Laufzeit begeistern und machte wirklich Spaß.
Wie verhält es sich nun also mit seinem Erstling „Dangan Runner“? Wie auch schon bei „Monday“ muss ich sagen, dass der Film ein paar herrliche Sequenzen hat und vor allem in seinen schwarzhumorigen Momenten wirklich glänzen kann. Positiv zu erwähnen ist hier vor allem die Schlusssequenz oder der Monolog des waffengeilen Polizisten. Auf der anderen Seite konnte mich der „japanische Lola rennt“ nicht so ganz überzeugen. Trotz der knackigen Laufzeit und der eigentlich recht flotten Inszenierung, hatte der Film definitiv seine Längen. Und auch wenn man die Aussage hinter „Dangan Runner“ betrachtet – alle drei Hauptprotagonisten laufen vor ihrem Leben davon – fehlte mir hier das Aha-Erlebnis.
So ist der erste Film des Japanuary 2019 leider nur ein mittelmäßiges Werk, das zwar in einigen Szenen Spaß macht, aber vom Gesamteindruck her eher enttäuscht. Ob ich je nochmal mit SABUs Filmen warm werde, ist unklar.

 

6/10

 

„Dangan Runner“ ist in Deutschland bisher leider nur auf DVD erhältlich, allerdings hat das britische Label Third Window Films SABUs Erstling vor kurzem ein recht schönes Release spendiert. Das Set aus DVD und Blu-ray kommt nämlich mit einem wirklich schönen Schuber daher und hat auch einige interessante Extras an Bord. So unter anderem zum Beispiel einen Audiokommentar von Jasper Sharp. Da die Discs anscheinend zusammen mit dem deutschen Label Rapid Eye Movies produziert wurden, verfügen sie über deutsche Menütexte und Untertitel.

 

Des Zombies liebste Spiele – Die Top 10 des Jahres 2018

Auch im Jahr 2018 wurden wieder einige Games von mir gezockt. Glücklicherweise war es diesmal nicht so vollgestopft mit Spielen wie noch 2017, dafür kamen vor allem am Jahresende einige Titel heraus, die unzählige Stunden Spielzeit boten. Und ganz ehrlich…auf solche Spiele habe ich kaum noch Lust. Überdimensionale Karten wie die von „Assassin’s Creed Odyssey“ machen mir das Spiel – trotz gutem Gameplay – schon kurz nach Beginn madig, ähnlich bei „Red Dead Redemption 2“. Wobei das Wildwest-Abenteuer außerdem noch mit einem sehr gemächlichen Spieltempo fordert…
Dank der Switch habe ich aber einige kleinere Spiele entdeckt, die man so wahrscheinlich nie gespielt hätte. Außerdem habe ich eine Indieperle endlich nachgeholt, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Welche Spiele haben euch 2018 besonders gut gefallen? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

10. 1979 Revolution: Black Friday

 

Das Spiel über die Revolution im Iran und den Sturz des Schahs im Jahr 1979 gibt es bereits seit einigen Jahren für den PC und mobile Endgeräte. Erst im August 2018 erschien aber eine Switch-Version des Spiels, die ich mir nun kurz vor Jahresende noch zugelegt habe. Aufgrund unseres Urlaubs im Iran 2018(der übliche Reisebericht folgt diesmal auf andere Art und Weise), der uns kein Land voller Terroristen und Bombenleger zeigte, sondern ein ganz herzliches und gastfreundliches Volk präsentierte, hat mich das Spiel erst recht angesprochen.
In Sachen Gameplay darf man keine AAA-Qualität erwarten, dafür sind die Erzählungen über die Revolution gut und vor allem spannend inszeniert. Aktuell kann man im eShop-Sale für wirklich kleines Geld zuschlagen. Tut das!

 

9. Pokémon: Let’s Go, Evoli!

 

Ich stieg erst mit „Pokémon Mond“ auf den Taschenmonsterzug auf, habe aber die Faszination der Titel recht schnell verstanden. Daher war auch der erste Switch-Ableger der Reihe für mich Pflicht, vor allem weil man das Spielprinzip etwas vereinfacht und Elemente aus „Pokémon Go“ übernommen hat. Endlich keine Zufallskämpfe mehr und kein lästiges Schwächen des Pokémons, damit man es fangen kann. Dennoch freue ich mich auf ein „richtiges“ Pokémon-Rollenspiel im Jahr 2019.

 

8. Super Meat Boy

 

Ja, ich bin etwas spät zur Party…denn eigentlich hat „Super Meat Boy“ den Indie-Hype bereits im Jahr 2010 losgetreten, aber erst die Anfang 2018 veröffentlichte Switch-Fassung ließ mich zu einem Anhänger des bockschweren Jump’n’Runs werden. Dank sofortiger Neustarts und perfekter Lernkurve wird auch das Frustlevel recht niedrig gehalten. Prima Sache!

 

7. Yakuza 6

 

Die „Yakuza“-Reihe begleitet mich nun schon seit über acht Jahren. Anfangs musste man sich als Spieler im Westen noch über Schnitte bei Teil 3 und 4 ärgern, mittlerweile erscheint jeder Teil relativ schnell auch bei uns und das ohne Zensuren. Selbst Ableger wie „Fist of the North Star: Lost Paradise“(nur knapp an der Top 10 vorbei) schaffen es zu uns. Danke, Sega!
„Yakuza 6“ schließt nun also die Saga um Kazuma Kiryu ab und präsentiert sich dabei erstmals in einer neuen Optik. Die PS4 hat damit in einigen Momenten zwar etwas zu kämpfen und auch das Areal von Kamurocho wurde etwas verkleinert, dafür überzeugt die Geschichte und die neue Kampf-Physik. Und die überragenden Nebenmissionen sind sowieso Gold!

 

6. Monster Hunter World

 

Bereits Ende Januar erschien schon ein erster Kandidat auf den Titel „Spiel des Jahres“, allerdings muss ich zugeben, dass mich der neueste „Monster Hunter“-Ableger auf der PS4 nach rund zwanzig Spielstunden leider verloren hat. In diesen hatte ich aber großen Spaß, Monster zu jagen und immer wieder neues Crafting-Material für immer stärkere und bessere Ausrüstung zu finden. Genial sind vor allem die lebendige Flora und Fauna und die liebevollen Details wie die kochenden oder schmiedenden Katzen.

 

5. Dead Cells

 

Zugegebenermaßen hatte ich an „Dead Cells“ nicht die größten Erwartungen. In Sachen Optik erinnerte das 2D-Rogue-lite an typische Indiegames und Phrasen wie „Dark Souls-like Gameplay“ locken kaum noch hinter dem Ofen hervor. Doch vor allem das flotte, fordernde und schnörkellose Kampfsystem machen „Dead Cells“ dann doch zu einem echten Hit 2018. Hinzu kommt die sympathsiche Pixeloptik und dieser grandiose Soundtrack, fertig ist der Indie-Hit!

 

4. Diablo III: Eternal Collection

 

„Diablo III“ und ich haben es schon einmal miteinander probiert. Als damals die PS4-Version des Spiels erschien, ging ich voller Vorfreude zum Spiele-Händler meines Vertrauens und legte die Disc zuversichtlich in die Konsole. Doch nach zwei Stunden war ich so gelangweilt vom ewigen Tastengeklicke und dem Looten, dass ich es enttäuscht ausmachte und wieder verkaufte.
Die Switch-Version war also nun Anlauf Nummer 2 und endlich machte es Klick! Denn vor allem im Handheldmodus der Switch macht „Diablo III“ unglaublich viel Spaß. Charakter leveln, bessere Items finden und damit immer größere Monster und Kreaturen legen! Super!

 

3. Tetris Effect

 

Zugegebenermaßen, den Tetris-Hype verstand ich nie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass ich je irgendeine Version des Spiels besessen habe. Bis zuletzt…denn da erschien „Tetris Effect“, welches u.a. vom Macher von der Musik-Ballerei „REZ“ ist. Und dieses Spiel werde ich ewig verehren! Zum ersten Mal auf dem Dreamcast gespielt, beamte mich die Mischung aus elektronischen Beats und reduzierter Polygon-Optik auf einen anderen Planeten. Und nun machte man ein Tetris-Spiel in einer ähnlichen Variante?!? Take my money!
„Tetris Effect“ ist grandios zum Abschalten und glänzt mit vielen tollen Spielmodi und einem hypnotisierenden Mischmasch aus Musik und Grafikeffekten. Wohnzimmer abdunkeln, Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und abheben!

 

2. Pro Evolution Soccer 2019

 

Seit vielen Jahren pendle ich immer wieder zwischen „PES“ und „FIFA“. Während Konamis Fußballreihe zu Zeiten der PS2 fast schon mit meiner Konsole verwachsen war, änderte der Generationswechsel auf die PS3 alles. Denn da war EAs Fußballspiel die deutlich bessere Wahl. Auf der PS4 ist es immer ein Hin und Her. Mal lasse ich mich vom Lizenzumfang von „FIFA“ blenden, dann wiederum begeistert mich Konamis tolles Gameplay mal wieder. Aktuell ist es nun also mal wieder „Pro Evolution Soccer“, welches zwar wieder mal einige Lizenzprobleme hat, aber auf dem Platz absolut überzeugt. Und dank zahlreicher Patches kann man das Lizenz-Problem ja beheben…

 

1. God of War

 

Die „God of War“-Reihe gehört zur Marke PlayStation wie kaum eine andere. Trotzdem habe ich bisher nur wenige der Spiele um den griechischen Kriegsgott Kratos wirklich genießen können, denn in Sachen Hack’n’Slay haben mich dann doch eher Games wie „Bayonetta“ eher angesprochen und mitreißen können.
Doch nun gibt es da dieses feine Spiel „God of War“, das Kratos mit Sohn Atreus nicht nur eine neue Figur an die Seite stellt, sondern euch auch in den hohen Norden versetzt. Und auch spielerisch macht der Titel von Sony Santa Monica alles neu, denn vorbei sind die Zeiten der starren Kamerapersepktiven und des kombolastigen Kampfsystems. „God of War“ zeigt euch das Geschehen nicht nur aus einer Thirdperson-Ansicht, sondern gestaltet auch die Kämpfe wesentlich taktischer. Abgerundet wird das Erlebnis durch die wahnsinnige Optik und die schnittlose Inszenierung. Zweifellos das Spiel des Jahres 2018!

Des Zombies liebste Serien – Die Top 5 des Jahres 2018

Neben den knapp 200 gesehenenen Filmen im Jahr 2018 gab es auch einige Serien, die mich nachhaltig stark beeindruckt haben. Dank Netflix und Co. ist gerade der Kosum von Serien leicht wie nie, dennoch greife ich auch hier gerne auf physische Releases zurück und stelle mir „4 Blocks“ oder „Made in Abyss“ ins Regal.
Auch hier hätte ich eine Top 10 erstelle können, muss aber zugeben, dass vieles so nebenbei konsumiert wurde und nur wenig davon hängengeblieben ist. Die hier aufgelistete Top 5 stellt also wirklich die Speerpsitze der Serien-Unterhaltung dieses Jahres dar…für mich persönlich!

 

5. Dark Tourist

 

Die Netflix-Serie über den umherreisenden Journalisten David Farrier hat mich wirklich fasziniert. Denn er fährt oder fliegt nicht an die überfüllten Strände oder die überlaufenen Sehenswürdigkeiten der Welt, die eh schon jeder kennt. Nein, er geht dahin wo sich der Otto-Normal-Tourist höchstens hinverirren würde. So badet er in einem See in einem ehemaligen Atombomben-Testgebiet, trifft Charles Mansons Brieffreund und nimmt an einer Massenmörder-Tour durch LA teil oder verfolgt die jährliche Totenfeier in Indonesien bei der die Leichen wieder aus ihren Särgen geholt werden. Außerdem trifft er Vampire, holt sich eine ordentliche Portion Strahlung in Fukushima ab und wechselt ein paar Worte mit dem ehemaligen Bodyguard von Pablo Escobar. Perfekt für die Urlaubsplanung 2019!

 

4. Willkommen in Gravity Falls!

 

Die Zeichentrickserie von Disney ist eigentlich schon ein paar Jährchen älter, ich habe sie aber erst jetzt auf Netflix(und dank Radio Nukular) entdeckt. Hier sollte man sich nicht von dem Zeichenstil und den vordergründig einfachen Geschichten täuschen lassen, denn „Gravity Falls“ ist sowohl für Jung als auch Alt gedacht. Die Story um die beiden Geschwister Mabel und Dipper und ihrem seltsamen Gronkel Stan, die seltsamen Eriegnissen in dem Städtchen Gravity Falls nachgehen, ist einfach zum Schießen. Charaktere wie Hausschwein Schwabbel oder die beiden dümmlichen Polizisten darf man dabei natürlich auch nicht vergessen. Wären Fox und Mulder Geschwister, würde hier ihre Vorgeschichte erzählt werden…

 

3. Made in Abyss

 

An Animeserien habe ich im Jahr 2018 doch verhältnismäßig viel gesehen, dennoch konnte mich keine zu 100% überzeugen. Wenn es da nicht „Made in Abyss“ gegeben hätte. Der doch recht kindlich wirkende Anime täuscht mit seiner Optik zwar eine seichte und kindgerechte Story vor, präsentiert sich im letzten Drittel der ersten 12 Episoden aber als ganz schön harter Tobak. Ich glaube, dass mich seit „Neon Genesis Evangelion“ keine Animeserie mehr so mitgerissen und bewegt hat. Man kann nur hoffen, dass die zweite Season bald ausgestrahlt und schnell veröffentlicht wird. Solange kann man übrigens auf den Manga zurückgreifen, der auch bereits in deutscher Sprache erhältlich ist.

 

2. 4 Blocks

 

Schon seit mehreren Monaten stand die erste Staffel von „4 Blocks“ auf meinem Wunschzettel und zum Black Friday schlug ich endlich zu. Warum habe ich so lange gewartet?!? Die Serie um die libanesische Familie Hamady und ihre Machenschaften im Berliner Drogengeschäft ist ein absolutes Aha-Erlebnis und deutsche Serienunterhaltung auf höchstem Niveau. Der Cast ist super und die hochwertig inszenierten Folgen mit einem passenden Deutschrap-Soundtrack untermalt. Jetzt heißt es bis Ende 2019 warten, denn erst da folgt Staffel Nummer 3. Bevor ihr Netflix-Kids da draußen also „Dogs of Berlin“ schaut – was ganz ok ist – sichtet erst einmal „4 Blocks“.

 

1. Bad Banks

 

Auf Platz 1 meiner Serien-Jahrescharts steht kein „Game of Thrones“ oder „Westworld“. Dieser Platz ist für eine weitere deutsche Produktion reserviert, „Bad Banks“. Inszeniert von Christian Schwochow und mit wirklich tollen Schauspielern wie Paula Beer ausgestattet, erzählt die Serie von den dunklen Geschäften einer großen Bank und ist somit absolut am Puls der Zeit. Vor allem die letzte Episode ist pures Gold und großes Serien-Kino! Hoffentlich kommt bald eine zweite Staffel…