#Japanuary Film 2 – Like A Dragon

Der ehemalige Yakuza Kazuma Kiryu wurde gerade aus dem Knast entlassen, doch schon stellen sich ihm wieder einige Probleme in den Weg. So trachtet ihm sein ehemaliger Partner Majima nach dem Leben, außerdem läuft ihm die kleine Haruka über den Weg, die nach ihrer Mutter sucht. Als wäre das nicht schon genug  macht auch noch ein kleinkriminelles Pärchen das fiktive Viertel Kamurocho unsicher und ein koreanischer Killer will alte Rechnungen begleichen.

„Like A Dragon“ ist ein Film von Takashi Miike und die Videospiel-Verfilmung zu „Yakuza“(oder „Ryu Ga Gotoku“ wie man es in Japan kennt). Als großer Fan dieser Reihe, eine Liebeserklärung an „Yakuza 0“ findet ihr hier, war es natürlich Pflichtprogramm für mich, diesen Film zu sichten. Das erste Mal sah ich den Film jedoch ohne Bezug zu den Spielen und verstand eigentlich nur Bahnhof. Denn leider reiht Miike hier einfach Ereignisse aus dem ersten Teil der Reihe aneinander, führt Figuren kaum oder gar nicht vernünftig ein und garniert diese mit ein paar netten Verweisen auf die Games. Das war’s!
Nachdem ich die Serie nun sehr gut kenne und jeden Teil der Hauptreihe gespielt habe, schmerzt der Film aber umso mehr. Das beginnt bei den uncharismatischen Figuren, die leider nicht im entferntesten an ihre Vorlagen erinnern und zieht sich über die chaotische Erzählweise bis hin zu einem Finale, das maximal ok ist. Ein Spiel von gut 10 Stunden Länge in einen Spielfilm mit 104 Minuten Laufzeit zu packen, ist eben nicht gerade sinnvoll.
In der Theorie hätte aus dem Film auch ein echtes Meisterwerk werden können. Denn sowohl Takashi Miike als auch die Videospiel-Vorlage sind bekannt für ihre Verrücktheiten und nehmen sich nicht allzu ernst. Und wer kann bessere Yakuza-Filme als Miike-sensei? Gut…ok…Takeshi Kitano, ich weiß. Doch wenn eben alles nach einem schlechten Fanfilm von noch schlechteren Cosplayern aussieht, hilft da auch der Name Miike nicht viel. Sehr schade!

 

4/10 Faustschlägen

 

 

„Like A Dragon“ erschien bereits im Jahr 2009 beim deutschen Label Eye See Movies und das sogar in zwei Varianten. Neben einer normalen Keepcase-Version mit einer Disc gibt es auch eine Deluxe Edition im Digipack mit zwei DVDs. Disc 2 enthält dabei einen Kurzfilm, der als Prolog zum Hauptfilm dient und knapp 43 Minuten läuft.
Loben muss man an dieser Stelle die Qualität der DVD, die selbst auf modernen 4K-TVs eine sehr gute Bildqualität hat. Nicht selbstverständlich für eine zwölf Jahre alte DVD.
Jedem der etwas mit Japan anfangen kann und nicht „Call of Duuty“-abhängig ist, muss ich hier noch einmal die Videospiele zu „Yakuza“ empfehlen. Glücklicherweise kann man dank „Kiwami“-Neuauflagen und dem bald erhältlichen Remaster-Set mit Teil 3 bis 5 mittlerweile alle Serienteile(außer den beiden Mittelalter- und dem Zombie-Ableger) auf der PlayStation4 spielen. Man braucht halt etwas Zeit und Geduld. Einige der Teile sind schon recht redselig, belohnen aber mit tollen Storylines und noch besseren Nebenquests. Und dem unbezahlbaren Japan-Feeling.

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