#Japanuary Film 4 – Irezumi

Otsuya stammt aus einem reicheren Hause, ist aber in den Bediensteten Shinsuke verliebt. Da die beiden für sich keine Zukunft in ihrem Elternhaus sehen, beschließen sie abzuhauen und irgendwo ein neues Leben anzufangen. Helfen will ihnen eigentlich der Freund der Familie Gonji, doch dieser hintergeht die beiden.
Während Shinsuke das Opfer eines vermeintlichen Mordes wird, lässt man Otsuya ein Spinnentattoo auf den Rücken tätowieren und verkauft sie somit als Attraktion unter den Geishas.
Einige Zeit später ist sie aufgrund dieses Motivs wirklich eine der gefragtesten Geishas des Landes und lebt in Saus und Braus. Als plötzlich Shinsuke wieder auftaucht und er sie in ihr früheres Leben zurück bringen will, überschlagen sich aber die Ereignisse.

„Irezumi – Spider Tattoo“(so der deutsche Titel) stammt aus dem Jahr 1966 von dem Regisseur Yasuzo Masumura und basiert auf einer Kurzgeschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Regisseur selber ist recht bekannt für Werke wie „Blind Beast“ oder „Manji“ und galt zu seiner Zeit als recht radikaler Filmemacher.
Auch „Irezumi“ versprüht so einen gewissen Exploitation-Charme ohne jedoch je so extrem wie andere Vertreter aus dieser Zeit zu sein. So wird nackte Haut nur angedeutet, dennoch versprüht der Film eine gewisse erotische Stimmung. Das liegt vor allem an der extrem attraktiven Hauptdarstellerin Ayako Wakao, die eine sehr sinnliche Geisha abbildet und mit dem, für diese Zeit recht ungewöhnlichen Tattoo ein echter Hingucker ist.
„Irezumi“ ist ein sehr kurzweiliger Film und war damals eine meiner ersten Berührungen mit dem japanischen Exploitationfilm, der unzählige Meisterwerke hervorgebracht hat. Deswegen wird das Werk sicherlich immer einen besonderen Platz in meiner Filmsammlung haben. Kein unbedingtes Must-see, aber sehr hoch zu bewerten.

8/10 Spinnentattoos

„Irezumi – Spider Tattoo“ gibt es als deutsche DVD von Rapid Eye Movies und das mal wieder in zwei Editionen. So gibt es die reguläre Amaray aus der Edition Nippon Classics, zu Beginn gab es aber auch eine schicke Auflage im Digipack und Schuber. Diese enthält ein Poster und Postkarten, dürfte heute aber nur noch gebraucht zu kriegen sein.

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