#Japanuary 2021 Film 2 – Nausicaä aus dem Tal der Winde

In einer postapokalyptischen Welt gibt es kaum noch Leben auf dem Planeten. Denn ein giftiger Pilzwald verteilt seine Sporen überall und sorgt dafür, dass die Erde fast nur noch aus trister Wüste, dem Meer der Fäulnis, besteht. Zum Glück lebt Prinzessin Nauicaä im Tal der Winde, das bisher von den Sporen verschont blieb und somit der Welt wie sie früher einmal noch sehr ähnlich ist.

Doch als eines Nachts ein Flugzeug mit einer mysteriösen Fracht im Tal abstürzt, ändert sich das Leben im Tal von einer Minute zur anderen. Denn der seltsame Fleischklumpen, der an Bord des Luftschiffes war, lockt die Armee aus dem Reich Torumekia an, die keine Scheu vor einem Krieg hat. Nausicaä und ihr Volk sehen sich plötzlich also nicht nur der Gefahr der Natur ausgesetzt, sondern auch der des Menschen.

„Nausicaä aus dem Tal der Winde“ entstand im Jahr 1984 und ist somit eigentlich gar kein offizieller Studio Ghibli-Film, denn dieses wurde erst 1985 gegründet. Da aber Mastermind Hayao Miyazaki beteiligt war und der Film und dessen Erfolg schließlich für die Gründung des Studios verantwortlich war, ist er aber überall ein Thema wo es auch um Ghibli geht.

Nachdem ich den Film zum ersten Mal auf der Connichi in Kassel – vermutlich so 2005 – auf der großen Leinwand gesehen habe, hab ich ihn zwar mindestens zweimal gekauft, aber erst anlässlich des Japanuary jetzt wieder mal geschaut. Der Film ist mittlerweile 36 Jahre alt und das sieht man ihn zu keinem Zeitpunkt an. Zwar sind manche Szenen nicht ganz so detailliert wie andere, aber gerade das tolle Design und die wunderbaren Animationen wirken immer noch sehr zeitgemäß.

Ein absolutes Highlight ist aber – neben der wichtigen Botschaft des Films rund um Umweltschutz und Umgang mit der Natur – die mitreißende Musik. Ich hatte die gar nicht mehr so experimentell in Erinnerung, neben den, in den 80ern üblichen Synthiesounds, gibt es hier nämlich auch ganz schön frickelige Prog-Klänge um die Ohren geschmissen. Wow!

Wissenswertes zu „Nausicaä“ gibt es noch zu erzählen: zum einen basiert der Film auf einem Manga von Miyazaki, der nicht nur sehr detailreich gezeichnet ist, sondern natürlich auch sehr viel mehr Umfang als der Anime bietet. Der Manga wurde auch in Deutschland veröffentlicht, wirklich zu empfehlen ist aber die tolle Hardcover-Edition von VIZ Manga.
In den 80ern erschien der Film übrigens schon mal in Deutschland, da aber noch unter dem Titel „Sternenkrieger: Warriors of the Wind“ und in einer zerstückelten Version mit 23 Minuten weniger Laufzeit. Außerdem ersetzte man die tolle Botschaft des Films mit einer lahmen Gut gegen Böse-Geschichte…zum Glück gibt es solche Ausfälle heutzutage nur noch selten.

„Nausicaä aus dem Tal“ ist in Deutschland auf Blu-ray und DVD erhältlich. Ich habe den Film auf Blu-ray geschaut, die im schicken Digi daherkommt und einiges an Extras wie Storyboards in Filmlänge, Trailer und ein Interview an Bord hat.

10/10 Punkte

2 Gedanken zu “#Japanuary 2021 Film 2 – Nausicaä aus dem Tal der Winde

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