#Japanuary 2021 Film 4 – Promare

Werke des Studio Trigger stehen bei mir hoch im Kurs, „Kill La Kill“ schafft es dabei locker in meine Top 5 der Animeserien. Aber auch „Darling in the Franxx“ mochte ich sehr, vor allem der tolle Stil des Studios gefällt mir dabei.

Umso gespannter war ich deshalb auf den ersten, abendfüllenden Animefilm des Studios, „Promare“. In diesem geht es um ein mysteriöses Ereignis, das als Great World Blaze in die Geschichtsbücher einging. Dabei entzündeten sich Menschen ganz spontan und rissen mit ihrer pinken Flamme alles in ihrer Umgebung mit sich. Daraus entstanden dann die sogenannten Burnish, die immer noch die Kraft besitzen, Feuer und Flammen zu steuern. Nach einem Zeitsprung über mehrere Jahrzehnte verfolgen wir die Einsätze der Feuerwehr von Promepolis, die sehr häufig den Burnish geschuldet sind. Durch einen dieser Einsätze lernt Feuerwehrmann Galo den Burnish Lio kennen und somit auch die andere Seite der Medaille. Denn die Regierung der Stadt geht keinesfalls zimperlich gegen die Burnish vor und will diese für ihre Zwecke missbrauchen.

In Sachen Story erzählt „Promare“ nun also sicherlich keine sensationell revolutionäre Geschichte und manch ein Regisseur hätte die sicherlich auch in der Hälfte der Zeit erzählen können. Somit wirkt das Geschehen arg in die Länge gezogen, viele Szenen sind einfach zu langwierig. Da wird dann hier nochmal in der Perspektive umgeschalten, da passiert irgendwas spektakuläres und hey…habt ihr das da hinten schon gesehen? „Promare“ ist einfach ein verrücktes, lautes und grelles Werk und das über die vollen 111Minuten. Hin und wieder darf man mal kurz verschnaufen, aber dann geht es schon wieder weiter. Das muss man mögen und fällt sicherlich sehr deutlich unter den Begriff „style over substance“.

Studio Trigger zeigt hier mal wieder eindrucksvoll, was sie in Sachen Animationen so drauf haben. Auch das Charakterdesign und das Aussehen der Welt und der Mechs sind fantastisch, sogar die CGI-Effekte störten mich hier kaum. Denn durch den sehr reduzierten Stil, der sowieso schon sehr viele, große Flächen hat, konnte man auch so manchen Computereffekt damit gut übertünchen. Auch die Musik gefiel mir sehr gut, auch wenn es gerne ein paar Songs mehr hätte geben dürfen.

Alles in allem ist „Promare“ optisch gelungen, inhaltlich aber eher mau. Mir war der Film dann letztlich für seine Geschichte etwas zu lang und in manchen Szenen wusste man wirklich nicht mehr, wo oben und unten ist. Da schau ich mir lieber nochmal eine der vielen tollen Serien des Studios an.

„Promare“ gibt es bisher nicht in Deutschland auf DVD oder Blu-ray, dafür aber im europäischen Ausland. Ich habe meine Blu-ray aus England. Diese stammt von Anime Limited und hat auch ein paar Extras mit an Bord(u.a. Interviews und Trailer).

6,5/10 Punkte

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