#Japanuary 2021 Film 5 – Haze

Ich liebe die Filme von Shinya Tsukamoto und mit „Haze“ habe ich sie nun endlich alle gesehen. Der japanische Regisseur wird immer wieder als Meister des Body Horror bezeichnet, aber letztlich sind seine Filme so viel mehr und gehen meist sehr an die Substanz. So auch „Haze“….heieieiei…was war das für ein Ritt?!?

Der Film geht lediglich 48 Minuten und dreht sich um einen Mann, der sich plötzlich in einem dunklen Verlies wiederfindet, dessen Wände aber nur wenige Zentimeter von ihm entfernt sind. Er trägt lediglich Unterwäsche, hat eine Verletzung am Bauch und weiß nicht so recht wie er eigentlich in diese missliche Lage gekommen ist. So kriecht er nun hin und her und wird dabei immer wieder von fiesen Fallen überrascht. Wird er einen Ausweg finden? Und warum befindet er sich in diesem seltsamen Gebilde aus Beton?

„Haze“ ist, wie schon beschrieben, ein unangenehmer Film. Vor allem wenn man sich zu sehr in die Lage des Protagonisten versetzt und die Enge der Betongänge zu sehr an sich heranlässt. Auch für Freunde von Zahn-Horror ist der Film etwas, denn in einer Situation findet sich unsere Hauptfigur mit den Zähnen an einem Eisenrohr hängend wieder. Fürchterliche Szenen….brrrrr! Aber letztlich schafft es Tsukamoto, dass man trotzdem fasziniert am Bildschirm klebt und sich fragt wie er die Klaustrophobie so hervorragend in Bilder umsetzen konnte. Das sieht leider aufgrund der verwendeten Digitalkamera häufig etwas billig aus, aber stört eigentlich nur in den Ruhepausen, in denen man nicht mit dem Protagonisten mitleidet…und das sind nur wenige.

„Haze“ gibt es als deutsche DVD von Rapid Eye Movies, empfehlen würde ich aber vor allem das Tsukamoto-Set aus England von Third Window Films. Dieses beinhaltet nämlich noch seinen neuesten Film „Killing“ und den Kurzfilm „The Adventure of Denzu-Kocho“. Generell solltet ihr alle Tsukamoto-Werke mal anschauen…am besten sofort! Ah, fast hätte ich vergessen wie toll mal wieder die Akustik des Films geraten ist. Und wie phänomenal der Soundtrack von Tsukamotos Haus- und Hofkomponisten Chu Ishikawa ist…leider ist dieser aber mittlerweile verstorben und wird wohl so schnell keine Tracks mehr für seine Filme komponieren.

7/10 Punkte

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