#Japanuary 2021 Film 8 – Die Frauen des Shogun

Das Schmuddelfilmchen hat in Japan eine lange Tradition, gerade in den 1970er Jahren war mit dem Pinku Eiga-Kino viel nackte Haut in den Lichtspielhäusern des Landes zu sehen. Daraus entstanden viele spannende Nischen wie die Roman Porno-Werke oder – mein liebstes Genre – die Pinky Violence-Filme wie „Sex & Fury“, die „Sasori“-Reihe oder „Zero Woman“. Japanuary-Film Nummer 8 passt da ganz gut in diese Kategorie, denn bei „Die Frauen des Shogun“ oder „The General and his Empire of Joy“ gibt es auch einiges an nackter Haut zu sehen und Sex beziehungsweise die fleischlichen Gelüste sind hier der Ursprung allen Übels.

Denn nachdem sich der Samurai Ryuken in die liebreizende Okoyo verliebt hat, wird das junge Glück jäh unterbrochen und die Jungfrau soll in den Harem des Shogun aufgenommen werden. Daher sucht Ryuken einen Weg in den Palast, um seiner Liebsten nahe zu sein und sie im Idealfall für sich zurückgewinnen zu können. Doch natürlich ist das alles nicht so einfach wie es sich der Samurai vorstellt…

Leider wird einem das Ende von „Die Frauen des Shogun“ fast überall im Netz gespoilert, denn seltsamerweise findet sich auf den bisherigen deutschen Veröffentlichungen als Zusammenfassung eigentlich nur das Ende des Films. Das ist etwas schade und nimmt einem die Überraschung, daher sollte man da vorsichtig sein. Der Film von Ikuo Sekimoto erschien im vergangenen Herbst auf DVD beim Verleih Schröder Media, die in letzter Zeit immer wieder mal Werke aus Japan im Programm aufnehmen und hoffentlich auch weiterhin herausbringen werden.

Mir hat der Film im Grunde ganz gut gefallen, auch wenn er einige sehr absurde Ideen enthält. Wer zum Teufel treibt mit einer Schlange sein Kind ab? Die Inszenierung ist aber sehr hochwertig, egal ob Kostüme oder Szenerien. Das sieht schon echt gut aus! Hier gefiel mir auch die Musik sehr gut, denn neben klassischen, japanischen Klängen gibt es auch immer wieder mal psychedelische 70er Jahre-Musik zu hören. Klasse!

Wie schon erwähnt, zu haben ist der Film in Deutschland auf DVD. Leider gibt es rund um den Film ein bißchen Schnitt-Chaos, denn eigentlich gibt es keine offizielle ungeschnittene Version. So gibt es in der japanischen Fassung fehlende Szenen, die in der deutschen enthalten sind und umgekehrt. Immerhin gibt es eine Version auf der Disc, die einigermaßen uncut sein soll und in die Szenen aus der japanischen Fassung integriert wurden. Ein Durcheinander! Generell kann man die Veröffentlichung aber uneingeschränkt empfehlen.

6/10

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