#Japanuary 2022 Film 4 – Ghost in the Shell

Einer meiner ersten Kontakte in Sachen Manga waren die Werke von Masamune Shirow. Das begann alles mit dem grandiosen „Appledseed“ und ging dann ganz flott zu „Ghost in the Shell“. Schon damals begeisterte mich die Cyberpunk-Welt mit ihren neuralen Schnittstellen, dem einzigartigen Design und den dargestellten Umständen. Selten zuvor wirkte ein Kosmos so durchdacht, obendrein gab es mit Motoko Kusanagi noch eine toughe und coole Hauptprotagonistin.

Doch so sehr ich den Manga mochte, der Anime aus dem Jahr 1995 hatte gehörige Anlaufschwierigkeiten in meinem Anime-Kosmos. Ich erinnere mich noch sehr genau an das erste Einlegen der VHS – ja, so alt bin ich – und die ersten Minuten des Films. Das eher realistische Design der Charaktere hat mich eher abgeschreckt, war ich doch den klassischen Manga-Look des Originals gewohnt. Doch in Sachen Inhalt enttäuschte mich „Ghost in the Shell“ nicht, auch die damals wegweisende Inszenierung sorgte für den ein oder anderen Begeisterungssturm vor der Glotze. Doch stop…worum geht es eigentlich?

In dem Anime von 1995, der unter der Regie von Mamoru Oshii entstand, geht es um Motoko Kusanagi und ihre Einheit bei Sektion 9. Ein vermeintlicher Hacker namens Puppet Master treibt sein Unwesen und beeinflusst nicht nur hochrangige Politiker, sondern missbraucht auch einfache Menschen für seine Pläne.
Während man zunächst recht schnell Ergebnisse liefern kann, wird aber auch klar, dass es sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Hacker handelt.

Mehr sollte man zu dem Film nicht verraten, es soll ja schließlich spannend bleiben. Und „Ghost in the Shell“ lohnt sich…der Anime begeistert nicht nur mit seiner Geschichte voll existenzieller Fragen, auch die Inszenierung ist auf einem Top-Niveau. Kein Wunder, dass sich unter anderem die „Matrix“-Macher hier an einigen Elementen bedient haben. Schon alleine die Anfangssequenz samt Intro, in dem man die Produktion eines Cyborgs nachverfolgen kann, könnte ich mir immer und immer wieder anschauen. Das ist natürlich auch der Musik von Kenji Kawai geschuldet, der die Szenerie hier mit perfekten Synthie-Sounds unterlegt.

Hier stimmt einfach alles. Es gibt keine Ausrede, den Film nicht zu schauen. Auch wer nichts mit Anime anfangen kann, hat hier aufgrund des gewählten Artstyles nichts zu befürchten.
„Ghost in the Shell“ gibt es auf zahlreichen Formaten…DVD, Blu-ray und in den USA sogar schon auf 4K-UHD. Ich selbst besitze die britische Blu-ray im Steelbook, welche absolut in Ordnung geht. Solltet ihr euch den Film noch anschaffen wollen, ignoriert bitte die fürchterliche 2.0-Version des Anime. Neben einer anderen Farbgebung hat man den Film nämlich vor allem mit neuen CGI-Sequenzen „verschönert“. Fürchterlich!

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