#Japanuary 2023 Film 4 – Kamikaze Girls

Nachdem es im letzten Beitrag recht brutal zu ging, kommt heute wieder etwas für die Rüschen- und Schmetterlingsfraktion auf den Blog…also zumindest in Teilen. Wie auch schon die Filme zuvor, kannte ich auch „Kamikaze Girls“ schon von anderen Sichtungen und auch die DVD fand schon recht früh ihren Weg in meine Sammlung. Doch worum geht es in dem Fiebertraum aus Pink, Rockmusik und wilden Animationen eigentlich?

Irgendwo auf dem japanischen Land treffen wir auf Rokoko-Fan Momoko, die in ihrer Freizeit am liebsten dem Gothic Lolita-Look frönt, nur eben in Pink und mit ganz viel Rüschen und Blümchen. Sie lebt mit ihrem Papa, der früher lieber Yakuza geworden wäre und nun mit den Fake-Klamotten von Versache…ja, so schreibt man das…guten Umsatz macht, und der etwas senilen Großmutter in einem Haus.
Eines Tages – mittlerweile sind die Rechteinhaber der Klamottenfirma auf Momokos Vater aufmerksam geworden – trifft sie auf die Rockerin und Yanki Ichigo, die eigentlich so gar nicht in ihre Welt passt und das genaue Gegenteil von Momoko ist. Nämlich laut, obszön und auf ihre ganz eigene Art und Weise schrill. Doch irgendwie freunden sich die beiden an und erleben so gemeinsam ein paar unvergessbare Momente.

„Kamikaze Girls“ stammt von Regisseur Tetsuya Nakashima, der sich schon mit anderen Filmen einen Platz in meinem Film-Herz sichern konnte. So ist er für den genialen „Kokuhaku“(dt. „Geständnisse“) verantwortlich, aber auch „Memories of Matsuko“ und „The World of Kanako“ sind einen Blick wert und vor allem aufgrund ihrer Optik ein echter Leckerbissen. Gleiches kann man auch über „Kamikaze Girls“ sagen, denn was da alles so auf dem Bildschirm passiert, ist wirklich grandios. So wirkt das Bild zwar immer etwas überstrahlt und der Farbregler auf 150% gedreht, aber das Ganze passt hervorragend zum Geschehen rund um Momoko und Ichiko. Aufgelockert werden die Live Action-Szenen dazwischen mal von einer animierten Sequenz, die auch mit einem ganz einmaligen Stil ums Eck kommt.

Für das Auge ist also etwas geboten, aber wie sieht es inhaltlich aus? Auch hier ist „Kamikaze Girls“ ein sehr gutes Werk und gefällt mir vor allem wegen der tollen Coming of age-Geschichte der beiden Mädels. Kyoko Fukada in der Rolle als Momoko und Anna Tsuchiya als Ichiko sind vermutlich die beste Wahl für die Rollen gewesen, da beide diese Gegensätze gut ausdrücken können. Außerdem ist der Film trotz seiner vielen lauten und grellen Momente auch in den ruhigen Momenten absolut gelungen.

„Kamikaze Girls“ ist in Deutschland auf DVD erschienen, die Disc gibt es mittlerweile aber nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Leider ist deren Bildqualität auch nicht gerade gut, HD-Freunde sollten daher also eher zur Blu-ray greifen. Auch hier ist die Verfügbarkeit aber alles andere als gut, denn die Disc aus UK ist schon länger vergriffen, auch die koreanische Ausgabe ereilte das gleiche Schicksal. Und zu allem Übel ist die japanische Scheibe frei von Untertiteln…eine Schande bei solch einem Film!

https://www.youtube.com/watch?v=IF4T_K5ia-U

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