#Japanuary 2018 Film 6 – 9 Souls

Als Insasse Nr. 10 kommt Michiru in Zelle Nr.13 und wird schon bald Zeuge wie einer seiner Mitgefangenen den Verstand verliert. Vorher spricht dieser aber noch davon, dass er an einer Grundschule am Fuss des Fujiyama eine riesige Menge an Geld vergraben hätte. Als sich dann eine Fluchtmöglichkeit für die verbliebenen Neun bietet, nutzen sie diese, immerhin haben sie Ausbruch-Experte Shiratori dabei.
Mit einem gestohlenen Van machen sie sich letztlich auf den Weg zu besagter Schule und zum erhofften Reichtum. Doch auf der gemeinsamen Reise hat auch jeder der neun Häftlinge sein eigenes Ziel. So träumt manch einer von einem Leben als Servicekraft in einem Restaurant, ein anderer trauert immer noch seiner großen Liebe, einer Angestellten einer Telefonsex-Hotline hinterher.

„9 Souls“ ist kein klassischer Gangsterfilm an den man zunächst denkt, wenn man die Grundidee von neun flüchtigen Häftlingen hört. Denn neben allerlei skurrilen Momenten, z.B. wenn sich die Truppe mit Frauenkleidern „tarnt“ oder mit angeklebten Bärten im Restaurant sitzt und man vor Lachen fast von der Couch fällt, sind es am Ende vor allem die vielen tragischen Momente der Charaktere, die Eindruck hinterlassen.
Denn so schön naiv wie viele Träumereien am Anfang des Films wirken, desto härter holt die Figuren die Realität dann ein. Und den ein oder anderen Seitenhieb auf die japanische Gesellschaft gibt es in Toshiyaki Toyodas Film oben drauf.
Neben der recht coolen Musikuntermalung mit vielen langsamen, sehr atmosphärischen Rockklängen, ist es aber vor allem der Cast, der diesen Film so charmant und sehenswert macht. So sehen wir viele Schauspieler, die damals bei der Entstehung des Films im Jahr 2003 gerada am Anfang ihrer Karriere standen, z.B. Ryuhei Matsuda, den mittlerweile verstorbenen Yoshio Harada oder Kiyohiko Shibukawa.

8/10

„9 Souls“ gibt es bisher leider nicht in einer deutschen Version(und das trotz Kinostart), der Film erschien auf Blu-ray aber glücklicherweise von Third Window Films in Großbritannien. Dieser kommt zusammen mit „Pornostar“ und der Boxer-Doku „Unchain“ in der „Toshiaki Toyoda: The Early Years“-Box, die in einem schicken Digipack daher kommt und sehr empfehlenswert ist.

 

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#Japanuary 2018 Film 5 – Destruction Babies

Als sein älterer Bruder Taira plötzlich verschwindet, macht sich Shota auf die Suche nach ihm. Schließlich ist er seit dem Tod des Vaters vor vielen Jahren die einzige Person aus seiner Familie, die er noch hat. Als sich dann plötzlich die Nachrichten über einen jungen Erwachsenen verbreiten, der in der Innenstadt wahllos auf Menschen losgeht und diese verprügelt, befürchtet Shota das Schlimmste.

„Destruction Babies“ ist sicherlich kein angenehmer Film. Und auch wenn ich nicht viele Probleme mit extremen Filmen habe, dieser hat mir das Leben schwer gemacht. So habe ich zwei Anläufe gebraucht, den Film komplett zu schauen, da er mir bereits nach 45 Minuten so auf den Magen und das Gemüt geschlagen hatte. Diese wahllose Gewaltausübung und die extremen Ausbrüche von Taira und seinem späteren Komplizen sind so unangenehm anzuschauen, wie ich es selten erlebt habe. Nicht umsonst wird der Film mit „Die 108 extremsten Minuten in der Geschichte des japanischen Films“ beworben. Unglaublich!
Und da sind wir auch schon bei meinem Dilemma mit dem Film: was bewertet man nun? Versucht man es auf die handwerkliche Schiene oder die emotionale? Schließlich will der Film beim Zuschauer diese Gefühle erzeugen, die ich beim Sehen hatte, auf der anderen Seite macht dies noch keinen guten Film aus. Ich tu mir richtig schwer mit „Destruction Babies“. Auf der einen Seite würde ich ihn gerne wieder aus meiner Filmsammlung entfernen, aber wie gesagt, seine Wirkung hat der Film voll und ganz entfaltet. Sicherlich ein besonderer Film für eine besondere Stimmung und weniger für den locker-flockigen Filmabend mit Chips und Malzbier.

6/10

„Destruction Babies“ erschien beim britischen Vorzeigelabel Third Window Films auf Blu-ray und DVD und beinhaltet fast eine Stunde an Extras wie ein Making-of und Material von der Premiere. Bild und Ton sind für solch eine Produktion recht gut.

 

#Japanuary 2018 Film 4 – Dead Or Alive

Ryuichi und seine Gang sind eigentlich ein paar Kleinganoven, die neben ihren kriminellen Aktivitäten auch noch einen Nachtclub betreiben. Doch dies langt der Truppe nicht und so überfallt man nicht nur einen Geldtransport, sondern legt sich auch noch mit den ansässigen Yakuza-Gruppierungen an. Als ihnen dann auch noch der Polizist Jojima auf die Spur kommt, wird es plötzlich unangenehm für Ryuichi und seine Entourage.

„Dead Or Alive“ war Anfang der 2000er mein erster Kontakt mit Takashi Miike und ließ mich ziemlich verstört zurück. Denn glaubt man anhand der Storybeschreibung einen normalen Yakuza-Film zu sehen, hauen den Zuschauer schon die ersten fünf Minuten von der Couch. Diese geben nämlich den verrückten Grundton des Film grandios wieder, neben allerlei nackter Haut gibt es nämlich auch viel Blut und skurrile Ideen.
Dazu kommt ein Cast, der mit Riki Takeuchi, Sho Aikawa oder Susumu Terajima großen Wiedererkennungswert hat, wenn man sich etwas mit dem japanischen Film befasst. Dieser hat auch einen großen Anteil an der hohen Qualität des Films und vermitteln den Wahnsinn der Geschichte recht gut.
Auch fast zwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung wirken viele der Effekte recht gut und einige der drastischeren Szenen haben ihre Wirkung nicht verloren. Da wird deutlich, was ein guter Filmemacher Takashi Miike ist…auch wenn ich nicht alle seiner Filme mag.

8/10 Punkte

„Dead Or Alive“ gibt es in Deutschland auf DVD und Blu-ray, letztere sogar im Mediabook für den schmalen Taler. In Großbritannien gibt es mittlerweile ein Set von Arrow Video, in dem alle drei Filme der Reihe enthalten sind. Dazu gibt es ein informatives Booklet und bei der Erstauflage einen schönen Schuber. Wie üblich hat die Amaray ein Wendecover mit dem japanischen Originalmotiv des Films bzw. hat man hier noch einige Elemente von Teil 2 und 3 ergänzt.
Ich hab den Film auf der Blu-ray von Arrow gesehen, die visuell und akustisch absolut in Ordnung geht, wenn man das Alter des Films in Betracht zieht.

 

#Japanuary 2018 Film 3 – Battle Royale

In nicht allzuferner Zukunft hat die japanische Regierung aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der Jugendkriminalität das „BR“-Gesetz erlassen, indem jährlich eine Schulklasse ausgewählt wird und auf eine einsame Insel verfrachtet wird. Ihr Ziel dort: bringt euch gegenseitig um, der Stärkere gewinnt und darf weiterhin ein Teil der Gesellschaft bleiben.

Mehr will ich über „Battle Royale“ gar nicht schreiben, denn was in den folgenden etwas über 110 Minuten(im Kinocut) passiert, ist Filmgeschichte. Kinji Fukasaku schuf mit dem Film, der auf einem Roman von Takami Koshun basiert, ein Meisterwerk, das auch noch 17 Jahre nach seiner Veröffentlichung absolut zu überzeugen weiß. Dies fängt bei der Besetzung von Jungschaupielern wie Chiaki Kuriyama oder Tatsuya Fujisawara an und geht über Altmeister Takeshi Kitano bis hin zur tollen Inszenierung.
So überzeugen die großartige Musikuntermalung mit klassischen Stücken und schon heute kultige Szenen oder Einfälle wie der Counter, der die verstorbenen Schülerinnen und Schüler nennt. Aber auch in seiner Botschaft ist „Battle Royale“ ein wichtiger Film, denn neben der sozialkritischen Aussage über den Leistungsdruck in der japanischen Gesellschaft war auch die Vision von den ansteigenden Problemen in Japan in Sachen Arbeitslosigkeit und Wirtschaft wegweisend. Auch wenn „Battle Royale“ nicht gerade zimperlich ist, sollte man als Filmfan diesem Meisterwerk einen Platz an einem Filmabend spendieren. Absolutes Pflichtprogramm!

10/10 Punkte

Nach Jahren auf dem deutschen Index schaffte es „Battle Royale“ letztes Jahr endlich in einer ungeschnittenen Version offiziell in den Handel zu kommen. Das erhältliche Steelbook – oder die reguläre Fassung im Amaray – enthält sowohl den Kino- als auch den etwas längeren Extended Cut und massig Extras. Letztere Schnittfassung geht etwas expliziter auf die Beziehung von Shuya und Nobu bzw. Kitano und Noriko ein. In Großbritannien gibt es außerdem eine schicke limitierte Box von Arrow Video, die neben drei Discs auch Extras wie ein Comic, Postkarten und zwei Booklets enthält. Ähnlich ausgestattet ist auch die deutschsprachige Ultimate Edition, die im jahr 2014 aufgrund der Beschlagnahmung von „Battle Royale“ noch über Österreich erschien.

 

#Japanuary 2018 Film 2 – Cutie Honey

Honey Kisaragi hat ein Geheimnis: denn neben ihrem alltäglichen Bürojob – zu dem sie meist zu spät kommt – sorgt sie als Cutie Honey auch noch dafür, dass böse Buben in Tokyo keine Chance haben. Doch als die Gruppierung Panther Claw ihren Onkel entführt, weil sie hinter das Geheimnis ihrer magischen Kraft kommen will, ist auch sie auf Hilfe angewiesen.
Zusammen mit dem Reporter Seiji Hayami und der Polizistin Natsuko Aki macht sie sich auf, der Bande das Handwerk zu legen und ihren Onkel zu befreien.

„Cutie Honey“ ist eigentlich eine Manga-Serie von Go Nagai(u.a. auch bekannt für „Devilman“) aus den 1970er Jahren und war damals eine der ersten Magical Girl-Serien für Jungs. Denn neben allerlei Action bot der Comic auch etwas nackte Haut und somit einiges an Fanservice. Die Verfilmung von Hideaki Anno(ja, DEM „Evangelion“-Schöpfer) aus dem Jahr 2004 setzt dabei nicht nur auf den Fanservice-Faktor, der Film fühlt sich im Grunde an wie eine überlange „Power Rangers“-Folge.
Neben allerlei Overacting gibt es nämlich den ein oder anderen wirklich trashigen Effekt, außerdem sind einige Einfälle wirklich unglaublich blödsinnig. Aber der Film macht unglaublich viel Sapß! Dafür sorgt nicht nur Eyecandy Eriko Sato, die immer wieder durch „interessante“ Kameraperspektiven in Szene gesetzt wird, auch Dinge wie ihre Verkleidungen oder die skurrilen Panther Claw-Mitglieder samt Karaoke-Einlage lassen einen staunend auf der Couch verharren. Super gelungen sind auch der Soundtrack, der u.a.  Songs von J-Pop-Queen Kumi Koda bereithält und die immer wieder eingestreuten Anime-Szenen, die von Studio Gainax produziert wurden.
So gehört „Cutie Honey“ sicherlich zu einer der besseren Realverfilmungen eines Manga, trotzdem sollte man für Trashfilme etwas übrig haben. Mir hat es Spaß gemacht, den Film nach über zehn Jahren mal wieder anszuschauen, auch weil meine Liebe für Hideaki Annos Filme mittlerweile riesengroß ist.

8/10 Punkte

„Cutie Honey“ ist in Deutschland nur auf DVD erschienen und das bereits vor über elf Jahren. Auf Blu-ray gibt es den Film nur in Japan und das auch nur in einer Box mit zwei anderen Filmen von Hideaki Anno, nämlich „Love & Pop“ und „Shiki-Jitsu“. Die sogenannte „Hideaki Anno Live Action Film Collection 1998 – 2004“ ist dabei glücklicherweise codefree und enthält alle drei Filme mit englischen Untertiteln. Die Bildqualität von „Cutie Honey“ lässt in einigen Szenen etwas zu wünschen übrig, begeistert aber vor allem mit ihren knalligen Farben, die zur Manga-Verfilmung gut passen. Aufgrund der höheren Auflösung sind einige Makeup-Effekte allerdings nicht mehr so gut, bei dem Diener von Sister Jill sieht man sogar einmal das doppelseitige Klebeband mit dem der Schnurrbart befestigt ist. Ob das wirklich so gewollt war, ist schwer zu sagen. Ob man das auch schon auf der DVD so deutlich erkannte, weiß ich nicht mehr.
Warnen möchte ich an dieser Stelle auch nochmal kurz vor dem neuen Film „Cutie Honey Tears“. Wer hier einen ähnlichen Feelgood-Movie erwartet, wird wohl recht enttäuscht sein. Der Film ist düsterer, die Story ziemlich enttäuschend und die Effekte ein Graus!

 

#Japanuary 2018 Film 1 – Female Convict 701: Sasori

Eigentlich lebt Nami ein beschauliches Leben. Als dann auch noch Sugimi, ein erfolgreicher Drogenfahnder in ihr Leben tritt, scheint alles perfekt. Blind vor Liebe und etwas nauv lässt sie sich auf einen Deal ein und soll für Sugimi in einem Nachtclub mehr über die Schmugglerrouten der Mafia. Doch leider fliegt ihre Tarnung recht schnell auf und die Gangster erniederigen Nami aufs Übelste. Als sie dann noch herausfindet, dass Sugimi ihr Leben wissentlich aufs Spiel gesetzt hat, brennen bei Nami die Sicherungen durch und sie versucht ihre einstige große Liebe umzubringen. Doch leider scheitert dies und Nami wird festgenommen und verurteilt.
Fortan fristet sie ihr Dasein als Gefangene Nr. 701 in einer Besserungsanstalt für Frauen, die von sadistischen Wärtern geführt wird. Nach einem Ausbruchsversuch wird sie auch noch von ihren Mithäftlingen geächtet, da auch diese für ihr Fehlverhalten mit Essensrationierung und anderen Maßnhamen bestraft werden. Für Nami beginnt so eine unglaublich harte Zeit, die auch noch durch Einflussnahme von Außen erschwert wird. Denn ihr ehemaliger Liebhaber bekomtm langsam kalte Füße, ob Nami nocht doch noch ein Ausbruch und so der erfolgreiche Racheversuch an ihm gelingt.

„Female Convict 701: Sasori“ war vor etwas über zehn Jahren einer meiner ersten Kontake mit dem Women in Prison-Genre und entfachte meine Liebe für das Pinky Violence-Kino der 70er Jahre bzw. dem Pinku Eiga. Shunya Itos Film von 1972 ist alles andere als zimperlich und in einigen Momenten sehr, sehr derbe, zieht den Zuschauer aber schon von Minute 1 an in seinen Bann. Daran ist nicht nur die Giallo-artige Inszenierung mit starken Farben und einprägsamer Musik schuld, vor allem die Präsenz von Hauptdarstellerin Meiko Kaji sorgt für den Kultstatus des Films. Die Schauspielerin steht wie keine andere ihrer Zunft für das Pinky Violence-Genre und war auch in den drei Fortsetzungen der „Sasori“-Reihe zu sehen. Wer noch keinen Film mit ihr gesehen hat: NACHHOLEN!!! Zum Einstieg empfehle ich den kultigen „Lady Snowblood“!
Aber zurück zu „Female Convict 701: Sasori“:  die Giallo-artige Inszenierung sprach ich bereits an, spannend sind aber auch die Momente, in denen der Film wie ein japanisches Theaterstück wirkt. So werden Blutspritzer im Gesicht schon mal zu einer Kabuki-Maske-ähnlichen Beamlung, auch die Blutfontänen kennt man eher aus dem japanischen Theater.

8/10 Punkte

„Female Convict 701: Sasori“ gibt es in Deutschland auf DVD von Rapid Eye Movies, entweder in einer Einzel-VÖ oder in einer Box. Letztere ist seit einiger Zeit OOP, gibt es gebraucht aber noch auf einschlägigen Seiten. Wer sich die Filme in der besten Qualität in die Sammlung stellen will, sollte zur Komplettbox des britischen Labels Arrow Video greifen. Aktuell gibt es diese noch in der limitierten Erstauflage, die nicht nur in einem stabilen Schuber kommt, sondern auch ein informatives Booklet enthält. Weiterhin hat jeder Film im separaten Amaray ein Wendecover mit dem japanischen Originalplakat.

 

Des Zombies liebste Filme 2017 – Eine Top 10

Auch wenn das Jahr 2017 mit knapp 120 konsumierten Filmen und Serien wohl eines der schwächsten der vergangenen Jahre war, habe ich mal wieder ziemlich viel Zeit mit Blu-rays, DVDs oder Streams verbracht. Und da euch sämtliche Seiten zum Jahreswechsel ihre Top10 um die Ohren schlagen, will ich da natürlich auch mitmachen.
Beim Durchgehen meiner Liste bei der Ofdb ist mir aufgefallen, dass es dieses Jahr erschreckend wenig aktuelle Sachen aus Japan zu mir geschafft haben und wenn dann waren es hauptsächlich Anime-Serien. Irgendwie war der japanische Film im Jahr 2017 nicht ganz so gut. Hoffen wir mal auf ein besseres Jahr 2018, aber wenn ich mir da so einige Releaselisten von Thirdwindowfilms oder anderen Publishern anschaue, bin ich ganz zuversichtlich.

Nun aber zu meinen persönlichen Top10 des vergangenen Jahres und damit zu den unbestritten besten Filmen, die man einfach gesehen haben muss. Mein Wort ist hier Gesetz! Zu einigen wenigen Filmen werdet ihr hier auf meinem Blog ein Review finden, so z.B. „Gantz: O“.

10. „Girl with all the Gifts“
Auch wenn ich Zombiefilmen mittlerweile überdrüssig bin und mich nur ganz wenige Filme dieses Genres noch begeistern können, hat mich „Girl with all the Gifts“ einfach beeindruckt. Zum Glück entstaubt es das Genre aber auch ordentlich und erinnert von der Atmosphäre an das Videospiel „The Last of Us“.

9. „I Am A Hero“
Und gleich noch ein Zombiefilm hinterher. Basierend auf dem gleichnamigen Manga, der mittlerweile auch bei über 20 Bänden angekommen ist, begeistert auch dieser Zombiefilm mit einem frischen Ansatz und einem unverbrauchten Setting. Hinzu kommen einige gesellschaftskritische Aspekte und eine ordentliche Menge Blut. Top!

8. „A Cure for Wellness“
Einer der Filme, der sicherlich in die Kategorie „Style over Substance“ gehört, mit aber aufgrund der richtigen Horrorelemente(Zähne und mit Wasser gefüllte, enge Räume) einen ordentlichen Schauer über den Rücken gejagt hat. Großartig auch die Szene, in der Mia Goth zu Bilderbuchs „Spliff“ in der Bar tanzt.

7. „Guardians of the Galaxy Vol.2“
Superhelden-Filme sind mittlerweile ähnlich wie Zombiefilme leider etwas zu häufig vertreten, James Gunn zeigt mit dem zweiten Teil um die skurille Truppe aus Mensch, Baum oder Waschbär wie man eine spannende und innovative  Superhelden-Saga schafft.

6. „Your Name“
Makoto Shinkais Filme waren bei mir schon immer umstritten. Optisch fand ich die Sachen schon immer beeindruckend, die Geschichten haben mich meist nicht so vom Hocker gerissen. Der RomCom-SciFi-Mix „Your Name“ ist aber mit Sicherheit einer der besten Anime der letzten Jahre und für mich persönlich Shinkais Meisterwerk.

5. „Blade Runner 2049“
Filme von Denis Villeneuve können eigentlich nicht schlecht sein. Egal ob der wirre „Enemy“ oder Spannungshämmer wie „Sicario“ oder „Prisoners“, der Kanadier hat mittlerweile bewiesen, dass er es kann. „Blade Runner 2049“ war letztlich ein großartiges Zusammenspiel aus dem hämmernden Soundtrack, den tollen Bildern und einem guten Cast.

4. „Gantz: O“
Den CGI-Film habe ich schon ausführlich hier besprochen, letztlich ist es ein großer „Hirn aus, Spaß an“-Film mit absurdesten Actionsequenzen und tollem Artdesign.

3. „High-Rise“
Basierend auf dem gleichnamigen Buch ist diese Gesellschaftskritik ein fesselnder Thriller mit einer Bombastoptik und großartigem Soundtrack. Die vier Minuten Film zu Portisheads ABBA-Coverversion von „SOS“ sind vermutlich welche der besten 2018.

2. „Star Wars – Die letzten Jedi“
Ehrlich gesagt kann ich die viele Kritik nicht nachvollziehen, für mich ist Episode VIII die perfekte Fortführung von „Das Erwachen der Macht“. Sicher hätte ich mir auch einige Antworten erhofft auf Fragen des Vorgängers, aber es bleibt ja noch ein weiterer Teil Zeit dafür. Kylo Ren und Rey halte ich für ebenbürtige Charaktere wie damals Luke und Darth Vader.

1. „Train to Busan“
Im März kamen wir in Deutschland auch endlich in den Genuss von „Train to Busan“, der schon auf zahlreichen Festivals abgeräumt hatte. Und was soll ich sagen? Der koreanische Zombie-Hit hat auch mich nicht enttäuscht. Zwar ist er etwas blutarm, dafür gibt es ein gelungenes Setting und viele frische Ansätze, die die verstaubten West-Zombies alt aussehen lassen.