Die besten Games 2019

Das Gaming-Jahr 2019 war eigentlich recht entspannt. Zum einen werfen die Next Generation-Konsolen PlayStation5 und Xbox Series X ihren Schatten voraus, zum anderen wurden einige Top-Titel wie „Cyberpunk 2077“ oder „The Last of Us: Part II“ noch für 2020 aufgespart. So blieb genug Zeit, die interessanten Spiele in aller Ruhe zu zocken und auch mal einen Blick auf nischigere Titel zu werfen.

Zum Ende des Jahres also nun ein kleines Resümee meinerseits, welche Spiele ich in 2019 für besonders spielenswert fand.

 

Platz 5

„Star Wars Jedi: Fallen Order“

Ja, das Gameplay von Respawns „Star Wars“-Abenteuer ist schamlos an Genre-Perlen wie „Uncharted“, „Tom Raider“ oder „Sekiro“ angelehnt, aber dafür präsentiert man euch hier eines der besten Spiele aus dem „Krieg der Sterne“-Universum.

Abwechslungsreiche Planeten, spannende Gefechte und eine tolle Stimmung machen den Titel zu einem sehr spielenswerten Action-Adventure. Und wie cool ist bitte BD-2?!?

 

Platz 4

„Devil May Cry 5“

Bisher hatte ich nicht viel Berührungspunkte mit der „Devil May Cry“-Reihe, doch bei Teil 5 hat es endlich Klick gemacht. Zwar sind die Level etwas schlauchig und grafisch nicht unbedingt spannend inszeniert, dafür macht das Kampfsystem und das Gegnerdesign umso mehr Spaß. Die drei Charaktere haben alle unterschiedliche Stile und ermöglichen ein Kombo-Gewitter sondergleichen. Und erst der Soundtrack!! Wow!
Seit „Bayonetta“ hatte ich keinen so großen Spaß mehr mit einem Hack’n Slay!

 

Platz 3

„Judgment“

Das Spinoff zu Segas „Yakuza“-Reihe bot dank des neuen Hauptcharakters einige neue Gameplay-Kniffe. So machte die Ermittlungsarbeit in den Detektivfällen schon recht viel Spaß(die langwierigen Verfolgungen mal ausgenommen), aber auch das flinke Kampfsystem ließ wieder großartige Brawler-Atmosphäre aufkommen. Ausflüge nach Kamurocho sind doch immer wieder ein großer Spaß!

 

Platz 2

„Dragon Quest Builders 2“

Ich mochte Teil 1 schon sehr, der Nachfolger machte dank sinnvoller Änderungen und Neuerungen noch mehr Spaß. Dank der Switch verbrachte ich so einige Stunden mit dem Aufbau von Siedlungen oder dem Craften von neuen Gegenständen. Etwas genervt haben die Endgegnerkämpfe, die sich teilweise ganz schön hingezogen haben. Dennoch schön, dass die „Dragon Quest“-Reihe nun endlich auch im Westen angekommen ist.

 

Platz 1

„Astral Chain“

Erst auf Nintendos Post E3-Event in Frankfurt funkte es zwischen „Astral Chain“ und mir. Das Kampfsystem mit den unterschiedlichen Legions hat eine großartige Vielfalt, am besten war aber die Atmosphäre des Spiels, die an SciFi-/Cyberpunk-Animes aus den späten 80er und 90er Jahren erinnerte.
Außerdem zeigt das Spiel von Platinum Games eindrucksvoll, was die Switch leisten kann, wenn man sich als Entwickler etwas Mühe gibt. Definitiv mein Lieblingsspiel 2019!

Des Zombies liebste Spiele – Die Top 10 des Jahres 2018

Auch im Jahr 2018 wurden wieder einige Games von mir gezockt. Glücklicherweise war es diesmal nicht so vollgestopft mit Spielen wie noch 2017, dafür kamen vor allem am Jahresende einige Titel heraus, die unzählige Stunden Spielzeit boten. Und ganz ehrlich…auf solche Spiele habe ich kaum noch Lust. Überdimensionale Karten wie die von „Assassin’s Creed Odyssey“ machen mir das Spiel – trotz gutem Gameplay – schon kurz nach Beginn madig, ähnlich bei „Red Dead Redemption 2“. Wobei das Wildwest-Abenteuer außerdem noch mit einem sehr gemächlichen Spieltempo fordert…
Dank der Switch habe ich aber einige kleinere Spiele entdeckt, die man so wahrscheinlich nie gespielt hätte. Außerdem habe ich eine Indieperle endlich nachgeholt, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Welche Spiele haben euch 2018 besonders gut gefallen? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

10. 1979 Revolution: Black Friday

 

Das Spiel über die Revolution im Iran und den Sturz des Schahs im Jahr 1979 gibt es bereits seit einigen Jahren für den PC und mobile Endgeräte. Erst im August 2018 erschien aber eine Switch-Version des Spiels, die ich mir nun kurz vor Jahresende noch zugelegt habe. Aufgrund unseres Urlaubs im Iran 2018(der übliche Reisebericht folgt diesmal auf andere Art und Weise), der uns kein Land voller Terroristen und Bombenleger zeigte, sondern ein ganz herzliches und gastfreundliches Volk präsentierte, hat mich das Spiel erst recht angesprochen.
In Sachen Gameplay darf man keine AAA-Qualität erwarten, dafür sind die Erzählungen über die Revolution gut und vor allem spannend inszeniert. Aktuell kann man im eShop-Sale für wirklich kleines Geld zuschlagen. Tut das!

 

9. Pokémon: Let’s Go, Evoli!

 

Ich stieg erst mit „Pokémon Mond“ auf den Taschenmonsterzug auf, habe aber die Faszination der Titel recht schnell verstanden. Daher war auch der erste Switch-Ableger der Reihe für mich Pflicht, vor allem weil man das Spielprinzip etwas vereinfacht und Elemente aus „Pokémon Go“ übernommen hat. Endlich keine Zufallskämpfe mehr und kein lästiges Schwächen des Pokémons, damit man es fangen kann. Dennoch freue ich mich auf ein „richtiges“ Pokémon-Rollenspiel im Jahr 2019.

 

8. Super Meat Boy

 

Ja, ich bin etwas spät zur Party…denn eigentlich hat „Super Meat Boy“ den Indie-Hype bereits im Jahr 2010 losgetreten, aber erst die Anfang 2018 veröffentlichte Switch-Fassung ließ mich zu einem Anhänger des bockschweren Jump’n’Runs werden. Dank sofortiger Neustarts und perfekter Lernkurve wird auch das Frustlevel recht niedrig gehalten. Prima Sache!

 

7. Yakuza 6

 

Die „Yakuza“-Reihe begleitet mich nun schon seit über acht Jahren. Anfangs musste man sich als Spieler im Westen noch über Schnitte bei Teil 3 und 4 ärgern, mittlerweile erscheint jeder Teil relativ schnell auch bei uns und das ohne Zensuren. Selbst Ableger wie „Fist of the North Star: Lost Paradise“(nur knapp an der Top 10 vorbei) schaffen es zu uns. Danke, Sega!
„Yakuza 6“ schließt nun also die Saga um Kazuma Kiryu ab und präsentiert sich dabei erstmals in einer neuen Optik. Die PS4 hat damit in einigen Momenten zwar etwas zu kämpfen und auch das Areal von Kamurocho wurde etwas verkleinert, dafür überzeugt die Geschichte und die neue Kampf-Physik. Und die überragenden Nebenmissionen sind sowieso Gold!

 

6. Monster Hunter World

 

Bereits Ende Januar erschien schon ein erster Kandidat auf den Titel „Spiel des Jahres“, allerdings muss ich zugeben, dass mich der neueste „Monster Hunter“-Ableger auf der PS4 nach rund zwanzig Spielstunden leider verloren hat. In diesen hatte ich aber großen Spaß, Monster zu jagen und immer wieder neues Crafting-Material für immer stärkere und bessere Ausrüstung zu finden. Genial sind vor allem die lebendige Flora und Fauna und die liebevollen Details wie die kochenden oder schmiedenden Katzen.

 

5. Dead Cells

 

Zugegebenermaßen hatte ich an „Dead Cells“ nicht die größten Erwartungen. In Sachen Optik erinnerte das 2D-Rogue-lite an typische Indiegames und Phrasen wie „Dark Souls-like Gameplay“ locken kaum noch hinter dem Ofen hervor. Doch vor allem das flotte, fordernde und schnörkellose Kampfsystem machen „Dead Cells“ dann doch zu einem echten Hit 2018. Hinzu kommt die sympathsiche Pixeloptik und dieser grandiose Soundtrack, fertig ist der Indie-Hit!

 

4. Diablo III: Eternal Collection

 

„Diablo III“ und ich haben es schon einmal miteinander probiert. Als damals die PS4-Version des Spiels erschien, ging ich voller Vorfreude zum Spiele-Händler meines Vertrauens und legte die Disc zuversichtlich in die Konsole. Doch nach zwei Stunden war ich so gelangweilt vom ewigen Tastengeklicke und dem Looten, dass ich es enttäuscht ausmachte und wieder verkaufte.
Die Switch-Version war also nun Anlauf Nummer 2 und endlich machte es Klick! Denn vor allem im Handheldmodus der Switch macht „Diablo III“ unglaublich viel Spaß. Charakter leveln, bessere Items finden und damit immer größere Monster und Kreaturen legen! Super!

 

3. Tetris Effect

 

Zugegebenermaßen, den Tetris-Hype verstand ich nie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass ich je irgendeine Version des Spiels besessen habe. Bis zuletzt…denn da erschien „Tetris Effect“, welches u.a. vom Macher von der Musik-Ballerei „REZ“ ist. Und dieses Spiel werde ich ewig verehren! Zum ersten Mal auf dem Dreamcast gespielt, beamte mich die Mischung aus elektronischen Beats und reduzierter Polygon-Optik auf einen anderen Planeten. Und nun machte man ein Tetris-Spiel in einer ähnlichen Variante?!? Take my money!
„Tetris Effect“ ist grandios zum Abschalten und glänzt mit vielen tollen Spielmodi und einem hypnotisierenden Mischmasch aus Musik und Grafikeffekten. Wohnzimmer abdunkeln, Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und abheben!

 

2. Pro Evolution Soccer 2019

 

Seit vielen Jahren pendle ich immer wieder zwischen „PES“ und „FIFA“. Während Konamis Fußballreihe zu Zeiten der PS2 fast schon mit meiner Konsole verwachsen war, änderte der Generationswechsel auf die PS3 alles. Denn da war EAs Fußballspiel die deutlich bessere Wahl. Auf der PS4 ist es immer ein Hin und Her. Mal lasse ich mich vom Lizenzumfang von „FIFA“ blenden, dann wiederum begeistert mich Konamis tolles Gameplay mal wieder. Aktuell ist es nun also mal wieder „Pro Evolution Soccer“, welches zwar wieder mal einige Lizenzprobleme hat, aber auf dem Platz absolut überzeugt. Und dank zahlreicher Patches kann man das Lizenz-Problem ja beheben…

 

1. God of War

 

Die „God of War“-Reihe gehört zur Marke PlayStation wie kaum eine andere. Trotzdem habe ich bisher nur wenige der Spiele um den griechischen Kriegsgott Kratos wirklich genießen können, denn in Sachen Hack’n’Slay haben mich dann doch eher Games wie „Bayonetta“ eher angesprochen und mitreißen können.
Doch nun gibt es da dieses feine Spiel „God of War“, das Kratos mit Sohn Atreus nicht nur eine neue Figur an die Seite stellt, sondern euch auch in den hohen Norden versetzt. Und auch spielerisch macht der Titel von Sony Santa Monica alles neu, denn vorbei sind die Zeiten der starren Kamerapersepktiven und des kombolastigen Kampfsystems. „God of War“ zeigt euch das Geschehen nicht nur aus einer Thirdperson-Ansicht, sondern gestaltet auch die Kämpfe wesentlich taktischer. Abgerundet wird das Erlebnis durch die wahnsinnige Optik und die schnittlose Inszenierung. Zweifellos das Spiel des Jahres 2018!

Des Zombies liebste Spiele 2017 – 12 Titel für großen Spaß

Geschuldet meiner Nebentätigkeit als Games-Schreiberling bei dvd-forum.at habe ich dieses Jahr wohl wesentlich mehr Spiele gespielt als in den vergangenen Jahren. Und auch wenn dabei hauptsächlich die großen AAA-Spiele den Weg in das Laufwerk meiner Switch, des 3DS oder der PS4 gefunden haben, habe ich mir zwischendurch immer wieder die Zeit für kleine Indieperlen oder japanische Nischentitel genommen.
2017 war ein unglaublich starkes Jahr für Spiele, vor allem der März und der Oktober hätten gerne 60 Tage haben könne, damit man alle Spiele auch so spielen kann wie sie es verdient haben. Und mit der Switch hat Nintendo letztlich auch eine Konsole veröffentlicht, die sicherlich das beste Lineup seit dem Super Nintendo hat. Wahnsinn! Bisher ist die Releaseliste von 2018 übersichtlich, aber da wird sicherlich noch einiges auf die Spielerschaft losgelassen, was sie noch nicht erwartet.

12. „Uncharted: The Lost Legacy“
Ich muss es gestehen: ich mag Nathan Drake nicht sonderlich. Die „Uncharted“-Spiele haben mich zwar schon immer mit ihren tollen Welten begeistert, aber spielerisch eher gelangweilt. Das Spinoff mit Nadine Ross und Chloe Frazer hingegen, hat echt Spaß gemacht. Cooles Setting in Indien und zwei schlagkräftige Damen in der Hauptrolle. Top!

11. „FIFA 18“
Nachdem ich einige Jahre nun bei Konamis „PES“-Reihe war, hat mich dieses Jahr EA wieder auf die dunkle Seite des Fußballs gezogen. Dank zahlreicher Lizenzen kann man mit „FIFA 18“ unendlichen Spielspaß haben, auch der Storymodus rund um Alex Hunter ist trotz seines Soap-Niveaus spielenswert.

10. „Super Mario Odyssey“
Nintendo schafft es mit fast jedem „Mario“-Spiel neue Maßstäbe im Genre der Jump’n’Runs zu schaffen. Und auch im Switch-Abenteuer gibt es so viel zu erleben und zu sehen, dass es eine wahre Freude ist. Vor allem die Anspielungen auf alte Serienteile treffen einen Videospiel-Veteranen wie mich genau an der richtigen Stelle.

9. „Horizon Zero Dawn“
Wohl eines der schönsten Spiele des Jahres mit einer tollen Heldin und einem wahnsinnigen Monsterdesign! Entschuldigung, aber Elektroschrott-Dinoss!?!?!? Wie geil! Aber auch spielerisch hat mich das Spiel gepackt, war neben typsichen Open World-Aufgaben nämlich auch mit innovativen Sachen voll gepackt.

8. „Persona 5“
Eines der Spiele, das niemals enden will. Auch nach über 30 Stunden habe ich noch kein Ende gesehen, dafür ist das Rollenspiel aus Japan zu voll gepackt. Denn neben den Abenteuern in den Dungeons will euer Protagonist ja noch in seinem japanischen Schulalltag begleitet werden. Optik und Sound sind auch hervorragend! Ein JRPG-Hammer!

7. „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“
Ein Spiel, das zum Start der Switch alles weggeblasen hat, was nur annähernd im Open World-Genre verankert war. Auch wenn es nervige Gameplay-Elemente gibt(die zerbrechlichen Waffen), das Spiel ist eine Wucht. Selten hat ein Game so neugierig gemacht, was hinter dem nächsten Hügel steckt.

6. „Nex Machina“
Ich liebe Housemarques Arcade-Spiele. „Resogun“ war sicherlich das beste Spiel zum Release der PS4, mit „Nex Machina“ vereint der Entwickler Highscore-Jagd mit Voxel-Optik und treibenden Synthwave-Beats. Dieses Zusammenspiel lässt einen in solch einen Rausch geraten…Hammer!

5. „South Park – Die rekatkuläre Zerreißprobe“
Eigentlich mochte ich die anarchische Zeichentrick-Serie bisher nicht wirklich. Doch der zweite Teil der „South Park“-Reihe von Ubisoft hat mich eines Besseren belehrt. Die Thematik der Superhelden-Frnachises wird hier herrlich aufs Korn genommen, da kann ich auch den ein oder anderen Furz-Witz verschmerzen.

4. „Yakuza 0“
Die „Yakuza“-Serie gehört seit Teil 3 zu meinen Favoriten im Bereich der Videospiele. Sei es die originalgetreue Abbildung der japanischen Straßenzüge oder die epischen Mafia-Geschichten, man kehrt immer wieder gern in Tokyos Rotlichtviertel zurück. Und mit „Yakuza 0“ schuf man einen perfekten Einstieg für Neulinge in die Serie.

3. „Oxenfree“
Die Switch-Version von „Oxenfree“ hat mich in den Bann gezogen wie selten ein Indiespiel zuvor. Eine unglaublich dichte Atmosphäre, spannende Charaktere und eine unheimliche Vertonung mit Samples und toller Musik sorgten für einige Stunden an Hochspannung.

2. „Assassin’s Creed Origins“
Bis zum „Black Flag“-Teil hatte ich nicht viel für die „Assassin’s Creed“-Serie übrig, da mich das Setting meist nicht ansprach. Doch mit dem besagten Piraten-Abenteuer oder „Assassin’s Creed Syndicate“ hatte mich die Serie. Und auch „Origins“ ist mit seinem Ägypten-Setting ein großartiger Spielplatz mit einer zwar dünnen Geschichte, aber einer dichten Atmosphäre.

1. „NieR:Automata“
Yoko Taros Andoriden-Epos ist für mich unbestritten beste Spiel des Jahres! Zwar kann man über die Optik streiten, aber nicht über die Handlung, die viele existenzielle Fragen stellt oder über die Musik, die das Epos immer richtig untermalt. Neben den vielen Hack’n’Slay-Einlagen gefallen auch die Bullethell-Momente. Wahnsinn!! Unbedingt spielen!

Meine Liebeserklärung an „Yakuza 0“

Die „Yakuza“-Serie erschien erstmals auf auf der PS2 und hat seit ihrem Debüt im Jahr 2005 neben sechs Teilen der Hauptserie auch mehrere Spin-offs hervorgebracht. Leider haben es die meisten der Titel bisher nur mit starker Verzögerung oder gar geschnitten in den Westen gebracht, mittlerweile ist man sich der Beliebtheit der Serie bei „uns“ aber wohl bewusst und so bekommen wir im Jahr 2017 nicht nur das Prequel „Yakuza 0“, sondern im Sommer auch noch das Remake von Teil 1 namens „Yakuza Kiwami“. Und für 2018 wurde sogar schon „Yakuza 6“ angekündigt, das wieder mit vielen japanischen Berühmtheiten wie Takeshi Kitano geschmückt sein wird.

Doch kommen wir zu „Yakuza 0“, das bereits im März 2015 für PS3 und PS4 in Japan erschien und nun im Januar auch zu uns in den Westen kam. Das Prequel zur Hauptserie spielt Ende der 1980er als in Japan das Geld auf der Starße lag und man einen unglaublichen Reichtum bestaunen konnte. Angeblich musste man Taxis mit 10000 Yen-Scheinen(ca. 83,-€) stoppen, um überhaupt eines zu bekommen.
Jedenfalls starten wir wieder in der Form von Serienheld Kiryu Kazuma im fiktiven Tokyoter Vergnügungsviertel Kamurocho. Zu dieser Zeit ist er gerade frisch Mitglied bei der Dojima Familie und will einen Geschäftsmann nur mit etwas Nachdruck  davon überzeugen, endlich seine Schulden bei einem Kredithai zu bezahlen. Doch als am nächsten Tag die Leiche des Mannes gefunden wird, befinden wir uns plötzlich im Schussfeld der polizeilichen Ermittlungen und auch unsere Yakuza-Gruppierung distanziert sich plötzlich von uns. Der Mord scheint irgendetwas mit einem noch unbebauten Platz mitten in Kamurocho zu tun zu haben, der über Auf- und Abstieg im größten Yakuza-Clan Tokyos entscheiden kann.
Gleichzeitig spielen wir aber auch in der Rolle von Goro Majima, der in Sotenbori, der Vergnügungsmeile in Osaka, einen Nachtclub leitet. Dies soll allerdings nur kurzfristig so sein, denn eigentlich will er wieder Mitglied des Tojo Clans werden und zurück zu den Yakuza. Hierfür soll er nur einen Mordauftrag erledigen. Doch letztlich kann er diesen nicht ausführen und gerät so in eine verzwickte und tiefergehende Geschichte als er ahnen kann.

Soweit grob zur Handlung, die man einfach selbst erlebt haben muss. So gibt es allerlei Überraschungen und Wendungen und am Ende treffen die beiden Erzählstränge natürlich aufeinander und ein spannendes Finale wartet.
Nachdem ich „Yakuza 3“ und „Yakuza 4“ begeistert auf der PS3 gespielt habe, war ich auf das Prequel absolut gespannt. Und es hat mich zu keiner der 35 Spielstunden enttäuscht. Denn auch wenn die Geschichte gerade zu Beginn so vor sich hinplätschert, zieht sie in den letzten sieben oder acht Kapiteln so an, dass man unbedingt das Ende erleben will.
Schuld an dem gemächlichen Tempo sind aber vor allem die vielen Nebenaktivitäten, die man in den beiden Stadtvierteln erleben kann. So trifft man nicht nur auf zig Nebenfiguren, die Aufträge oder andere Sorgen haben, sondern man kann auch zahlreiche Minispiele erleben.
So kann man sich beim Karaoke vergnügen, in der Disco zu den angesagtesten Hits tanzen oder eine Runde Billard spielen. Da das Spiel von Sega stammt, gibt es auch Arcades in denen man „Outrun“ und „“Space Harrier“ spielen kann! Die volle Retroladung also!
Teil der Story und ein spannender Zeitvertreib für zwischen den Missionen sind allerdings die beiden Jobs, denen Kiryu und Goro nachgehen. So kann man mit Kiryu in das Immobiliengeschäft einsteigen und seine Grundstücke bzw. Geschäfte durch gezieltes Aufleveln immer wertvoller machen. Mein Highlight war aber das Managen des Hostessen-Clubs von Goro. Ich hab selten ein so spaßiges Minispiel erlebt. Denn neben der Auswahl der richtigen Hostessen, ist es natürlich auch wichtig, dass man auf die Wünsche der Gäste richtig eingeht. So wollen diese entweder flirten, sind nur an einem Gespräch interessiert oder wollen Party machen. Neben regulären Hostessen gibt es dann auch noch die Platinum-Mädchen, die man nicht nur in Kategorien wie Gesprächsführung oder Karaoke trainieren kann, sondern auch ganz nach dem eigenen Geschmack einkleiden kann. Sollte das hier jemand von Sega lesen: Ich hätte das gerne als Spiel für das Smartphone oder das Tablet!! Ein riesiger Spaß!

Aber auch die ganzen Nebenmissionen sind teilweise grandios geschrieben. So muss man einmal einem Jungen ein gestohlenes Videospiel wieder holen nachdem er mehrere Stunden dafür angestanden war. Kiryu kommentiert dies nur mit Unverständnis und dass es sowas doch gar nicht geben könne. Ein andermal müsst ihr einer Punkband sagen, wie sie sich bei ihrem Interview mit den Fans verhalten sollen, damit sie auch wie eine harte Punkband wirken. Zum Brüllen komisch!
Und so könnte das noch Stunden weitergehen. Man erlebt wirklich selten eine so detailverliebte Welt, die so viele tolle Geschichten bietet.
Doch die Nebenmissionen sorgen nicht nur für Spaß, sondern auch für einen riesigen Umfang. In den bereits erwähnten 35 Stunden Spielzeit habe ich die Story zwar schon beendet, aber erst knapp 26% des kompletten Spiels erlebt.
Natürlich ist alles SEHR Japanisch und man sollte schon ein kleins Faible für das Land der aufgehenden Sonne haben, aber vermutlich ist „Yakuza 0“ der beste Serienteil bisher und rangiert bei meinen Lieblingsspielen auf der PS4 auch ganz weit vorne. Auch wenn der Vergleich öfter fällt: „Yakuza“ ist nicht „GTA“. Die Spielwelt ist wesentlich kleiner, dafür aber eben fast genauso lebendig wie die von Rockstars Open World-Titel. Auch die Erzählstruktur und das Gameplay sind anders, japanischer eben.

Aber egal, spielt das Spiel! Und kauft euch „Yakuza Kiwami“ bei Release. Und dann „Yakuza 6“! Unbedingt! Ihr werdet es nicht bereuen!

In eigener Sache…

Liebe Leserinnen und Leser meines bescheidenen Blogs,

wie ihr sicherlich die letzten Wochen gemerkt habt, ist es wieder mal ein bißchen ruhiger auf dieser Seite geworden. Das liegt nicht an meinem gesunkenen Filmkonsum…soweit lasse ich es nicht kommen…sondern eher daran, dass ich mittlerweile auch auf einer anderen Seite schreiberisch tätig bin.

Denn auf dvd-forum.at schreibe ich mittlerweile für den Newsbereich „Games“ und widme meine Energie häufiger Spielen aus längst vergangenen Zeiten in der „Retroecke“. Auch der ein oder andere Test dort wurde schon von mir verfasst und ab und an gibt es einen kleinen Comicstrip von mir(findet ihr unter den ganzen „News“- und „Test“-Bereichen auf der Startseite).

Natürlich wird es hier weiterhin neue Artikel geben, denn irgendwo müssen meine Gedanken zu dem ein oder anderen Film ja hin. Aber es würde mich freuen, wenn ihr auch mal auf dvd-forum.at reinschaut, denn wir ziehen da was Gutes auf!

 

Assassins Creed Syndicate- Meucheln im viktorianischen London

Die Geschwister Jacob und Evie Frye sind Assassinen im England der 1860er. Eigentlich agieren sie eher im ländlichen Bereich, doch kommen sie bei einem ihrer Aufträge mit den Londoner Templern in Kontakt. Dort wird die Organisation immer mächtiger  und hat sogar Vertraute im englischen Parlament.
Umd die Machtverhältnisse wieder gerechter zu gestalten, folgen Evie und Jacob der Spur nach London. Dort angekommen, übernehmen sie schnell die Führung der ansässigen Assassinen und erobern zusammen mit den Rooks London langsam zurück.

Ich war nie der größte Fan der Reihe. Bis zu „Black Flag“(Teil 4) habe ich keinen Titel der Reihe wirklich lange gespielt. Doch auf „AC Syndicate“ hatte ich wirklich Lust, denn gerade das Setting fand ich spannend und auch das Banden-System machte mich neugierig auf mehr.
Nach nun knapp drei Wochen und ca 30 Stunden Spielzeit habe ich das Spiel fast zu 100% durch und bin bereit für ein Fazit.
Der neueste Ableger der „Assassins Creed“-Reihe ist richtig gut geworden. Die Story ist gut, bietet jetzt aber keine großen Überraschungen und Wendungen. Unterhaltsam sind die kleinen Zwists der Geschwister Frye, die man übrigens zu jederzeit frei wechseln kann(außer in Missionen natürlich) und die beide jeweils verschiedene Schwerpunkte haben. So kann Evie im späteren Verlauf fast unbemerkt umherschleichen, während Jacob eher seine Nahkampffähigkeiten ausbauen kann.
Das Missionsdesign entspricht der Serie und bietet keine großen Abwechslungen. Meistens schleicht man igendwohin, muss etws stehelen oder jemanden einigermaßen unbemerkt um die Ecke bringen. Geht das Schleichen mal schief, kann man auch schon mal die Waffen auspacken und kann in gut inszenierten Kämpfen die Gegener ausschalten. Das Kampfsystem erinnert stark an die „Arkham“- Reihe.
Wer von den normalen Missionen die Nase voll hat, kann in Nebenaufträgen Charles Darwin oder Karl Marx treffen und helfen. Oder ihr sucht welche der vielen hundert Kisten oder anderer Sammelobjekte in London, die euch Erfahrungspunkte und Geld einbringen.
Wie oben genannt, fand ich das Banden-System sehr spannend. London ist in mehrere Viertel unterteilt, die ihr nahc und nach zurückerobern könnt. Habt ihr alle Bereiche im Viertel von den Gegnern befreit, gibt es einen finalen Gangfight mit mehreren Beteiligten. Gefundene oder erarbeitete Pfund investiert ihr in eure Gang und macht sie so immer stärker. So haben diese mehr Waffen oder patroullieren vermehrt durch die Stadt.
Aber die größte Stärke ist und bleibt das Setting. Das viktorianische London ist so liebevoll umgesetzt und voller spannender Details. So erkennt man viele der heutigen Sehenswürdigkeiten schon von weitem und kann sich auch einfach mal am Stadtleben laben. An jeder Ecke passiert etwas anderes. Wirklich gut gemacht!
Und dann stimmt auch noch die Technik(abe es auf PS4 gespielt). „AC Unity“ letztes Jahr war wohl eine ziemliche Katastrophe, „Syndicate“ läuft aber grötenteils rund. Zwar ist die Parcours-Steuerung immer wieder mal etwas hakeliger, aber nach einer gewissen Zeit hat man das ganz gut drauf.
Kann hier also eine absolute Kaufempfehlung aussprechen!! Auch wenn es gerade so viel starke Konkurrenz im Form von „Fallout 4“, „Star Wars Battlefront“ oder „Xenoblade Chronicles“ gibt.

Hatoful Boyfriend oder Wie date ich einen Vogel?

Stellt euch vor, ihr seid der einzige Mensch, genauer gesagt ein Mädchen, an einer japanischen Highschool und eure Mitschüler sind…Tauben. Ja, Tauben.
Da ist zB Ryouta, euer bester Freund…eine Taube. Oder der an Narkolepsie erkrankte Lehrer…eine Taube. Der Leiter der SMV…eine Taube. Oder eurer Arbeitgeber in den Sommerferien…ein Sittich!!!

Ja, die Welt von „Hatoful Boyfriend“ ist voller komischer Vögel. Und ihr sucht DEN Vogel! Den einen, der der Richtige ist. Einen Freund. So klickt ihr euch in bester Visual Novel- Manier durch viele Textboxen und trefft immer wieder mal Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen. Ihr müsst euch zB entscheiden, welche Fächer ihr wann belegt oder ob ihr in den Sommerferien einem Nebenjob nachgeht.Dadurch öffnen sich nach und nach verschiedene Erzählstränge und führen auch zu unterschiedlichen Enden(bis zu 15 Enden gibt es wohl).
Die Spielzeit variiert dabei von 45 Minuten bis zu über zwei Stunden. Bei meinem Talent habe ich es geschafft, das schlimmste Ende zu erreichen und wurde nach nicht mal einer Stunden hinterhältig in meiner Höhle ermordet. Das ist aber kein Wunder, auch bei dem PS3- Hit „Heavy Rain“ hab ich es im ersten Durchlauf geschafft, das deprimierendste Ende zu sehen.
„Hatoful Boyfriend“ ist nicht für jeden Gamer was. Dafür ist das Spiel viel zu japanisch skurril. Aber ich lege es jedem nahe, der mal was Neues sehen und erleben möchte.
Die Story kann durchaus sehr tief gehen und auch zur Hintergrundgeschichte erfährt man im „richtigen“ Erzählstrang einiges. Also lohnt sich mehrfaches durchspielen.
Ich habe es auf der PS4 gespielt, gibt es aber auch für die PS Vita, Steam oder PC/Mac. Außerdem gibt es schon einige frühere Teile für PC sowie Webcomics, Bücher oder Hörspiele.
Im PSN- Store kostet das Spiel 9,99€ als CrossBuy- Titel mit CrossSave- Funktion. Ist aber immer wieder mal im Sale zu haben.

Submerged- Die Endzeit und das Meer

In „Submerged“ für die Playstation4 übernehmt ihr die Rolle eines Mädchens, das mit ihrem Bruder in eine große, halb versunkene Stadt kommt.
Dieser ist verletzt und muss versorgt werden. Also macht ihr euch auf den Weg durch die Hochhausschluchten und sucht Verbandsmaterial oder Medikamente für seine Genesung.

Das ist die ganze Geschichte des PSN-Titels, den es für 17,99€ seit einigen Wochen im Online- Store der PS4 zu kaufen gibt.
Mehr verrät euch das Spiel erst mit fortschreitendem Spielstand, wenn ihr die Stadt auf eurem Boot erkundet habt und die verschiedenen Sammelobjekte gefunden bzw  bestimmte Ereignisse erlebt habt.
Das Erforschen der Gebäude passiert zum größten Teil über das Klettern an den Häuserfassaden, hier sind die Wege aber meist klar gekennzeichnet durch Pflanzen oder Fenstervorsprünge. Oft gibt es mehrere Möglichkeiten, die man auch alle durchprobieren sollte, denn meist sind die Sammelobjekte gut versteckt.
Durch das Spielkonzept fühlt man sich an die alten „Tomb Raider“- Teile erinnert oder an die Kletterpassagen aus „Assassins Creed“. Auch dieses „Ich will alles erforschen und gesehen haben“- Gefühl erinnert an die Spiele mit Lara Croft.
Gegner müsst ihr bei „Submerged“ nicht fürchten, denn es gibt einfach keine. Eigentlich ist es in dem Spiel unmöglich zu sterben, denn selbst auf nicht wirklich hohen Gebäuden bewahren euch unsichtbare Wände vor dem Bildschirmtod. Ihr könnt nur an solchen Stellen wieder herunter, an denen es auch möglich ist zu klettern. Deshalb bietet das Adventure auch nicht wirklich eine Herausforderung, aber für den kleinen Spielehappen zwischendurch ist es allemal spielenswert.
Technisch ist „Submerged“ ziemlich durchwachsen. Die Animationen eures Charakters sind während des Spiels ziemlich steif, das verbessert sich in den Zwischensequenzen ein kleines bißchen. Die Texturen gehen auch in Ordnung, auch wenn sich diese oft wiederholen.
Highlight ist defnintv die Beleuchtung von „Submerged“. Durch den steten Tag-, Nacht- und sogar Wetterwechsel schippert man durch die ein oder beeindruckende Szenerie. Verstärkt wird das ganze noch, wenn man an einem der acht Monumente(ein Riesenrad, eine große, verfallene Brücke usw) vorbeifährt oder plötzlich ein Wal vor einem auftaucht. Diese Momente versprühen wirklich einen Zauber, der „Submerged“ in dieser Hinsicht einzigartig macht.
Alles in allem war ich mit dem, was mir das Spiel geboten hat, zufrieden. Sicherlich wäre auch ein Preis in Höhe von 10€, bzw 9,99 okay. Denn es bietet einfach keine lange Spielzeit(ich habe ca 6 Stunden investiert für das komplette Spiel) und auch keinerlei Motivation es nach einmaligem Durchspielen nochmal zu starten.
Und ja, man kann die Sammelaufgaben auch noch nach dem Durchspielen erledigen. Da steht dann der „Erkundungsmodus“ zur Verfügung.

Es geht weiter…

Lange, lange Zeit war es sehr ruhig auf dem Blog, aber ich hab es zetlich einfach nicht geschafft, hier aktiver zu sein. Aber künftig wird sich das wieder ändern.
Denn die vielen Kurzreviews zu Filmen, die es quasi täglich auf meiner Facebook-Seite gab, werden jetzt hier ihr Zuhause finden. In letzter Zeit haben nämlich immer weniger Leute meine Beiträge auf Facebook überhaupt sehen können…Danke dafür, Facebook!

Weiterhin also viel Spaß mit dem Blog und scheut Euch nicht vor Kommentaren oder Likes!

The Last Of Us Remastered- Das beste Konsolenspiel aller Zeiten?

Eines vorweg: Ich möchte hier ganz ungezwungen über dieses einzigartige Spieleerlebnis schreiben, daher werde ich wohl auch einiges über Szenen aus dem späteren Verlauf des Spiels schreiben.
Ihr seid also gewarnt vor diesen bösen Spoilern!!!

Da ich letztes Jahr beim Release von „The Last Of Us“ für die Playstation3 schon stark im NextGen-Fieber war und mich auf GTA V als letzten großen Titel eingestellt hatte, kam ich erst jetzt auf der PS4 zu der Ehre.
Was mich ehrlich gesagt auch abgeschreckt hat, waren zwei weitere Fakten:
Zum einen ist das Spiel von Naughty Dog entwickelt worden. Mit deren Spielen wurde ich bisher nicht warm. „Uncharted“ brach ich nach knapp zwei Stunden ab, da mir das Gameplay zu lahm und repetitiv war. Einzig „Jak & Daxter“ auf der PS2 konnte mich damals restlos begeistern.
Der andere Knackpunkt war meine fehlende. Begeisterung für Stealth-Games. Ich bevorzuge dann doch meist die Holzhammer-Methode und hab auch kein großes Talent im Schleichen.

Aber gut. Einerseits der vorherrschenden Spieleflaute auf der PS4, andererseits der vielen stimmungsvollen Trailer und Bilder geschuldet, habe ich dann letztlich doch zum Release der Remastered Edition zugeschlagen.
Und habe es kein bisschen bereut.

Die Fassung für die Playstation4 wurde nicht nur technisch etwas aufgehübscht(läuft, zumindest meistens, flüssig in 1080p mit 60fps), sondern beinhaltet neben einigen Online-Modi auch den DLC „Left Behind“. Dieser erzählt die Vorgeschichte Ellies und einen kleinen Teil aus dem späteren Teil des Hauptspiels.
Für das erste Durchspielen der Hauptkampagne habe ich gute 16 Stunden gebraucht. Habe aber auch alles nach Beute und Sammelgegenständen abgesucht und so manches mal einfach nur die Gegend bestaunt.
Für den DLC muss man dann noch ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen.

Für alle, die noch nicht mit der Geschichte vertraut sind:
Schauplatz ist die USA zwanzig Jahre in der Zukunft. 2013 brach eine Erkrankung aus, die die Zivilisation wie wir sie kennen, weitgehend ausgelöscht hat. Durch den Pilz Cordyceps entstehen den Infizierten, zunächst im Gehirn, Parasiten und breiten sich dann langsam über den ganzen Körper aus. Die Betroffenen werden dadurch wahnsinnig und äußerst aggressiv.
Übertragbar ist sie durch das Einatmen der Sporen oder durch Bisse von Infizierten.
Das Militär hat in jeder größeren Stadt Quarantänezonen eingerichtet und verteidigt diese mehr oder minder erfolgreich gegen die Infizierten. Doch die Macht des Militärs ist umstritten. Es wird gnadenlos gegen Menschen vorgegangen, die sich dem strengen Regiment nicht unterwerfen und auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln usw. läuft nicht ohne Probleme.
Daher formieren sich die „Fireflies“, eine Rebellengruppe die gegen die Militärherrschaft ankämpfen und diese stürzen will.

Und da kommt ihr ins Spiel. Ihr seid Joel, Ende 40, lebt in einer Quarantänezone in Boston und verdient euch wertvolle Wertmarken für Nahrung oder Wasser durch Schmuggel. Beim Ausbruch der Krankheit verlor er damals seine Tochter, was ihm auch immer noch zu schaffen macht.
Dort beginnt auch die Geschichte des Games. Ihr erlebt die erste Panik, den ersten Strom an Flüchtlingen und schließlich den Tod von Sarah, die von einem Soldaten erschossen wird.
Dann macht das Spiel einen großen Zeitsprung. Eben zwanzig in die Zukunft. Joel arbeitet mit Tess zusammen. Diese wurde gerade von zwei anderen Schmugglern in einen Hinterhalt gelockt und möchte sich nun an deren Boss rächen. Auf der Suche nach diesem ergeben sich einige Planänderungen und die beiden treffen schließlich auf Marlene, die Anführerin der Fireflies. Für eine Escortmission bietet sie ihnen im Austausch dafür Waffen an. Sie müssten nur etwas aus der Stadt rausbringen…
Dieses „Etwas“ ist die 14-jährige Ellie. Sie ist die letzte Hoffnung der Menschheit, denn sie wurde gebissen und hat sich dennoch nicht in eines der „Monster“ verwandelt. Um einen Wirkstoff zu erforschen, muss Ellie aber zu den Spezialisten der Fireflies gebracht werden. Und das sollen nun Joel und Tess erledigen.
Noch in Boston, wird Tess von einem Infizierten gebissen und opfert sich dann in einem selbstlosen Ablenkungsmanöver. Joel und Ellie sind von da ab also auf sich gestellt.

Weiter ins Detail möchte ich nicht gehen. Fortan erlebt man eine fast einjährige Odyssee quer durch die Staaten und eine unglaublich intensive Geschichte zweier Menschen und einer sich langsam entwickelnden Freundschaft. Sei es das postapokalyptische Boston, die verwinkelte Universität oder unglaublich furchteinflößende U-Bahn-Schächte…alles ist perfekt modelliert und lädt zum Erforschen ein.
Was mich absolut überzeugt hat, ist auch das sehr menschliche Verhalten der Charaktere, va Ellies kleine Marotten. Mal summt sie ein kleines Liedchen oder kommentiert mit ihrer unvergleichlichen(einerseits noch sehr kindlichen, dann aber wieder erschreckend erwachsenen Art) die ein oder andere Situation. Toll auch als sie ständig versucht hat, das Pfeifen zu lernen und der Moment als sie es dann wirklich konnte. Kleinigkeiten, die aber ganz viel Wirkung auf den Spieler haben.

Generell spricht das Spiel sehr stark die Emotionen an. Mal hält man es vor Spannung nicht mehr aus, wenn man sich an den gefährlichen Clickern vorbeischleicht oder mit knapper Munition auf eine große Menge von Gegnern trifft. Ein anderes Mal lacht man mit den Charakteren mit, beispielsweise als Ellie(im „Left Behind“-DLC) mit Riley im Fotoautomaten sitzt oder Joel aus ihrem Witzebuch vorliest.
Die Charaktere sind mir im Laufe des Spiels so sehr ans Herz gewachsen wie selten zuvor in einem Videospiel. Das hat höchstens noch ein „Shenmue“ auf dem Dreamcast erreicht.

Technisch gesehen gibt es auf der PS4 auch nichts zu meckern. Natürlich merkt man dem Game seine Herkunft an, ab und zu ploppen verspätet Grafikdetails ins Bild. Aber va die Charaktermodelle sind unglaublich detailliert und die Mimik absolut überzeugend.
Die Umgebung ist toll gestaltet und überall kann man bestimmte Details entdecken, auch ein paar Eastereggs sind versteckt. So stellt man sich die Postapokalypse vor. Man hat wirklich das Gefühl, dass das alles mal bewohnt war und fragt sich, was dort vorgefallen ist.

Auch trotz des eher unrealistischen Settings, fragt man sich doch, was passieren würde wenn es wirklich mal zu so einer Katastrophe kommen würde. Viele Notizen und Botschaften, die man während des Spielens finden kann, zeugen vom Schicksal der Hinterbliebenen. Und auch wenn die Infizierten echt angsteinflößende Wesen sind, sind die meisten Menschen, die man auf Joels und Ellies Reise trifft, die weitaus schlimmeren Monster.

Abschließend kann ich nur sagen, dass „The Last Of Us“ definitiv zu den fünf besten bisherigen Videospielen zählt. Für mich persönlich war es im Games-Bereich wohl eines der beeindruckendsten Erlebnisse und ich bereue den Kauf nicht. Kann nur jedem, der eine PS3 oder PS4 besitzt, empfehlen zuzuschlagen.

Noch ein kurzer Kommentar zu einem etwaigen Nachfolger: Bitte, Naughty Dog, tut es nicht! Lasst es einfach so stehen und es bleibt das einzigartige Erlebnis, das es war.
Natürlich kann man die Story von Joel und Ellie noch fortsetzen, aber ich kann mir nicht vorstellen wie man Teil 1 toppen will.
Was mich wirklich interessieren würde, wäre die Auswirkung der Seuche in anderen Erdteilen. Da könnte man vielleicht noch den ein oder anderen DLC nachschieben…wenn es denn sein muss!! 😉