In eigener Sache…

Liebe Leserinnen und Leser meines bescheidenen Blogs,

wie ihr sicherlich die letzten Wochen gemerkt habt, ist es wieder mal ein bißchen ruhiger auf dieser Seite geworden. Das liegt nicht an meinem gesunkenen Filmkonsum…soweit lasse ich es nicht kommen…sondern eher daran, dass ich mittlerweile auch auf einer anderen Seite schreiberisch tätig bin.

Denn auf dvd-forum.at schreibe ich mittlerweile für den Newsbereich „Games“ und widme meine Energie häufiger Spielen aus längst vergangenen Zeiten in der „Retroecke“. Auch der ein oder andere Test dort wurde schon von mir verfasst und ab und an gibt es einen kleinen Comicstrip von mir(findet ihr unter den ganzen „News“- und „Test“-Bereichen auf der Startseite).

Natürlich wird es hier weiterhin neue Artikel geben, denn irgendwo müssen meine Gedanken zu dem ein oder anderen Film ja hin. Aber es würde mich freuen, wenn ihr auch mal auf dvd-forum.at reinschaut, denn wir ziehen da was Gutes auf!

 

Hatoful Boyfriend oder Wie date ich einen Vogel?

Stellt euch vor, ihr seid der einzige Mensch, genauer gesagt ein Mädchen, an einer japanischen Highschool und eure Mitschüler sind…Tauben. Ja, Tauben.
Da ist zB Ryouta, euer bester Freund…eine Taube. Oder der an Narkolepsie erkrankte Lehrer…eine Taube. Der Leiter der SMV…eine Taube. Oder eurer Arbeitgeber in den Sommerferien…ein Sittich!!!

Ja, die Welt von „Hatoful Boyfriend“ ist voller komischer Vögel. Und ihr sucht DEN Vogel! Den einen, der der Richtige ist. Einen Freund. So klickt ihr euch in bester Visual Novel- Manier durch viele Textboxen und trefft immer wieder mal Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen. Ihr müsst euch zB entscheiden, welche Fächer ihr wann belegt oder ob ihr in den Sommerferien einem Nebenjob nachgeht.Dadurch öffnen sich nach und nach verschiedene Erzählstränge und führen auch zu unterschiedlichen Enden(bis zu 15 Enden gibt es wohl).
Die Spielzeit variiert dabei von 45 Minuten bis zu über zwei Stunden. Bei meinem Talent habe ich es geschafft, das schlimmste Ende zu erreichen und wurde nach nicht mal einer Stunden hinterhältig in meiner Höhle ermordet. Das ist aber kein Wunder, auch bei dem PS3- Hit „Heavy Rain“ hab ich es im ersten Durchlauf geschafft, das deprimierendste Ende zu sehen.
„Hatoful Boyfriend“ ist nicht für jeden Gamer was. Dafür ist das Spiel viel zu japanisch skurril. Aber ich lege es jedem nahe, der mal was Neues sehen und erleben möchte.
Die Story kann durchaus sehr tief gehen und auch zur Hintergrundgeschichte erfährt man im „richtigen“ Erzählstrang einiges. Also lohnt sich mehrfaches durchspielen.
Ich habe es auf der PS4 gespielt, gibt es aber auch für die PS Vita, Steam oder PC/Mac. Außerdem gibt es schon einige frühere Teile für PC sowie Webcomics, Bücher oder Hörspiele.
Im PSN- Store kostet das Spiel 9,99€ als CrossBuy- Titel mit CrossSave- Funktion. Ist aber immer wieder mal im Sale zu haben.

Ein fröhliches Film- Potpourri

On The Job

Die Gefängnisinsassen Tatang und Daniel werden gelegentlich für Freigänge aus der Anstalt gelassen. Aber nur für eine Gegenleistung: Auftragsmorde.
Diese geschehen meist im Auftrag von hochrangigen Politikern und diese sind nicht erfreut als eine Einheit der Polizei den Killern auf die Spur kommt. So beginnt ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Cops, den Killern und deren Auftraggebern.

Nachdem mich der philippinische Thriller „Graceland“ schon so begeistern konnte, habe ich bei „On The Job“ gerne auch wieder zugegriffen. Technisch und handwerklich ist das alles auf sehr hohem Niveau, auch die Schauspieler machen einen sehr guten Job.
Hauptkritikpunkt sind die zwei bis drei Längen, die sich in der knapp zweistündigen Spielzeit einschleichen.

7,5/10

Trailer

Justice League- Throne Of Atlantis

Hierbei handelt es sich um die Vorgeschichte von Aquaman und wie dieser zu seiner Bestimmung kam.
Bei mir ist die Sympathie für solche Animationsfilme immer stark abhängig von der Qualität der Zeichnungen und Animationen. Und das ist hier leider etwas zwiespältig. Auf der einen Seite sind die Figuren sehr gut gezeichnet, die Hintergründe aber sehr detailarm. Auch die Animationen sind oft sehr hakelig.
Aber dafür hat mich die Geschichte überzeugt. In knackigen 70 Minuten wird sie ohne große Längen erzählt.
Und so ein bißchen mit Aquaman anfreunden konnte ich mich.

7/10

Trailer

Frequencies

Zak und Marie dürfen sich eigentlich nicht begegnen oder überhaupt anfreunden. Denn sie haben unterschiedliche Frequenzen. Diese entscheiden in dieser alternativen Gegenwart des Films über den Verlauf des Lebens. Menschen mit hoher Frequenz sind vom Glück gesegnet und müssen nicht viel für ihr Wohlergehen tun, niederfrequente Menschen erleben das genaue Gegenteil.
Aber blöderweise verliebt sich Zak eben in Marie und arbeitet jahrelang an einer Lösung, die beide zusammen bringen kann. Denn sind sie länger als eine Minute an einem Ort, passiert irgendeine Katastrophe…

„Frequencies“ ist eine sehr untypische SciFi-Romanze. Und ich mag solche Filme, die mit wenig Mitteln eine „Parallelwelt“ erschaffen können. Ähnlich einem „Perfect Sense“ oder „Enemy“.
Das Ende ist mir bisher noch nicht ganz klar, da hilft wohl nur eine Zweitsichtung. Aber das ist weitaus weniger schlimm, es ist ein sehr sehenswerter Film!

8/10

Trailer

Der Roboter verfolgt mich- It Follows & Chappie

It Follows

Nach dem ersten Schäferstündchen mit ihrem vermeintlichen neuen Freund Hugh, hat Jay Visionen von Menschen, die sie verfolgen. Und sie wollen ihr nichts Gutes…

Mehr sollte man zu dem Film nicht verraten. Alles andere muss man selbst erfahren.
Eigentlich bin ich nicht der große Horrorfilm- Fan, aber die ein oder andere Perle schafft es dann doch mal in meinen Player. „It Follows“ hat schon letztes Jahr auf dem Fantasy Filmfest die Massen begeistern können und kam letzte Woche endlich in die deutschen Kinos.
Begeistert hat er mich auch, va ist die Thematik frischer als gängiges Horrorkino heutzutage und die Atmosphäre ist einfach großartig. Der junge und unverbrauchte Cast macht eine tolle Arbeit und besonderes Highlight für mich war die großartige Musik von Disasterpiece. Die wabernde Ambientmusik wurde perfekt über die Bilder des Films gelegt.
Gesehen habe ich „It Follows“ auf der britischen Blu-ray von Icon. Diese kommt im schicken Schuber und mit einem tollen Wendecover daher.

8/10 Punkte

Trailer

 

Chappie

In Johannesburg steigt die Kriminalitätsrate immer mehr und die Polizei ist machtlos. Daher rufen sie eine Roboter- Spezialeinheit ins Leben, um den Gangstern entgegenzutreten.
Der Wissenschaftler hinter dieser Einheit, DeonWilson, programmiert abseits seiner Hauptarbeit aber eine Künstliche Intelligenz, die er an einem ausgemusterten Scout(so der Name der Roboter- Polizisten). Durch mehrere Zufälle fällt dieser den Gangstern Yolandi und Ninja(ja, die Band „Die Antwoord“) in die Hände, die sich mit der Hilfe des Scouts das große geld versprechen.

Die Filme von Neill Blomkamp verfolge ich schon seit seinem ersten großen Werk, District 9. Den fand ich damals noch durchwachsen. „Elysium“ war auch recht ordentlich, aber immer noch nicht der große Wurf.
Den hat er jetzt mit „Chappie“ abgeliefert. Titelgebender Roboter ist der charmanteste und coolste Roboter seit No.5 und technisch beeinruckend in den Film eingearbeitet.
Die Story fand ich auch sehr spannend und in Kombination mit den tollen Aufnahmen von Johannesburg war das Ganze sehr überzeugend.
Etwas unausgereift war die schauspielerische Leistung von „Die Antwoord“, das war teilweise nicht soooo gut. Aber dafür haben sie einige ihrer Songs zu dem starken Soundtrack geliefert.

8/10 Punkte

Trailer

Es geht weiter…

Lange, lange Zeit war es sehr ruhig auf dem Blog, aber ich hab es zetlich einfach nicht geschafft, hier aktiver zu sein. Aber künftig wird sich das wieder ändern.
Denn die vielen Kurzreviews zu Filmen, die es quasi täglich auf meiner Facebook-Seite gab, werden jetzt hier ihr Zuhause finden. In letzter Zeit haben nämlich immer weniger Leute meine Beiträge auf Facebook überhaupt sehen können…Danke dafür, Facebook!

Weiterhin also viel Spaß mit dem Blog und scheut Euch nicht vor Kommentaren oder Likes!

The Last Of Us Remastered- Das beste Konsolenspiel aller Zeiten?

Eines vorweg: Ich möchte hier ganz ungezwungen über dieses einzigartige Spieleerlebnis schreiben, daher werde ich wohl auch einiges über Szenen aus dem späteren Verlauf des Spiels schreiben.
Ihr seid also gewarnt vor diesen bösen Spoilern!!!

Da ich letztes Jahr beim Release von „The Last Of Us“ für die Playstation3 schon stark im NextGen-Fieber war und mich auf GTA V als letzten großen Titel eingestellt hatte, kam ich erst jetzt auf der PS4 zu der Ehre.
Was mich ehrlich gesagt auch abgeschreckt hat, waren zwei weitere Fakten:
Zum einen ist das Spiel von Naughty Dog entwickelt worden. Mit deren Spielen wurde ich bisher nicht warm. „Uncharted“ brach ich nach knapp zwei Stunden ab, da mir das Gameplay zu lahm und repetitiv war. Einzig „Jak & Daxter“ auf der PS2 konnte mich damals restlos begeistern.
Der andere Knackpunkt war meine fehlende. Begeisterung für Stealth-Games. Ich bevorzuge dann doch meist die Holzhammer-Methode und hab auch kein großes Talent im Schleichen.

Aber gut. Einerseits der vorherrschenden Spieleflaute auf der PS4, andererseits der vielen stimmungsvollen Trailer und Bilder geschuldet, habe ich dann letztlich doch zum Release der Remastered Edition zugeschlagen.
Und habe es kein bisschen bereut.

Die Fassung für die Playstation4 wurde nicht nur technisch etwas aufgehübscht(läuft, zumindest meistens, flüssig in 1080p mit 60fps), sondern beinhaltet neben einigen Online-Modi auch den DLC „Left Behind“. Dieser erzählt die Vorgeschichte Ellies und einen kleinen Teil aus dem späteren Teil des Hauptspiels.
Für das erste Durchspielen der Hauptkampagne habe ich gute 16 Stunden gebraucht. Habe aber auch alles nach Beute und Sammelgegenständen abgesucht und so manches mal einfach nur die Gegend bestaunt.
Für den DLC muss man dann noch ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen.

Für alle, die noch nicht mit der Geschichte vertraut sind:
Schauplatz ist die USA zwanzig Jahre in der Zukunft. 2013 brach eine Erkrankung aus, die die Zivilisation wie wir sie kennen, weitgehend ausgelöscht hat. Durch den Pilz Cordyceps entstehen den Infizierten, zunächst im Gehirn, Parasiten und breiten sich dann langsam über den ganzen Körper aus. Die Betroffenen werden dadurch wahnsinnig und äußerst aggressiv.
Übertragbar ist sie durch das Einatmen der Sporen oder durch Bisse von Infizierten.
Das Militär hat in jeder größeren Stadt Quarantänezonen eingerichtet und verteidigt diese mehr oder minder erfolgreich gegen die Infizierten. Doch die Macht des Militärs ist umstritten. Es wird gnadenlos gegen Menschen vorgegangen, die sich dem strengen Regiment nicht unterwerfen und auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln usw. läuft nicht ohne Probleme.
Daher formieren sich die „Fireflies“, eine Rebellengruppe die gegen die Militärherrschaft ankämpfen und diese stürzen will.

Und da kommt ihr ins Spiel. Ihr seid Joel, Ende 40, lebt in einer Quarantänezone in Boston und verdient euch wertvolle Wertmarken für Nahrung oder Wasser durch Schmuggel. Beim Ausbruch der Krankheit verlor er damals seine Tochter, was ihm auch immer noch zu schaffen macht.
Dort beginnt auch die Geschichte des Games. Ihr erlebt die erste Panik, den ersten Strom an Flüchtlingen und schließlich den Tod von Sarah, die von einem Soldaten erschossen wird.
Dann macht das Spiel einen großen Zeitsprung. Eben zwanzig in die Zukunft. Joel arbeitet mit Tess zusammen. Diese wurde gerade von zwei anderen Schmugglern in einen Hinterhalt gelockt und möchte sich nun an deren Boss rächen. Auf der Suche nach diesem ergeben sich einige Planänderungen und die beiden treffen schließlich auf Marlene, die Anführerin der Fireflies. Für eine Escortmission bietet sie ihnen im Austausch dafür Waffen an. Sie müssten nur etwas aus der Stadt rausbringen…
Dieses „Etwas“ ist die 14-jährige Ellie. Sie ist die letzte Hoffnung der Menschheit, denn sie wurde gebissen und hat sich dennoch nicht in eines der „Monster“ verwandelt. Um einen Wirkstoff zu erforschen, muss Ellie aber zu den Spezialisten der Fireflies gebracht werden. Und das sollen nun Joel und Tess erledigen.
Noch in Boston, wird Tess von einem Infizierten gebissen und opfert sich dann in einem selbstlosen Ablenkungsmanöver. Joel und Ellie sind von da ab also auf sich gestellt.

Weiter ins Detail möchte ich nicht gehen. Fortan erlebt man eine fast einjährige Odyssee quer durch die Staaten und eine unglaublich intensive Geschichte zweier Menschen und einer sich langsam entwickelnden Freundschaft. Sei es das postapokalyptische Boston, die verwinkelte Universität oder unglaublich furchteinflößende U-Bahn-Schächte…alles ist perfekt modelliert und lädt zum Erforschen ein.
Was mich absolut überzeugt hat, ist auch das sehr menschliche Verhalten der Charaktere, va Ellies kleine Marotten. Mal summt sie ein kleines Liedchen oder kommentiert mit ihrer unvergleichlichen(einerseits noch sehr kindlichen, dann aber wieder erschreckend erwachsenen Art) die ein oder andere Situation. Toll auch als sie ständig versucht hat, das Pfeifen zu lernen und der Moment als sie es dann wirklich konnte. Kleinigkeiten, die aber ganz viel Wirkung auf den Spieler haben.

Generell spricht das Spiel sehr stark die Emotionen an. Mal hält man es vor Spannung nicht mehr aus, wenn man sich an den gefährlichen Clickern vorbeischleicht oder mit knapper Munition auf eine große Menge von Gegnern trifft. Ein anderes Mal lacht man mit den Charakteren mit, beispielsweise als Ellie(im „Left Behind“-DLC) mit Riley im Fotoautomaten sitzt oder Joel aus ihrem Witzebuch vorliest.
Die Charaktere sind mir im Laufe des Spiels so sehr ans Herz gewachsen wie selten zuvor in einem Videospiel. Das hat höchstens noch ein „Shenmue“ auf dem Dreamcast erreicht.

Technisch gesehen gibt es auf der PS4 auch nichts zu meckern. Natürlich merkt man dem Game seine Herkunft an, ab und zu ploppen verspätet Grafikdetails ins Bild. Aber va die Charaktermodelle sind unglaublich detailliert und die Mimik absolut überzeugend.
Die Umgebung ist toll gestaltet und überall kann man bestimmte Details entdecken, auch ein paar Eastereggs sind versteckt. So stellt man sich die Postapokalypse vor. Man hat wirklich das Gefühl, dass das alles mal bewohnt war und fragt sich, was dort vorgefallen ist.

Auch trotz des eher unrealistischen Settings, fragt man sich doch, was passieren würde wenn es wirklich mal zu so einer Katastrophe kommen würde. Viele Notizen und Botschaften, die man während des Spielens finden kann, zeugen vom Schicksal der Hinterbliebenen. Und auch wenn die Infizierten echt angsteinflößende Wesen sind, sind die meisten Menschen, die man auf Joels und Ellies Reise trifft, die weitaus schlimmeren Monster.

Abschließend kann ich nur sagen, dass „The Last Of Us“ definitiv zu den fünf besten bisherigen Videospielen zählt. Für mich persönlich war es im Games-Bereich wohl eines der beeindruckendsten Erlebnisse und ich bereue den Kauf nicht. Kann nur jedem, der eine PS3 oder PS4 besitzt, empfehlen zuzuschlagen.

Noch ein kurzer Kommentar zu einem etwaigen Nachfolger: Bitte, Naughty Dog, tut es nicht! Lasst es einfach so stehen und es bleibt das einzigartige Erlebnis, das es war.
Natürlich kann man die Story von Joel und Ellie noch fortsetzen, aber ich kann mir nicht vorstellen wie man Teil 1 toppen will.
Was mich wirklich interessieren würde, wäre die Auswirkung der Seuche in anderen Erdteilen. Da könnte man vielleicht noch den ein oder anderen DLC nachschieben…wenn es denn sein muss!! 😉

 

 

Godzilla- Bitte Hollywood! Lasst es einfach.

Zunächst mal eine kleine Warnung: Der Text enthält einige Spoiler!

Die Freude war groß! Gareth Edwars, der Mann hinter dem Geniestreich „Monsters“, dreht den neuesten Teil der Godzilla-Reihe. Denn ihm war es zu zutrauen, dass er aus dem Stoff was vernünftiges machen kann. Nicht so wie Mr. Emmerich, der einfach mal den T-Rex aus ‚Jurassic Park‘ nach New York einlud und das auf Film bannte.

Die ersten Trailer und Szenenbilder waren verheißungsvoll! Der japanische Schriftzug und viele auf Japan bezogene Motive schürten die Hoffnung, dass Edwars mit dem nötigen Respekt an das Material herangeht.
Und dann diese Enttäuschung am letzten Wochenende im Kino….diese unendliche Enttäuschung!
Die Story ist übersichtlich und schnell erzählt(für einen Godzilla-Film aber absolut ok):
Auf den Philippinen wird bei Minenarbeiten ein Monster erweckt, das sich von Atomenergie ernährt. Deshalb sucht es sich das näheste AKW aus, das rein zufällig in Japan liegt und verharrt dort im Boden bis es kräftig genug ist.
Als es irgendwann genug Energie gesammelt hat, bricht es aus und bewegt sich Richtung amerikanischer Westküste. Verfolgt wird es von Godzilla, der in der Nahrungskette über ihm steht und einfach mal wieder etwas zwischen die Kiemen will.
Dazu gesellt sich noch eine Geschichte über einen US-Soldaten, dessen Vater damals im besagten AKW arbeitete und bei einem Vorfall dort auch noch seine Mutter verlor.

Mehr will und mag ich nicht erzählen, denn alles andere ist eher bedeutungslos. Wie man schon rauslesen kann, war das alles nicht so der Knaller.
Wirklich positiv waren die Szenen, in denen Godzilla gegen MOTU(das erwachte Biest) kämpfte. Das war schon beeindruckend. Und auch das Design von Godzilla war nahezu perfekt. Leider ganz anders das Aussehen des MOTU…was ein Krampf! Absolut uninspiriert, austauschbar und langweilig. Teilweise sogar echt hässlich!Aaron Taylor-Johnson, der den pflichtbewussten US-Soldaten mimt, fand ich den kompletten Film über absolut unsympathisch. Der einzige Sympathieträger war Ken Watanabe. Aber der hatte leider zu wenig Screentime. Schade!
Viele Sequenzen waren auch richtig gut gefilmt, zB die Szenen des Halosprungs oder die ruhigeren Momente in der zerstörten Stadt. Meist noch mit sehr passender Musik unterlegt, war das echt beeindruckend.
Aber warum muss Godzilla wieder in den USA spielen? Ist es dem westlichen Zuschauer wirklich nicht zuzumuten, dass er sich fernöstliche Menschen und Orte anschauen muss? Und warum wieder so auf die US-Armee fixiert? Im Endeffekt hätte man die Monster auch mit Aliens tauschen können und *zack*. Fertig ist „World Invasion: Battle San Francisco“.

Also bitte Hollywood! Lasst die Finger in Zukunft einfach von Dingen, von denen ihr nix versteht. Damit meine ich Realfilme zu Anime/Manga, Remakes asiatischer Meisterwerke und bitte erst recht von japanischen Ikonen der Popkultur! IHR KÖNNT ES EINFACH NICHT!!!!
Sonst schick ich euch Godzilla vorbei! DANKE!