Selamat Datang! – Borneo & Singapur 2016 Teil 2

So…aus den wenigen Wochen wurden dann doch mal wieder ein paar Monate Wartezeit und ich hoffe, ich habe euch nicht all zu lange warten lassen. Endlich geht es mit dem Reisebericht weiter und in diesem Teil wird es sich nun um unsere Abenteuer im Bundesstaat Sabah und das große Finale in Singapur drehen.

Kota Kinabalu – Sabahs hippe Stadt am Meer

Nachdem mich Kuching schon so positiv überrascht hatte, konnte KK nochmal eine Schippe drauflegen. Zwar gab es hier wieder die typischen Eigenschaften einer südostasiatischen Stadt, also Verkehrschaos, schreiende und drängelnde Menschenmassen und ab und zu auch mal das ein oder andere Getier, aber vor allem faszinierte das junge und hippe Auftreten der Stadt.
Als Unterkunft hatte ich das Hotel Eden54 gebucht, das relativ zentral liegt und per Taxi vom Flughafen ca. 20 Minuten Fahrt entfernt ist. Im Zimmer hatten wir alle Annehmlichkeiten, die man benötigt. Von der Klima über den TV bis hin zur sauberen Dusche war alles vorhanden. Nur das WLAN war urlangsam.
Unklar ist, ob man wirklich die teureren Zimmer mit Fenster braucht, da die Straßen vor dem Hotel relativ stark befahren waren. Wir hatten ein innenliegendes Zimmer, welches sehr ruhig und gemütlich war.

In Kota Kinabalu selber kann man einiges sehen. Natürlich schloss unser Unterhaltungsprogramm wieder einige Mallbesuche ein, da einerseits unser Ladegerät für den Fotoakku den Geist aufgegeben hatte, wir aber auch einfach auf Malls stehen. Und KK bietet einige wirklich riesige, neue sowie sehenswerte Einkaufstempel.
Aber auch kulturell gab es einige interessante Stops auf unserer Reise. So war vor allem das Sabah Museum inklusive einem Nachbau eines traditionellen Dorfes und der Wildlife Park beachtenswert. Zwar hat das Museum schon etwas Staub angesetzt, aber die Geschichte von Borneo bekommt man wohl nirgendwo besser erzählt als hier. An das Museum ist eine große Freifläche angeschlossen auf der man eben auch besagtes Dorf, das Heritage Village, besuchen kann. Wir waren an einem Montag im Museum, daher war wirklich gar nichts los. Die Angestellten des Dorfes waren sogar so sehr im Stress, dass sie es sich an einem See gemütlich gemacht hatten und angelten.
Vom Sabah Museum kann man per 20-minütigem Spaziergang auch das Islamic Museum besuchen. Von diesem hatten wir uns etwas mehr erhofft. So wäre ein kleiner Exkurs über den Islam interessant gewesen, aber der Fokus lag mehr auf den verschiedenen Kleidungsstilen im Islam sowie Baustile der Moscheen. Auch hier war nichts los. Wir waren die einzigen Besucher. Im Eintritt für das Sabah Museum ist übrigens der Besuch des Islamic Museum inbegriffen.
Der Wildlife Park liegt weit außerhalb der Stadt, weshalb man entweder den Bus oder ein Taxi nimmt. Wir gönnten uns ein Taxi und konnten so für 100RM(ca. 22,-€) die Hin- und Rückfahrt sichern. Der Taxifahrer wartete also auf uns und so hatten wir drei Stunden Zeit, den Park zu erkunden. Neben einigen etwas trostlosen Käfigen mit Vögeln oder kleinen Raubkatzen zeigte sich der Park von aber auch von seiner schönen Seite. So gab es ein Elefantengehege und viele Affenarten zu sehen. Am Ende des Parks ist außerdem ein botanischer Garten angeschlossen, für den man allerdings etwas sportlicher sein sollte.
Unbedingt empfehlenswert ist außerdem der Sonnenuntergang auf dem Signal Hill. Dieser lag nicht weit von unserem Hotel entfernt, der Aufstieg über einige Treppen ist dank der hohen Temperaturen allerdings nicht zu verachten. Faule Leute können sich auch hochfahren lassen…Jedenfalls ist der Blick die Anstrengungen aber wert. Und wer sich belohnen will, kann sich vor Ort ein Eis oder Nasi Goreng gönnen.
Übrigens sind auch die Massagesalons in der Innenstadt sehr zu empfehlen. Gut und günstig! So gut, dass meine Frau fast täglich zur allabendlichen Massage verschwand.

Sucht man nach kulinarischen Highlights kann man nur den Hafen empfehlen. Dort buhlen hunderte von Händlern um die Gunst des Kunden und bieten allerlei Seegetier an. Für Getränke, Nebengerichte oder Nachspeisen gibt es natürlich auch Stände, an denen man sich entweder selbst etwas kaufen kann oder man das Gewünschte einfach bei dem Händler bestellt, bei dem man auch seine Hautpspeise essen möchte.
Als uns eines Abends der Sinn nach etwas anderem Essen stand, gingen wir zum Japaner ums Eck. Im Restaurant Nagasaki gab es erstklassiges Sushi, wunderbar gegrillten Aal und kleine frittierte Krabben zum Niederknien. Das absolute Highlight war aber das Essen bei 5 Star Hainanese Chicken Rice, wo es… Überraschung… Chicken Rice und andere chinesische Köstlichkeiten gibt. Wenn man aber schon mal einen Platz bekommt MUSS man den Chicken Rice probieren.

Nach drei Tagen war auch schon wieder Schluss mit Kota Kinabalu und der „abenteuerliche“ Part begann. Denn per Flugzeug und wieder Air Asia ging es zum Ende des Ramadan von KK nach Sandakan, an dem wir auf unseren Host warteten, der uns zur Unterkunft bringen sollte.

Kinabatangan River

Unser nächster Stop lag am Kinabatangan River, genauer gesagt in der Nähe von Kampung Bilit. Dort wohnten wir im The Last Frontier Resort, was eines der großen Highlights unserer Reise werden sollte. Gestaltete sich die Kommunikation und Reservierung über Mail als etwas kompliziert, da viele Mails nie ankamen, lief es über Facebook wesentlich besser. Kommt man am Resort an, sieht man erstmal nichts davon. Denn man muss zuerst eine Treppe mit über 500 Stufen erklimmen, wird dann aber mit einem sagenhaften Ausblick belohnt. Die beiden Hosts empfehlen auch, dass man sich vorher einen kleinen Rucksack mit allen nötigen Sachen packt und den Großteil der Sachen unten am Parkplatz lässt. Da es dort ein Häuschen gibt, in dem verschließbare Schränke sind, war das kein Problem.
Das Resort gehört einem Belgier und einem Malaien und beide waren unglaublich nette Gastgeber, die sich um jeden Wunsch kümmerten. So war es auch kein Problem auf diverse Lebensmittelunverträglichkeiten zu achten oder jede noch so doofe Frage zu beantworten.

Bei der Buchung der Zimmer sind auch immer gleich Aktivitäten miteingeschlossen, da das Resort eben oben am Berg liegt und man ohne Guide auch nicht weit kommt. So waren in unserem „3days, 2nights“-Paket Vollverpflegung, eine Dschungeltour und zwei Bootsfahrten auf dem Kinabatangan inklusive. Bei den Bootstouren hat man die Wahl, ob man sie am Morgen oder am Abend starten möchte.
Außerdem ist das Resort recht klein und bietet maximal acht Personen gleichzeitig Platz, daher ist eine Reservierung unbedingt zu empfehlen. Die Touren werden immer von einem der Angestellten des Resorts durchgeführt.

Unsere beiden Bootstouren waren einfach atemberaubend! Ich bin etwas skeptisch in das Ganze gestartet und dachte nicht wirklich, dass wir viele Tiere am Ufer des Flusses sehen. Als ich entdeckte, wie viele andere Boote von Hotels und Resorts noch auf dem Fluß unterwegs waren, schmälerte das meine Hoffnungen nochmals. Doch ich sollte überrascht werden…
Denn schon nach wenigen Metern sahen wir eine Herde Elefanten am Ufer, die neben ausgewachsenen Tieren auch Jungtiere dabei hatte. So konnten wir diese beim Baden im Fluss und beim Fressen beobachten. Ab und an traute sich unser Guide mit dem Boot auch sehr nahe an die Tiere heran, was diese immer wieder mal zuließen. Aber eines sei euch gesagt: Elefanten müffeln ganz schön!!
Auf den Bootstouren sahen wir außerdem noch jede Menge Hornbills, Makaken und die skurrilen Nasenaffen. Angeblich kann man hin und wieder auch ein Krokodil sichten. Das ließ sich aber nicht blicken.
Der Fluß an sich ist ein ruhiges Gewässer, daher auch für Wasserphobiker wie mich geeignet. Reinfallen möcht ich trotzdem nicht…
Die Dschungeltour an dem einen Morgen war ganz ok, wobei diese weniger durch Dschungel als einfach weiter den Hügel hinauf ging. Von dort hat man zwar eine grandiose Sicht über das Tal, aber von der Beschreibung her hätte ich mehr erwartet.
Mehr Tierleben gab es sowieso im Garten des Resorts zu sehen. Neben einer Katze, die uns täglich besuchte und einigen Schweinen oder Waranen, die des Nachts durch die Anlage streunten, bekamen wir zweimal sogar Orang Utans zu sehen. Beide Male hingen diese in den Bäumen und beobachteten, wie blöd wir Menschen sie anstarrten. Was für ein Erlebnis!

Wie vorhin schon geschrieben, war im Paketpreis auch Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Versorgung mit Wasser enthalten. Das Essen war immer lecker. So gab es einen tollen Mix aus lokalem und europäischen Essen. An einem Abend hatten wir lecker Beef Rendang, am anderen gab es Cordon Bleu(!). Dazu immer eine Vor- und Nachspeise am Abend. Ganz großes Kino!

Nach den drei tollen Tagen bei den Jungs von The Last Frontier Resort ging es aber schon wieder weiter und gegen einen kleinen Aufschlag fuhr uns Jason zur nächsten Unterkunft in Sepilok.

Sepilok

Auch Sepilok sollte eher etwas näher an der Natur sein als unsere bisherigen Stationen. So lag unsere Unterkunft Sepilok Nature Resort neben zahlreichen anderen Unterkünften und gleich neben dem Orang Utan Reservation Centre. Die Unterkunft war verdammt edel und lag rundherum um einen kleinen See. In einem kleinen Bungalow hatten wir also unser Reich. Auch wieder inklusive aller nötigen Dinge wie Klima, Dusche und einem TV 😉 Da ich mir leider etwas den Magen verdorben hatte, konnte ich den Aufenthalt vor Ort nicht so recht genießen. Vermutlich hab ich zu viele Waffeln am Vortag gegessen…
Da wir relativ zeitig da waren und Check-in eigentlich immer erst ab 14 oder 15 Uhr möglich ist, wollten wir nur kurz unsere Sachen abstellen und gleich losziehen. Jedoch war unser Zimmer schon fertig und wir konnten es schon beziehen. Das Resort war aber auch relativ leer. Zwar war es abends im Restaurant immer gut gefühlt, jedoch waren dies oft noch Touristen, die einfach nur zum Essen kamen.
Im Preis inbegriffen war übrigens auch ein Frühstück, bei dem man aus zahlreichen Dingen wie Toast, Obst, Marmelade, Omelett usw wählen konnte.

Der Grund für unseren Stopp in Sepilok war eigentlich das Orang Utan Reservation Centre. Zwar war schon das in Kuching interessant, jedoch hatte man hier noch eine Aufzuchtstation und es sollten auch mehr Tiere dort leben. Doch leider ist dieses Centre so überlaufen, dass sich kaum Orang Utans zu den Fütterungsplattformen trauen. So gab es zwar den ein oder anderen Platz, wo man mit Glück doch mal ein Tier zu sehen bekam, aber alles in allem hat uns das enttäuscht. Einzig und allein in der Aufzuchtstation konnte man die Orang Utans gut beobachten.
Mehr versprachen wir uns dann letztlich vom Nightwalk, den man auch am Reservation Centre buchen kann. Dort hatten wir einen eigenen Guide, der uns über die Laufwege durch das Centre führte und allerlei nachtaktives Getier zu zeigen hatte. So bekamen wir Vipern, Lemuren und fliegende Eichhörnchen zu sehen. Highlight war aber ein Orang Utan, der uns letztlich sogar verfolgte und wir ihn deshalb abhängen mussten indem wir einige Runden um die Aufzuchtstaion laufen mussten. Zwar sind die Tiere harmlos, wenn man ihnen nicht zu nahe kommt, allerdings verfolgen sie Menschen gerne, weil sie denken, dass sie Futter bekommen.
Auch gemein: in den Furchen des Handlaufs verstecken sich Skorpione, die blitzschnell mit ihrem Stachel zustechen können. So haben wir beobachtet, wie ein Skorpion einen kleinen Gecko erwischt hat. Leider war ihm nicht mehr zu helfen.
Den zweiten Tag verbrachten wir zunächst in der Zuchtstation für malaiische Sonnenbären. Da dort der Andrang nicht so groß wie bei den Orang Utans war, konnte man einige der Tiere sogar gut beobachten. Niederschmetternd war ein Film, den sie beim Eintritt zeigen und der verdeutlicht, wie bescheiden der Mensch die Umwelt mittlerweile behandelt.
Ca. 30 Minuten zu Fuß vom Resort liegt das Rainforest Discovery Centre, das einem auf Wegen durch den Wald an verschiedenen Ausschaupunkten vorbei führt. Außerdem gibt es einen Canopy Walk, der hoch über den Baumwipfeln entlang führt und einige schöne Ausblicke bietet, aber dafür mit bösen Makaken gespickt ist, die gerne mal die Besucher beklauen.

In Sepilok selber hat man nur wenig Essensmöglichkeiten. So gab es einen Stand kurz vor dem Eingang des Orang Utan Reservation Centres, bei dem eine ältere Dame leckeres und günstiges Essen verkaufte. In unserem Hotel haben wir auch einmal gegessen und für die hohe Qualität des dortigen Essens war auch der Preis in Ordnung.

Kommen wir zu einem kleinen Aufreger der Reise. Denn eigentlich wollten wir von Sepilok mit dem Bus weiter nach Semporna. Die Bustickets hatte uns netterweise Jason vom The Last Frontier Resort besorgt und auch Zeit und Haltestelle nochmal klar gesagt. Also standen wir morgens um sieben an einem Kreisverkehr und warteten brav auf den Bus. Nachdem nach einer halben Stunde immer noch kein Bus zu sehen war, rief ich bei der Leitstelle an. Die freundliche Dame erklärte mir, dass wir den Bus wohl verpasst hätten. Da wir aber deutlich vor der Abfahrtszeit da waren, konnten wir das ausschließen. Wir waren etwas unter Zeitdruck, da wir in Semporna das letzte Boot nach Pulau Mabul erwischen mussten.
Nach einer über einstündigen Verspätung kam der Bus dann letztlich. Theoretisch hatten wir also noch genug Zeit bis Semporna. Doch da der Bus zwischendurch immer wieder mit gefühlten 2 km/h fuhr und dann auch noch von der Polizei angehalten wurde, schwand unser Zeitpolster auf 20 Minuten.
Kleiner Tipp: vermutlich erspart man sich einigen Stress wenn man direkt von Sandakan fährt!

Pulau Mabul

Als wir in Semporna ankamen war uns schon bewusst: entweder rennen oder das erstbeste Taxi für egal welchen Preis nehmen. Also nahmen wir uns ein Taxi zum Hafen, an dem wir uns bei der Zentrale der Scuba Junkies anmeldeten. Diese betrieben nämlich auch das gleichnamige Hotel auf Pulau Mabul und waren auch für die Überfahrt auf die Insel verantwortlich.
Pulau Mabul kam in den letzten Jahren häufiger mal in die Schlagzeilen, da die Gewässer dort häufig von philippinischen Piraten heimgesucht werden. Ab und an werden auch Touristen entführt, mit tödlichem Ausgang… Daher ist die Insel und das gesamte Küstengebiet von einer hohen Anzahl von Militärs bewacht, außerdem darf man nachts nicht mit dem Boot auf das Wasser. Auf Pulau Mabul selbst gibt es auch eine große Anlage des Militärs, deshalb darf man sich über Männer mit MGs nicht wundern. Die Insel ist wohl einer der bestbewachtesten Plätze der Welt!
Das Resort von Scuba Junkies war in einer schönen Anlage, als Nicht-Taucher sollte man sich jedoch auf sehr einsame Stunden einstellen. War nach der Hektik und dem Trubel der vergangenen Tage aber auch sehr schön!
Wir hatten einen Bungalow samt Terasse und Hängematte, der schön, aber teilweise(vor allem im Bad) schon sehr abgerockt war. Essen(Frühstück, Mittag- und Abendessen im Büffet) war auch hier inklusive, als Taucher kann man auch gleich Tauchpakete buchen. Kleines Manko: man MUSS ein Tauch- oder Schnorchelpaket dazu buchen. Also hatte auch ich als passionierter Nichtschwimmer drei Schnorcheltouren gebucht, aber eben nicht genutzt.

Für die kommenden fünf Tage war also Extrem-Relaxing angesagt. Die liebe Frau war täglich tauchen, u.a. auch auf der beliebten Insel Sipadan, die mittlerweile Naturschutzgebiet ist und nur noch den Tauchern und einigen Militärs Zugang gestattet. Ich verbrachte meine Zeit mit dem Austesten der Hängematte, Schlafen, dem Managen meines eigenen Supermarkts auf meinem Nintendo 3DS und Lesen.
Ab und an ging man etwas Essen oder machte einen kurzen Spaziergang über die übersichtliche Insel, die man in zwanzig Minuten umrunden kann. Mehr gab es nicht zu tun…

Pulau Mabul selbst beherbergt neben der großen Militäranlage mehrere Hotels und ein Hostel. Die Hotels sind überwiegend in chinesischer Hand und haben dementsprechend auch chinesische Gäste. Ein krasser Anblick bietet sich beim Ankommen auf der Insel: so ist das Wasser direkt am Strand ziemlich verdreckt und gleich neben unserem Hotel lag ein Dorf der Ureinwohner, die früher hauptsächlich auf dem Wasser lebten. Viele finanzieren sich ihr Leben durch die Gäste auf der Insel(Wäscheservice, kleine Läden, Souvenirs oder Angestellte im Hotel), leben aber trotzdem in sehr ärmlichen Verhältnissen. Auch auf der „Rückseite“ der Insel findet man ein weiteres Dorf. Dort konnte man auch sehr lecker essen, was wir auch gleich an mehreren Abenden trotz Vollpension im Hotel nutzten.

Ganz nett war außerdem die Lounge unseres Hotels. Dort lernten wir eine nette Schwedin kennen und man sinnierte bei einem kühlen Getränk über Reiseereignisse.

Doch alle Entspannung hat einmal ein Ende und so ging es am Donnerstag nachmittag zurück nach Semporna, da wir schon am Freitag mittag in Tawau unseren Flug nach Kuala Lumpur erwischen mussten. Die eine Nacht „an Land“ verbrachten wir im Scuba Junkies Hostel, welches direkt am Hafen liegt. Semporna selbst ist keine ultraschicke Stadt, aber für einen abendlichen Bummel samt Eis allemal einen Besuch wert.
Am nächsten Morgen brachte uns der Shuttleservice der Suba Junkies also nach Tawau zum Flughafen. In KL angekommen mussten wir leider etwas auf unseren Flug nach Singapur warten, hauten so also die verbliebenen Ringgit für sagenhafte M&M’s mit Bretzelfüllung und andere Naschereien auf den Kopf.

Singapur

Bereits bei unserem letzten Aufenthalt in Singapur gönnten wir uns den Luxus für zwei Nächste Marina Bay Sands. Eigentlich wollten wir es wieder ähnlich halten, doch das Hotel war leider schon ausgebucht. Also nach einer anderen Luxus-Unterkunft gesucht und über das Mandarin Oriental gestolpert, welches also unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte sein sollte. Aufgrund der Verspätung des Fluges waren wir „leider“ jedoch so spät dran, dass unser eigentlich gebuchtes Zimmer mit Hafenblick schon weg war. So wurden wir auf die City Suite umgebucht, die mit 84qm deutlich größer als unsere Wohnung ist. Neben einem tollen Wohnzimmer hatten wir zwei Toiletten, ein riesiges Schlafzimmer und jeden erdenklichen Luxus. So lässt es sich leben!!
Zwar hat das Mandarin Oriental keinen Pool auf dem Dach, bietet jedoch einen schönen Ausblick vom Pool auf die Stadt. Lustig war auch, dass mehrmals am Tag die Decken des Bettes gewechselt wurden(z.B. von Tagesdecke zu Nachtsachen) oder dass innerhalb einer Stunde außerhalb des Zimmers plötzlich das Obst nachgefüllt wurde.

In Singapur selbst waren wir noch einmal in Chinatown. Denn uns wurde der Besuch des Buddha Tooth Relic Temples & Museums nahe gelegt. Dort ist, wie es der Name verrät, einer von Buddhas Zähnen ausgestellt. Außerdem erfährt man allerhand über die Geschichte des Buddhismus.
Da ich noch mein alljährliches Reisesouvenir(ein Fußballtrikot der Nationalmannschaft des besuchten Landes) wollte, durchforsteten wir einige Sportläden und wurden sogar fündig. Am Abend wollten wir aber auf jeden Fall in die Gardens by the Bay, die riesige Anlage neben dem Marina Bay Sands. Dort gibt es zwei riesige „Domes“, die neben einer immensen Vielfalt an Pflanzen sogar einen Wasserfall beherbergen. Getoppt wird das am Abend immer durch eine Lichtershow in den Bäumen, die sich sehen lassen kann. Richtig toll!

Problematisch ist es in Singapur immer, wenn man zu später Stunde essen gehen möchte. So wollten wir am ersten Abend eigentlich zum Dumplingessen in einen anderen Stadtteil. Dort angekommen mussten wir realisieren, dass die Wartezeit eine gute Stunde beträgt. Also zurück in die Innenstadt, wo die Suche begann. Fündig wurden wir dann lustigerweise quasi neben dem Hotel, wo allerlei kleine Imbissstände waren, die vom Nasi Goreng über Frittiertes bis hin zu Burger alles verkauften. Da wir aber schon so „spät“ dran waren, mussten wir uns bei vielen Ständen mit den Rsten begnügen.
Daraus gelernt hatten wir zweiten Abend, der uns wieder zu einem Chicken Rice-Orgasmus führen sollte. Denn bei MacKenzie Rex Restaurant gab es Chicken Rice zum Reinlegen. Eine absolute Empfehlung! Auf dem Weg dorthin stolperten wir außerdem über ein schwäbisches Restaurant!

Und leider mussten wir dann auch schon wieder zurück nach Deutschland. Der Rückflug ging dann wieder mit Singapore Airlines und zeigte mal wieder deutlich die Qualitätsunterschiede zur Lufthansa. Denn im Gegensatz zu „den Deutschen“ weiß man hier was Service bedeudet. Regelmäßige Rundgänge mit Getränken, ausreichend Zwischenmahlzeiten und ein sauberes, modernes Flugzeug.
Alles in allem ist Borneo defintiv eine Reise wert! Vor allem weil man hier, im Gegensatz zu Westmalaysia, so viel kulturelle, landschaftliche und tierische Vielfalt erleben kann. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen ist zum großen Teil überragend und hier hab ich auch keine Abzock-Taxifahrer erlebt wie in Indonesien. Dennoch ist die Stimmung malaiischen Teil Borneos etwas anders wie auf dem „Festland“, vor allem in ländlicheren Teilen ist man Touristen gegenüber noch etwas gehemmter.

Für die Vorbereitung auf den Urlaub haben wir nicht viele Quellen nutzen müssen. So gibt es viele hilfreiche Reiseberichte im Internet, der Reiseführer von Stefan Loose ist auch sehr gut geschrieben. Wie im ersten teil erwähnt, ist easybook für einige Buszeiten recht hilfreich, aber 100% verlassen würde ich mich darauf nicht.

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Selamat Datang! – Borneo 2016(Malaysia/Brunei) Teil 1

Fleißige Leser dieses Blogs fragen sich gleich: Moment mal, Malaysia? Da gab es doch schon mal einen Reisebericht auf dieser Seite. Und das ist natürlich korrekt. Nachdem wir schon 2011 dem Land in Südostasien einen Besuch abstatteten(siehe hier) und dabei die „Hauptinsel“ erkundeten, stand diesmal Borneo, also Ost-Malaysia auf dem Plan.
Über diesen Teil der Erde hört man sonst nicht besonders viel, v.a. ist er aber als Heimat der Orang Utans bekannt und besteht aus den zwei Bezirken Sabah und Sarawak. Dazu kommt noch das überschaubare Sultanat Brunei und der Süden der Insel(die übrigen 2/3), Kalimantan, der zu Indonesien gehört. Aber hauptsächlich besteht die riesige Insel aus Regenwald und hat dementsprechend auch ein feuchtes und heißes Klima. Temperaturen von um die 30 bis 33 Grad am Tag sind also normal.

Im Vornherein war die Planung eigentlich relativ einfach. Neben dem Internet holten wir uns viele Tipps aus dem Reiseführer „Malaysia, Brunei und Singapur“ von Stefan Loose und planten so unsere Route für die drei Wochen ab Ende Juni.
Aufgrund besonderer Verhältnisse auf Pulau Mabul buchten wir aber zunächst die dortige Unterkunft bevor wir uns an die Flüge machte. Dazu gehe ich später im Teil über Mabul noch näher ein.

Von Deutschland aus gibt es nicht viele Möglichkeiten der Direktflüge nach Malaysia und schon gar keine nach Kuching, wo wir unsere Reise starten wollten. Da außerdem Singapur als Teil des Trips schon klar war, buchten wir also bei Singapore Airlines unsere Flüge hin und zurück. Für ca. 850,-€ pro Person kann man auch nichts Schlechtes über den Preis sagen.
Ansonsten sollte natürlich jeder mal in seinen Impfpass schauen, ob er die nötigen Impfungen für solch eine Reise hat, besonders Typhus und Tollwut sollte man mal in Betracht ziehen. Auch ein Malaria-Standby besorgten wir uns beim Arzt, denn laut unserem Tropeninstitut ist Borneo ein sehr risikobehaftetes Gebiet.

Ein paar Teile der Reise in Malaysia wollten wir mit dem Flugzeug bzw. dem Bus hinter unsbringen, deswegen mussten auch hier noch die nötigen Tickets gekauft werden. Besonders Air Asia ist auf Borneo mit Inlandsflügen gut vertreten und mit knapp 30,-€ pro Flug auch relativ günstig. Leider nicht so leicht waren die Butickets zu organisieren bzw. überhaupt herauszufinden, wie und wann diese abfahren. Manch anderen stört es nicht, wenn er sich vor Ort darum kümmern muss, ich habe das als Absicherung aber immer ganz gerne schon im Voraus geklärt.

Fündig wurde ich dann auf easybook.com, die nicht nur Bus- sondern auch Zug- und Fährentickets online verkaufen. Leider konnte ich einige der gewünschten Tickets(besonders die für die Fähre von Brunei nach Malaysia) nicht buchen bzw. konnte man nicht einmal herausfinden, wie diese fährt.

Die Unterkünfte konnte ich alle per E-Mail oder Facebook erreichen und in den meisten Fällen war alles relativ zeitig geklärt. Bei zwei der Unterkünfte konnte man die Anzahlung leider nicht per Paypal machen und so musste ich auf die umständliche Auslandsüberweisung zurückgreifen, die in einem Fall auch prompt nicht funktionieren wollte.

Alles andere kannten wir von unseren Reisen zuvor. Sind die nötigen Unterlagen noch aktuell? Da der Urlaub uns in etwas ländlichere Gefilde führte und auch einige Wege per Boot zurückgelegt werden mussten, holten wir uns noch eine wasserdichte Tasche und Schutzhüllen für die Handys dazu. Auch die Regenjacken wurden für den Fall der Fälle gepackt. Ein Moskitonetz hatten wir noch vom Urlaub in Indonesien übrig, das Spray gegen die nervigen Zeitgenossen sollte man sich sowieso immer erst vor Ort kaufen.
Geld haben wir diesmal nicht vorher umgetauscht, da es komfortabler ist, sich das Geld direkt am Flughafen am Geldautomaten zu ziehen. Auch an dieser Stelle empfehle ich für solche Fälle die Sparcard von der Postbank mit der man zehnmal im Jahr kostenlos weltweit Geld abheben kann. Die Kreditkarte sollte man als Backup aber überall dabei haben.

Und dann kam endlich der große Tag des Abflugs Richtung Südostasien. Der Hinflug wurde dank der Star Alliance-Mitgliedschaft von Singapore Airlines zwar mit der Lufthansa durchgeführt(von denen ich nicht immer begeistert bin), jedoch war es ein sehr angenehmer Flug mit ganz ordentlichem Essen. Außerdem setzte einer der Stwardessen alles daran, dass meine Frau und ich doch noch zusammensitzen konnten. Zwar verstehe ich bis heute nicht, warum man Personen, die zusammen buchen nicht automatisch zwei beieinander liegende Sitze reservieren kann, aber es ging ja nochmal gut.
Geflogen sind wir dann auch noch mit einem der großen Airbus, dem A380, der aber von innen wesentlich weniger hermacht als z.B. der Dreamliner von Boeing. Es regiert das graue Plastikschick der Lufthansa.
Nach ungefähr 11 Stunden und einem sehr entspannenden Flug landeten wir schließlich auf dem Changi Airport in Singapur und wurden direkt zu unserem Weiterflug nach Kuching weitergeschleust. Dieser wurde von Silk Air durchgeführt, die ein Tochterunternehmen von Singapore Airlines sind.
Weitere 60 Minuten später erreichten wir schließlich die erste Station unserer Reise…

Kuching – Die Stadt der Katzen

Weit entfernt von der Hektik einer typischen, südostasiatischen Großstadt, kann man Kuching fast schon als „meditativ“ bezeichnen. Zwar gibt es auch hier viel befahrene Straßen und enge Märkte, jedoch hatte man nie das Gefühl, dass zu viele Menschen in der Stadt wohnen. Da wir in der Kuching Waterfront Lodge wohnten, konnten wir zu Fuß sehr gut das Zentrum erreichen und waren so nur selten auf Taxis oder Busse angewiesen.
Die Unterkunft selber war ein Haus im chinesischen Stil, das jetzt keinen besonders hohen Standard bot, aber für Backpacker vom WLAN über warmes Wasser alles bereithält was man auf der Reise so braucht. Ebenso war ein Frühstück im Preis enthalten, das aus Toast mit verschiedenen Aufstrichen und Bananen bestand. Das eine sollte wohl Erdbeermarmelade sein, schmeckt aber eher wie ein roter Zuckeraufstrich. Aber auch Bananen und Kaffee oder Tee gab es.

Insgesamt drei volle Tage hatten wir für Kuching eingeplant und diese waren absolut ausreichend. Rund um die Waterfront liegen einige sehenswerte Sachen wie z.B. die Stadtmoschee, das chinesische Viertel samt schöner Tempel oder der Markt neben dem Electra House.
Einen ganzen Tag kann man auch im Bako Nationalpark verbringen mit dem man entweder per teurem Taxi oder dem sehr günstigen, öffentlichen Bus kommt(3,50RM, Linie 1). Nach einer ca. 40 minütigen Fahrt vor die Tore Kuchings erreicht man schließlich den Eingang des Nationalparks, muss dann aber in ein Boot umsteigen und kommt nach weiteren zwanzig Minuten in Bako an. Dort muss man zunächst in das Besucherzentrum, um sich zu registrieren, so dass am Abend niemand im Dschungel zurückgelassen wird. Dort gab es dann auch prompt die ersten tierischen Begegnungen, denn vor den Toiletten saß ein Nasenaffe gemütlich im Baum und naschte Blätter und ein Warzenschwein grub imBoden vor sich hin. Gelaufen sind wir dann den ca. 7km langen Trail, der nach schweißtreibenden drei Stunden am Besucherzentrum wieder ein Ende fand. Auf dem Trail selbst, gab es leider keine Tiere zu sehen. Diese beschränken sich zu sehr auf den Bereich, in dem sich Menschen aufhalten. Denn dort ist das Futter…

Ein weiterer „Pflichttermin“ war das Semeggoh Wildlife Rehabilitation Centre, in dem man zweimal täglich an der Fütterung der Orang Utans teilhaben kann. Da diese dort quasi in der Wildnis leben, ist es nicht garantiert, dass einer der Menschenaffen auch kommt, bei unserem Besuch waren es jedoch ganze fünf Stück. Die dortige Mitarbeiter sorgen für die nötige Sicherheit, denn so anständig wie die Orang Utans aussehen, können sie auch sehr schnell recht wild werden. Aber alles in allem waren die Bananen und anderen Früchte interessanter als so ein paar bleiche Touristen. Empfehlenswert ist es, die Fütterung am Nachmittag zu besuchen, da am Morgen dort wohl immer sehr viel los sein soll.

Auch das Essen in Kuching ist definitv erwähnenswert. So kann man generell sehr günstig und lecker essen. Am ersten Abend aßen wir im Top Spot Foodcourt auf dem Dach eines Parkauses(!!!) in der Jalan Padungan. Dort gibt es hauptsächlich Seafood, das man sich an der Theke aussucht und dann frisch je nach Wunsch zubereitet wird.
Auch erwähnen muss man das Bla Bla Bla Restaurant und Wrong Place, die beide Fusionsküche vom Feinsten bieten. Ersteres ist für malaiische Verhältnisse jedoch sehr teuer und wurde auch hauptsächlich von Westlern besucht.

Weiterreise nach Brunei

Nach einer kurzen Nacht ging es dann am Donnerstag morgen mit dem Flugzeug weiter nach Miri. Die Kuching’sche Gemütlichkeit schon zu sehr verinnerlicht, kamen wir auch prompt nur sehr knapp zum Flug und mussten dann auch nochmal 20RM pro Person beim Checkin am Schalter von Air Asia bezahlen, da wir nicht den dafür vorgesehenen Automaten nutzten.
Nach einem einstündigen Flug hatten wir jetzt also einiges an Zeit totzuschlagen, denn unser Bus nach Brunei sollte Miri nicht vor dem Nachmimttag verlassen. Und was macht man als guter Tourist in Asien so? Man geht in eine Mall. Genauer gesagt in die Bintang Megamall. Dort konnte man die Zeit ganz gut verbringen und dank Ramadan war auch nicht wirklich viel los.
Mit der Buchung der Bustickets nach Brunei gab es im Vorfeld einige Ungereimtheiten, da die Seite von easybook.com leider nicht so ganz präzise ist mit ihrer Angabe der Abfahrtstationen. So musste ich die Busfahrt doppelt buchen, da ich erst zwei Zage zuvor merkte, dass man eine andere Abfahrtstation in Miri wählen muss, um tatsächlich nach Bandar Seri Begawan(der Hauptstadt Bruneis) zu kommen. Erstere Tickets hätten uns nur nach Tutong gebracht, was einige Kilometer vor BSB liegt.

Endlich am Busterminal angekommen(Pujut Terminal) und nochmal am Ticketschalter versichert, wiegte ich mich in Sicherhei, dass wir am Abend noch in Brunei sein sollten. Doch als der Bus endlich kam, meinte der Fahrer, dass der Bus an einer anderen Haltestelle fährt, die 6-8 km entfernt wäre. Mit letzter Verzweiflung zückte ich dann den Ausdruck der zuerst gekauften Tickets und siehe da…diese waren für den Bus, der gerade vor mir stand. Und er fuhr sogar auch nach BSB. Ihr seht also, das ist alles verdammt verwirrend und komisch. Am besten fliegt man von Kuching nach Brunei, so dass man sich einges an Zeit und Ärger erspart.

Um 16.00 Uhr starteten wir also endlich in Richtung des Sultanats und waren die einzigen zwei Passagier an Bord. Bereits kurz nach Miri muss man zunächst offiziell aus Malaysia ausreisen, um dann wenig später nach Brunei einreisen zu können. Das hat alles problemlos geklappt und um 18.45 Uhr erreichten wir schließlich Bandar Seri Begawan.

Bandar Seri Begawan – Bruneis goldglänzende Hauptstadt

Wenn man schon in Borneo ist, sollte man auch Brunei mal einen Besuch abstatten. Zwar hat das kleine Sultanat nicht sehr viel zu bieten, so dass zwei bis drei Übernachtungen dort ausreichend sind, allerdings bietet es eine ganz besondere Atmosphäre.
Gleich auf den Highways wird deutlich, dass in Brunei ein ganz anderer Lebensstandard herrscht als beim Nachbarn Malaysia. Die Autos sind wesentlich eleganter und auch die Straßen fühlen sich nicht so an als wären sie bereits bei der Auslöschung der Dinosaurier durch einen Kometen gebaut worden.

An der Waterfront angekommen, an der alle Fernbusse ankommen und abfahren, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel, das nicht weit vom Stadtzentrum entfernt liegen sollte. Und nach ca. 15 Minuten erreichten wir The Capital Residence Suites, wo wir auch gleich eine kleine Überraschung erleben sollten. Denn statt des normalen Doppelzimmers wurden wir in die Junior Suite geupgradet, die außerdem mit einer Küche und einem geräumigen Wohn-/Esszimmer ausgestattet war. Zusammen mit der ziemlich zentralen Lage, ist diese Unterkunft absolut empfehlenswert. Im Preis inbegriffen war auch ein Frühstück, das einem am Büffet nicht nur typisch Westliches bot, sondern auch einheimisches Essen wie Nasi Lemak.

Da Bruneis Hauptstadt nicht besonders groß ist, waren die geplanten zwei Nächte/drei Tage eigentlich perfekt. Denn viel zu bieten hat BSB nicht unbedingt. Sehr sehenswert sind defintiv die zwei großen Moscheen Sultan Omar Ali Saifuddin und Kiarong, die beide durch ihre imposante Baukunst auffallen und einen nur staunen lassen.
Jedoch ist es alles andere als leicht von A nach B zu kommen. Denn Taxis oder öffentliche Busse sind rar gesät, so machten wir uns also zu Fuß an die Erkundung der Stadt, die leider nicht besonders fußgängerfreundlich ist. Wenig Fußwege und noch weniger Möglichkeiten über Hauptstraßen zu kommen, ließen Erinnerungen an Jakarta 2014 wieder wach werden. Besonders der Weg von der Innenstadt zur Kiarong Moschee war schweißtreibend und etwas nervig. Den Rückweg wollten wir deswegen per Bus am nahe gelegenen Terminal zurücklegen, wo wir jedoch feststellen mussten, dass dort wohl keine Busse fahren. Als wir nach einigen hundert Metern an einer Haltestelle eine Frau nach dem Bus fragten, siganlisierte diese nur, dass wir uns setzen sollen. Nach wenigen Minuten hielt dann ein japanischer Familienvan in den wir einsteigen sollten und der uns nach zehnminütiger Fahrt in der Innenstadt absetzte. Und das für wenige Brunei Dollar(und dem üblichen Buspreis). Was dieser Service im Endeffekt war, kann ich heute noch nicht sagen.

Ein weiteres Highlight in BSB ist das Wasserdorf, das Kampung Ayer, welches man bequem per Schnellboot an der Waterfront erreichen kann(1B$ pro Fahrt). Doch nicht nur einfache Wohnhäuser sind dort auf Stelzen im Wasser aufgebaut, auch Museen, eine Polizeistation, Restaurants und eine schicke, moderne Reihenhaussiedlung. Auf Stegen kann man so von Haus zu Haus wandern und sich über diese andere Art des Wohnens nur wundern.
Da der Sultan von Brunei natürlich einer der wichtigsten Männer des Landes ist, wird natürlich auch sein Geburtstag immer entsprechend gefeiert. So liest man u.a. von Empfängen bei denen der Sultan den anwesenden Gästen Geschenke überreicht. Und wenige Tage nach unserem Aufenthalt sollte der 75. Geburtstag des Sultan Hassanal Bolkiah Mu’izzadin Waddaulah gefeiert werden. So wurden nicht nur alle zwei Meter die Nationalflaggen ausgehängt oder Banner mit Glückwünschen, auch die Parade der Poizei und des Militärs musste natürlich geübt werden.
Und das auf dem königlichen Polofeld, zu dem man freien Zugang hat, da es mitten in der Stadt liegt. Wir stolperten durch Zufall auf diese Proben und schauten dem Spektakel auch bis zum Ende zu. So wurde der Einheitsschritt der Soldaten kritisch vom Oberkommandanten beäugt und zur Not mit einem schrillen Schrei berichtig.

Da wir ja während des Ramadans unterwegs waren, galt meine Hauptsorge etwas der Nahrungszufuhr. Letztlich erwiesen sich aber alle Sorgen für unberechtigt, denn man hätte selbst in Brunei tagsüber ohne Probleme etwas zu Essen bekommen. Spezielle Tipps für Lokale habe ich nicht, da iwr in BSB an sehr einfachen Imbissen gegessen haben, die aber richtig leckeres Essen angeboten haben. Hier sei besonders der Foodcourt an der Waterfront erwähnt, wo es ein göttliches Nasi Goreng Ayam(Fried Rice mit Hühnchen) gab.

Anders als in Malaysia gibt es aber keine bzw. gut versteckte Convenience Stores ala 7 Eleven. Aber dafür gibt es einen relativ großen Supermarkt im Yayasan Complex, das einen mit allen wichtigen Dingen versorgt.
Interessant war auch eine besondere Essenssituation: ausgehungert von unserem anstrengenden Tag schleppten wir uns in einen Imbiss, der von Einheimischen fast voll besetzt war und die uns auch fast gleichzeitig mit großen Augen anschauten. Komischerweise hatten sie alle schon was auf dem Tisch stehen, obwohl die Sonne noch nicht untergegangen war. Als dann wenige Augenblicke später das Gebet im TV zum Ende kam, aßen alle mit einer Geschwindigkeit ihr Abendessen, so dass wir nach 15 Minuten fast alleine in dem Lokal saßen. War kurios…vielleicht muss man aber auch dabei gewesen sein…

Wie weiter oben geschrieben, BSB kann man locker in zwei bis drei Tagen besuchen und hat dabei nichts verpasst. Viele machen wohl noch Touren in die Mangrovenwälder, aber als bekennender Phobiker langer Bootstouren wurde das aus dem Reiseprogramm gestrichen. Gewundert hat mich auch, dass man nur wenige Menschen auf den Straßen gesehen hat. Egal zu welcher Tageszeit. Wir waren sehr oft, die einzigen Leute im näheren Umkreis. Die ganzen Autos mal ausgenommen.
Wenn man schon mal auf Borneo ist, sollte man auf alle Fälle einen Zwischenstopp in Brunei einplanen. Sehr empfehlenswert!!

Nun ging es also wieder zurück nach Malaysia. Doch wir wechselten nicht nur das Land, sondern auch den Bundesstaat. Liegt Kuching und Miri nämlich noch im westlichen Sarawak, so flogen wir nun Richtung Sabah.

Noch kurz: wenn man von der Ausreise aus Brunei liest, fahren viele Touristen mit der Fähre auf die Insel Labuan und von dort aus wieder auf das malaiische Festland. Da ich aber bis kurz vor unserer Reise keinerlei Infos zu Fährtickets u.ä. hatte, entschieden wir uns letztlich für den Flug von Brunei/BSB nach Kota Kinabalu. Dieser wurde von Royal Brunei Air durchgeführt und mit 64,-€ pro Kopf zwar relativ „teuer“, aber so erreichten wir die Hafenstadt innerhalb einer Stunde und waren keinen halben Tag unterwegs.

Das war es mit Teil 1…die Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen!

 

In eigener Sache…

Liebe Leserinnen und Leser meines bescheidenen Blogs,

wie ihr sicherlich die letzten Wochen gemerkt habt, ist es wieder mal ein bißchen ruhiger auf dieser Seite geworden. Das liegt nicht an meinem gesunkenen Filmkonsum…soweit lasse ich es nicht kommen…sondern eher daran, dass ich mittlerweile auch auf einer anderen Seite schreiberisch tätig bin.

Denn auf dvd-forum.at schreibe ich mittlerweile für den Newsbereich „Games“ und widme meine Energie häufiger Spielen aus längst vergangenen Zeiten in der „Retroecke“. Auch der ein oder andere Test dort wurde schon von mir verfasst und ab und an gibt es einen kleinen Comicstrip von mir(findet ihr unter den ganzen „News“- und „Test“-Bereichen auf der Startseite).

Natürlich wird es hier weiterhin neue Artikel geben, denn irgendwo müssen meine Gedanken zu dem ein oder anderen Film ja hin. Aber es würde mich freuen, wenn ihr auch mal auf dvd-forum.at reinschaut, denn wir ziehen da was Gutes auf!

 

FrankonianZombie im Wunderland- Reisebericht Japan 2015

Wie der Titel schön verrät, ging es dieses Jahr wieder ins Land der unbegrenzten Reizüberflutung. Ins Land der schönsten Frauen. Ins Land der leckersten Speisen. Ins Land der vielreichsten Konserven-Bands. Ins Land der vollsten U-Bahnen. Kurzum: JAPAN.
Nach unserem unvergesslichen, ersten großen Urlaub 2010 dort, mussten wir nach so langer Abstinenz endlich mal wieder hin. Denn Japan ist einfach einmalig. Einmalig schön!!
Gesagt getan, Ende letzten Jahres bereits die Flüge über ANA gebucht und dann konnte es an die Planung der Route gehen.

Eins vorab: diesmal werde ich Euch den Reisebericht klarer unterteilen. So ähnelt er weniger einem Erlebnisbericht eines Drittklässlers über die Sommerferien und man kann nötige Infos schneller herausfiltern.

Nachdem der letzte Japan-Urlaub zur Kirschblütezeit zwar optisch sehr reizvoll war, aber teilweise sehr verregnet und kühl, planten wir nun einen etwas späteren Aufenthalt dort. Entschieden haben wir uns letztlich für den Mai, da dieser weder in der Regenzeit noch im brutal schwülen Sommer liegt.
2010 haben wir schon einige der Hauptziele für den typischen Japan-Touristen abgehakt, daher konzentrierten wir uns diesmal mehr auf Kyushu(der südlichste Teil der Hauptinsel) und Okinawa.

Insgesamt waren wir 22 Tage auf Reisen, inkl. Hin- und Rückflug Frankfurt- Tokyo Haneda/ Tokyo Narita- Frankfurt.

 

Die Fluglinie

Unsere Wahl der Airline fiel auf All Nippon Airways, kurz ANA, da wir bisher mit den asiatischen Fluglinien einfach die besten Erfahrungen gemacht haben und es sich vor allem wegen den Inlandsflügen finanziell deutlich gelohnt hat.

Wenn man nämlich mit ANA bzw einer anderen Star Alliance- Fluggesellschaft fliegt, kann man vom Star Alliance Pass Gebrauch machen, bei dem man für jeden zusätzlichen Inlandsflug nur 10000 Yen(ca 73,-€) bezahlt. Leider konnte man das nicht direkt bei Buchung des Fluges über die Homepage machen, sondern musste es telefonisch noch nachträglich einfügen lassen.
Hat aber auch alles prima geklappt dank der netten Telefondame der ANA und kurze Zeit später waren die E-Tickets für die Inlandsflüge in meinem Postfach.
Bei JAL hätten wir deutlich mehr bezahlen müssen und bei japanische Billigfliegern als Westler zu buchen ist beinahe unmöglich.
So kamen wir insgesamt für den Hauptflug plus dreier Inlandsflüge auf 1080,-€ pro Kopf.
Bereut haben wir es nicht. ANA war einfach klasse. Einziger Wermutstropfen war der Rückflug, der dann mit der Lufthansa durchgeführt wurde. Aber dazu später mehr…

 

Es ging also im sehr modernen Boeing Dreamliner gen Osten und das im stark unterbesetzten Flugzeug. Es waren nicht mal vierzig Leute mit an Bord des Fluges und so konnten wir eine ungekannte Platzfreiheit genießen.
Auch das Bordpersonal war trotz geringer Passagierzahl(oder vielleicht auch genau deswegen) hoch motiviert und versorgte uns regelmäßig mit Snacks, Getränken und Erfrischungstüchern.
Als meine Frau nachfragte, ob man denn den Fuji beim Landeanflug sehen würde, erkundigte sich die Stewardess beim Piloten und bat uns dann den Platz auf der linken Seite des Flugzeugs einzunehmen. Denn so war der Fuji perfekt zu sehen. Die tolle Aussicht quittierten die sichtlich begeisterten und in der Zwischenzeit zu einer Menschentraube zusammengewachsenen Stewardessen mit „Ahs“ und „Ohs“. Wirklich großartig!! Da fühlte man sich so herzlich aufgenommen und willkommen. Probiert das mal bei einem Kartenkontrolleur der Deutschen Bahn…
Ansonsten kann man ANA nur loben. Das Essen war prima, das Flugzeug hochmodern und das Bordprogramm sehr aktuell und so konnte man die elf Stunden Flugzeit auch gut verbringen.
In Tokyo landeten wir dann am Haneda Airport. Normalerweise gehen internationale Flüge hauptsächlich zu und von Narita, aber die japanischen Airlines landen auch ihre internationalen Flüge in Haneda.

 

Die Hauptstadt: Tokyo

Die ersten vier Tage waren also für Tokyo verplant, was normalerweise sehr wenig ist, aber da wir 2010 schon fast eine Woche hier waren, konnten wir den Aufenthalt natürlich etwas verkürzen.
Es ist einfach eine großartige Stadt, die man mal besucht haben sollte. Trotz der Menschenmassen nie wirklich hektisch und anstrengend….außer zur Golden Week.
Und das hatte ich diesmal nicht bedacht, denn es war die Golden Week und gefühlt halb Japan war in den Tokyoter Strassen unterwegs.
Aber wir hatten trotzdem eine schöne Zeit. Die üblichen Touri-Spots waren natürlich sehr gut besucht, aber wir bewegten uns zu einem großen Teil immer antizyklisch zu den anderen Touristen(dh später aufstehen, später zu Abend essen usw).

Untergebracht haben wir uns im Khaosan World, das im beschaulichen Stadtteil Asakusa liegt.
Ein ehemaliges Love-Hotel, das in einer sehr ruhigen Nebenstrasse liegt und von dem man zu Fuss sehr viel in kurzer Zeit erlaufen kann.
Das Zimmer an sich war groß und mit einer sehr funky Beleuchtung ausgestattet(Love- Hotel halt), aber das Bett war ein gefühlter Betonstein und leider nicht sehr bequem.
Der Staff war nett und konnte uns eigentlich auch bei allen Fragen helfen, WiFi war kostenlos und es gab die Möglichkeit zu Waschen. Des weiteren gab es eine Küche, eine Bar und sogar einen Comic-/PC-Raum.
Vom Preis-/Leistungsverhältnis hat das schon gepasst(ca 60,-€), evtl findet man für ähnliches Geld zumindest ein etwas weicheres Bett.

Welche Frage sich in solchen Großstädten ja immer automatisch stellt: wie komme ich möglichst günstig und effektiv von A nach B?
Waren wir vom letztjährigen Indonesien-Urlaub etwas stark Taxi- verwöhnt, muss man sich in Tokyo dann doch wieder etwas umstellen.
Der gute, alte PASMO wurde also wieder angeschafft. Eine Guthabenkarte, mit der man in ziemlich vielen japanischen Städten das öffentliche Verkehrsnetz nutzen kann, aber auch mittlerweile sehr häufig in Restaurants oder Shops bezahlen kann.
Nachteil ist sicherlich, dass man beim Fahren mit U-Bahn oder Bus immer genau den Streckentarif zahlt. Es gibt keine Ermäßigung wie beim Kauf eines Tagestickets oder ähnlichem. Aber, wie gesagt, kann man ihn sehr frei einsetzen.
PASMOs kann man an den jeweiligen Automaten in U-Bahnstationen oder Bahnhöfen erwerben. Neben der ersten Aufladung muss man dann noch ein Pfand von 500 Yen zahlen, das man aber bei der Rückgabe wieder bekommt. Sollte man sein Guthaben während der aktuellen Fahrtstrecke aufbrauchen, muss man an den Ausgängen der U-Bahnen nachzahlen. Das merkt man aber relativ leicht, da sich einfach der Durchgang sperrt und er einen deutlichen Ton von sich gibt.
Dank PASMO konnten wir also problemlos durch Tokyo kommen. Das U-Bahnsystem ist groß und auf den ersten Blick sehr verwirrend, aber es gibt eine sehr hilfreiche App der Tokyo Metro(funktioniert auch ohne Internetverbindung) und es ist alles ausreichend ausgeschildert.

Vom Flughafen Haneda zu unserer Unterkunft in Asakusa kamen wir problemlos mit dem Tsukuba Express, der die Strecke innerhalb von 40 Minuten zurückgelegt hat.

Wie oben schon beschrieben, hatten wir diesmal nicht so viele Touri- Spots auf unserem Zettel stehen. Unbedingtes Must-see war natürlich der Sky Tree, seit etwas über einem Jahr Tokyos größter Stolz. Und das Ding ist auch echt mal beeindruckend! Wahnsinn.
Erspart haben wir uns aber die teure Fahrt hinauf und die unendlich lange Warteschlange. Von unten wirkt das dann doch alles besser 😉 Va nachts ein Tipp, denn da ist er noch schön beleuchtet und wenn, wie im unserem Fall die Wolken tief hängen, biete sich da ein unglaublich tolles Spektakel.
Unbedingt noch mal einen Besuch abstatten, wollten wir Harajuku und Akihabara. Zum Großteil sicherlich, um ein bisschen zu shoppen und zu kucken. Aber auch, weil wir Harajuku beim letzten Besuch(es war einem Sonntag) vor Menschen kaum sehen konnten und unbedingt mal die berühmte Takeshita- Dori entlanglaufen wollten.
Schon kurios, was es da an Läden gibt und wie viele Menschen in so eine enge Gasse passen.
Ansonsten sind wir viel durch Läden und Sträßchen gebummelt und haben dem wunderschönen Ueno- Park mal wieder einen Besuch abgestattet.

Kleines Kuriosum war der Besuch eines Katzencafes, das in unserem Hostel beworben war. Inzwischen kennt man die ja schon, aber man will es halt mal mit eigenen Augen sehen. Das von uns besuchte, war aber nicht so der Knaller. Eine winzige Wohnung mit ca zehn Katzen, die alle irgendwie einen Schaden hatten. Aber am seltsamsten war der unnatürliche Umgang mit den Tieren seitens der Japaner. Als hätten sie vorher noch nie ein Tier gesehen…komisch!

Alles in allem war es aber schön, ohne Stress durch die Gegend zu laufen und einfach ein bisschen ins japanische Leben schauen zu können. Unbezahlbar!!
War es 2010 noch eher unbekanntes Terrain, konnte man sich jetzt schon sehr viel sicherer durch die kulinarische Welt Tokyos bewegen.
Und um die Vielfalt der japanischen Küche zu genießen, gibt es kein besseres Viertel als Asakusa meiner Meinung nach. Hier reiht sich Garküche an Sushi- Bar, Tempura- Restaurant an Bento- Laden und Okonimiyaki- Bar an Teppanyaki- Grill.
Da in Asakusa viele Touristen unterwegs sind und es viele Hostels/ Hotels gibt, sind alle Restaurants auf westliche Besucher eingestellt und bieten englischsprachige Speisekarten an.
Highlight war das superleckere Okonimyaki bei Sometaro, das wir frisch auf unserem Tisch zubereitet bekamen. Beim ersten half uns noch einer der Mitarbeiter des Ladens, beim zweiten haben sie dann bemerkt, dass wir eigentlich schon Okonomiyaki- Pros sind.
Sehr lecker waren auch die Gyoza bei Harajuku Gyoza Ro, das in einer Nebenstrasse der Omote-sando in Harajuku liegt. Da man sowohl im Lonely Planet als auch auf Trip Advisor nur Gutes darüber liest, war die Schlange entsprechend lang.
Aber die 20 Minuten Wartezeit haben sich gelohnt. Wir labten uns an gekochten und gebratenen Gyoza inklusive einem superleckeren Miso- Gurkensalat. Oishi!!!
An unserem letzten Tag in Tokyo mussten wir noch unsere Vouchers für den JR-Pass eintauschen. Das haben wir am JR-Bahnhof Ueno gemacht und so konnten wir am Folgetag vom Hauptbahnhof Richtung Kyushu, genauer gesagt Fukuoka aufbrechen.
Der JR-Pass dürfte den meisten Japan-Urlaubern bekannt sein. Es gibt ihn für 7, 14 oder 21 Tage und die Preise starten bei knapp 30000 Yen.
Damit kann man dann für die gewählte Zeitspanne so viel mit JR-Zügen fahren wie man möchte. Eben auch mit dem Shinkansen, wobei hier aber die zwei neusten Zugmodelle ausgeschlossen sind. Das ist aber nur ein kleiner Makel, normalerweise kommt man trotzdem sehr leicht von A nach B.
Den JR-Pass bzw den Voucher dafür muss man vor seiner Reise kaufen(gibt unzählige Portale dafür im Internet, siehe auch unten aufgeführte Links!) und tauscht diesen dann an einer der Servicestationen in den großen JR-Bahnhöfen um.
Sitzplatzreservierungen kann man dann auch umsonst vornehmen, es gibt aber auch Zugabteile für Menschen ohne Reservierung.

Jedenfalls ging es für uns dann Richtung Fukuoka, wo wir die nächsten drei Tage verbringen sollten.

 

Erste Station auf Kyushu: Fukuoka

Nach einmal Umsteigen in Shin-Kobe und ca vier Stunden kamen wir also entspannt am Hakata- Bahnhof an. Wundert euch nicht…das ist der Hauptbahnhof von Fukuoka, aber der wurde nach der zweiten Stadt benannt, die irgendwann mit dem eigentlichen Fukuoka zur jetzigen Großstadt zusammengewachsen ist. Verstanden? 😉
Wobei der Hauptbahnhof schon fast die Ausmaße einer Kleinstadt hat…unglaublich, was es da alles gibt. Angefangen beim Busterminal über Kino und Foodcourt bis hin zur ausladenden Dachterrasse, die vor allem am Abend einen wunderschönen Blick auf die Stadt bietet.
Als Unterkunft habe ich mich hier auch wieder auf die Qualität der Khasosan Hostels verlassen. Es gibt hier zwei, wir entschieden uns für das Annex, das zehn Minuten per Fuß vom Hakata- Bahnhof entfernt liegt.
Aber auch hier gab es wieder eine steinharte Matratze und leider lag das Hostel unter der Stadtautobahn. Daher war es schon recht laut, wenn man das Fenster geöffnet hat…aber wer braucht schon Frischluft?!?
Ansonsten war das normale Hostel- Qualität. Kleines Zimmer, dafür aber sehr sauber. Gab auch eine Bar und eine Küche im Erdgeschoss, die haben wir aber nicht genutzt.

In Fukuoka kann man sich prima zu Fuß fortbewegen oder auf den Hauptstrecken mit der U-Bahn. Auch hier kann man den PASMO nutzen, man muss also keine zusätzliche Karte oder so kaufen.
Weniger zu empfehlen, aber auf einigen Routen unverzichtbar, ist der öffentliche Bus. Der braucht oft wirklich sehr lange für Strecken, da es keine Busspur gibt, dafür aber viele Baustellen…
Man kommt trotzdem gut voran, muss aber etwas mehr Zeit einplanen und dem Busplan große Aufmerksamkeit schenken, damit man seine Haltestelle nicht verpasst.

An Sehenswürdigkeiten hat Fukuoka auch so einiges zu bieten. An einem Vormittag sind wir per Zug in den Vorort Kitakyushu gefahren und dann per Shuttlebus zu dem Wisteria Garden, einer großen Anlage mit Tunneln aus Blumen und hängenden Gärten undundund…besonders für Menschen interessant, die gerne Blumen fotografieren. Aber auch so war die Landschaft rundherum wirklich beeindruckend. Ein See hier, ein Damm da…und dazu super Wetter! Was will man mehr?
Auch sehr sehenswert ist die Burgruine im Ohori Koen- Park und eigentlich der komplette Park um den kleinen See herum. Vor allem am Abend sehr schön, wenn sich hier die Jogger und Gassigeher treffen und man sich einfach nochmal die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen kann.
Wer Tempelanlagen mag, sollte auch mal den Tocho-ji besuchen, der einen fast 11m hohen Holzbuddha beherbergt. Übrigens auch ein schöner Platz, sein Mittagessen zu verputzen.
Das absolute Highlight war aber der Besuch der kleinen Insel Nokonoshima, die man mit der Fähre vom Hafen Meinohama in ca 10 Minuten erreicht.
Dort angekommen kann man sich entweder ein Rad leihen(ging an diesem Tag leider nicht) oder man setzt sich in den Bus und dreht eine Runde über die Insel. Relativ hochgelegen ist der Island Park, der riesige Blumenlandschaften, aber auch einen Streichelzoo, einen „Golfkurs“ oder einen Foodcourt bietet. Der Eintritt ist mit 1000 Yen sehr fair.
Leider hatten wir jedoch nicht genug Zeit für diesen Teil eingeplant, so dass wir da einmal den Schnelldurchlauf aktiviert hatten. Denn wir mussten die Fähre um kurz nach fünf erwischen, damit wir pünktlich am Yahoo! Japan Dome sind.

Und was haben wir da gemacht? Natürlich was jeder anständige Japaner in einer Großstadt am Abend macht…Nein, nicht zum landesweiten Karaoke- Wettbewerb gehen, sondern zum Baseball.
Fukuoka beheimatet mit den Softbank Hawks den aktuellen japanischen Meister und hat ein beeindruckendes Stadion mit einer Kapazität von 35000 Menschen und einem verschließbaren Dach.

Um an die Tickets zu gelangen, mussten wir nur in einen der unzähligen Convenience-Stores, denn dort gibt es die Karten in der Regel an einem Automaten. Da diese leider nur auf Japanisch sind, musste also einer der Mitarbeiter herhalten und führte uns da mit Händen und Füßen durch die Menüs. Am Ende war ich stolzer Besitzer zweier Karten für das Spiel Hawks gegen Rakuten Eagles in Reihe 5(!!!). Für knapp 100,-€.
Aber typisch für Baseball musste man sich zunächst mit Essen eindecken. Leider gab es hier nicht so wie in Korea unzählige Stände mit Streetfood vor dem Stadion, sondern nur Filialen von Fastfood-Ketten. Aber das war auch ganz lecker und vermieste uns auf keinen Fall den Spaß am Spiel.

Ich kann mich noch an den ersten Schritt in das Stadion erinnern…das Spiel hatte gerade begonnen und die Stimmung war schon ganz gut. Aber dieser Blick in das Rund war schon sehr beeindruckend! Nun mussten wir nur noch unsere Plätze finden. Aber es gab an jedem Eck Mitarbeiter, die einen in die richtige Richtung schickten und so standen wir irgendwann vor einem Fangnetz, das die Zuschauer vor Bällen schützen sollte. Unsere Plätze aber waren VOR dem Netz. Deshalb gab es unter den Sitzen dann auch jeweils einen Helm und einen Handschuh. Wir saßen also quasi auf dem Feld, vom Geschehen nur von einer Bande getrennt. Es war ein unglaublich tolles Erlebnis! Und trotz der vielen Bälle, die in unsere Richtung kamen, konnte ich leider keinen fangen.

Da die Japaner ja generell sehr vorsichtige Menschen sind, gab es alle paar Meter einen Mitarbeiter des Stadions, der durch lautes Pfeifen mit seiner Trillerpfeife auf kommende Bälle aufmerksam machte. Sobald diese dann in der Menge gelandet sind, spurteten alle in der Nähe sofort zum Ort des Geschehens um sich zu versichern, dass auch nichts passiert ist.
Am Ende gewannen die Hawks dann auch verdient mit 5-3 und es gab ein Feuerwerk im Stadion. Ja, ein Feuerwerk!! Auch das Maskottchen, die Spieler und die Cheerleader haben dann noch eine Ehrenrunde durchs Stadion gedreht inkl. Abklatschen und Posieren für Fotos.
War wirklich ein tolles Erlebnis!
Ansonsten kann man in Fukuoka auch ganz gut einkaufen. Empfehlenswert sind hier Canal City(ein riesiger Komplex mit zig Läden von großen Ketten aber auch kleinen, unabhängigen Shops) und der Stadtteil Tenjin.
Dort gibt es auch die lohnenswertesten Restaurants wie zB der Ramenkette Ippudo. Einen Blick wert sind aber auch die Yatai in Fukuoka. Das sind mobile Straßenstände, die von Ramen über Frittiertes bis hin zu Nudelgerichten alles mögliche anbieten. Sie sind überall in der Stadt anzutreffen, es gibt aber ein oder zwei Hotspots an denen sich die meisten sammeln. Zum Beispiel am Fluss oder um den Tenjin- Bahnhof.

Eines ist sicher: Verhungern kann man in Fukuoka definitiv nicht!!

 

Eine meiner Lieblingsstädte: Nagasaki

Mittlerweile war die erste Woche schon wieder vorbei und wir saßen schon wieder im Zug gen Südwesten, nach Nagasaki.
Dorthin gibt es leider keine Shinkansen- Verbindung, also mussten wir mit einem Limited Express Vorlieb nehmen, der aber vom Komfort einem deutschen ICE schon recht nahe kommt. Leider war die Bahnstrecke sehr wackelig und ständig hat es geruckelt und gezuckelt, so dass ich relativ blass aus dem Zug in Nagasaki ausstieg.

Als Unterkunft hatte ich mir das Hostel Akari ausgesucht. Das hatte durchweg gute Bewertungen und machte schon auf der Homepage einen guten Eindruck. Auch hier waren es nur fünfzehn Minuten per Fuß, man hätte aber auch die Tram nehmen können.
Leider haben wir irgendwann eine falsche Abzweigung auf der eigentlich nicht so komplizierten Strecke genommen und haben so schon sehr viel von der Stadt gesehen als wir dann doch nach einer halben Stunde am Hostel ankamen.

Das Zimmer war relativ groß und hatte ein Bett mit einer ECHTEN Matratze. Das wäre eigentlich ein Grund für einen 48-stündigen Dauerschlaf gewesen, aber wir machen ja keinen Urlaub um uns Auszuruhen…hihihi.
Das Hostel liegt in einer sehr ruhigen Ecke direkt am Fluss und ist definitiv zu empfehlen.

Zur Fortbewegung in Nagasaki: das eigentliche Zentrum ist sehr gut per pedes zu erkunden, für einige Spots sollte man aber die Tram nehmen. Bei dieser kostet jede Fahrt 180 Yen, es gibt aber auch einen Tagespass.

Dafür, dass wir nur zwei Tage bzw drei Nächte in Nagasaki hatten, haben wir aber sehr viel gesehen.

Angefangen bei den größten Touristen- Magneten, den Glover Garden und den Dutch Slopes. Da Nagasaki ja eine sehr europäische Vergangenheit hatte und vor allem die Holländer sehr präsent waren, wirkt so mancher Teil wie aus Ostfriesland herausgeschnitten und nach Japan transplantiert.
Weitere Attraktionen sind das mit Kitsch überladene Chinatown(Highlights hier: ein Mao- Kartenspiel, Bruce Lee- Anzüge und Spielzeug aus der Hölle), der Shindaiku Markt(nicht an Sonntagen), der Fluss Nakashima und die überdachten Arcaden.
Sehr sehenswert ist auch der Suwa- Schrein, der einen wunderschönen Blick über das Tal bietet, in dem Nagasaki liegt.
Eigentlich sollte man sich in solch einer historisch bedeutenden Stadt auch mit dem Atombombenabwurf und den damit einhergehenden Grausamkeiten auseinandersetzen, aber, und das klingt jetzt vielleicht blöd, wir haben Ähnliches schon in Hiroshima gesehen und uns ausführlich damit beschäftigt. Von daher haben wir das ausgespart.
Was man noch unbedingt machen sollte, ist eine Fahrt auf den Inasa-yama, ein kleiner Berg neben Nagasaki, der einen tollen Rund-um-Blick bietet.
Normalerweise kommt man da per Gondel hoch, diese wurden aber leider gerade gewartet. Deshalb sind wir dann mit einem Bus vom Hauptbahnhof ab gefahren.
Was mich im Nachhinein etwas wurmt, ist der verpasste Besuch von Gunkanjima. Das ist eine verlassene Insel vor der Küste, die früher mal zur Kohleförderung genutzt wurde und seit den 70ern ungenutzt ist. Muss toll sein…
Ich bin aber kein großer Freund von Schiffen und um dorthin zu gelangen, ist das eben unvermeidbar. Aber gut, ich komme wieder!!!

Dazu beigetragen, dass Nagasaki zu einem der Höhepunkte der Reise und nach Hiroshima Lieblingsstadt Nr.2 in Japan wurde, hat aber auf jeden Fall auch das Essen.
Spezialität vor Ort ist übrigens das Castella, ein Rührkuchen den es meist in den drei Geschmacksrichtungen Pur, Schoko oder Macha gibt.
Am Besten waren aber zwei Abendessen. Einmal an unserem Hochzeitstag zu dem wir uns etwas Besonderes gönnen wollten. Denn da waren wir im Shippoku Hamatsu zum, ja richtig, Shippoku essen. Das ist im Grunde ein Menü, das aus lauter kleinen Gängen besteht. So gab es also von Misosuppe und kleinen Fischköstlichkeiten über eine warme Azukibohnensuppe bis hin zu undefinierbaren, aber leckeren Dingen alles was die japanische Küche so her gibt.
Zweiter Geschmacksorgasmus war das Abendessen bei Champon Keikaen. Und auch hier verrät der Restaurantname auch schon was es gab: Champon. Eine weitere lokale Spezialität und eher chinesischer Herkunft. Im Endeffekt sind es Nudeln(mehrere Sorten stehen zur Auswahl) in einer Brühe mit verschiedenen Gemüsesorten und Fleisch oder Fisch. Oder beidem zusammen. Klingt unspektakulär, ist aber was ganz Feines. Dazu haben wir uns noch ein paar Leckereien von der Karte bestellt und waren anschließend froh, dass es bergab zum Hostel ging…

Ein feiner Happen für zwischendurch ist das sog. Kakuni-maju, ein schweinezarter Schweinebauch mit süßer Soße in einem gedämpften Weizenbrötchen. Den Schweinebauch gab es auf Kyushu auch öfter. Superfein!!!

 

Ich seh’ nur heiße Quellen!!: Beppu

Den kürzesten Stopp auf unserer Japan-Tour 2015 legten wir in Beppu ein, das quasi genau auf der anderen Seite Kyushus liegt. Deshalb war der Weg auch etwas länger und wir kamen erst gegen Mittag in der Stadt der Onsen an.

Ich hatte bei der Reisevorbereitung Beppu zwar als Must-see eingeplant, dachte mir jedoch, dass eine Nacht vor Ort ausreichen wird. Aber denkste…im Endeffekt hätte man in dieser kleinen Hafenstadt noch ein bis zwei Tage länger bleiben können.

Diesmal hatten wir als Unterkunft mal ein richtiges Hotel und zwar das New Tsuruta, das nicht weit vom Hafen und vom Stadtzentrum entfernt liegt.
Und für den Preis war dieses Hotel der absolute Hammer! Ein riesiges Zimmer, was fast schon einer Wohnung glich und ein Meerblick, der eigentlich unbezahlbar war. Dazu hatte das Hotel einen eigenen Onsen und auch die Mitarbeiter waren superfreundlich.
Kann man nur empfehlen!!

Der Hauptgrund für den Besuch hier, waren aber die heißen Quellen. Auf der einen Seite die öffentlichen Bäder, die es zuhauf in Beppu gibt, auf der anderen Seite aber auch die Jigoku-Quellen, die etwas außerhalb liegen. Das sind acht verschiedene Quellen und alle haben eine andere Besonderheit. Die einen haben besondere Farben, die anderen sind schlammig usw. Das war sehr schön anzuschauen. Weniger toll waren die Tiergehege, die bei einigen dieser Quellen dabei waren. Einmal zu klein, dann wiederum war man sich nicht sicher, ob das Tier darin überhaupt noch lebt. Das hätte man sich sparen können.
Dorthin kommt man am besten mit dem Bus ab dem Hauptbahnhof. Auch hier kann man wieder den PASMO nutzen.

Am Abend waren wir dann noch in einem Onsen in der Nähe des Hotels und haben uns in heißen Sand eingraben lassen. Das hat gut getan, war aber für mich als passionierter Sauna- Verweigerer, zunächst etwas stressig.
Meine Frau hat dann noch eine richtige Onsen-Erfahrung im Hotel gemacht und war ab diesem Zeitpunkt in jedem öffentlichen Bad, das uns über den Weg lief, zu finden-

Auch in Beppu hat man die verschiedensten Möglichkeiten, seinen Hunger zu stillen. Wir waren im Toyotsune, das ein breitgefächertes Angebot hat. Hier bekommt man Sushi, Sashimi, Tempura….einfach alles.

 

Letzte Station auf Kyushu: Kagoshima

Nach den heißen Quellen im Osten Kyushus, ging es nun zur „Stadt mit dem Vulkan“ in den Süden.
Da dieser Feuerspucker immer noch aktiv ist und sich ab und zu mal zu Wort meldet, roch es immer ein bißchen nach Schwefel und auch die Straßen waren von einer feinen Schicht Vulkanasche bedeckt.
Seit unserer ersten Japan-Reise war es ein Wunsch, mal in einem richtigen Ryokan zu übernachten. Also buchte ich ein Zimmer im Nakazono Ryokan. Eigentlich wurde das überall als eher positiv bewertet und auch die Homepage ließ ein gemütliches Heim vermuten. Jedoch war das auch eher ein Hostel mit einem Besitzer, Nakazono-san, der etwas gelangweilt scheinend sein „Hallo Besucher“-Programm abspulte(Karte auf den Tisch, hier ist das und hier das…viel Spaß!). Das Zimmer war ok. Hatten ein Tatamibett und ein Toilette(Bad war separat), aber das war alles jedoch recht weit entfernt von einem richtigen Ryokan. Außerdem roch es sehr muffig in der ganzen Bude.
Effektiv hatten wir dank der langen Anreise und der frühen Abflugzeit nach Okinawa nur einen Tag Zeit und nutzten diesen für einen Besuch der Vulkaninsel Sakurajima. Das ist der o.g. aktive Vulkan.
Mit der Fähre dauert die Überfahrt ca zwanzig bis dreißig Minuten. Wie schon auf Nokonoshima hat man hier die Wahl zwischen Erkundung mit Rad oder der gemütlichen Variante im Bus. Und da ich Urlaub hatte und es heiß war und die Räder mir auch nicht gefallen haben usw*bitte weitere fadenscheinige Ausreden ergänzen*, nahmen wir den Bus. Dieser fährt ein paar schöne Spots ab und bei jedem gibt einem der Busfahrer eine exakte Zeit vor, wann es weitergeht. So müssen sich japanische Touristen im Ausland fühlen…War aber nie groß hektisch und so haben wir die Tour auch genießen können.
Im Hafen wieder angekommen, haben wir unsere Füße in einer heißen Quelle gebadet und sind noch etwas am Strand spazieren gegangen.

Wenige Stunden nachdem wir die Insel verlassen hatten, erwachte der Vulkan mal wieder zum Leben und spuckte eine meterhohe Aschewolke aus. Sah auf den Bildern echt imposant aus, wir saßen zu der Zeit schon im Flieger Richtung Okinawa und haben das Spektakel eigentlich nur dank Instagram verfolgt.
Auch in Kagoshima haben wir(mal wieder auf dieser Reise) sehr gut gegessen. Zum einen waren wir ein einem edlen Shabu Shabu- Restaurant, das…Überraschung…Shabu Shabu serviert. Für Fleischfans interessant, alle anderen essen Probe.
Außerdem haben wir uns an einem Abend in einer der vielen Seitenstraßen, in denen es vor Bars und Restaurants nur so gewimmelt hat, einen Haufen leckerer Spieße geholt. Da war von Tintenfisch über Spargel im Speckmantel bis hin zu süßen Spießen(mit Reiskuchen) alles dabei. Wurde nach dem Aussuchen alles frisch gegrillt und mit einer leckeren Marinade überzogen. Feine Sache!

 

Shisa, Sushi & Touristen- Krempel: Okinawa

Schon 2010 konnten wir uns einen Abstecher nach Okinawa nicht verkneifen. Leider waren wir damals einfach zu kurz auf dieser wunderschönen Inselgruppe und zur falschen Jahreszeit.
Aber diesmal sollte das anders werden…

Nach einem knapp 90-minütigen Flug mit Solaseed Air(Billigflieger in Kooperation mit ANA, aber auch top!), landeten wir in Naha.
Was man dort definitiv benötigt, ist ein Leihwagen. Denn die Strecken sind oft länger als gedacht und gerade wenn man in den Norden der Insel möchte, kann das ganz schön zeitraubend sein.
Den Leihwagen habe ich über Japan Experience gebucht, Hauptvermieter dort ist Nissan. Diese haben sogar englischsprachige Navis in den Autos(das Menü ist Englisch, der Rest Japanisch), was für mich das Hauptargument war. Zum Führen eines Kraftwagens braucht man in Japan einen übersetzten Führerschein, den man am besten über die Deutsche Botschaft in Tokyo anfordert. Und das geht ganz unkompliziert: beglaubigte Kopien des Führerscheins und Personalausweises einscannen und an die Botschaft schicken. Diese übersetzen das Ganze und senden es per Post zurück nach Deutschland. Überweisungsträger liegt dann bei und kostet knapp 40,-€.

Also ging es per Shuttleservice von Nissan Rent-A-Car vom Airport zur Autovermietung, wo wir unseren grandiosen Nissan Cube abholen konnten. Und das ist wirklich ein Würfel, eben ein typisch japanischer Kastenwagen.
Aber die nächste Hürde wartete schon auf mich: Linksverkehr!! Davor hatte ich wirklich Respekt, aber zum Glück hatte man sich schneller als gedacht dran gewohnt, auf der falschen Seite der Straße zu fahren.

Was kann man sonst noch zum Autofahren in Japan sagen? Das war allgemein sehr entspannt. Man darf aber auch nicht wirklich schnell fahren. 40km/h innerorts, 60 außerorts. Auf der Autobahn dann wahnsinnige 80!!! Da kam man schon mal in einen Geschwindigkeitsrausch. Parken ist immer etwas schwierig. Man sollte bei der Wahl der Unterkunft immer auf einen hauseigenen Parkplatz achten, sonst kann man da auch gerne mal ein kleines Vermögen fürs Parken bezahlen.
In Naha eine schöne und zugleich preiswerte Unterkunft zu finden, war etwas schwieriger. Aber ich hatte wirklich richtiges Glück und habe noch eine richtig tolle Unterkunft ausgemacht. Und zwar war das das Rakuchin Hotel. Lag sehr ruhig in einer Wohngegend, aber nur 20min zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. In der Nähe waren auch viele Restaurants und ein Family Mart. Also alles was man braucht!
Der Staff war sehr nett! Einen kleinen Fauxpas gab es: die Putzfrau hat bei der Zimmerreinigung aus Versehen die Bikinihose meiner Frau in die Hauswäsche. Als Entschädigung gab es dann eine Flasche Pflaumenschnaps, eine Flasche Reiswein und Chips. Und geschätzte viertausenddreihundertsiebenundsiebzig Entschuldigungen. Aber die Hose ist wieder aufgetaucht und sie haben sie uns sogar nach Ishigaki nachgeschickt.

An der Kokusai-dori kommt man als Tourist natürlich nicht vorbei. Das ist DIE Straße in Naha! Und dort wird einfach alles verkauft, allen voran natürlich alles was Okinawa ausmacht, also Schlangenschnaps, verschiedene Salzsorten, Shisas(Schutzstatuen) undundund…
Das kann durchaus mal etwas viel sein, manche Läden sind mit Krempel vollgestopft bis oben hin. Aber ist eben perfekt, um Mitbringsel einzukaufen.

Naha hat aber auch seine ruhigen Seiten. Besonders ist hier das Töpferviertel hervorzuheben, das noch sehr ursprünglich wirkt. Hier kann man mal ganz besonnen durchlaufen.
Einen Tag hatten wir uns auf alle Fälle für das Okinawa Aquarium reserviert. Und da wurden wir überhaupt nicht enttäuscht. Das bietet nämlich neben einem kostenpflichtigen Innenbereich, einen doppelt so großen, kostenfreien Außenbereich mit allerlei Getier aus den Ozeanen dieser Welt.
Aber auch der Eintrittspreis war echt fair(ca. 10,-€/Person). Für die Größe und das Dargebotene kann man da nicht meckern. Highlight ist das riesige Becken in dem drei(!!) Walhaie leben, plus Haien, Rochen usw. War ein unglaublicher Anblick!
Wie gesagt, bot auch der Außenbereich so einiges, ua auch einen eigenen Strand. Dieser war lustigerweise in die Bereiche „Relax“, „Swim“ und „Action“ aufgeteilt und hielt eine riesige Hinweistafel bereit, die vor den „Gefahren“ des Meeres warnt. Darunter waren tödliche Seeigel, Seeschlangen und hinterlistige Rotfeuerfische…vielleicht alles in etwas dramatisierter Form.

Neben Töpfereien ist Okinawa auch noch für seine Glasfabriken bekannt. Deswegen konnte man sich auch einen Besuch in einer dieser Fabriken nicht entgehen lassen. Ist halt vor allem was für Touristen.

 

Das Essen auf Okinawa ist etwas anders als auf der Hauptinsel. Natürlich bekommt man hier auch sein Sushi oder Tempura, aber es gibt ein paar sehr leckere Spezialitäten.

Auf der Suche nach der Soba-Bude von vor fünf Jahren, stießen wir auf ein anderes kleines Restaurant, das wir prompt an drei der fünf Tage in Naha aufsuchten.
Dort gab es superleckere Okinawa-Soba, aber auch Taco-Reis(genialer Mix aus amerikanischer und japanischer Küche) und solche Köstlichkeiten wie Tintenfisch in der eigenen Tinte. Genial sind auch die feinen Frühlingszwiebeln, die frittiert serviert werden. Beliebt ist auch die Bittergurke Goya, aber die muss man schon mögen.

Sehr, sehr, sehr zu empfehlen ist auch das Eis der Blue Seal- Filialen. Ist etwas teurer, aber dafür bekommt man das beste Eis des Universums. Ausprobieren!!! Gibt es fast ausschließlich auf den Okinawa- Inseln.

 

Gibt es ein Leben nach Ishigaki?!?

Und dann war es auch schon soweit. Unsere letzte Woche war angebrochen und somit machten wir uns auf den Weg zu unserer letzten Station in Japan: der kleinen Insel Ishigaki. Vom Naha Airport ging es via ANA zur besagten Insel. Die Flugzeit betrug knappe 50 Minuten.

Und dann landeten wir in diesem kleinen Paradies!! Der erste Eindruck war schwül und heiß und irgendwie sehr tropisch! Das Prozedere war ähnlich wie in Naha. Erst mal den Leihwagen geholt(einen langweiligen Nissan Micra; nicht so spannend wie der Cube…) und ab zur Unterkunft.

Diese war in dem beschaulichen Örtchen Kabira, das im Nordwesten der Insel liegt und ca 30km vom Flughafen entfernt. Also war erst mal cruisen angesagt und so konnten wir schon mal einen guten ersten Eindruck von der Insel gewinnen.
Wir waren im Iriwa Guesthouse untergebracht. Und diese Unterkunft war echt schön!. Liegt fast auf dem höchsten Punkt des Dorfes und so hat man eine schöne Aussicht von dort oben. Wir hatten die Hibiscus- Suite mit zwei riesigen Betten und eben erwähnter toller Aussicht! Die Leute vom Staff waren teilweise sehr crazy und haben sich selbst immer eine schöne Zeit gemacht. Der Besitzer, Gon, nahm andere Gäste und uns einmal im Auto mit und zeigte uns interessante Spots rund um das Dorf.

Kabira an sich ist ein kleines, verschlafenes Städtchen mit zwei Supermärkten und einer Handvoll Restaurants mit einer breiten Auswahl. Außerdem ist es bekannt für seine Bucht, die tagsüber von Touristen überschwemmt wird, die sich das alles per Glasboden-Boot anschauen.

 

Auf Ishigaki ging an Ausflügen nicht besonders viel. Wir waren platt von den Wochen davor und waren froh um jedes Stündchen, das man mit Relaxen verbringen konnte.
So sind wir viel durch die Gegend gefahren, haben an einigen Stränden mal Halt gemacht und einfach die „freie Zeit“ genossen.
Meine Frau war an einem Tag beim Tauchen und kehrte euphorisiert zurück, da sie Mantas gesehen hat. War wohl recht beeindruckend!
Als hätte der Wettergott geahnt, dass wir nicht viel unternehmen möchten, ließ er es dann auch prompt regnen wie aus Eimern. Und das volle zwei Tage lang…mit kurzen Unterbrechungen.
Eine dieser Unterbrechungen nutzten wir für eine Überfahrt mit einem Boot nach Taketomi. Das ist eine winzige Insel westlich von Ishigaki, die man locker zu Fuß in ein paar Stunden umrunden kann. Um dort hinzukommen mussten wir in die Hauptstadt, Ishigaki City. Auch dort bummelten wir mal durch die Einkaufsstraßen und versorgten uns am Abend im riesigen Max Value- Supermarkt mit allerlei Spezialitäten, die man hierzulande nur schwierig bekommt.

 

Gegessen haben wir auf Ishigaki natürlich auch wieder sehr gut, hauptsächlich vor Ort in Kabira.
Zum einen gab es da ein heimeliges, kleines Lokal, das vom Okonomiyaki bis hin zum Ishigaki-Beef(sehr fein!!) gute Sachen im Angebot hatte. Und dann gab es da noch diesen leckeren Sushi-Laden! Leider hab ich keine Namen mehr parat, aber das Städtchen ist sehr übersichtlich. Wenn ihr mal hinkommt, einfach durchfragen.
Zu unserer Überraschung geb es auch überall englischsprachige Speisekarten, das war vor fünf Jahren auf Miyako noch anders.

Besonders hervorheben muss man auch die Pinacolada Bäckerei in Kabira. Was die zwei Angestellten dort alles an feinen Sachen zaubern, ist sagenhaft! Vom leckeren BLT-Sandwich bis hin zum Apfelkuchen werden hier alle Backwaren- Fetischisten befriedigt.

 

Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Tokyo, denn dort ging am nächsten Morgen unser Flug Richtung Heimat.

Unsere letzte Nacht verbrachten wir im K’s House, mittlerweile eine lange etablierte Hostel-Kette. Zimmer war recht klein, aber sonst war alles gut.
Der Rückflug wurde dann durch die Lufthansa durchgeführt, was ich schon eine Stunde nach Abflug bereute. Auf der einen Seite ist das Servicepersonal lange nicht so nett und auf Zack gewesen wie die Damen und Herren der ANA, auf der anderen Seite war es stundenlang ein Geruckel und Gehoppse…da kann die Lufthansa nichts für, aber in dem Moment war ich einfach genervt und wehmütig, dass ich wieder heimfliegen musste.

 

Ja, das war mein Reisebericht. Eventuell ist er etwas lang geraten, aber Japan ist einfach eine Herzensangelegenheit und da möchte ich nichts auslassen. Und es soll ja auch als Inspiration für andere Weltenbummler gelten!! Also: Flüge buchen und ab in eines der schönsten Länder auf diesem Planeten!

Zum Abschluss gibt es noch ein paar hilfreiche App- Tipps(gebe nur Verfügbarkeit für iOS an, Android unklar) und Links für Eure Reise:

  • Hyperdia(iOS): App mit kompletten Zugfahrplan; leider nur online nutzbar und nach 30 Tagen kostenpflichtig;
  • Tokyosubway(iOS): Fahrplan der Tokyoter U-Bahn; offline nutzbar;
  • CityMaps2Go(iOS): Offline- Stadtpläne; ab und zu gratis im Appstore zu haben;
  • Japan Experience: internationale Reiseagentur für Japan; hier gibt es von der Autovermietung über den Railpass alles man braucht
    https://www.japan-experience.de/
  • Deutsche Botschaft Tokyo: zur Übersetzung des Führerscheins
    http://www.japan.diplo.de/Vertretung/japan/ja/Startseite.html
  • Hyperdia: Fahrpläne von Zügen, Shinkansen usw.
    http://www.hyperdia.com/

 

Unsere Reise haben wir hauptsächlich mit dem Lonely Planet- Reiseführer geplant, ansonsten ist das Internet natürlich eine gute Quelle, besonders TripAdvisor.

 

 

 

Es geht weiter…

Lange, lange Zeit war es sehr ruhig auf dem Blog, aber ich hab es zetlich einfach nicht geschafft, hier aktiver zu sein. Aber künftig wird sich das wieder ändern.
Denn die vielen Kurzreviews zu Filmen, die es quasi täglich auf meiner Facebook-Seite gab, werden jetzt hier ihr Zuhause finden. In letzter Zeit haben nämlich immer weniger Leute meine Beiträge auf Facebook überhaupt sehen können…Danke dafür, Facebook!

Weiterhin also viel Spaß mit dem Blog und scheut Euch nicht vor Kommentaren oder Likes!

Dilarang merokok!…Reisebericht Indonesien 2014

Auch dieses Jahr ging es wieder für einige Tage ins Ausland. Diesmal zurück nach Asien, Ziel war Indonesien.
Da Indonesien aber nicht gerade ein kleines Land ist, musste man im Vornherein klären: Wo will man hin? Was will man sehen?
Wenn man dann auch „nur“ drei Wochen Zeit hat, grenzt sich das Ganze dann noch einmal ein.
Hilfreich war mal wieder der Reiseführer zu Indonesien von Stefan Loose und der Lonely Planet zu Bali & Lombok. Desweiteren natürlich der ein oder andere Reiseblog oder Reiseforen.

Indonesien besteht aus fünf Hauptinseln und mehreren tausend kleineren Inseln und ist mit ca 240 Mio Einwohnern der viertgrößte Staat der Welt. Fast 200 Mio Menschen davon sind Muslime, daher ist Indonesien der größte muslimische Staat der Welt(über Ausübung der Religion und damit verbundene Besonderheiten gibt es im Lauftext mehr).
Das Klima hängt aufgrund der starken Ost-West-Ausdehnung davon ab, wo man sich Indonesien befindet. Ist aber natürlich eher wärmer und feuchter.

Wir entschieden uns dann letztendlich für Java und Lombok als Reiseziel. Java, da es dort die interessantesten Städte gibt und man relativ einfach von A nach B kommen kann und Lombok, weil es nicht so von Touristen überlaufen ist wie Bali, aber trotzdem Traumstrände und pures Urlaubsfeeling bietet.
Der Flug war relativ schnell gefunden. Für ca 680,-€ pro Person buchten wir bei Etihad Hin- und Rückflug mit Zwischenstopp in Abu Dhabi.
Direktflüge von Deutschland nach Indonesien gibt es so gut wie keine, daher muss man einen Stopp einplanen.
Sonstige Reisevorbereitungen mussten nicht groß getroffen werden. Jeder sollte natürlich eine vernünftige Reiseapotheke parat haben, evtl nötige Impfungen abchecken und sich definitiv ein Moskitonetz kaufen(am besten ein imprägniertes).
Für Java sollte man die normalen Grundimpfungen haben, für Lombok wird auch eine Tollwut-Impfung aufgrund der vielen Straßenhunde empfohlen und Malaria-Prophylaxe sollte man auch im Gepäck haben. Am besten vorher beim Arzt oder besser noch, dem Tropeninstitut klären.
Da ich immer gerne schon mit etwas Bargeld ins Land einreise, habe ich bei der Reisebank indonesische Rupien bestellt. Das ging ziemlich problemlos und fix. 10000Rp entsprechen z.Zt. ungefähr 0,60€.
Die Inlandsflüge und Zugfahrten waren zunächst von Deutschland aus nur schwer zu organisieren. Entweder nahmen die Fluggesellschaften keine deutschen Kreditkarten an oder verweigerten komplett den Buchvorgang.
Zum Glück brachte mich aber eine Besitzerin des Hostels in Yogya im Laufe unseres Mail-Verkehrs auf die Seite www.tiket.com. Dort kann man von Unterkunft über Mietwagen bis hin zu Bahn oder Flug alles buchen was das Herz begehrt. Und ganz problemlos mit Kreditkarte bezahlen!
Unbedingt nötig wäre das alles nicht gewesen, denn vor Ort kann man sich ohne Probleme alles von Zug- über Flugtickets relativ spontan besorgen. Die meisten Hostels/Unterkünfte bieten dabei Hilfe an oder organiseren einfach ein Auto samt Fahrer.

Am Samstag, den 07.06. ging es dann endlich los. Unser Flug mit Etihad startete um 11.15 Uhr und war nach ca. 6h Flug in Abu Dhabi. Dort ging es dann nach einem längeren Aufenthalt weiter Richtung Jakarta und nach weiteren 8h kamen wir endlich am internationalen Flughafen an.
Vor Ort muss man sich bei der Einreise zunächst ein Visum kaufen. 30 Tage kosten 25,-US$(kann man nach der Laufzeit aber auch noch verlängern). Bezahlung geht nur mit Bargeld, ein Bankautomat ist aber in Reichweite des Visa-Schalters.
Inzwischen war es Sonntag und man war etwas gerädert. Zum Glück war es relativ einfach den Bus- Bahnhof zu finden, an dem die Busse in die Stadt fahren. Ein Ticket kostet 20000Rp, der Bus ist ca eine Stunde in die Innenstadt unterwegs.
Wir wollten zunächst zum Bahnhof Gambir und nahmen uns dort dann ein Taxi zum Hotel. Zu Taxis in Indonesien folgendes: Bitte nutzt die Taxis der Bluebird Group! Es gibt zwar auch andere „richtige“ Unternehmen, aber bei Bluebird hatten wir die wenigsten Probleme. Und achtet darauf, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet. Von der Problematik haben wir vorher schon gelesen und sind deswegen gezielt auf ein blaues Taxi zugelaufen.
Blöderweise war das aber ein Bluebird-Fake!!! Da das Hirn nach 24h ohne viel Schlaf aber nicht mehr allzu leistungsfähig war, handelten wir eben einen Festpreis mit dem Fahrer aus. Also ging es für 75000Rp(für ca 12km) in den Stadtteil Tebet, dort hatten wir im Pop!Hotel reserviert.
Das Hotel ist relativ neu und bietet schöne Zimmer inkl. Dusche und Doppelbett für einen guten Preis(ca 25,-€/Nacht). Sehr zu empfehlen!!
Nach einer kurzen Erfrischung und einem kurzen Schläfchen ging es dann zurück an den Bahnhof Gambir. Mit einem richtigen Taxi! Und siehe da: das kostete auch nur die Hälfte.
Von Gambir kommt man relativ einfach zum Monumen Nasional, einer 137m hohen Säule, die an den Kampf der Unabhängigkeit Indonesiens erinnern soll. Dort war zu dem Zeitpunkt nicht mehr so viel los. Viele Stände hatten bereits geschlossen oder räumten gerade zusammen.
Aber der Anblick der, unterschiedlich beleuchteten Säule machte schon was her und war den Besuch wert.
So langsam meldete sich der Magen! Die Jl. Jaksa, eine Straße mit vielen Essensmöglichkeiten, lag laut unserem Reiseführer gleich ums Eck. Also liefen wir los…wir mussten nur über diese verfl*****, vierspurige Straße kommen. Von Europa verwöhnt, suchten wir also den Fußgängerweg über die Straße. Aber da war keiner! Nach 15 Minuten gaben wir entnervt auf über die Straße zu kommen und nahmen uns einfach ein Taxi. Nach fünf Minuten Fahrt waren wir dann endlich am Ziel und suchten uns etwas leckeres zum Essen!! Es gab: Nasi Goreng Ayam(gebratener Reis mit Hühnchen).
Wir waren von Sonntag bis Mittwoch in Jakarta. Ua erkundeten wir Chinatown(dort lud uns eine nette ältere Chinesin auf eine Portion Gado Gado ein) samt buddhistischen Tempel, besuchten das alte Stadtzentrum Jakartas inklusive Hafen und die Istiqlal-Moschee(die größte in Südostasien).
In der Moschee wurden wir gleich von einem der Sicherheitsbeamten einkassiert und wurden zunächst in die Besonderheiten eingewiesen. So musten wir uns etwas über unsere Straßenkleidung ziehen und durften uns auch nur auf einem bestimmten Stockwerk bewegen. War aber definitiv sehr interessant und atmosphärisch, va da wir auch gerade zur Gebetszeit da waren. Zu guter letzt „durften“ wir eine Spende geben, die sich der Herr aber anscheinend gleich mal selber eingesteckt hat. Verrückt!
Außerdem gab es eine kleine Shopping-Einheit in der Grand Indonesian Mall(acht Stockwerke inkl. Kino, Fressmeile und Kinderparadies). Denn wie wir auf den bisherigen Reisen gelernt haben: asiatische Malls sind doch die Besten!!!
An unserem letzten Abend besuchten wir nochmal das National-Denkmal, denn da startete just an diesem Tag das dreitägige Food Festival. Dort wurden landesweite Spezialitäten vorgestellt und verkauft. Anscheinend schauten wir bei vielen Speisen so fragend, dass uns manches gratis zum Testen angeboten wurde. So konnte man schon mal einen guten Überblick bekommen, was uns kulinarisch die nächsten Wochen noch erwarten würde: verdammt leckeres Essen!!!

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Am Mittwoch ging es dann vom Bahnhof Gambir aus mit dem Zug nach Bandung. Für eine Fahrt in der ersten Klasse zahlten wir für zwei Personen 13,-€.
Nach 3 1/2h kamen wir dann am Ziel an und nahmen ein Taxi zum Hostel. In Bandung blieben wir für zwei Tage und schliefen im Sanghata Inn.
Das war leider die schlechteste Unterkunft unserer Reise. Die Inhaber sprachen fast kein Englisch, das Zimmer war klein und dunkel, das Bad war in keinem guten Zustand und zwei der Fenster waren nicht komplett schließbar(zum Glück war das Moskitonetz gut zu spannen). Immerhin gab es leckere Mie Goreng zum Frühstück.
Bandung ist va durch seine vielen Outlet-Shops(der in Indonesien produzierenden Marken) und seine Art Deco- Architektur(bedingt durch die holländische Kolonialzeit) bekannt und besonders am Wochenende sehr beliebt bei Touristen aus In- und Ausland. Auch wir wollten uns dort mit ein paar Klamotten eindecken. Oft war es aber relativ schwer zwischen Original und Fake zu unterscheiden. Am sichersten kann man sich da in Marken- eigenen Shops oder in den großen Malls sein.
Obwohl Bandung wesentlich kleiner als Jakarta ist, ist der Verkehr mindestens genau so schlimm und nervenaufreibend. Deshalb flüchteten wir am Abend aus der Stadt und gingen in dem wunderschönen Restaurant Boemi Joglo über den Dächern Bandungs essen(in Dago, etwas nördlich von Bandung). Unser Host organisierte uns ein Taxi für den Hinweg. Für den Rückweg baten wir den Ober im Lokal, dass er uns eines bestellt. Ich gab ihm auch die Telefonnummer der Bluebird Taxis. Da er dort aber anscheinend niemanden erreicht hat(?!?!), fuhr er mit seinem Roller selber los und organisierte uns eines.
Doch leider war auch das kein „richtiges“ Taxi und daher wollte der Fahrer gleich mal 150000Rp für eine Strecke, die uns vorher nur 40000Rp kostete. Da wir  diesen Preis aber nicht bezahlen wollten, flogen wir nach einigen Kilometern aus dem Taxi. Netterweise lies uns der freundliche Herr neben einem echten Taxi aussteigen. Aber nicht ohne uns die 25000Rp Mindestgebühr abzuknöpfen, die für die richtigen Bluebird-Taxis gelten.
Echt ärgerlich!!!
In Bandung hat es jeden Tag pünktlich zum Nachmittag geregnet. Aber dann so richtig. Einmal hatten wir das Glück und fanden Unterschlupf in einem kleinen Imbiss. Die Besitzer und zwei Gäste waren recht glücklich über unsere Anwesenheit und haben uns ganz gut ausgefragt. Dazu gab es noch eine leckere Schüssel Bakso(Hackbällchen mit Brühe und Nudeln). Da kommt man doch gerne mal in den Regen!!
Die Stadt an sich ist ganz cool. Kann man mal für zwei Tage einstreuen, mehr zu sehen gibt es aber nicht.

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Am Freitag fuhren wir dann wieder Zug. Sieben Stunden Richtung Süd-Osten nach Yogyakarta, dem absoluten Highlight Javas.
Unser Zimmer hatten wir dort bei Andrea Hotel gebucht, einem kleinen und sehr gemütlichen Hostel in einer der Seitenstraßen in der Nähe des Bahnhofs. Dort reiht sich Hostel an Hostel. Aber es ist sehr ruhig!!
Erschlagen von der langen Zugfahrt, gab es so nicht mehr viel Programm für den Tag. Wir schlenderten über die Jl. Malioboro, der Hauptstraße der Stadt und aßen im Bedhots zu Abend. Echt zu empfehlen! Sehr leckeres Essen, indonesisch und westlich!
Für den Folgetag war ein Besuch des Prambanan- Tempelanlage geplant. Diese liegt ca 20km nördlich von Yogya, also waren wir auf den Bus angewiesen. Diese fahren an deutlich erkennbaren Haltestellen an der Jl. Malioboro und mit der richtigen Linie fährt man fast direkt bis vor die Anlage.
Dort mal wieder ein weiteres Touri-Ärgernis: Indonesier bezahlen knapp 2,-€ für den Einlass, Touristen jedoch ca 15,-€!!! Aber gut. Ist das Geld auf alle Fälle mal wert. Echt sehr sehenswert! Da kann man schon mal ein paar Stunden verbringen und sich von der Atmosphäre verzaubern lassen.
Wie schon bei einigen Sehenswürdigkeiten vorher(oder einfach mitten auf der Straße) wurden wir hier sehr oft von Einheimischen angesprochen, ob sie denn ein Foto von uns machen dürften. Das war anfangs sehr nett(in Korea war es ähnlich, besonders bei Jüngeren), aber mit der Zeit einfach etwas nervig. Oft konnte man keine fünf Meter gehen ohne dass man wieder angesprochen wurde oder man wurde einfach ungefragt heimlich fotografiert.
Neben der Tempelanlage gibt es eine Freiluftbühne. Dort tritt am Abend das Ramayana- Ballett auf, das in eindrucksvollen Bildern die Geschichte von Rama nachstellt. Gesang, Musik und Farbenspiel hypnotisieren einen regelrecht. Normalerweise gibt es vier Episoden mit je zwei Stunden Aufführung und an einem Tag gibt es eine ebenfalls zweistündige Zusammenfassung der Geschichte. Wir sahen Epsiode 2, zum besseren Überblick gibt es vor Ort Flyer mit der Geschichte.
Das war echt beeindruckend! Im Hintergund das beleuchtete Prambanan und der klare Vollmond über der Szenerie…wow!!!
Das Ticket dafür haben wir in der Tempelanlage erworben(200000Rp/Person), an der Abendkasse haben wir uns dann noch einen Platz für die Rückfahrt in die Stadt reserviert via Minibus.
Am folgenden Tag hieß es: früh aufstehen!!! Denn es ging zur Borobudur-Tempelanlage! Die Tour haben wir über unser Hostel gebucht und fuhren um fünf Uhr früh los. Eine knappe Stunde später waren wir dann vor Ort. Man kann für die Anlage auch Sunset- Touren buchen. In diesem Fall muss man aber schon um 4 Uhr los…muss im Urlaub nicht sein!
Auch diese Anlage ist echt sehenswert(va mit den im Morgendunst liegenden Wald und Gebirge außen herum), ab einer gewissen Uhrzeit war das aber alles so überlaufen(va von fotowütigen, indonesischen Schulklassen), dass es keinen großen Spaß mehr machte. Ein Fotowunsch nach dem anderen und viele unerwünschte „Ich knipps mal heimlich“-Fotos. Ab einem gewissen Zeitpunkt haben wir dann dankend abgelehnt.
Der Rest des Tages stand dann eher im Zeichen von Schlafen, Essen und gemütlichem Schlendern durch die Stadt.
Am letzten Tag gab es nochmal die volle Dröhnung Kulter: Sultanpalast, Wasserschloss und Vogelmarkt standen auf dem Plan. Sollte man sich alles mal anschauen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist aber definitv letzterer. Denn dort werden nicht nur Tausende von Vögeln(von Spatzen über Eulen und bunte Kücken) angeboten, sondern auch Katzen, Hunde, Geckos oder Fledermäuse. In winzigen Käfigen, teils zerrupft oder eher krank wirkend.
Yogyakarta ist ein absolutes Must-see in Indonesien. Eine großartige Stadt mit tollem Ambiente!
Störend waren aber die vielen Kuschen- und Rikschafahrer an der Jl. Malioboro, die einen ständig anquatschten. Ständig wollte man uns etwas andrehen oder wir wurden zu exklsuiven Kunstausstellungen eingeladen, die komischerweise jeden Tag einen Sale hatten und nur noch kurze Zeit liefen…jaja.
Wenn man auf der Suche nach Batikstoffen ist, wird man in Yogya ebenfalls fündig. Am besten vorher informieren, wo es gute Stoffe gibt. Oft helfen auch aber die Angestellten in den Hostels weiter.

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Nächste Station war der Vulkan Mount Bromo. Erneut mit dem Zug ging es von Yogya nach Surabaya. Dort wurden wir von einem Mitarbeiter des Hotels am Bromo, Yoschis Guesthouse, abgeholt und waren nach knapp drei Stunden Fahrt 2300m weiter über dem Meeresspiegel.
Da die Planung von Deutschland, wie oben schon erwähnt, nicht so einfach war, hat sich erst in Indonesien herausgestellt, dass wir mit dem Zug auch noch ein Stück hätten weiterfahren können. So hätten wir uns ein paar Stunden Autofahrt ersparen können.
Das Guesthouse wurde von einer Deutschen gegründet und bietet auf den ersten Blick ein sehr gemütliches Ambiente. Das Zimmer war zwar etwas dunkel, aber Sanitäranlagen waren sauber und auch das dazugehörige Restaurant war super. Leider war aber das restliche Interieur sehr verstaubt und schmutzig(nichts für Allergiker!!!) und es wurde besonders in der Nacht immer sehr klamm und feucht. Das machte sich auch an den Klamotten bemerkbar, die nicht mehr trocken werden wollten. Aber da wir eh nur zwei Nächte blieben war das zu verschmerzen.
Im Guesthouse wollten wir uns nach einer Karte und dem leichtesten Weg zum Bromo hinauf informieren(wird so auch auf der Homepage beworben), aber angeblich hatte man keine Karten mehr und man beschrieb uns den Fußweg auch nicht richtig, da man uns lieber eine der überteuerten(und überlaufenen) Sunset-Touren andrehen wollte.
Letztlich konnten wir uns übers Internet genug Infos beschaffen und machten uns zu Fuß auf dem Weg zum Bromo. Nach einer knappen Stunde Fußmarsch(meist steil bergauf), fuhren wir dann doch bei zwei jungen Kerlen im Bus mit hoch zum Bromo Nationalpark. Nachdem man die ca 15,-€/Person Eintritt bezahlt hat, darf man sich dort frei bewegen.
Nun hat man die Wahl, ob man einen der überteuerten Jeeps zum Bromo nimmt oder auf einem der Roller mitfährt bzw sich von einem Pferd zum Gipfel tragen lässt. Man kann aber auch laufen.
Zu Fuß dauert das Ganze bis zum Gipfel eine knappe Stunde und es ist ein einmaliges Erlebnis durch diese Wüste auf den Bromo zu zulaufen. Kurz vor dem Krater sollte man sich übrigens noch einen der getrockneten Blumensträuße kaufen. Den soll man zur Beschwichtigung des (aktiven)Vulkans in den selbigen werfen.
Zu den Aussichtspunkten, die früh von den Sunset-Touren angefahren werden, kommt man am besten per Jeep. Aber auch hier werden unverschämte Preise aufgerufen. Leider! Den Weg von Nationalpark zum Guesthouse in Ngadisari legten wir auch wieder zu Fuß zurück in ca 1 1/2h.
Auch diese Station unserer Reise war die Strapazen wert. Wer die Möglichkeit hat, das im Rahmen eines Tagesausflugs zu machen, sollte das auch machen.
Wenn man vor dem Bromo in dieser unwirklichen Wüste steht, kommt man sich vor wie auf einem anderen Planeten. Die Natur kann so unglaublich schön sein!!!

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Dann verließen wir Java und flogen mit Lion Air von Surabaya aus nach Lombok. Leider hatte der Flug über eine Stunde Verspätung, was mein Vertrauen in die Fluggesellschaft nicht weiter steigern konnte(habe vorher schon von Problemen bei Landeanflügen usw gelesen). Aber im Endeffekt war der Flug super! Das Flugzeug war nagelneu und nach einer knappen Stunde landeten wir sanft auf der Rollbahn des neuen Flughafens in Lombok.
Auf Lombok wohnten wir in Kuta(nicht zu verwechseln mit dem Kuta auf Bali) in Yulis Homestay. Auch hier hatten wir wieder einen Mitarbeiter, der uns am Flughafen abholte und uns zum Hotel fuhr. Dort angekommen waren wir erst mal baff!! Eine unglaublich schöne Anlage mit zehn Ferienwohnungen, Pools und kleinen Bungalows(dort gab es immer Frühstück). Es gab eine Küche, die man nutzen und sich kostenlos mit Tee und Wasser versorgen konnte. Außerdem wurden wir sehr nett von Jon empfangen, dem „Mädchen für alles“. Er kümmert sich um jeden Wunsch der Gäste und war jederzeit ansprechbar.
Die Zeit in Kuta war dann auch nur zum Faulenzen und Entspannen gedacht. Mit Kultur war es nix!!!
Kuta an sich ist ein kleines gemütliches Städtchen direkt am Meer, das komplett vom Tourismus lebt. Hier reiht sich Surf- an Tauchshop, Batikladen an Imbiss und Rollerverleih an Reiseunternehmen(für Touren nach Bali, Komodo…). Die Abende kann man in den tollen Restaurants verbringen, die von westlichen Speisen wie Pizza oder Burgern bis hin zu indonesischen Spezialitäten alles anbieten.
An einem Tag nahmen wir uns einen Fahrer(selber Fahren, sei es mit Roller oder Auto, ist mir in Indonesien echt zu riskant), der uns etwas durch die Gegend kutschierte. Ua fuhren wir an einer Goldmine vorbei, die allerdings schwarz betrieben wird. Dort gab es wohl schon sehr viele Unfälle, da die Stollen wohl nicht sehr sicher sind. Ein- bis zweimal im Jahr gibt es wohl eine staatliche Kontrolle, ob die Mine auch wirklich nicht genutzt wird. Blöderweise immer mit vorheriger Ankündigung 😉
Die Strände, die wir an diesem Tag besuchten, waren menschenleer. Es war kaum etwas los!! Das Wasser war auch relativ angenehm von der Temperatur und sehr ruhig. Wieder einmal sind uns die vielen Straßenhunde aufgefallen und der Fahrer konnte endlich das Rätsel lösen, warum es davon so viele gibt: da die Muslime Hunde als ehrenlos betrachten, kümmert sich einfach keiner um die. Und dann vermehren die sich natürlich auch ins Unendliche.
Nach drei Tagen in Kuta brachte uns dann der Fahrer des Homestays nach Bangsal, in den Norden Lomboks. Dort setzten wir über auf die Insel Gili Air.
Eine winzige, traumhafte Insel, die neben Gili Meno und Gili Trawangan liegt. In gut 1 1/2h kann man die komplette Insel zu Fuß umrunden.
Am Hafen kann man Tickets für die Überfahrt kaufen. Und da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Speedboot für wirklich viel Geld oder mit dem regulären Boot. Dieses fährt mehrmals am Tag(um 15.30 Uhr das letzte Mal) und ist wesentlich günstiger(ich glaube es waren 15000Rp pP). Und die Strecke ist in nicht mal 15 Minuten geschafft. Allerdings auch etwas abenteuerlicher. Es steht zwar irgendwas dran von max. 20 Personen. Wir zählten aber weit über 50 auf unserem Schiff. Aber gut, wir haben überlebt und kamen heil auf Gili Air an.
Vor Ort kann man sich, bei viel Gepäck, eine der Pferdekutschen samt Fahrer mieten, die einen wohlbehalten zur Unterkunft bringt. Das haben wir doch gleich mal genutzt. Ich wusste gar nicht, dass man mit einer Kutsche um die Kurven driften kann…Zum Glück gibt es dort weder Autos noch Roller. Eine himmlische Ruhe!!
Wir wohnten in den Sejuk Cottages. Eine tolle, kleine Anlage unter französischer Führung. Unser Bungalow war super. Klimaanlage, große Dusche, Hängematte und ein riesiges Bett mit Moskitonetz. Auch hier war, wie fast überall, Frühstück inklusive. Und auch hier bestand es aus einem Saft, Kaffee/Tee und Omelett/Pfannkuchen oder Sandwich. Perfekter Start in den Tag!
Auch hier stand mehr das passive Leben im Vordergrund. Schlafen, Essen, Lesen, Musik hören, Essen, Schlafen…Hier wird einem aber auch einiges geboten. Von Surfen über Yoga bis zum Tauchen. Meine Frau nutzte vor allem die zwei letzteren Angebote sehr häufig. Zum Tauchen ging sie zu 3WDIVE(französicher Eigentümer; sie war sehr zufrieden damit!!) und für Yoga ins H2O.
Am Abend ging es dann immer in eines der zahllosen Restaurants, die fast alle direkt am Meer liegen und auch hier von Sushi über Burger bis hin zu perfekten BBQs alles bieten was das kulinarische Herz begehrt. Unser Favort war die Raja Bar, die wir gleich drei Tage in Folge besuchten und uns durch die Speisekarte schlemmerten.
Eine perfekte Location zum Abschalten und zum Erholen von den stressigen Großstädten Javas.

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Leider verging die Zeit aber wieder viel zu schnell und im Nu war Freitag und es ging zurück von Lombok nach Jakarta. Auch wieder mit Lion Air, auch wieder ohne Vorkomnisse.
Die letzte Nacht verbrachten wir im Pop!Hotel direkt am Airport. Auch hier gab es mal wieder Ärger mit dem Taxifahrer. Denn dieser wollte(trotz Taxameter) 100000Rp für eine 4km-Strecke. Nachdem wir uns mit dem Fahrer nicht einigen konnten, wurden wir mal wieder aus dem Taxi geschmissen. Aber zum Glück gibt es am Flughafen ja mehrere Taxis…und der nächste Fahrer war auch sehr freundlich und nutzte tatsächlich das Taxameter.
Das wars dann leider auch. Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Hause. Mit Etihad über Abu Dhabi nach Frankfurt.

Alles in allem war diesmal wieder ein wunderschöner Urlaub(trotz kleiner Ärgernisse). Die Indonesier sind ein sehr freundliches Volk. Das zeigten viele Gespräche mit Einheimischen. Leider hat man jedoch das Gefühl, dass va die Indonesier im Tourismusgewerbe vor lauter Rupien nichts mehr anderes sehen und Fairness und Ehrlichkeit vergessen. Das hab ich auch schon anders erlebt. Schade!
Für Jakarta sollte man nicht zu viele Tage einplanen, da die Mischung aus Dreck, Chaos und Lautstärke doch sehr nervenzehrend ist und es nicht so viele Sehenswürdigkeiten gibt. In den anderen Städten hat es von der Dauer des Aufenthalts perfekt gepasst.
Ansonsten ist Indonesien ein sehr günstiges Reiseland, teilweise haben wir für 3,-€ zu Abend gegessen(zu zweit!!). Auch die Taxifahrten und Kosten für öffentliche Verkehrsmittel sind sehr günstig. Westliches Preisniveau gibt es sehr selten.
Das Essen war auch super. Manchmal etwas scharf, aber immer lecker. Defintiv sehr viel Auswahl, von Huhn über Rind zu Ziege(Schwein gibt es ja nicht, da muslimisches Land). Mit Reis oder Nudeln. Aber auch die Fischgerichte waren besonders auf den Inseln großartig!!

Hawaii 2013- Endlich mal ein paar Bilder…

Was lange währt…und so weiter. Hab es endlich mal geschafft ein paar Bilder unserer Hawaii- Reise online zu stellen. Da das Raussuchen aber ganz schön aufwendig ist und auch mein Platz hier leider eher begrenzt, sind es jetzt erst mal nur eine handvoll. Fortsetzung folgt…
Fragen könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen oder mich anschreiben.
Und noch eine kleine Bitte: wenn ihr die Fotos verwenden wollt, sagt bitte vorher Bescheid. Danke!