Filmlogbuch Nr.122 – Flying Colors

Eigentlich ist Sayaka in der Schule eine ziemliche Null. Ihr Allgemeinwissen ist quasi nicht vorhanden und satt zu lernen geht sie mit ihren Mitschülerinnen lieber Party machen. Doch als es um ihren weiterne schulischen Verlauf geht, packt sie der Ehrgeiz und sie will die Aufnahme an der ehrhaften Keio Universität schaffen.
Hierfür nimmt sie Nachhilfe und trifft dabei auf den Lehrer Tsubota, der sie zu ungeahnten Leistungen pushen wird.

„Flying Colors“ ist einer der Filme, der die „ganbare“-Mentalität der Japaner wunderbar umsetzt. „Du schaffst das“ hört man ziemlich häufig in japanischen Filmen oder Comics und das beschreibt eigentlich auch den kompletten Film des Inhalts. Und das macht den Film auch so schwierig zu bewerten. Die Feel good-Atmosphäre des Films schafft es unbestreitbar, den Zuschauer prima zu unterhalten, jedoch wirkt er oft sehr oberflächlich. Auch die Darstellung von Sayaka als unglaublich naives Dummchen war teilweise gewöhnungsbedürftig.

7/10 Punkte

Trailer

„Flying Colors“ gibt es bisher mit verständlichen Untertiteln nur in Hong Kong auf DVD und Blu-ray. Extras beinhaltet letztere keine und ist mit Region A auch nicht auf europäischen Playern abspielbar.

Filmlogbuch Nr.121 – Assassination Classroom(Kinofilme)

Koro-sensei ist Lehrer an einer japanischen Highschool. Daran ist jetzt nichts ungewöhnlich oder besonders. Doch seine Schüler haben die Aufgabe ihn umzubringen, da er ein gelber Außerirdischer mit Tentakeln ist, der die Erde zerstören will. Bevor er dies jedoch tut, möchte er noch ein Jahr als Lehrer arbeiten und der Menschheit die Chance zum Überleben geben. Da er mit unheimlich starken Kräften ausgestattet ist, scheitern die Schüler immer wieder mit ihren Mordplänen und sind so auf die Hilfe des Militärs angewiesen.

Als ich zum ersten Mal von „Assassination Classroom“ hörte, dachte ich nur: „WTF!?!“. So ein Stoff kann fast nur aus Japan kommen und ist dementsprechend verrückt umgesetzt. Neben den kreativen und lustigen Mordversuchen, sticht vor allem das frische Konzept aus dem trüben Filmallerlei hervor. Eigentlich als Manga und Animeserie umgesetzt, fanden nun auch die zwei Realfilme den Weg nach Deutschland.
Vom Manga habe ich nur die ersten zwei Bände gelesen, die mir von der Inszenierung her nicht gefielen. Der Realfilm machte mich aber durch den Trailer nochmals neugierig auf den Stoff und hat mich auch nicht wirklich enttäuscht. So ist vor allem der erste Film rasant und kurzweilig und teilweise zum Brüllen komisch. Der zweite Film kann da nicht mehr ganz so mithalten und wirkt in keinem Moment so frisch wie der Erstling. Das mag auch daran liegen, dass die erzählte Vorgeschichte von Koro-sensei nicht sonderlich interessant ist.
Alles in allem hatte ich aber meinen Spaß mit den zwei Filmen, kann jedoch auf die Sichtung des Anime verzichten.

7/10 Punkte für Teil 1
6/10 Punkte für Teil 2

Trailer

Beide „Assassination Classroom“-Filme sind in Deutschland als DVD und Blu-ray erschienen. Extras sind bis auf Trailer und Teaser auf den Discs jedoch nicht vorhanden.

Filmlogbuch Nr.120 – Train to Busan

Eigentlich wollte der Geschäftsmann Seok-woo nur seine Tochter von Seoul zurück nach Busan begleiten. Doch als er in den Zug steigt ahnt er noch nicht, welche Horrorfahrt ihn erwartet. Denn kurz nach der Abfahrt bricht in der südkoreanischen Hauptstadt das Chaos aus. Überall fallen Menschen andere an und inifizieren sie somit mit einer mysteriösen Krankheit, die wohl durch einen Vorfall in einer Chemiefabrik ausgelöst wurde.
Doch auch an Bord des Zuges befindet sich schon eine Infizierte…

„Train to Busan“ war nicht nur in Korea einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, sondern erreggte auch im Westen eine gewisse Aufmerksamkeit. Sogar in die deutschen Kinos schaffte es der Film von Sang-ho Yeon, was leider nur selten Filmen aus Asien gelingt.
Doch der Erfolg ist gerechtfertigt, denn „Train to Busan“ ist ein wahres Spannungsmonster. Über die kompletten zwei Stunden fiebert man mit den Protagonisten mit, wünscht den weniger netten Charakteren den nächsten Zombie an den Hals und beobachtet atemlos die ein oder andere Verfolgungsjagd. Was der Regisseur hier zeigt, ist einfach nur hervorragend.
Auch wenn ich in den letzten Jahren Zombiefilmen sehr überdrüssig wurde und nur noch wenig aus diesem Genre mit Interesse verfolge, konnte mich „Train to Busan“ absolut überzeugen. Vor allem wirkt der Film im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres wesentlich frischer. Definitv ein Must-see für jeden Filmfan! Und auch für Personen mit schwachem Magen geeignet, denn Splatterszenen sind nicht so häufig vorhanden und gehen auch nicht so ins Detail.

9/10 Punkte

Trailer

„Train to Busan“ erscheint als reguläre Blu-ray & DVD erst am 24.Februar in Deutschland. Das Mediabook, das auf 2000 Stück limitiert war und auch noch den Animationsfilm „Seoul Station“(quasi ein Prelude) enthält, gibt es jedoch schon seit dem 03.02. Dieses ist jedoch weitestgehend ausverkauft. Neben einem informativem Booklet und einem wunderschönen Cover beinhält die Blu-ray Originaltrailer, eine B-Roll und ein Q & A von einem Pressescreening.

Selamat Datang! – Borneo & Singapur 2016 Teil 2

So…aus den wenigen Wochen wurden dann doch mal wieder ein paar Monate Wartezeit und ich hoffe, ich habe euch nicht all zu lange warten lassen. Endlich geht es mit dem Reisebericht weiter und in diesem Teil wird es sich nun um unsere Abenteuer im Bundesstaat Sabah und das große Finale in Singapur drehen.

Kota Kinabalu – Sabahs hippe Stadt am Meer

Nachdem mich Kuching schon so positiv überrascht hatte, konnte KK nochmal eine Schippe drauflegen. Zwar gab es hier wieder die typischen Eigenschaften einer südostasiatischen Stadt, also Verkehrschaos, schreiende und drängelnde Menschenmassen und ab und zu auch mal das ein oder andere Getier, aber vor allem faszinierte das junge und hippe Auftreten der Stadt.
Als Unterkunft hatte ich das Hotel Eden54 gebucht, das relativ zentral liegt und per Taxi vom Flughafen ca. 20 Minuten Fahrt entfernt ist. Im Zimmer hatten wir alle Annehmlichkeiten, die man benötigt. Von der Klima über den TV bis hin zur sauberen Dusche war alles vorhanden. Nur das WLAN war urlangsam.
Unklar ist, ob man wirklich die teureren Zimmer mit Fenster braucht, da die Straßen vor dem Hotel relativ stark befahren waren. Wir hatten ein innenliegendes Zimmer, welches sehr ruhig und gemütlich war.

In Kota Kinabalu selber kann man einiges sehen. Natürlich schloss unser Unterhaltungsprogramm wieder einige Mallbesuche ein, da einerseits unser Ladegerät für den Fotoakku den Geist aufgegeben hatte, wir aber auch einfach auf Malls stehen. Und KK bietet einige wirklich riesige, neue sowie sehenswerte Einkaufstempel.
Aber auch kulturell gab es einige interessante Stops auf unserer Reise. So war vor allem das Sabah Museum inklusive einem Nachbau eines traditionellen Dorfes und der Wildlife Park beachtenswert. Zwar hat das Museum schon etwas Staub angesetzt, aber die Geschichte von Borneo bekommt man wohl nirgendwo besser erzählt als hier. An das Museum ist eine große Freifläche angeschlossen auf der man eben auch besagtes Dorf, das Heritage Village, besuchen kann. Wir waren an einem Montag im Museum, daher war wirklich gar nichts los. Die Angestellten des Dorfes waren sogar so sehr im Stress, dass sie es sich an einem See gemütlich gemacht hatten und angelten.
Vom Sabah Museum kann man per 20-minütigem Spaziergang auch das Islamic Museum besuchen. Von diesem hatten wir uns etwas mehr erhofft. So wäre ein kleiner Exkurs über den Islam interessant gewesen, aber der Fokus lag mehr auf den verschiedenen Kleidungsstilen im Islam sowie Baustile der Moscheen. Auch hier war nichts los. Wir waren die einzigen Besucher. Im Eintritt für das Sabah Museum ist übrigens der Besuch des Islamic Museum inbegriffen.
Der Wildlife Park liegt weit außerhalb der Stadt, weshalb man entweder den Bus oder ein Taxi nimmt. Wir gönnten uns ein Taxi und konnten so für 100RM(ca. 22,-€) die Hin- und Rückfahrt sichern. Der Taxifahrer wartete also auf uns und so hatten wir drei Stunden Zeit, den Park zu erkunden. Neben einigen etwas trostlosen Käfigen mit Vögeln oder kleinen Raubkatzen zeigte sich der Park von aber auch von seiner schönen Seite. So gab es ein Elefantengehege und viele Affenarten zu sehen. Am Ende des Parks ist außerdem ein botanischer Garten angeschlossen, für den man allerdings etwas sportlicher sein sollte.
Unbedingt empfehlenswert ist außerdem der Sonnenuntergang auf dem Signal Hill. Dieser lag nicht weit von unserem Hotel entfernt, der Aufstieg über einige Treppen ist dank der hohen Temperaturen allerdings nicht zu verachten. Faule Leute können sich auch hochfahren lassen…Jedenfalls ist der Blick die Anstrengungen aber wert. Und wer sich belohnen will, kann sich vor Ort ein Eis oder Nasi Goreng gönnen.
Übrigens sind auch die Massagesalons in der Innenstadt sehr zu empfehlen. Gut und günstig! So gut, dass meine Frau fast täglich zur allabendlichen Massage verschwand.

Sucht man nach kulinarischen Highlights kann man nur den Hafen empfehlen. Dort buhlen hunderte von Händlern um die Gunst des Kunden und bieten allerlei Seegetier an. Für Getränke, Nebengerichte oder Nachspeisen gibt es natürlich auch Stände, an denen man sich entweder selbst etwas kaufen kann oder man das Gewünschte einfach bei dem Händler bestellt, bei dem man auch seine Hautpspeise essen möchte.
Als uns eines Abends der Sinn nach etwas anderem Essen stand, gingen wir zum Japaner ums Eck. Im Restaurant Nagasaki gab es erstklassiges Sushi, wunderbar gegrillten Aal und kleine frittierte Krabben zum Niederknien. Das absolute Highlight war aber das Essen bei 5 Star Hainanese Chicken Rice, wo es… Überraschung… Chicken Rice und andere chinesische Köstlichkeiten gibt. Wenn man aber schon mal einen Platz bekommt MUSS man den Chicken Rice probieren.

Nach drei Tagen war auch schon wieder Schluss mit Kota Kinabalu und der „abenteuerliche“ Part begann. Denn per Flugzeug und wieder Air Asia ging es zum Ende des Ramadan von KK nach Sandakan, an dem wir auf unseren Host warteten, der uns zur Unterkunft bringen sollte.

Kinabatangan River

Unser nächster Stop lag am Kinabatangan River, genauer gesagt in der Nähe von Kampung Bilit. Dort wohnten wir im The Last Frontier Resort, was eines der großen Highlights unserer Reise werden sollte. Gestaltete sich die Kommunikation und Reservierung über Mail als etwas kompliziert, da viele Mails nie ankamen, lief es über Facebook wesentlich besser. Kommt man am Resort an, sieht man erstmal nichts davon. Denn man muss zuerst eine Treppe mit über 500 Stufen erklimmen, wird dann aber mit einem sagenhaften Ausblick belohnt. Die beiden Hosts empfehlen auch, dass man sich vorher einen kleinen Rucksack mit allen nötigen Sachen packt und den Großteil der Sachen unten am Parkplatz lässt. Da es dort ein Häuschen gibt, in dem verschließbare Schränke sind, war das kein Problem.
Das Resort gehört einem Belgier und einem Malaien und beide waren unglaublich nette Gastgeber, die sich um jeden Wunsch kümmerten. So war es auch kein Problem auf diverse Lebensmittelunverträglichkeiten zu achten oder jede noch so doofe Frage zu beantworten.

Bei der Buchung der Zimmer sind auch immer gleich Aktivitäten miteingeschlossen, da das Resort eben oben am Berg liegt und man ohne Guide auch nicht weit kommt. So waren in unserem „3days, 2nights“-Paket Vollverpflegung, eine Dschungeltour und zwei Bootsfahrten auf dem Kinabatangan inklusive. Bei den Bootstouren hat man die Wahl, ob man sie am Morgen oder am Abend starten möchte.
Außerdem ist das Resort recht klein und bietet maximal acht Personen gleichzeitig Platz, daher ist eine Reservierung unbedingt zu empfehlen. Die Touren werden immer von einem der Angestellten des Resorts durchgeführt.

Unsere beiden Bootstouren waren einfach atemberaubend! Ich bin etwas skeptisch in das Ganze gestartet und dachte nicht wirklich, dass wir viele Tiere am Ufer des Flusses sehen. Als ich entdeckte, wie viele andere Boote von Hotels und Resorts noch auf dem Fluß unterwegs waren, schmälerte das meine Hoffnungen nochmals. Doch ich sollte überrascht werden…
Denn schon nach wenigen Metern sahen wir eine Herde Elefanten am Ufer, die neben ausgewachsenen Tieren auch Jungtiere dabei hatte. So konnten wir diese beim Baden im Fluss und beim Fressen beobachten. Ab und an traute sich unser Guide mit dem Boot auch sehr nahe an die Tiere heran, was diese immer wieder mal zuließen. Aber eines sei euch gesagt: Elefanten müffeln ganz schön!!
Auf den Bootstouren sahen wir außerdem noch jede Menge Hornbills, Makaken und die skurrilen Nasenaffen. Angeblich kann man hin und wieder auch ein Krokodil sichten. Das ließ sich aber nicht blicken.
Der Fluß an sich ist ein ruhiges Gewässer, daher auch für Wasserphobiker wie mich geeignet. Reinfallen möcht ich trotzdem nicht…
Die Dschungeltour an dem einen Morgen war ganz ok, wobei diese weniger durch Dschungel als einfach weiter den Hügel hinauf ging. Von dort hat man zwar eine grandiose Sicht über das Tal, aber von der Beschreibung her hätte ich mehr erwartet.
Mehr Tierleben gab es sowieso im Garten des Resorts zu sehen. Neben einer Katze, die uns täglich besuchte und einigen Schweinen oder Waranen, die des Nachts durch die Anlage streunten, bekamen wir zweimal sogar Orang Utans zu sehen. Beide Male hingen diese in den Bäumen und beobachteten, wie blöd wir Menschen sie anstarrten. Was für ein Erlebnis!

Wie vorhin schon geschrieben, war im Paketpreis auch Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Versorgung mit Wasser enthalten. Das Essen war immer lecker. So gab es einen tollen Mix aus lokalem und europäischen Essen. An einem Abend hatten wir lecker Beef Rendang, am anderen gab es Cordon Bleu(!). Dazu immer eine Vor- und Nachspeise am Abend. Ganz großes Kino!

Nach den drei tollen Tagen bei den Jungs von The Last Frontier Resort ging es aber schon wieder weiter und gegen einen kleinen Aufschlag fuhr uns Jason zur nächsten Unterkunft in Sepilok.

Sepilok

Auch Sepilok sollte eher etwas näher an der Natur sein als unsere bisherigen Stationen. So lag unsere Unterkunft Sepilok Nature Resort neben zahlreichen anderen Unterkünften und gleich neben dem Orang Utan Reservation Centre. Die Unterkunft war verdammt edel und lag rundherum um einen kleinen See. In einem kleinen Bungalow hatten wir also unser Reich. Auch wieder inklusive aller nötigen Dinge wie Klima, Dusche und einem TV 😉 Da ich mir leider etwas den Magen verdorben hatte, konnte ich den Aufenthalt vor Ort nicht so recht genießen. Vermutlich hab ich zu viele Waffeln am Vortag gegessen…
Da wir relativ zeitig da waren und Check-in eigentlich immer erst ab 14 oder 15 Uhr möglich ist, wollten wir nur kurz unsere Sachen abstellen und gleich losziehen. Jedoch war unser Zimmer schon fertig und wir konnten es schon beziehen. Das Resort war aber auch relativ leer. Zwar war es abends im Restaurant immer gut gefühlt, jedoch waren dies oft noch Touristen, die einfach nur zum Essen kamen.
Im Preis inbegriffen war übrigens auch ein Frühstück, bei dem man aus zahlreichen Dingen wie Toast, Obst, Marmelade, Omelett usw wählen konnte.

Der Grund für unseren Stopp in Sepilok war eigentlich das Orang Utan Reservation Centre. Zwar war schon das in Kuching interessant, jedoch hatte man hier noch eine Aufzuchtstation und es sollten auch mehr Tiere dort leben. Doch leider ist dieses Centre so überlaufen, dass sich kaum Orang Utans zu den Fütterungsplattformen trauen. So gab es zwar den ein oder anderen Platz, wo man mit Glück doch mal ein Tier zu sehen bekam, aber alles in allem hat uns das enttäuscht. Einzig und allein in der Aufzuchtstation konnte man die Orang Utans gut beobachten.
Mehr versprachen wir uns dann letztlich vom Nightwalk, den man auch am Reservation Centre buchen kann. Dort hatten wir einen eigenen Guide, der uns über die Laufwege durch das Centre führte und allerlei nachtaktives Getier zu zeigen hatte. So bekamen wir Vipern, Lemuren und fliegende Eichhörnchen zu sehen. Highlight war aber ein Orang Utan, der uns letztlich sogar verfolgte und wir ihn deshalb abhängen mussten indem wir einige Runden um die Aufzuchtstaion laufen mussten. Zwar sind die Tiere harmlos, wenn man ihnen nicht zu nahe kommt, allerdings verfolgen sie Menschen gerne, weil sie denken, dass sie Futter bekommen.
Auch gemein: in den Furchen des Handlaufs verstecken sich Skorpione, die blitzschnell mit ihrem Stachel zustechen können. So haben wir beobachtet, wie ein Skorpion einen kleinen Gecko erwischt hat. Leider war ihm nicht mehr zu helfen.
Den zweiten Tag verbrachten wir zunächst in der Zuchtstation für malaiische Sonnenbären. Da dort der Andrang nicht so groß wie bei den Orang Utans war, konnte man einige der Tiere sogar gut beobachten. Niederschmetternd war ein Film, den sie beim Eintritt zeigen und der verdeutlicht, wie bescheiden der Mensch die Umwelt mittlerweile behandelt.
Ca. 30 Minuten zu Fuß vom Resort liegt das Rainforest Discovery Centre, das einem auf Wegen durch den Wald an verschiedenen Ausschaupunkten vorbei führt. Außerdem gibt es einen Canopy Walk, der hoch über den Baumwipfeln entlang führt und einige schöne Ausblicke bietet, aber dafür mit bösen Makaken gespickt ist, die gerne mal die Besucher beklauen.

In Sepilok selber hat man nur wenig Essensmöglichkeiten. So gab es einen Stand kurz vor dem Eingang des Orang Utan Reservation Centres, bei dem eine ältere Dame leckeres und günstiges Essen verkaufte. In unserem Hotel haben wir auch einmal gegessen und für die hohe Qualität des dortigen Essens war auch der Preis in Ordnung.

Kommen wir zu einem kleinen Aufreger der Reise. Denn eigentlich wollten wir von Sepilok mit dem Bus weiter nach Semporna. Die Bustickets hatte uns netterweise Jason vom The Last Frontier Resort besorgt und auch Zeit und Haltestelle nochmal klar gesagt. Also standen wir morgens um sieben an einem Kreisverkehr und warteten brav auf den Bus. Nachdem nach einer halben Stunde immer noch kein Bus zu sehen war, rief ich bei der Leitstelle an. Die freundliche Dame erklärte mir, dass wir den Bus wohl verpasst hätten. Da wir aber deutlich vor der Abfahrtszeit da waren, konnten wir das ausschließen. Wir waren etwas unter Zeitdruck, da wir in Semporna das letzte Boot nach Pulau Mabul erwischen mussten.
Nach einer über einstündigen Verspätung kam der Bus dann letztlich. Theoretisch hatten wir also noch genug Zeit bis Semporna. Doch da der Bus zwischendurch immer wieder mit gefühlten 2 km/h fuhr und dann auch noch von der Polizei angehalten wurde, schwand unser Zeitpolster auf 20 Minuten.
Kleiner Tipp: vermutlich erspart man sich einigen Stress wenn man direkt von Sandakan fährt!

Pulau Mabul

Als wir in Semporna ankamen war uns schon bewusst: entweder rennen oder das erstbeste Taxi für egal welchen Preis nehmen. Also nahmen wir uns ein Taxi zum Hafen, an dem wir uns bei der Zentrale der Scuba Junkies anmeldeten. Diese betrieben nämlich auch das gleichnamige Hotel auf Pulau Mabul und waren auch für die Überfahrt auf die Insel verantwortlich.
Pulau Mabul kam in den letzten Jahren häufiger mal in die Schlagzeilen, da die Gewässer dort häufig von philippinischen Piraten heimgesucht werden. Ab und an werden auch Touristen entführt, mit tödlichem Ausgang… Daher ist die Insel und das gesamte Küstengebiet von einer hohen Anzahl von Militärs bewacht, außerdem darf man nachts nicht mit dem Boot auf das Wasser. Auf Pulau Mabul selbst gibt es auch eine große Anlage des Militärs, deshalb darf man sich über Männer mit MGs nicht wundern. Die Insel ist wohl einer der bestbewachtesten Plätze der Welt!
Das Resort von Scuba Junkies war in einer schönen Anlage, als Nicht-Taucher sollte man sich jedoch auf sehr einsame Stunden einstellen. War nach der Hektik und dem Trubel der vergangenen Tage aber auch sehr schön!
Wir hatten einen Bungalow samt Terasse und Hängematte, der schön, aber teilweise(vor allem im Bad) schon sehr abgerockt war. Essen(Frühstück, Mittag- und Abendessen im Büffet) war auch hier inklusive, als Taucher kann man auch gleich Tauchpakete buchen. Kleines Manko: man MUSS ein Tauch- oder Schnorchelpaket dazu buchen. Also hatte auch ich als passionierter Nichtschwimmer drei Schnorcheltouren gebucht, aber eben nicht genutzt.

Für die kommenden fünf Tage war also Extrem-Relaxing angesagt. Die liebe Frau war täglich tauchen, u.a. auch auf der beliebten Insel Sipadan, die mittlerweile Naturschutzgebiet ist und nur noch den Tauchern und einigen Militärs Zugang gestattet. Ich verbrachte meine Zeit mit dem Austesten der Hängematte, Schlafen, dem Managen meines eigenen Supermarkts auf meinem Nintendo 3DS und Lesen.
Ab und an ging man etwas Essen oder machte einen kurzen Spaziergang über die übersichtliche Insel, die man in zwanzig Minuten umrunden kann. Mehr gab es nicht zu tun…

Pulau Mabul selbst beherbergt neben der großen Militäranlage mehrere Hotels und ein Hostel. Die Hotels sind überwiegend in chinesischer Hand und haben dementsprechend auch chinesische Gäste. Ein krasser Anblick bietet sich beim Ankommen auf der Insel: so ist das Wasser direkt am Strand ziemlich verdreckt und gleich neben unserem Hotel lag ein Dorf der Ureinwohner, die früher hauptsächlich auf dem Wasser lebten. Viele finanzieren sich ihr Leben durch die Gäste auf der Insel(Wäscheservice, kleine Läden, Souvenirs oder Angestellte im Hotel), leben aber trotzdem in sehr ärmlichen Verhältnissen. Auch auf der „Rückseite“ der Insel findet man ein weiteres Dorf. Dort konnte man auch sehr lecker essen, was wir auch gleich an mehreren Abenden trotz Vollpension im Hotel nutzten.

Ganz nett war außerdem die Lounge unseres Hotels. Dort lernten wir eine nette Schwedin kennen und man sinnierte bei einem kühlen Getränk über Reiseereignisse.

Doch alle Entspannung hat einmal ein Ende und so ging es am Donnerstag nachmittag zurück nach Semporna, da wir schon am Freitag mittag in Tawau unseren Flug nach Kuala Lumpur erwischen mussten. Die eine Nacht „an Land“ verbrachten wir im Scuba Junkies Hostel, welches direkt am Hafen liegt. Semporna selbst ist keine ultraschicke Stadt, aber für einen abendlichen Bummel samt Eis allemal einen Besuch wert.
Am nächsten Morgen brachte uns der Shuttleservice der Suba Junkies also nach Tawau zum Flughafen. In KL angekommen mussten wir leider etwas auf unseren Flug nach Singapur warten, hauten so also die verbliebenen Ringgit für sagenhafte M&M’s mit Bretzelfüllung und andere Naschereien auf den Kopf.

Singapur

Bereits bei unserem letzten Aufenthalt in Singapur gönnten wir uns den Luxus für zwei Nächste Marina Bay Sands. Eigentlich wollten wir es wieder ähnlich halten, doch das Hotel war leider schon ausgebucht. Also nach einer anderen Luxus-Unterkunft gesucht und über das Mandarin Oriental gestolpert, welches also unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte sein sollte. Aufgrund der Verspätung des Fluges waren wir „leider“ jedoch so spät dran, dass unser eigentlich gebuchtes Zimmer mit Hafenblick schon weg war. So wurden wir auf die City Suite umgebucht, die mit 84qm deutlich größer als unsere Wohnung ist. Neben einem tollen Wohnzimmer hatten wir zwei Toiletten, ein riesiges Schlafzimmer und jeden erdenklichen Luxus. So lässt es sich leben!!
Zwar hat das Mandarin Oriental keinen Pool auf dem Dach, bietet jedoch einen schönen Ausblick vom Pool auf die Stadt. Lustig war auch, dass mehrmals am Tag die Decken des Bettes gewechselt wurden(z.B. von Tagesdecke zu Nachtsachen) oder dass innerhalb einer Stunde außerhalb des Zimmers plötzlich das Obst nachgefüllt wurde.

In Singapur selbst waren wir noch einmal in Chinatown. Denn uns wurde der Besuch des Buddha Tooth Relic Temples & Museums nahe gelegt. Dort ist, wie es der Name verrät, einer von Buddhas Zähnen ausgestellt. Außerdem erfährt man allerhand über die Geschichte des Buddhismus.
Da ich noch mein alljährliches Reisesouvenir(ein Fußballtrikot der Nationalmannschaft des besuchten Landes) wollte, durchforsteten wir einige Sportläden und wurden sogar fündig. Am Abend wollten wir aber auf jeden Fall in die Gardens by the Bay, die riesige Anlage neben dem Marina Bay Sands. Dort gibt es zwei riesige „Domes“, die neben einer immensen Vielfalt an Pflanzen sogar einen Wasserfall beherbergen. Getoppt wird das am Abend immer durch eine Lichtershow in den Bäumen, die sich sehen lassen kann. Richtig toll!

Problematisch ist es in Singapur immer, wenn man zu später Stunde essen gehen möchte. So wollten wir am ersten Abend eigentlich zum Dumplingessen in einen anderen Stadtteil. Dort angekommen mussten wir realisieren, dass die Wartezeit eine gute Stunde beträgt. Also zurück in die Innenstadt, wo die Suche begann. Fündig wurden wir dann lustigerweise quasi neben dem Hotel, wo allerlei kleine Imbissstände waren, die vom Nasi Goreng über Frittiertes bis hin zu Burger alles verkauften. Da wir aber schon so „spät“ dran waren, mussten wir uns bei vielen Ständen mit den Rsten begnügen.
Daraus gelernt hatten wir zweiten Abend, der uns wieder zu einem Chicken Rice-Orgasmus führen sollte. Denn bei MacKenzie Rex Restaurant gab es Chicken Rice zum Reinlegen. Eine absolute Empfehlung! Auf dem Weg dorthin stolperten wir außerdem über ein schwäbisches Restaurant!

Und leider mussten wir dann auch schon wieder zurück nach Deutschland. Der Rückflug ging dann wieder mit Singapore Airlines und zeigte mal wieder deutlich die Qualitätsunterschiede zur Lufthansa. Denn im Gegensatz zu „den Deutschen“ weiß man hier was Service bedeudet. Regelmäßige Rundgänge mit Getränken, ausreichend Zwischenmahlzeiten und ein sauberes, modernes Flugzeug.
Alles in allem ist Borneo defintiv eine Reise wert! Vor allem weil man hier, im Gegensatz zu Westmalaysia, so viel kulturelle, landschaftliche und tierische Vielfalt erleben kann. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen ist zum großen Teil überragend und hier hab ich auch keine Abzock-Taxifahrer erlebt wie in Indonesien. Dennoch ist die Stimmung malaiischen Teil Borneos etwas anders wie auf dem „Festland“, vor allem in ländlicheren Teilen ist man Touristen gegenüber noch etwas gehemmter.

Für die Vorbereitung auf den Urlaub haben wir nicht viele Quellen nutzen müssen. So gibt es viele hilfreiche Reiseberichte im Internet, der Reiseführer von Stefan Loose ist auch sehr gut geschrieben. Wie im ersten teil erwähnt, ist easybook für einige Buszeiten recht hilfreich, aber 100% verlassen würde ich mich darauf nicht.

Filmlogbuch Nr. 119 – Patlabor – The Next Generation(Film & Serie)

Ende des 20.Jahrhunderts schuf man in Japan die sogenannten Labors, die sowohl für wirtschaftliche wie auch militärische Zwecke eingesetzt wurden. Da es damit aber immer wieder Probleme gab, rief man die Patlabor-Einheit ins Leben.
Nun, im Jahr 2013, bestehen keine Probleme mit den Labors mehr und daher vegetiert auch die letzte, nocht existierende Patlabor-Einheit so vor sich her. Die meisten Einsätze sind irgendwelche Fehlalarme oder kleinere Aufgaben, die das Personla vor keinerlei Schwierigkeiten stellt.
So verwundert es auch nicht, dass die Mitarbeiter der SV2 sich ihren Tag mit Gedanken zum nächsten Mittagessen, Videospielen oder der ein oder anderen Trainingsrunde versüßen. Doch eines Tages wird die Sicherheit Tokyos von einigen Terroristen bedroht, die einen supermodernen Kampfhubschrauber in ihre Gewalt bringen konnten.

Die „Patlabor“-Serie ist Anime- und Mangafans in Deutschland schon seit Mitte der 1990er ein Begriff. Denn vor allem die drei Kinofilme wurden zuverlässig hierzulande veröffentlicht und erfreuten sich einer großen Beliebtheit. Zwar war das sehr realistische Design anfangs recht ungewöhnlich, wenn man nur „Sailor Moon“ & Co. kannte, jedoch entfalteten die zukunftsweisenden Filme von Mamoru Oshii eine große Faszination. Ähnlich wie Masamune Shirow sprach er schon damals Probleme an, die unser heutiger Technikstand mit sich bringt.
Neben den Filmen gab es auch eine TV-Serie und einige OVAs und nun endlich auch eine Realverfilmung des Stoffs. So ist die 12-teilige Serie quasi der Vorspann für den abschließenden Kinofilm „Tokyo War“ und sehr nahe an den Charakteren der Filme. Und auch wenn die Vorlage den ein oder anderen humoristischen Moment hatte, blieb der Grundton doch recht ernst. Die TV-Serie unterscheidet sich hierbei immens davon und hält einige Folgen bereit, die zm Schreien kommisch sind. Und teilweise auch wirklich kurios. Highlights sind zum Beispiel die „Tekken“-Folge oder der Kampf mit dem Riesen-Kappa. Muss man gesehen haben.

Der abschließende Film ist dann wieder etwas ernster und richtig spannend inszniert. Zwar erreicht das komplette Konstrukt nie die Genialität der drei Anime-Filme, dennoch fühlte ich mit gut unterhalten. Kleiner Kritikpunkt(wie so oft in meinem Blog bei japanischen Filmen) sind jedoch die CGIs, die manchmal recht billig wirken.

8/10 Punkte

Trailer

Die Serie und der Film sind zum Glück in Deutschand bei Tiberius Film erschienen, die mir freundlicherweise auch die DVDs für das Review geschickt haben. Die Bildqualität war dabei für japanische TV-Verhältnisse relativ gut, nur die Menüs der Discs etwas langweilig gestaltet. Leider gibt es auch keinerlei Extras an Bord der DVDs außer den Trailern für die TV-Serie.
Im März erscheint jedoch noch der Director’s Cut des Films, der wesentlich mehr Bonusmaterial hat.

Filmlogbuch Nr.118 – 100 Yen Love

Ichikos Leben kann man nicht wirklich als spannend bezeichnen. Anfang 30 lebt sie immer noch bei ihren Eltern, sie arbeitet nicht und spielt lieber mit ihrem Neffen Videospiele, in denen sie keine Gnade walten lässt. Nachdem sie sich mit ihrer gerade wieder eingezogenen Schwester heftig in die Haare bekommt, zieht sie endlich von Zuhause aus und beginnt ihr eigenes Leben.
Einen Job findet sie prompt in einem 100 Yen-Shop, einem kleinen Supermarkt voller seltsamer Angestellten und Kunden. Und so lebt sie in den Tag hinein bis sie eines Abends auf dem Nachhauseweg an einem Boxklub vorbeikommt und dort dem Boxer Yuji begegnet. Mit diesem beginnt sie eine seichte Romanze, muss aber erkennen, dass sie wohl nicht interessant genug ist, damit er bei ihr bleibt.
Um sich selbst und ihrer Umwelt zu beweisen, dass sie etwas schaffen kann, beginnt die mit dem Boxen. Und das voller Elan.

 Man kann nur schwer in Worte fassen, was für ein genialer Film „100 Yen Love“ ist. Die großartige Sakura Ando spielt Ichiko so unglaublich genial, man möchte ihr jede Sekunde in den Hintern treten. Hinzu kommt die tolle Situationskomik und gegen Ende die mitreißende Phase, in der sie das Boxen lernen will und einfach alles gibt.
Hier stimmt von Anfang bis Ende einfach alles, die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Anschauen!

 9/10 Punkte

Trailer

 Kommen wir zum großen Manko von „100 Yen Love“: der Verfügbarkeit in einer verständlichen Version. So gibt es weltweit bisher nur das Release aus Hong Kong als DVD oder Blu-ray(Code A), das englische Untertitel an Bord hat. Blöderweise bekommt man dieses nur sehr schwer, da es in den meisten Shops relativ schnell ausverkauft war. Man muss hoffen, dass sich endlich mal eines der großen Labels aus dem Westen erbarmt und dieses Schmuckstück des gegenwärtigen, japanischen Kinos veröffentlicht.

Filmlogbuch Nr.117 – Sühne

Vier Mädchen erleben im zarten Alter von neun Jahren mit, wie ihre Freunde Emily von einem fremden Mann getötet wird. Deren Mutter Asako kann den Vieren nicht verzeihen, da sie ihnen vorwirft, Emily nicht geholfen zu haben und sie angeblich die Identität des Mörders für sich zu behalten wollen.
15 Jahre später sind die Mädchen zu jungen Frauen herangewachsen und haben die grausame Tat von damals entweder fast vergessen oder verdrängt. Jedoch haben sie mittlerweile alle ihre eigenen Probleme, die ihr Leben teilweise beträchtlich auf den Kopf stellen. Und mittenrein platzt Asako, die immer noch auf der Suche nach dem Mörder ihrer Tochter ist.

„Sühne“ ist eine fünfteilige Fernsehreihe von Kyoshi Kurosawa, der für Filme wie „Pulse“ oder „Cure“ verantwortlich ist. Neben dem Serienformat gibt es aber auch einen zweiteiligen Zusammenschnitt der Episoden, der hierzulande bei Arte zu sehen war.
Kurosawa ist eigentlich bekannt für seine Thriller, die meist einen übersinnlichen Touch haben und den Zuschauer nach dem Filmgenuss oft ratlos sitzen lassen. „Sühne“ entspricht da eher einem Werk wie „Tokyo Sonata“, das schmerzhaft in die Wunden der japanischen Gesellschaft gedrückt hat und das übliche Familienbild Japans komplett auseinandergenommen hat. Die typische Kurosawa’sche Mordgeschichte dient dabei eher als roter Faden, um die fünf Folgen miteinander zu verknüpfen und die Schicksale der Frauen zu zeigen.
Dabei ist „Sühne“ absolut unterkühlt inszeniert. Starre Kameraeinstellungen, kaum Musik und eine zum Ende hin immer mehr ins s/w gehende Farbgestaltung zeigen das Können Kurosawas. Großes Kino!

 8/10 Punkte

 Trailer

Leider gibt es „Sühne“ bisher nur in Form der Ausstrahlung von Arte auf Deutsch. Wer die Serie auf Blu-ray bzw. DVD haben will, muss auf das Release in Nordamerika zurückgreifen. Oder schaut nach Frankreich(Französisch-Kenntnisse vorausgesetzt).