Filmlogbuch Nr.125 – High-Rise

Im London der 1970er zieht es den Arzt Dr. Robert Lang in eine der schicken Wohnanlagen in einem Vorort, die einem alle Annhemlichkeiten bietet, die man so begehrt. So gibt es in dem 40-stöckigen Hochhaus nicht nur einen Pool und einen Supermarkt, der Erbauer selbst hat sich auch noch einen garten samt Pferdekoppel auf das Dach gebaut.
Und genau wie im wirklichen Leben, sind die oberen, sonnenreichen Stockwerke den privilegierteren Bewohnern vorbehalten. Genährt durch die ständigen techinschen Probleme wie Stromausfälle heizt sich die Stimmung im Haus immer weiter an bis es letztlich eskaliert.

„High-Rise“ ist einer dieser Filme, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Neben grandios gefilmten Bildern sorgt aber auch die Soundtrack-Untermalung für Hochspannung. Der, auf einem Roman von J.G. Ballard basierende Thriller stammt von Ben Wheatley, der u.a. das mordende Touristenpärchen in „Sightseers“ inszeniert hat.
Neben dem Gebäude, das mich immer wieder an David Cronenbergs „Shivers“ erinnert hat, sind vor allem die Schauspieler die absoluten Stars des Films. Neben Tom Hiddleston tragen aber auch Jeremy Irons und Sienna Miller zur hohen Qualität des Films bei.
Die Szene als Portisheads Coverversion von ABBAs „SOS“ einsetzt, ist außerdem großartig inszeniert! Einzigartig!

8/10 Punkte

Trailer

Von „High-Rise“ gibt es sowohl DVD als auch Blu-ray. Neben einem kurzen Featurette kommen die wichtigsten Schauspieler des Films in ausführlichen Interviews zu Wort.

Filmlogbuch Nr.88- Narcos Season One

Pablo Escobar. Eine Legende in Kolumbien und viele Jahre lang das Feindbild schlechthin für die amerikanische Regierung, da er die USA mit seinen Kokain-Lieferungen überschwemmte.
Der eigentlich aus armen Verhältnissen stammende Pablo, hat aber schon immer ein Faible für kriminelle Geschäfte und steigt irgendwann richtig groß in das Drogengeschäft ein.
Gleichzeitig wird in Miami der Partner des Cops Steve Murphy von einem Mitglied des Kartells erschossen, was Steve dazu bewegt, künftig direkt vor Ort in Bogota, Kolumbien, auf die Jagd nach den Drogenbossen zu gehen. Und natürlich kreuzen sich dabei auch die Wege mit Pablo Escobar.

„Narcos“ ist eine Netflix-Serie aus dem Jahr 2015 und bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie ein „Orange Is The New Black“ oder die erste Staffel von „House Of Cards“. Die Serie ist in einem semi-dokumentarischen Stil erzählt und wird immer wieder mit realen Bildern aus der damaligen Zeit vermischt. Die Figur des Cops Steve Murphy dient hier dann immer als Erzähler.
Die 10 Folgen sind immer spannend inszeniert und es gibt zum Glück keine Handlungsstränge, die eher als Lückenfüller dienen. So hab ich die Serie an einem einzigen Tag durchgeschaut und blieb absolut begeistert zurück. Dabei ist die Serie aber nichts für Zartbesaitete, denn die Methoden von Pablo Escobar und seinen Schergen waren nicht sonderlich zimperlich. Aber auch die Polizisten sind hier keine Unschuldsengel.
Dass die erste Staffel von den 70ern über die 80er bis in die frühen 90er geht, sieht man auch immer sehr schön an den Requisiten und der Ausstattung.

9/10 Punkte

Trailer

Wie oben geschrieben, ist „Narcos“ bisher nur über Netflix verfügbar. Wie üblich wird es früher oder später aber bestimmt auch eine Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray geben. Eine zweite Staffel ist wohl schon in Arbeit.