#Japanuary 2019 Film 7 – Exte: Hair Extensions

Als im Hafen einer japanischen Kleinstadt ein Container mit einer Leiche und einem Berg von Haaren auftaucht, reißt sich Haarfetischist Yamazaki die Tote unter den Nagel und verkauft ihre Haarpracht an Friseurläden in der Umgebung. Aufgrund eines Fluches wächst ihr das Haar nämlich immer wieder nach so dass er sich damit gutes Geld verdienen und gleichzeitig seinen Fetisch ausleben kann.
Gleichzeitig verfolgen wir die Karriere von Yuko, die es einmal zu einer berühmten Hairstylistin bringen will und die in einem der Salons arbeitet, die Yamazakis Extensions an die Kundinnen bringen.
Nach und nach mehren sich die tödlichen Vorfälle in die diese Kundinnen verwickelt sind und auch Yukos Nichte ist durch die gefährlichen Extensions bedroht. Kann Yuko den verrückten Yamazaki und den Fluch der Toten stoppen?

 

„Exte: Hair Extensions“ stammt von keinem geringeren als Sion Sono höchstpersönlich. Mein Lieblingsregisseur aus dem Land der aufgehenden Sonne ist für Meisterwerke wie „Antiporno“, „Love Exposure“ oder „Cold Fish“ bekannt, hat sich in seinen Anfangstagen aber vor allem mit J-Horror-Beiträgen seinen Unterhalt verdient.
Mit dem vorliegenden Film aus dem Jahr 2006 verbindet er klassische Elemente dieses Genres, so z.B. furchteinflössende Wesen mit langen, schwarzen Haaren mit einer familiären Geschichte rund um Yuko, deren unsympathischer Schwester und ihrer Nichte. Vor allem zu Beginn versprüht der Film eine lockere Atmosphäre wie man sie selten in japanischen Horrorfilmen findet, was den Einstieg etwas leichter macht. Generell ist der Ton aufgrund der absurden Thematik aber auch etwas lockerer als zum Beispiel in „Dark Water“ oder „Ringu“.
„Exte: Hair Extensions“ ist sicherlich kein Meisterwerk. Dafür ist der Film ein paar Minuten zu lang und einige Handlungsstränge eher unnötig. Für Unterhaltung sorgen dann aber vor allem die skurrilen Momente mit dem Fetischisten Yamazaki und seinem Haar-Song und einige Ekeleffekte wie das Haar im Auge oder die haarige Zunge. Das tut schon beim Hinsehen weh!
Erwähnen muss man außerdem, dass die weibliche Hauptrolle von Chiaki Kuriyama gespielt wird, die man im Westen vor allem durch ihren Auftritt in „Kill Bill“ als Gogo Yubari kennt. Immer wieder toll anzusehen, da sie Filme mit ihrer besonderen Art gut ergänzt.

 

7/10

 

 

„Exte: Hair Extensions“ ist in Deutschland bei Rapid Eye Movies erschienen und in mehreren DVD-Varianten erhältlich. Diese sind inhaltlich aber immer gleich ausgestattet und unterscheiden sich nur in Sachen Verpackung. Die Erstauflage gab es noch im Digipack mit Schuber und Poster, gängiger ist mittlerweile die Version aus der Edition Asien im regulären Amaray-Case. Mit fast 50 Minuten an Bonusmaterial wie Making of, Karaoke oder entfernten Szenen gibt es außerdem einiges an Zusatzmaterial auf den Discs.

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#Japanuary 2019 Film 6 – A Thousand & One Nights

Wasserverkäufer Aldin wittert auf dem Basar in Bagdad sein großes Geschäft. Doch leider springen die mordernen Städter nicht auf seine Ware an so dass er sich gelangweilt zu einer Sklavenauktion begibt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die schöne Milliam, die er sich aber nicht in seinen kühnsten Träumen lesiten könnte. Schnell steigen die Gebote in Tausender Schritten und als sich der Sohn des lokalen Polizeichefs schon über die neue Frau an seiner Seite freut, brennt Aldin mit ihr durch.
Nach einer gemeinsamen Nacht werden die beiden Liebenden aber doch festgenommen. Während Milliam in den Haremsdienst des Polizeichefs tritt, beginnt für Aldin eine wundersame Reise. So muss er sich gegen eine Insel voller schlängelnder Schonheiten zur Wehr setzen und gegen Riesen kämpfen. Nach Jahren der Irrfahrt kehrt er nach Bagdad zurück und macht sich auf die Suche nach der Liebe seines Lebens.

 

Osamu Tezuka, der im vergangenen Jahr 80 Jahre alt geworden wäre, setzte sich mit Titeln wie „Kimba“ oder „Astro Boy“ ein Denkmal und gilt als Gott des Manga. Neben seinen klassischen Werken die von Fantasy über Sci-Fi bis Thriller reichten, widmete er sich in einer kurzen Schaffensphase auch einigen erotisch-angehauchten Animefilmen.
Unter dem Titel Animerama erschien ab Ende der 1960er eine Trilogie, die aus den Filmen „A Thousand & One Nights“, „Cleopatra“ und „Belladonna of Sadness“ besteht. Vor allem letzterer Film ist im Westen recht bekannt und ein Meisterwerk aus psychedlischen Szenen, aquarellartigen Bildern und doppeldeutiger Symbolistik. Mit der Qualität der Sage um Belladonna kann dieses Werk nicht ganz mithalten. Denn mit seinen 130 Minuten Laufzeit ist der Film mindestens 45 Minuten zu lang und kann erzählerisch schlicht nicht über die komplette Dauer unterhalten. Zwar laufen viele Handlungsstränge, die anfangs seltsam wirken, am Ende doch noch schlüssig zusammen, aber eine flottere Inszenierung hätte dem Film einfach gut getan.
Denkt man an Erotik und Anime, kommen einem doch zunächst Tentakel und anderes Hentai-Gedöns in den Kopf. „A Thousand & One Nights“ ist bei weitem nicht so explizit, hat aber schon einige Szenen, die sehr  doppeldeutig eindeutig sind. Generell ist die Inszenierung des Films aber nichts alltägliches. Seien es der Einstieg mit psychedelischen Rock- und Jazzklängen oder immer weider eingestreute Aufnahmen von Modellen(zum Beispiel beim Panorama von Bagdad), der Film sieht einfach besonders aus. Auch die Animationen der Figuren und deren Gestik und Mimik befinden sich auf einem cartoon-igeren Level als vergleichbare japanische Werke aus dieser Zeit. Ein spannendes Stück Animations-Geschichte bei dem eine einmalige Sichtung ausreicht.

 

6,5/10

 

 

„A Thousand & One Nights“ gibt es mittlerweile auch in Deutschland zusammen mit den anderen oben genannten Filmen. Diese Box ist bei Rapid Eye Movies erschienen. Ich habe den Film auf der britischen Blu-ray von Third Window Films gesehen, die zusammen mit der Disc von „Cleopatra“ in ein Set gepackt wurde. Neben einem schönen Schuber und Wendecover mit den beiden Kinoplakaten, bekommt man außerdem ein recht schmales Booklet dazu. Dieses ist optisch aber leider kein wirklicher Hinkucker!
Von der Bildqulität der Filme darf man nun auch kein HD-Wunderwerk erwarten. Zwar wurden die Filme direkt von Tezuka Productions restauriert, dennoch ist das Bild nicht ganz frei von Schmutz und Kratzern.

#Japanuary 2019 Film 4 – Perfect Blue

Da Mima der Erfolg mit ihrer Pop-Gruppe CHAM vorenthalten bleibt, entscheidet sich die junge Frau Schauspielerin zu werden. Dass dieser Ausstieg bei den teils sehr enthusiastischen Fans nicht wirklich gern gesehen wird, versteht sich von selbst. Und so schlägt auch die Stimmung gegenüber Mima langsam um.
Zum gleichen Zeitpunkt entdeckt sie eine ominöse Homepage, die ihren Tagesabauf und ihre Gedankenwelt bis ins kleinste Detail rekonstruiert, aber eben nicht von ihr erstellt wurde. Zusehends verschwimmt ihre Wahrnehmung der Realität was zusätzlich durch ihre Rolle bei einer TV-Serie verstärkt wird, da diese sich vor allem auf ihr früheres Lebens als Pop-Sternchen bezieht. Als es dann auch noch zu einem Anschlag per Briefbombe kommt und sich die mysteriösen Mordfälle in ihrem Umfeld häufen, wird der psychische Druck immer größer.

 

Das Phänomen der Idols in Japan ist faszinierend aber auch abschreckend zugleich. Wer schon einmal in Tokyo und den entsprechenden Vierteln wie Akihabara unterwegs war, ist sicherlich auch schon einmal über ein Konzert einer solchen Band oder Person gestossen, auch Mega-Gruppen wie AKB48 sollten euch dann bekannt sein.
Ich persönlich finde die musikalische Qualität zum Großteil nicht wirklich gut, erschreckender sind allerdings die älteren Herren, die sich für die meist recht jungen Damen viel zu sehr begeistern können. Hierzu empfehle ich die Doku „Tokyo Idols“, die sich dem Thema gewidmet hat.
Aber hier soll es ja um „Perfect Blue“ gehen, in dem es sich vor allem um die Idol-Karriere einer jungen Frau und dem damit verbundenen Druck dreht. Auch hier werden Dinge wie Fanatismus und Stalking thematisiert, aber auch die frauenfeindliche Denke der Industrie. Verfolgt man die heutige Idol-Szene in Japan muss man leider sagen, dass sich gut zwanzig Jahre nach „Perfect Blue“ kaum etwas getan hat. Egal ob Messerattacken auf Sängerinnen oder das bekannte Entschuldigungsvideo von AKB48-Mitglied Minami Minegishi, in dem sie sich mit abrasierten Haaren bei ihren Fans für eine, mit ihrem Freund verbrachte Nacht entschuldigt, das Idol-Business ist auch heute noch so gnadenlos wie in „Perfect Blue“ dargestellt.

Der Regisseur hinter dem Psycho-Thriller ist kein geringerer als Satoshi Kon, der hier sein Regie-Debüt abliefert. Und was für eins! Leider verstarb er 2010 im Alter von 46 Jahren, setzte sich aber mit seinen Filmen, Manga und TV-Serien definitiv mehrere Denkmale.
„Perfect Blue“ selbst basiert auf einem Roman und wurde außerdem als Realverfilmung umgesetzt. Diese kommt aber in keiner Minuten an den Anime heran, kann also getrost übersehen werden. Zum Anime selber muss man, denke ich, kaum noch was sagen. Egal ob Atmosphäre, Inszenierung oder Animationen…hier wird großes Kino geboten. Wenn ich auf mein persönliches Dasein als Anime-Fan zurückblicke, sind wohl „Akira“, „Ghost in the Shell“ und „Perfect Blue“ die drei Filme, die den größten Eindruck bei mir hinterlassen haben. Ein Meisterwerk, das jeder mal gesehen haben sollte!

 

10/10

 

 

„Perfect Blue“ ist in Deutschland als Blu-ray erhältlich, die DVD bekommt man meist nur noch gebraucht und auch in unterschiedlichen Editionen. Die aktuelle HD-Variante ist bei Rapid Eye Movies in der Nippon Classics-Serie erschienen. Neben einem Schuber enthält diese Version ein 16-seitiges Booklet mit einem Text von Tom Mes.

#Japanuary 2019 Film 3 – Pom Poko

Aufgrund des anhaltenden Wirtschaftsbooms und dem Bedarf an neuen Wohngebieten in Tokyo, holzt die Regierung viele Wälder ab und begradigt eigentlich unbewohnbares Gebiet. Doch leider verliert man dabei die heimische Tierwelt aus den Augen, vor allem die ansässigen Marderhunde leiden unter dem Verlust ihrer Heimat.
Irgendwann haben diese jedoch die Schnauze voll vom rücksichtslosen Handeln der Menschen und versuchen die Bauarbeiten zu stoppen. Hierfür setzen sie vor allem ihre Verwandlungskünste ein mit denen sie den Arbeitern Streiche spielen oder vorgeben Geister zu sein. Aber es gibt auch rauere Töne unter den Tanukis, die davon sprechen, die Menschen umzubringen. Hoffnung haben sie aber vor allem an die drei Weisen, die eigentlich wissen sollten wie man mit dieser Situation umzugehen hat. Wird es den Marderhunden gelingen, ihre Heimat zu retten?

 

Wenn man Studio Ghibli hört, denkt man vor allem an Filme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Nausicaä“ oder „Prinzessin Mononoke“, also vor allem Werke von Hayao Miyazaki. Doch mit Isao Takahata war noch ein anderer, sehr fähiger Regisseur beim renommierten Animationsstudio tätig. Und von diesem stammt auch „Pom Poko“!
Das Abenteuer der Marderhunde ist wirklich wunderschön umgesetzt und präsentiert sich in einer detailreichen und sehr liebevoll umgesetzten Optik. Die fantasievollen Figuren, egal ob Marderhunde oder die Yokais bei der Parade, versprühen einen einziartigen Charme und in Verbindung mit den gelegentlich eingestreuten Songs eine ganz besondere Atmosphäre, die für jeden Japan-Fan ein Fest sein wird.
Dank des Erzählers hat man außerdem immer das Gefühl eine Tier-Doku zu sehen, was dem Film noch einmal eine ganz besondere Stimmung verleiht. „Pom Poko“(was übrigens das Trommelgeräusch ist, wenn Marderhunde auf ihre Bäuche schlagen) ist sicherlich einer der seltsamsten Filme aus dem Studio Ghibli, dennoch beschäftigt er sich mit Themen, die dem Animationsstudio nicht sehr fern sind. Vor allem der Umweltschutz(dem sich Miyazaki bis heute verschrieben hat) ist natürlich allgegenwärtig.
In vielen Bereichen erinnert der Film ein bißchen an „Watership Down“, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt so derb wie dieser Klassiker. Dafür hat er doch einen recht kruden Humor, vor allem wenn die männlichen Tanukis ihre Hoden(diese sind bei Figuren dieser immer recht ausgeprägt zu sehen) in irgendwelche Gegenstände verwandeln, knallen die Synapsen durch. Aber das macht den Film eben auch so einzigartig!

 

8,5/10

 

 

„Pom Poko“ gibt es, wie jeden anderen Studio Ghibli-Film mittlerweile, auch auf deutscher Blu-ray und DVD von Universum Anime. Die HD-Variante kommt in einem schmalen Digipack mit Postkarten und Schuber und beinhaltet an Extras das komplette Storyboard und den japanischen Trailer.

Des Zombies liebste Serien – Die Top 5 des Jahres 2018

Neben den knapp 200 gesehenenen Filmen im Jahr 2018 gab es auch einige Serien, die mich nachhaltig stark beeindruckt haben. Dank Netflix und Co. ist gerade der Kosum von Serien leicht wie nie, dennoch greife ich auch hier gerne auf physische Releases zurück und stelle mir „4 Blocks“ oder „Made in Abyss“ ins Regal.
Auch hier hätte ich eine Top 10 erstelle können, muss aber zugeben, dass vieles so nebenbei konsumiert wurde und nur wenig davon hängengeblieben ist. Die hier aufgelistete Top 5 stellt also wirklich die Speerpsitze der Serien-Unterhaltung dieses Jahres dar…für mich persönlich!

 

5. Dark Tourist

 

Die Netflix-Serie über den umherreisenden Journalisten David Farrier hat mich wirklich fasziniert. Denn er fährt oder fliegt nicht an die überfüllten Strände oder die überlaufenen Sehenswürdigkeiten der Welt, die eh schon jeder kennt. Nein, er geht dahin wo sich der Otto-Normal-Tourist höchstens hinverirren würde. So badet er in einem See in einem ehemaligen Atombomben-Testgebiet, trifft Charles Mansons Brieffreund und nimmt an einer Massenmörder-Tour durch LA teil oder verfolgt die jährliche Totenfeier in Indonesien bei der die Leichen wieder aus ihren Särgen geholt werden. Außerdem trifft er Vampire, holt sich eine ordentliche Portion Strahlung in Fukushima ab und wechselt ein paar Worte mit dem ehemaligen Bodyguard von Pablo Escobar. Perfekt für die Urlaubsplanung 2019!

 

4. Willkommen in Gravity Falls!

 

Die Zeichentrickserie von Disney ist eigentlich schon ein paar Jährchen älter, ich habe sie aber erst jetzt auf Netflix(und dank Radio Nukular) entdeckt. Hier sollte man sich nicht von dem Zeichenstil und den vordergründig einfachen Geschichten täuschen lassen, denn „Gravity Falls“ ist sowohl für Jung als auch Alt gedacht. Die Story um die beiden Geschwister Mabel und Dipper und ihrem seltsamen Gronkel Stan, die seltsamen Eriegnissen in dem Städtchen Gravity Falls nachgehen, ist einfach zum Schießen. Charaktere wie Hausschwein Schwabbel oder die beiden dümmlichen Polizisten darf man dabei natürlich auch nicht vergessen. Wären Fox und Mulder Geschwister, würde hier ihre Vorgeschichte erzählt werden…

 

3. Made in Abyss

 

An Animeserien habe ich im Jahr 2018 doch verhältnismäßig viel gesehen, dennoch konnte mich keine zu 100% überzeugen. Wenn es da nicht „Made in Abyss“ gegeben hätte. Der doch recht kindlich wirkende Anime täuscht mit seiner Optik zwar eine seichte und kindgerechte Story vor, präsentiert sich im letzten Drittel der ersten 12 Episoden aber als ganz schön harter Tobak. Ich glaube, dass mich seit „Neon Genesis Evangelion“ keine Animeserie mehr so mitgerissen und bewegt hat. Man kann nur hoffen, dass die zweite Season bald ausgestrahlt und schnell veröffentlicht wird. Solange kann man übrigens auf den Manga zurückgreifen, der auch bereits in deutscher Sprache erhältlich ist.

 

2. 4 Blocks

 

Schon seit mehreren Monaten stand die erste Staffel von „4 Blocks“ auf meinem Wunschzettel und zum Black Friday schlug ich endlich zu. Warum habe ich so lange gewartet?!? Die Serie um die libanesische Familie Hamady und ihre Machenschaften im Berliner Drogengeschäft ist ein absolutes Aha-Erlebnis und deutsche Serienunterhaltung auf höchstem Niveau. Der Cast ist super und die hochwertig inszenierten Folgen mit einem passenden Deutschrap-Soundtrack untermalt. Jetzt heißt es bis Ende 2019 warten, denn erst da folgt Staffel Nummer 3. Bevor ihr Netflix-Kids da draußen also „Dogs of Berlin“ schaut – was ganz ok ist – sichtet erst einmal „4 Blocks“.

 

1. Bad Banks

 

Auf Platz 1 meiner Serien-Jahrescharts steht kein „Game of Thrones“ oder „Westworld“. Dieser Platz ist für eine weitere deutsche Produktion reserviert, „Bad Banks“. Inszeniert von Christian Schwochow und mit wirklich tollen Schauspielern wie Paula Beer ausgestattet, erzählt die Serie von den dunklen Geschäften einer großen Bank und ist somit absolut am Puls der Zeit. Vor allem die letzte Episode ist pures Gold und großes Serien-Kino! Hoffentlich kommt bald eine zweite Staffel…

Des Zombies liebste Filme – Die Top 12 des Jahres 2018

Auf allen Blogs und Seiten sieht man aktuell die Top-Listen von Filmen, Games usw. Und auch ich will da natürlich meinen Senf dazu geben und präsentiere euch nun meine Top 12-Filme des Jahres 2018. Gerne könnt ihr mir in den Kommentaren eure Favoriten nennen!

 

12. Detroit

 

Geben wir es doch zu: die politische Lage in den großen Nationen dieser Welt war noch nie so furchteinflößend wie heute. Dass dabei vor allem die Angst vor „Überfremdung“(schreckliches Wort) und generell Rassismus eine tragende Rolle spielen, sollte man eigentlich nach zigtausenden Jahren Menschheitsgeschichte nicht erwarten. Aber…naja…
Umso wichtiger ist ein Film wie „Detroit“, der zwar schon 2017 erschien, ich aber erst in diesem Jahr gesehen habe. Hier stimmt einfach recht viel. Handwerklich ist der super gemacht, überragend sind aber vor allem die Stimmung und die zerreißende Anspannung der Situation.

 

 

11. Thelma

 

Ich mag Coming of Age-Geschichten. Noch mehr mag ich Filme dieses Genres, wenn sie mit einem übernatürlichen Extra ergänzt werden. Im Jahr 2017 war dies der ungemütliche „Raw“, dieses Jahr der norwegische Oscar-Beitrag „Thelma“. Auch hier geht es um ein Mädchen, das von Zuhause auszieht und während ihres Studiums mit ungewöhnlichen Vorfällen konfrontiert wird. Während sich „Raw“ recht stark auf den Kannibalismus konzentrierte, geht es in „Thelma“ auch um unterdrückte Sexualität und ein sehr religiöses Elternhaus. Und natürlich den übernatürlichen Kniff!

 

 

10. That’s It

 

Das deutsche Label Midori Impuls hat in den vergangenen Jahren einige echte Perlen aus Japan nach Europa gebracht. Dieses Jahr war dies vor allem der wahnsinnige „That’s It!“, der nicht nur eine rasante Inszenierung und sympathische Jungdarsteller bietet, sondern auch von einem passenden Punk-Soundtrack der Bloodthirsty Butchers untermalt wird. Außerdem glänzt der Film mit einem besonderen Audio-Konzept, das auf den Einsatz eines Subwoofers verzichtet, sondern über bestimmte Frequenzen der Frontlautsprecher einen besonders druckvollen Sound erzeugt.

 

 

9. Suburra

 

Auch schon etwas älter aber in Vorbereitung auf „Sicario 2“ und dessen neuem Regisseur Stefano Solima wollte ich mir sein bisher bestes Werk „Suburra“ anschauen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Italiener überzeugt nicht nur mit einem spannenden Polit-Thriller zwischen Vatikan und Mafia, sondern konnte mich gerade mit tollen Bildern und schöner Musikeinbindung begeistern. Brutal und düster, aber wunderschön!

 

 

8. Bohemian Rhapsody

 

Als „Queen“-Fan von Kindesbeinen an erwartete ich den Kinostart von „Bohemian Rhapsody“ natürlich mit großer Spannung. Und ich wurde im Kino nicht enttäuscht. Auch wenn die Vorderzähne von Rami Malek etwas überdimensioniert wirken und man sicherlich auch auf die anderen Band-Mitglieder etwas stärker hätte eingehen können, ist der Film eine emotionale Achterbahnfahrt. Von den ersten großen Konzerten bis hin zur HIV-Diagnose Mercurys macht man hier einiges mit. Und dann dieser Abschluss! Wow!

 

 

7. Breakfast Club

 

Hin und wieder muss man mal einige Klassiker nachholen und im Zuge der tollen Retrowelle und dank dem zugehörigen Podcast von Radio Nukular waren dies im Jahr 2018 vor allem die vielen Filme des John Hughes. Und einer davon, nämlich „Breakfast Club“ hat mein Filmherz im Sturm erobert. Was für eine tolle Geschichte um vier Highschool-Kids, die gemeinsam nachsitzen müssen und dabei allerlei Schabernack treiben!

 

 

6. Wind River

 

Die Wucht dieses Thrillers hat mich total unvorbereitet getroffen. Der Film mit Jeremy Renner in der Hauptrolle ist nämlich nicht nur spannend inszeniert, sondern hypnotisiert den Zuschauer vor allem mit dem Zusammenspiel aus den Bildern von verschneiten Gebirgen, weitläufigen, menschenleeren Ebenen und der sphärischen Musik.

 

 

5. The Wailing

 

Das Jahr begann gut, denn mit „The Wailing“ wurde nach langer Wartezeit endlich Na Hong-jins dritter Film nach „The Chaser“ und „Yellow Sea“ veröffentlicht. Der Horror-Mystery-Thriller ist vermutlich einer der besten Filme aus Korea in den letzten Jahren und hat einen tollen Cast. Hervorheben muss man hier die Leistung der Schauspielerin der besessenen Tochter Hyo-jin, denn diese spielt die Rolle mit ihren damals 14 Jahren sehr eindrucksvoll und bedrückend.

 

 

4. A Silent Voice

 

Der Preis für den besten Anime in diesem Jahr geht zweifelsohne an „A Silent Voice“. Zugegebenermaßen hatte ich die Romanze zwischen dem Schul-Bully Shoya und der gehörlosen Mitschülerin Shoko nicht so wirklich auf dem Radar. Aber da ich das Review für die Seite asianfilmweb schreiben durfte, kam ich doch in den Genuss dieses einzigartigen Animes und bin wirklich froh darüber. Gerade die Themen Mobbing und Behinderung werden in Japan immer noch totgeschwiegen und so kann man den Film für seine Vorarbeit nur loben.

 

 

3. Hounds of Love

 

Was für ein Monster an Film! „Hounds of Love“ ist so böse und abgrundtief dunkel, gleichzeitig aber so wunderschön gefilmt und mit einem tollen Soundtrack untermalt. Die Geschichte eines Paares, die junge Mädchen entführen und für ihre abartigen Gelüste missbrauchen, basiert dabei auf einer wahren Begebenheit und ist somit noch einmal ein ganzes Eck schrecklicher als sowieso schon.

 

 

2. Antiporno

 

Sion Sono ist und bleibt ein Meister unter den Regisseuren! Mit „Love Exposure“ oder „Cold Fish“ hat er bereits Filme abgeliefert, die ganz weit oben in meiner Top-Liste stehen und auch 2018 hat er mit „Antiporno“ wieder ein großartiges Werk geschaffen. Dabei setzt er die sehr künstlerische Inszenierung von Werken wie „The Whispering Star“ in seinem neuen Werk fort und belebt außerdem das Genre der Roman Porno-Filme, die in Japan vor allem in den 70er Jahren eine große Rolle spielten. Aber auch das Frauenbild des von Männern dominierten Japans thematisiert er und übt so einiges an Kritik an der japanischen Gesellschaft. Sono wie wir ihn kennen und lieben!

 

 

1. Three Billboards Outside Ebbing Missouri

 

Auch wenn das Heimkino-Release schon quasi vor der Tür stand, wollte ich mir den diesjährigen Oscar-Gewinner von Martin McDonagh unbedingt im Kino anschauen. Und dann lief er auch noch in der Originalfassung! Die Voraussetzungen für einen gelungen Filmabend war also gegeben und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Was für ein spannender und mitreißender Thriller. Was für ein Cast! Was für ein toller Soundtrack! Wow, wow, wow!! Unbestritten der beste Film des Jahres! Wow!

 

Der #Japanuary kommt! Erneut!

Ende des vergangenen Jahres startete auf Twitter durch die Initative einiger fleißiger und energischer Filmfreunde die #japanuary-Aktion. In dieser geht es darum im Monat Januar acht Filme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu schauen und seine Meinung dazu über verschiedene soziale Kanäle kund zu tun. Die tollen Menschen von SchönerDenken haben sich sogar die Mühe gemacht, alle Reviews auf ihrer Seite zusammenzufassen und somit konnte man Stunden damit verbringen, die Meinungen anderer Menschen über Filme zu lesen. Wie schon damals zitiere ich einmal die offiziellen „Teilnahmeregeln“:

Um was geht es? Es geht darum, im Januar 2018 acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Der offizielle Hashtag ist #Japanuary.

 

Nachdem ich gerade sowieso über meinen Top-Listen des Jahres 2018 sitze, habe ich mir bereits die Mühen gemacht und meine Filmliste für den Japanuary 2019 erstellt. Dabei habe ich wie schon in diesem Jahr ein paar Premieren mit Rewatches gemischt. Die Filme stammen dabei aus Dekaden von den 60ern bis heute und auch einige Anime haben sich wieder in das Line-Up gemischt. Die komplette Liste findet ihr hier in meinem Letterboxd-Profil!