Filmlogbuch Nr.125 – High-Rise

Im London der 1970er zieht es den Arzt Dr. Robert Lang in eine der schicken Wohnanlagen in einem Vorort, die einem alle Annhemlichkeiten bietet, die man so begehrt. So gibt es in dem 40-stöckigen Hochhaus nicht nur einen Pool und einen Supermarkt, der Erbauer selbst hat sich auch noch einen garten samt Pferdekoppel auf das Dach gebaut.
Und genau wie im wirklichen Leben, sind die oberen, sonnenreichen Stockwerke den privilegierteren Bewohnern vorbehalten. Genährt durch die ständigen techinschen Probleme wie Stromausfälle heizt sich die Stimmung im Haus immer weiter an bis es letztlich eskaliert.

„High-Rise“ ist einer dieser Filme, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Neben grandios gefilmten Bildern sorgt aber auch die Soundtrack-Untermalung für Hochspannung. Der, auf einem Roman von J.G. Ballard basierende Thriller stammt von Ben Wheatley, der u.a. das mordende Touristenpärchen in „Sightseers“ inszeniert hat.
Neben dem Gebäude, das mich immer wieder an David Cronenbergs „Shivers“ erinnert hat, sind vor allem die Schauspieler die absoluten Stars des Films. Neben Tom Hiddleston tragen aber auch Jeremy Irons und Sienna Miller zur hohen Qualität des Films bei.
Die Szene als Portisheads Coverversion von ABBAs „SOS“ einsetzt, ist außerdem großartig inszeniert! Einzigartig!

8/10 Punkte

Trailer

Von „High-Rise“ gibt es sowohl DVD als auch Blu-ray. Neben einem kurzen Featurette kommen die wichtigsten Schauspieler des Films in ausführlichen Interviews zu Wort.

Filmlogbuch Nr.8- Maps To The Stars

Ein arroganter, drogenabhängiger Kinder- Schauspieler, eine alternde Diva, eine psychisch kranke Schwester und ein erfolgloser Drehbuchautor/Schauspieler, der bei einem Limousinen- Service arbeitet, um seine Brötchen zu verdienen…all diese Personen versuchen in Hollywood mehr oder minder glücklich zu werden.

David Cronenberg erzählt in diesem Epsiodenfilm auf sehr bissige Weise über den Aufstieg und das Scheitern in der Glitzerwelt Hollywoods. Unterstützt wird er von einem sensationellen Cast, ua Julianne Moore(mit am besten im Film), Mia Wasikowska oder John Cusack. Auch der Glitzer- Vampir Robert Pattinson hat eine sehr ordentliche Rolle abbekommen.
Doch leider hat man immer das Gefühl, der Film weiß nicht so recht, was er wirklich sein will. Bitterböse Satire oder doch irgendwie seltsame Liebesgeschichte. Er ist weit entfernt von den faszinierenden Filmen von Mr. Cronenberg wie „Die Fliege“ oder gar „Videodrome“.
Und dann hat „Maps To The Stars“ leider keinen wirkliche sympathischen Charakter. Die sind alle so kaputt, dass man keinen Anteil an ihrem Schicksal nimmt. Das ist schade. Irgendwie wäre wirklich mehr drin gewesen.

5/10 Punkte

Trailer

Der Film ist in Deutschland auf DVD/ Blu-ray bei Acot Elite/MFA erschienen. Auf beiden sind Extras von Rund einer Stunde enthalten, zB Interviews, eine B-Roll, TV- Spots und zwei Featurettes.