#Japanuary 2019 Film 8 – Swallowtail Butterfly

Durch die erstarkte japanische Wirtschaft und den starken Yen zieht es zahlreiche Ausländer nach Japan, die dort aber vorwiegend in ihren eigenen Bezirken, den sogenannten Yentowns leben. Die chinesische Prostituierte Glico nimmt sich eines Tages der Waisen Ageha an, die erst vor kurzem ihre Mutter verloren hat und vom Rest der Familie verstoßen wurde.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wachsen die beiden zusammen und so gehen sie künftig durch dick und dünn. Nachdem Glico von einem ihrer Freier angegriffen wird, kommt es jedoch zu einem tragischen Zwischenfall in dem dieser stirbt. Als Glico und ihre Freunde aus der Yentown die Leiche beseitigen wollen, finden sie ein Musiktape in deren Magen auf der sich nicht nur Frank Sinatras „My Way“ befindet, sondern auch Daten um gefälschte Banknoten herzustellen.
Mit viel Yen in den Taschen machen sich Glico, Fei Hong und Ageha auf in die Stadt, kaufen dort einen Musikclub und veranstalten jeden Abend Konzerte. Im Mittelpunkt steht dort vor allem Glico, die mit ihrer tollen Stimme schon bald mehrere Musikproduzenten auf sich aufmerksam macht.
Doch auch die chinesische Mafia hat den Yentwon Club und deren Besitzer im Blick, denn die Kassette mit den Falschgeld-Daten gehört eigentlich ihnen.

 

„Swallowtail Butterfly“(hierzulande auch unter „Yentown“ bekannt) stammt von Shunji Iwai, der seit Anfang der 1990er bereits über zwanzig Filme gedreht hat. Wie auch seine anderen Werke besitzt diese Mischung aus Sozialdrama, Gangster- und Musikfilm eine ganz besondere, fast schon unwirkliche Atmosphäre, die einen von Minuten Eins an in Besitz nimmt.
Als der Film 1996 in die japanischen Kinos kam, sorgte er wohl für eine ziemliche Kontroverse, da er das Problem der japanischen Regierung mit seinen ausländischen Einwohnern und deren Insolation vom Rest der Gesellschaft recht direkt anspricht. Dennoch ist „Swallowtail Butterfly“ kein demprimierendes Werk, sondern hat die unterschiedlichsten Facetten. Mal ist er witzig, dann spannend, dann tragisch oder einfach nur unterhaltsam.
Seinen Multikulti-Stil erhält sich der Film auch durch die unterschiedlichen Sprachen, die gesprochen werden. Während sich die Hauptfiguren häufig in einem Mix aus Englisch, Japanisch und Chinesisch unterhalten, sind es zu einem großten Teil kurioserweise die weißen Langnasen, die ausschließlich Japanisch können. Spannend!
Natürlich liegt bei „Swallowtail Butterfly“ ein großer Fokus auf der Musik, Glico-Darstellerin Chara kennt man in Japan nämlich vor allem als Sängerin. Ihre etwas rauchige Stimmte und die tollen Songs während des Films lassen einen wunderbaren Soundtrack entstehen, der die Atmosphäre des Films noch einmal unterstreicht.

 

8,5/10

 

 

„Swallowtail Butterfly“ ist in Deutschland vor vielen Jahren bei Rapid Eye Movies auf DVD erschienen. Während die Erstauflage im Digipack samt Schuber und Poster in den Handel kam, gibt es auch eine Intro Edition Asien-Version des Films in einer Vorform des Mediabooks. Achtung: hierzulande ist der Film unter dem Titel „Yentown“ erschienen.

#Japanuary 2019 Film 5 – Orgies of Edo

Japan zu Zeiten der Genroku-Ära zum Ende des 17.Jahrhunderts. Der Mediziner Gentatsu sieht sich immer wieder mit allerlei besonderen Fällen und deren Geschichte konfrontiert. Während er den sozialen Abstieg der Prostituierten Oito mitverfolgen muss, soll er außerdem die abartigen Gelüste einer Frau kurieren, die nur mit entstellten oder körperlich beeinträchtigten Männern Lust empfinden kann.
Sein letzter Fall führt ihn dann in ein Schloss, in dem der sadistische Besitzer mit seinen Haremsdamen allerlei krude Spielchen treibt, sie zum Beispiel von Stieren jagen lässt oder sie komplett in goldene Farbe hüllt.

 

„Orgies of Edo“ stammt, wie auch schon „Blind Woman’s Curse“, ebenfalls von Teruo Ishii und lässt den Betrachter sicherlich erst einmal sprachlos zurück. Denn während der Film mit der ersten Geschichte noch relativ harmlos anfängt, brennen sich einige Bilder und Szenen aus den beiden anderen Episoden direkt in den Sehnerv des Zuschauers ein.
Aber so sind Werke des Ero Guro-Genres eben. Erotisch angehaucht, gleichzeitig aber auch grotesk und manchmal auch abstoßend. Ishii hat vor und nach „Orgies of Edo“ noch andere Filme in diese Richtung gedreht, so zum Beispiel „Horrors of  Malformed Men“ oder die „Tokugawa“-Reihe.

Auch wenn ich den abseitigen Film wirklich mag, konnte mich „Orgies of Edo“ nicht so ganz mitreißen. Sicherlich hat er seine Momente, besonders Epsiode 3 finde ich wirklich sehenswert, aber in einigen Szenen hat er einem dann doch ganz schön auf den Magen geschlagen. Aber damit hat er wohl seine Wirkung auch voll und ganz erreicht…Dennoch bevorzuge ich aus dieser Zeit des japanischen Films dann eher die Werke des Pinky Violence-Genres, da diese meist etwas lockerer inszeniert und nicht ganz so derbe sind.

 

6,5/10

 

 

„Orgies of Edo“ erschien erst vor kurzem über das britische Label Arrow Video auf Blu-ray. Neben einem schicken Wendecover mit einem wirklich sehenswerten Motiv von Arrow, bekommt man als Besitzer der Disc außerdem mal wieder ein recht informatives Booklet dazu. Auch auf der Disc selbst ist mit einem ausführlichen Interview von Patrick Maccias über Ishiis Filme ein wirklich toller Beitrag vorhanden.
In Deutschland erschien der Film unter dem Titel „Tokugawa III – Im Rausch der Sinne“ zwar auf DVD, diese ist aber lediglich ein Bootleg. Früher gab es den Film auch einmal auf VHS.

#Japanuary 2019 Film 3 – Pom Poko

Aufgrund des anhaltenden Wirtschaftsbooms und dem Bedarf an neuen Wohngebieten in Tokyo, holzt die Regierung viele Wälder ab und begradigt eigentlich unbewohnbares Gebiet. Doch leider verliert man dabei die heimische Tierwelt aus den Augen, vor allem die ansässigen Marderhunde leiden unter dem Verlust ihrer Heimat.
Irgendwann haben diese jedoch die Schnauze voll vom rücksichtslosen Handeln der Menschen und versuchen die Bauarbeiten zu stoppen. Hierfür setzen sie vor allem ihre Verwandlungskünste ein mit denen sie den Arbeitern Streiche spielen oder vorgeben Geister zu sein. Aber es gibt auch rauere Töne unter den Tanukis, die davon sprechen, die Menschen umzubringen. Hoffnung haben sie aber vor allem an die drei Weisen, die eigentlich wissen sollten wie man mit dieser Situation umzugehen hat. Wird es den Marderhunden gelingen, ihre Heimat zu retten?

 

Wenn man Studio Ghibli hört, denkt man vor allem an Filme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Nausicaä“ oder „Prinzessin Mononoke“, also vor allem Werke von Hayao Miyazaki. Doch mit Isao Takahata war noch ein anderer, sehr fähiger Regisseur beim renommierten Animationsstudio tätig. Und von diesem stammt auch „Pom Poko“!
Das Abenteuer der Marderhunde ist wirklich wunderschön umgesetzt und präsentiert sich in einer detailreichen und sehr liebevoll umgesetzten Optik. Die fantasievollen Figuren, egal ob Marderhunde oder die Yokais bei der Parade, versprühen einen einziartigen Charme und in Verbindung mit den gelegentlich eingestreuten Songs eine ganz besondere Atmosphäre, die für jeden Japan-Fan ein Fest sein wird.
Dank des Erzählers hat man außerdem immer das Gefühl eine Tier-Doku zu sehen, was dem Film noch einmal eine ganz besondere Stimmung verleiht. „Pom Poko“(was übrigens das Trommelgeräusch ist, wenn Marderhunde auf ihre Bäuche schlagen) ist sicherlich einer der seltsamsten Filme aus dem Studio Ghibli, dennoch beschäftigt er sich mit Themen, die dem Animationsstudio nicht sehr fern sind. Vor allem der Umweltschutz(dem sich Miyazaki bis heute verschrieben hat) ist natürlich allgegenwärtig.
In vielen Bereichen erinnert der Film ein bißchen an „Watership Down“, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt so derb wie dieser Klassiker. Dafür hat er doch einen recht kruden Humor, vor allem wenn die männlichen Tanukis ihre Hoden(diese sind bei Figuren dieser immer recht ausgeprägt zu sehen) in irgendwelche Gegenstände verwandeln, knallen die Synapsen durch. Aber das macht den Film eben auch so einzigartig!

 

8,5/10

 

 

„Pom Poko“ gibt es, wie jeden anderen Studio Ghibli-Film mittlerweile, auch auf deutscher Blu-ray und DVD von Universum Anime. Die HD-Variante kommt in einem schmalen Digipack mit Postkarten und Schuber und beinhaltet an Extras das komplette Storyboard und den japanischen Trailer.

LASERPOPE – Unterstützt das Projekt auf Kickstarter!

Kickstarter ist schon eine tolle Plattform. Egal ob Tech-Sachen, Brettspiele oder sogar neue Konsolen, die zu unterstützenden Projekte sind zahlreich. Vom Regisseur höchstpersönlich wurde ich nun auf den Film „LASERPOPE“ hingewiesen, dessen Kampagne aktuell gerade noch läuft und bis Sonntag, den 06.Januar um 20 Uhr geht.
Der Trailer und die Ambitionen des Teams klingen wirklich gut, daher solltet ihr zumindest mal einen Blick in den Trailer und auf die Kickstarter-Seite werfen. Jeder der sich für den Spirit der 80er begeistern kann, sollte dem LASERPOPE eine Chance geben!

 

#Japanuary 2019 Film 1 – Dangan Runner

Yasuda ist nicht gerade ein Glückspilz. Von der Freundin verlassen, im Job gefeuert…das Leben läuft nicht gerade gut für ihn. Da er der Meinung ist, dass viel Geld alles wieder gut macht, plant er eine Bank zu überfallen und besorgt sich dafür sogar eine Pistole.
Doch kurz vor dem Überfall merkt er, dass er keinerlei Mundschutz trägt und somit von den Überwachungskameras und Angestellten prima identifiziert werden könnte. Also noch schnell in den nächsten Konbini und einen gekauft? Denkste! Denn der Laden hat weder einen passenden Mundschutz in seiner Größe noch hat Yasuda an seinen Geldbeutel gedacht. Als er dann beim Ladendiebstahl erwischt wird und den Angestellten anschießt, entbrennt ein Wettlauf durch Tokyo, der am Ende sogar die japanische Unterwelt und die Polizei auf den Plan ruft.

 

Der japanische Regisseur SABU konnte mich mit seinen Filmen bisher nur selten überzeugen. Auch wenn er im Westen einen recht guten Ruf hat, haben mich weder „Blessing Bell“ noch „Monday“ wirklich mitreißen können. Einzig und allein „Mr. Long“ konnte mich bisher über seine volle Laufzeit begeistern und machte wirklich Spaß.
Wie verhält es sich nun also mit seinem Erstling „Dangan Runner“? Wie auch schon bei „Monday“ muss ich sagen, dass der Film ein paar herrliche Sequenzen hat und vor allem in seinen schwarzhumorigen Momenten wirklich glänzen kann. Positiv zu erwähnen ist hier vor allem die Schlusssequenz oder der Monolog des waffengeilen Polizisten. Auf der anderen Seite konnte mich der „japanische Lola rennt“ nicht so ganz überzeugen. Trotz der knackigen Laufzeit und der eigentlich recht flotten Inszenierung, hatte der Film definitiv seine Längen. Und auch wenn man die Aussage hinter „Dangan Runner“ betrachtet – alle drei Hauptprotagonisten laufen vor ihrem Leben davon – fehlte mir hier das Aha-Erlebnis.
So ist der erste Film des Japanuary 2019 leider nur ein mittelmäßiges Werk, das zwar in einigen Szenen Spaß macht, aber vom Gesamteindruck her eher enttäuscht. Ob ich je nochmal mit SABUs Filmen warm werde, ist unklar.

 

6/10

 

„Dangan Runner“ ist in Deutschland bisher leider nur auf DVD erhältlich, allerdings hat das britische Label Third Window Films SABUs Erstling vor kurzem ein recht schönes Release spendiert. Das Set aus DVD und Blu-ray kommt nämlich mit einem wirklich schönen Schuber daher und hat auch einige interessante Extras an Bord. So unter anderem zum Beispiel einen Audiokommentar von Jasper Sharp. Da die Discs anscheinend zusammen mit dem deutschen Label Rapid Eye Movies produziert wurden, verfügen sie über deutsche Menütexte und Untertitel.

 

Filmlogbuch Nr. 133 – BuyBust

Manila, Philippinen. Nachdem ihr Team bei einem Einsatz von einem Maulwurf anscheinend verraten wurde und sie als einzige Überlebende fliehen konnte, wechselt Nina Manigan zur Drogeneinheit der Polizei. Dort bereiten sie sich gerade auf eine Razzia, die in den Slums von Garcia stattfinden soll.
Doch als bereits der erste Teil des Plans nicht so gelingt wie eigentlich gedacht und man sich noch tiefer nach Garcia hineinwagen muss, finden sich Manigan und ihre Kolleginnen und Kollegen plötzlich inmitten eines Gebiets, in dem die Polizei überhaupt nicht gerne gesehen wird.

Das philippinische Kino fand hier auf meinem Blog bereits Erwähnung mit „On the Job“(übrigens auch von „BuyBust“-Regisseur Erik Matti) und dem hypnotischen „Graceland“. Auch in diesem Jahr erschienen, von mir auf dieser Seite aber noch unerwähnt, ist „Die Dämonenjäger“(mit Maria Ozawa <3), ein recht sehenswerter Streifen mit mystischen Elementen aus dem südostasiatischen Land.
„BuyBust“ wurde im Vorfeld häufiger mit dem indonesischen „The Raid“ verglichen und teilt sich zwar dessen Prämisse von einem schieflaufenden Polizeieinsatz, muss allerdings in einigen Dingen doch etwas zurückstecken. So sind die Kämpfe zwar recht gut choreografiert, einige Aktionen wirken aber bei weitem nicht so kraftvoll und flüssig wie bei der Konkurrenz. Dennoch wird auch hier genug geballert und geschlagen als gäbe es keinen Morgen! In den Bereichen Kamerarbeit gefällt mir der Film aber ausgesprochen gut, hier seien sowohl der sehr sehenswerte One-Shot-Kampf von Nina über den Dächern der Slums und einige Over-the-top-Aufnahmen zu erwähnen. Auch die Farbgebung ist super und sehr abwechslungsreich.
Beim Cast fällt sonst noch MMA-Kämpfer Brandon Vera positiv auf, der viele Kugeln, Messerstiche und Schläge einstecken muss, aber auch mit einigen unglaublichen Szenen für Aufmerksamkeit sorgt, Stichwort Stromkabel. Irrer Typ!
Viel zu kritisieren gibt es an „BuyBust“ also nicht, einzig die kleineren Mängel in den Kampfchoreografien stören etwas. Vor allem die übertriebene Laufzeit von 127 Minuten lassen ihn aber deutlich hinter Genre-Kollegen zurückstehen, denn die hätte es nicht gebraucht. „The Raid 2“ ist zwar deutlich länger, präsentiert sich aber auch wesentlich flotter.

7,5/10

 

 

„BuyBust“ in im November von Capelight Pictures im Mediabook mit Blu-ray und DVD erschienen. Neben dessen schicker Aufmachung bekommt man noch knapp 50 Minuten an Extras für sein Geld, darunter u.a. Making-of, Teaser, Trailer und ein Hinter den Kulissen-Featurette. Wer einen Netflix-Account besitzt kann „BuyBust“ auch darüber schauen. Dort ist der Film ebenfalls verfügbar.

Filmlogbuch Nr. 132 – The Untold Story

Wong ist das Glück nicht gerade hold. Als Mörder gesucht flieht er von Hong Kong nach Macau nur um dort in den nächsten Schlamassel zu geraten. So findet er zwar einen Job in einem Restaurant und gewinnt die allabendlichen Runden Mahjong regelmäßig, doch da sein Chef herausgefunden hat, dass er beim Spielen betrügt, ist er natürlich auch nicht gewillt ihm die Spielschulden zu zahlen.
Irgendwann wird es Wong dann zu bunt und er bringt den Restaurantbesitzer samt Familie – egal ob jung oder alt – um. Als frischgebackener Chef eines Schnellimbiss‘ muss er nun nicht nur die Geschäfte leiten, sondern sich auch um die Berge an Leichen kümmern. Was liegt dabei näher als deren Fleisch in leckere Dumplings zu verwandeln?
Doch er ahnt nicht, dass ihm die Polizei schon auf die Schliche gekommen ist und kurz davor steht ihn zu verhaften.

„The Untold Story“ bin ich schon irgendwann Mitte der 1990er über den Weg gelaufen. Als Teil der berühmt-berüchtigten Category III-Filme, die in Hong Kong die Grenzen des guten Geschmacks austesteten, berichtete nämlich die Video Games oder die Animania über diese filmischen Grenzerfahrungen mit solch charmanten Titeln wie „Ebola Syndrome“ oder „Doctor Lamb“.
Über zwanzig Jahre später habe ich nun endlich „The Untold Story“ gesehen, der von Koch Media in einem schicken Mediabook veröffentlicht wurde. Zum Film selber kann man nur sagen, dass er in den ersten 75 Minuten gar nicht so hart wirkt wie man anfangs denkt. So blendet man bei einigen Szenen aus oder die Kamera fokussiert sich auf die Schauspieler und nicht den Gewaltakt an sich. Doch spätestens zum Finale in den letzten 15 bis 20 Minuten dreht der Film noch einmal richtig auf und Bodycount und Kunstblut-Menge steigen enorm an. Da versteht man dann auch warum der Streifen den Ruf hat…
Einige Inhalte wie die Macho-Polizisten, die ihre Kollegin nicht ernst nehmen oder der Polizei-Chef, der ständig eine neue Prostituierte im Arm hält, sind doch schon recht aus der Zeit gefallen, sorgen aber zumindest für einige Schmunzler und lockern den Film gut auf. Der Star von „The Untold Story“ ist und bleibt aber Anthony Wong, den man mittlerweile aus großen Hochglanz-Produktionen wie „Infernal Affairs“ kennt und der damals mit der Kombination aus irrem Blick und Hornbrille wohl einen der besten Psychopathen in der Filmwelt ablieferte.

7/10 Punkte

 

 

„The Untold Story“ gibt es nun dank Koch Media auf Blu-ray und DVD samt neuer Synchronisation. Die beiden Discs gibt es in zwei verschiedenen, limitierten Mediabooks plus Bonus-DVD und recht informativen Booklet. Nicht nur in diesem erfährt man einige spannende Dinge über den Category III-Film, auch auf der Extra-Disc ist eine 80-minütige Doku über dieses Film-Genre enthalten. Eigentlich ein perfektes Paket für den Fan des abseitigen Films!