Die besten und schlechtesten Filme 2019

Auch in 2019 war ich wieder fleißig in Sachen Film- und Serienkonsum und so stehen zum heutigen Tag knapp 175 Werke auf meiner Liste, die ich gesehen habe. Dabei war in diesem Jahr nicht sehr viel Aktuelles, es gab vermehrt Rewatches und Sichtungen von Filmen aus den letzten fünf Jahrzehnten.

Auch der Konsum des japanischen Kinos ging etwas zurück, da leider der Output auch nicht mehr so groß ist wie in den vergangenen Jahren. Immerhin konnte ich auf der Nippon Connection in Frankfurt ein paar aktuelle Werke aus dem fernen Osten genießen.

In diesem Artikel präsentiere ich euch sowohl meine Top als auch Flop 5 der Filme aus dem Jahr 2019.

 

Flop 5

Platz 5: „The Happytime Murders“

Peter Jackson hat es mit „Meet the Feebles“ vorgemacht wie man Handpuppen-Filme für ein erwachsenes Publikum macht, „The Happytime Murders“ zeigt das genaue Gegenteil. Blödsinniger Pipikacka-Humor und die Suche nach dem Niveau und dem Spaß haben diesen Film zu einer echten Tortur gemacht.

 

Platz 4: „Glass“

„Unbreakable“ fand ich damals komisch, „Split“ dafür umso interessanter. Mit „Glass“ wollte M.Night Shyamalan das alles zu einer runden Trilogie machen, allerdings reichen ein, zwei gute Momente dafür nicht aus. Sehr schade! Ein alternatives Superhelden-Universum wäre neben dem mittlerweile gähnend langweiligen Marvel-Filmen echt spannend gewesen.

 

Platz 3: „Hellboy – Call of Darkness“

Die Comics und die beiden Realverfilmungen von Guillermo del Toro mochte ich sehr, umso gespannter war ich auf den neuen Teil. Schon im Vorfeld begeisterte mich aber keiner der Trailer und das setzte sich auch beim vollständigen Film fort.

Der sieht aus als hätten ihn irgendwelche Cosplayer im Garten der Comic Con gedreht, auch inhaltlich war der Film ein Langeweiler vor dem Herrn.

 

Platz 2: „Iron Sky: The Coming Race“

Also bitte, was kann man eigentlich an einem Film versauen, in dem Hitler auf einem T-Rex reitet und einen ausgestopften Hund hinter sich herzieht? Teil 1 hat das braune Gesocks herrlich durch den Kakao gezogen, die Fortsetzung hat es hierbei eher auf die – mindestens genauso dämliche – Aluhut-Fraktion abgesehen.

Wäre schon cool gewesen, wenn man das alles noch mit einem spaßigen Film hätte verbinden können. So bleiben ein, zwei gute Gags. Der Rest ist leider Langeweile deluxe!

 

Platz 1: „Star Wars – Episode IX“

Meine Wertung für den neuesten „Star Wars“-Film ist zwar eine ganz ordentliche 6/10, dennoch hat mich der Abschluss der aktuellen Trilogie mehr als enttäuscht. Ich weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Beim hektischen Beginn? Beim Hin- und Herspringen zwischen irgendwelchen Ereignissen? Oder sind es einige superdämliche Enthüllungen, bei denen ich im Kino gerne herzlich gelacht hätte?

Ich mochte Episode 7 und 8 und hatte wirklich die Hoffnung, dass man hier ein ebenso tolles Ergebnis präsentiert bekommt, aber leider ist „Der Aufstieg Skywalkers“ für mich die Enttäuschung im Filmjahr 2019.

 

 

Top 5

Platz 5: „Under the Silver Lake“

Mit „It Follows“ hat David Robert Mitchell einen großartigen Horrorfilm geschaffen, der mit einfachsten Mitteln eine wahnsinnige Atmosphäre erzeigt hat. „Under the Silver Lake“ kann man schwer in ein Genre packen, der Film ist eine Mischung aus Thriller und Komödie und erinnert somit am ehesten an Werke von David Lynch.

Wie schon bei seinem Erstling arbeitet Mitchell auch hier wieder mit großartigen Bildern und einem spitzen Soundtrack.

 

Platz 4: „Joker“

Ich bin langsam etwas Superhelden-müde was Filme aus dem Marvel-Universum angeht, DC setzt ihre Figuren da – in Teilen – wesentlicher spannender, mutiger und freier um. Bestes Beispiel hierfür ist „Joker“, der nicht annähernd eine Comicverfilmung sein müsste.

Phoenix‘ Lachen lässt einen von Minute 1 an erschaudern, auch der Rest der sehr nihilistischen Geschichte hebt sich erfrischend vom Rest der Superhelden-Einerleis ab.

 

Platz 3: „Once upon a Time…in Hollywood“

Tarantinos neuester Film erzählt zwar nicht sonderlich viel, sondern lässt einen die Atmosphäre Hollywoods in den 60er Jahren nachempfinden. Allerdings erlebt man auch hier wieder die typischen QT-Momente, so zum Beispiel am Ende des Spektakels.

Eine große Stärke ist mal wieder der Cast, der von Margot Robbie über Brad Pitt bis hin zu Leonardo Di Caprio Bestleistungen bringt.

 

Platz 2: „Parasite“

Bong Joon Hos neuester Film erntete schon vor dem Kinostart viele Lorbeeren, daher war für mich eine Sichtung am Start-Wochenende Pflicht. Kurz nach dem Film war ich noch etwas verwundert, dass „Parasite“ so viel Lob erhielt, aber umso mehr man über die Geschichte der Außenseiter-Familie nachdenkt, desto besser wird der Film.

Dass er unglaublich schön gefilmt und inszeniert ist, muss man bei diesem Regisseur wohl nicht mehr erwähnen.

 

Platz 1: „One Cut of the Dead“

Ein Zombiefilm?!? Wie langweilig…oder kann einen das Genre doch endlich mal wieder was Frisches zeigen? Ja, es kann. Und zwar in „One Cut of the Dead“.

Das Werk um eine Filmcrew, die während eines Drehs von Zombies heimgesucht wird, muss man gesehen haben. Und bitte haltet die ersten dreißig Minuten aus. Mehr darf und sollte man nicht erzählen. Schaut euch die Produktion aus Japan einfach an und habt Spaß!

Für mich ist „One Cut of the Dead“ der beste Film des Jahres und eine Liebeserklärung an das Handwerk!

Des Zombies liebste Filme – Die Top 12 des Jahres 2018

Auf allen Blogs und Seiten sieht man aktuell die Top-Listen von Filmen, Games usw. Und auch ich will da natürlich meinen Senf dazu geben und präsentiere euch nun meine Top 12-Filme des Jahres 2018. Gerne könnt ihr mir in den Kommentaren eure Favoriten nennen!

 

12. Detroit

 

Geben wir es doch zu: die politische Lage in den großen Nationen dieser Welt war noch nie so furchteinflößend wie heute. Dass dabei vor allem die Angst vor „Überfremdung“(schreckliches Wort) und generell Rassismus eine tragende Rolle spielen, sollte man eigentlich nach zigtausenden Jahren Menschheitsgeschichte nicht erwarten. Aber…naja…
Umso wichtiger ist ein Film wie „Detroit“, der zwar schon 2017 erschien, ich aber erst in diesem Jahr gesehen habe. Hier stimmt einfach recht viel. Handwerklich ist der super gemacht, überragend sind aber vor allem die Stimmung und die zerreißende Anspannung der Situation.

 

 

11. Thelma

 

Ich mag Coming of Age-Geschichten. Noch mehr mag ich Filme dieses Genres, wenn sie mit einem übernatürlichen Extra ergänzt werden. Im Jahr 2017 war dies der ungemütliche „Raw“, dieses Jahr der norwegische Oscar-Beitrag „Thelma“. Auch hier geht es um ein Mädchen, das von Zuhause auszieht und während ihres Studiums mit ungewöhnlichen Vorfällen konfrontiert wird. Während sich „Raw“ recht stark auf den Kannibalismus konzentrierte, geht es in „Thelma“ auch um unterdrückte Sexualität und ein sehr religiöses Elternhaus. Und natürlich den übernatürlichen Kniff!

 

 

10. That’s It

 

Das deutsche Label Midori Impuls hat in den vergangenen Jahren einige echte Perlen aus Japan nach Europa gebracht. Dieses Jahr war dies vor allem der wahnsinnige „That’s It!“, der nicht nur eine rasante Inszenierung und sympathische Jungdarsteller bietet, sondern auch von einem passenden Punk-Soundtrack der Bloodthirsty Butchers untermalt wird. Außerdem glänzt der Film mit einem besonderen Audio-Konzept, das auf den Einsatz eines Subwoofers verzichtet, sondern über bestimmte Frequenzen der Frontlautsprecher einen besonders druckvollen Sound erzeugt.

 

 

9. Suburra

 

Auch schon etwas älter aber in Vorbereitung auf „Sicario 2“ und dessen neuem Regisseur Stefano Solima wollte ich mir sein bisher bestes Werk „Suburra“ anschauen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Italiener überzeugt nicht nur mit einem spannenden Polit-Thriller zwischen Vatikan und Mafia, sondern konnte mich gerade mit tollen Bildern und schöner Musikeinbindung begeistern. Brutal und düster, aber wunderschön!

 

 

8. Bohemian Rhapsody

 

Als „Queen“-Fan von Kindesbeinen an erwartete ich den Kinostart von „Bohemian Rhapsody“ natürlich mit großer Spannung. Und ich wurde im Kino nicht enttäuscht. Auch wenn die Vorderzähne von Rami Malek etwas überdimensioniert wirken und man sicherlich auch auf die anderen Band-Mitglieder etwas stärker hätte eingehen können, ist der Film eine emotionale Achterbahnfahrt. Von den ersten großen Konzerten bis hin zur HIV-Diagnose Mercurys macht man hier einiges mit. Und dann dieser Abschluss! Wow!

 

 

7. Breakfast Club

 

Hin und wieder muss man mal einige Klassiker nachholen und im Zuge der tollen Retrowelle und dank dem zugehörigen Podcast von Radio Nukular waren dies im Jahr 2018 vor allem die vielen Filme des John Hughes. Und einer davon, nämlich „Breakfast Club“ hat mein Filmherz im Sturm erobert. Was für eine tolle Geschichte um vier Highschool-Kids, die gemeinsam nachsitzen müssen und dabei allerlei Schabernack treiben!

 

 

6. Wind River

 

Die Wucht dieses Thrillers hat mich total unvorbereitet getroffen. Der Film mit Jeremy Renner in der Hauptrolle ist nämlich nicht nur spannend inszeniert, sondern hypnotisiert den Zuschauer vor allem mit dem Zusammenspiel aus den Bildern von verschneiten Gebirgen, weitläufigen, menschenleeren Ebenen und der sphärischen Musik.

 

 

5. The Wailing

 

Das Jahr begann gut, denn mit „The Wailing“ wurde nach langer Wartezeit endlich Na Hong-jins dritter Film nach „The Chaser“ und „Yellow Sea“ veröffentlicht. Der Horror-Mystery-Thriller ist vermutlich einer der besten Filme aus Korea in den letzten Jahren und hat einen tollen Cast. Hervorheben muss man hier die Leistung der Schauspielerin der besessenen Tochter Hyo-jin, denn diese spielt die Rolle mit ihren damals 14 Jahren sehr eindrucksvoll und bedrückend.

 

 

4. A Silent Voice

 

Der Preis für den besten Anime in diesem Jahr geht zweifelsohne an „A Silent Voice“. Zugegebenermaßen hatte ich die Romanze zwischen dem Schul-Bully Shoya und der gehörlosen Mitschülerin Shoko nicht so wirklich auf dem Radar. Aber da ich das Review für die Seite asianfilmweb schreiben durfte, kam ich doch in den Genuss dieses einzigartigen Animes und bin wirklich froh darüber. Gerade die Themen Mobbing und Behinderung werden in Japan immer noch totgeschwiegen und so kann man den Film für seine Vorarbeit nur loben.

 

 

3. Hounds of Love

 

Was für ein Monster an Film! „Hounds of Love“ ist so böse und abgrundtief dunkel, gleichzeitig aber so wunderschön gefilmt und mit einem tollen Soundtrack untermalt. Die Geschichte eines Paares, die junge Mädchen entführen und für ihre abartigen Gelüste missbrauchen, basiert dabei auf einer wahren Begebenheit und ist somit noch einmal ein ganzes Eck schrecklicher als sowieso schon.

 

 

2. Antiporno

 

Sion Sono ist und bleibt ein Meister unter den Regisseuren! Mit „Love Exposure“ oder „Cold Fish“ hat er bereits Filme abgeliefert, die ganz weit oben in meiner Top-Liste stehen und auch 2018 hat er mit „Antiporno“ wieder ein großartiges Werk geschaffen. Dabei setzt er die sehr künstlerische Inszenierung von Werken wie „The Whispering Star“ in seinem neuen Werk fort und belebt außerdem das Genre der Roman Porno-Filme, die in Japan vor allem in den 70er Jahren eine große Rolle spielten. Aber auch das Frauenbild des von Männern dominierten Japans thematisiert er und übt so einiges an Kritik an der japanischen Gesellschaft. Sono wie wir ihn kennen und lieben!

 

 

1. Three Billboards Outside Ebbing Missouri

 

Auch wenn das Heimkino-Release schon quasi vor der Tür stand, wollte ich mir den diesjährigen Oscar-Gewinner von Martin McDonagh unbedingt im Kino anschauen. Und dann lief er auch noch in der Originalfassung! Die Voraussetzungen für einen gelungen Filmabend war also gegeben und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Was für ein spannender und mitreißender Thriller. Was für ein Cast! Was für ein toller Soundtrack! Wow, wow, wow!! Unbestritten der beste Film des Jahres! Wow!

 

Der #Japanuary kommt! Erneut!

Ende des vergangenen Jahres startete auf Twitter durch die Initative einiger fleißiger und energischer Filmfreunde die #japanuary-Aktion. In dieser geht es darum im Monat Januar acht Filme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu schauen und seine Meinung dazu über verschiedene soziale Kanäle kund zu tun. Die tollen Menschen von SchönerDenken haben sich sogar die Mühe gemacht, alle Reviews auf ihrer Seite zusammenzufassen und somit konnte man Stunden damit verbringen, die Meinungen anderer Menschen über Filme zu lesen. Wie schon damals zitiere ich einmal die offiziellen „Teilnahmeregeln“:

Um was geht es? Es geht darum, im Januar 2018 acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Der offizielle Hashtag ist #Japanuary.

 

Nachdem ich gerade sowieso über meinen Top-Listen des Jahres 2018 sitze, habe ich mir bereits die Mühen gemacht und meine Filmliste für den Japanuary 2019 erstellt. Dabei habe ich wie schon in diesem Jahr ein paar Premieren mit Rewatches gemischt. Die Filme stammen dabei aus Dekaden von den 60ern bis heute und auch einige Anime haben sich wieder in das Line-Up gemischt. Die komplette Liste findet ihr hier in meinem Letterboxd-Profil!

Der Zombie macht nun auch Designs für Shirts & Co.

Als großer Fan von nicht gerade alltäglichen T-Shirts und regelmäßiger Besteller bei Seiten wie teefury oder ähnlichem, habe ich nun bei Spreadshirt meinen eigenen Shop eröffnet. In diesem biete ich aktuell drei Designs an, die man auf Shirts, Hoodies oder Taschen drucken lassen kann. Thematisch bewege ich mich dabei in den Bereichen, die ihr auch hier auf meinem Blog erleben könnt. Games, Filme, Reisen…
In den nächsten Wochen wird das Angebot stetig erweitert, aktuell bin ich noch etwas am Ausprobieren und Erstellen von Designs. Schaut mal rein und hinterlasst mir gerne einen Kommentar wie ihr die bisherigen Sachen so findet.

 

Frankonian Zombies Spreadshirt Shop

Des Zombies liebste Filme 2017 – Eine Top 10

Auch wenn das Jahr 2017 mit knapp 120 konsumierten Filmen und Serien wohl eines der schwächsten der vergangenen Jahre war, habe ich mal wieder ziemlich viel Zeit mit Blu-rays, DVDs oder Streams verbracht. Und da euch sämtliche Seiten zum Jahreswechsel ihre Top10 um die Ohren schlagen, will ich da natürlich auch mitmachen.
Beim Durchgehen meiner Liste bei der Ofdb ist mir aufgefallen, dass es dieses Jahr erschreckend wenig aktuelle Sachen aus Japan zu mir geschafft haben und wenn dann waren es hauptsächlich Anime-Serien. Irgendwie war der japanische Film im Jahr 2017 nicht ganz so gut. Hoffen wir mal auf ein besseres Jahr 2018, aber wenn ich mir da so einige Releaselisten von Thirdwindowfilms oder anderen Publishern anschaue, bin ich ganz zuversichtlich.

Nun aber zu meinen persönlichen Top10 des vergangenen Jahres und damit zu den unbestritten besten Filmen, die man einfach gesehen haben muss. Mein Wort ist hier Gesetz! Zu einigen wenigen Filmen werdet ihr hier auf meinem Blog ein Review finden, so z.B. „Gantz: O“.

10. „Girl with all the Gifts“
Auch wenn ich Zombiefilmen mittlerweile überdrüssig bin und mich nur ganz wenige Filme dieses Genres noch begeistern können, hat mich „Girl with all the Gifts“ einfach beeindruckt. Zum Glück entstaubt es das Genre aber auch ordentlich und erinnert von der Atmosphäre an das Videospiel „The Last of Us“.

9. „I Am A Hero“
Und gleich noch ein Zombiefilm hinterher. Basierend auf dem gleichnamigen Manga, der mittlerweile auch bei über 20 Bänden angekommen ist, begeistert auch dieser Zombiefilm mit einem frischen Ansatz und einem unverbrauchten Setting. Hinzu kommen einige gesellschaftskritische Aspekte und eine ordentliche Menge Blut. Top!

8. „A Cure for Wellness“
Einer der Filme, der sicherlich in die Kategorie „Style over Substance“ gehört, mit aber aufgrund der richtigen Horrorelemente(Zähne und mit Wasser gefüllte, enge Räume) einen ordentlichen Schauer über den Rücken gejagt hat. Großartig auch die Szene, in der Mia Goth zu Bilderbuchs „Spliff“ in der Bar tanzt.

7. „Guardians of the Galaxy Vol.2“
Superhelden-Filme sind mittlerweile ähnlich wie Zombiefilme leider etwas zu häufig vertreten, James Gunn zeigt mit dem zweiten Teil um die skurille Truppe aus Mensch, Baum oder Waschbär wie man eine spannende und innovative  Superhelden-Saga schafft.

6. „Your Name“
Makoto Shinkais Filme waren bei mir schon immer umstritten. Optisch fand ich die Sachen schon immer beeindruckend, die Geschichten haben mich meist nicht so vom Hocker gerissen. Der RomCom-SciFi-Mix „Your Name“ ist aber mit Sicherheit einer der besten Anime der letzten Jahre und für mich persönlich Shinkais Meisterwerk.

5. „Blade Runner 2049“
Filme von Denis Villeneuve können eigentlich nicht schlecht sein. Egal ob der wirre „Enemy“ oder Spannungshämmer wie „Sicario“ oder „Prisoners“, der Kanadier hat mittlerweile bewiesen, dass er es kann. „Blade Runner 2049“ war letztlich ein großartiges Zusammenspiel aus dem hämmernden Soundtrack, den tollen Bildern und einem guten Cast.

4. „Gantz: O“
Den CGI-Film habe ich schon ausführlich hier besprochen, letztlich ist es ein großer „Hirn aus, Spaß an“-Film mit absurdesten Actionsequenzen und tollem Artdesign.

3. „High-Rise“
Basierend auf dem gleichnamigen Buch ist diese Gesellschaftskritik ein fesselnder Thriller mit einer Bombastoptik und großartigem Soundtrack. Die vier Minuten Film zu Portisheads ABBA-Coverversion von „SOS“ sind vermutlich welche der besten 2018.

2. „Star Wars – Die letzten Jedi“
Ehrlich gesagt kann ich die viele Kritik nicht nachvollziehen, für mich ist Episode VIII die perfekte Fortführung von „Das Erwachen der Macht“. Sicher hätte ich mir auch einige Antworten erhofft auf Fragen des Vorgängers, aber es bleibt ja noch ein weiterer Teil Zeit dafür. Kylo Ren und Rey halte ich für ebenbürtige Charaktere wie damals Luke und Darth Vader.

1. „Train to Busan“
Im März kamen wir in Deutschland auch endlich in den Genuss von „Train to Busan“, der schon auf zahlreichen Festivals abgeräumt hatte. Und was soll ich sagen? Der koreanische Zombie-Hit hat auch mich nicht enttäuscht. Zwar ist er etwas blutarm, dafür gibt es ein gelungenes Setting und viele frische Ansätze, die die verstaubten West-Zombies alt aussehen lassen.

Der #Japanuary kommt!

Soziale Medien wie Twitter sind ja immer wieder mal für coole und spannende Aktionen bekannt und dieser einen im speziellen widme ich im Januar meine volle Aufmerksamkeit, dem #Japanuary. Dieser entsprang den Gehirnwindungen von  @politikundliebe und wurde dann dank der Unterstützung der Abspanngucker und Kompendium des Unbehagens zu einer der besten Aktionen für den japanischen Film, die es je in Deutschland gab.

Um euch einen kleinen Überblick über den genauen Inhalt zu geben, zitiere ich einmal die Kollegen von SchönerDenken, die auf ihrer Seite auch alle Teilnehmer sammeln und deren Listen bei Letterboxd verlinkt haben(siehe hier):

Um was geht es? Es geht darum, im Januar 2018 acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Der offizielle Hashtag ist #Japanuary.

Da wollte ich als passionierter Freund des japanischen Films natürlich nicht außen vorstehen und habe mich in wochenlangen Diskussionen mit mir selbst auf eine recht gut gemischte Liste geeinigt. Neben Klassikern wie „Battle Royale“ oder „dem ersten Teil der „Sasori“-Reihe, gibt es auch Beklopptes wie „Cutie Honey“ oder Sonos Magnum Opus „Love Exposure“. Die Filme bespreche ich dann in Form eines Reviews hier auf meiner Seite in der gewohnten Form. Also schaut immer wieder mal rein und gebt mir am besten Feedback, ob ihr die Filme kennt und wie ihr sie denn findet.

Meine Liste bei Letterboxd!

Filmlogbuch Nr.78- Die Steuerfahnderin 1 & 2

Ryoko Itakura ist Steuerfahnderin im Dienste der japanischen Regierung und gibt für ihren Job alles. Auch ihr Leben riskiert sie für ihre Arbeit und legt sich mit allerlei dunklen Gestalten an. Wie zB in Teil 1, in dem sie dem Betreiber eine Love Hotel-Kette auf der Spur ist. Oder wie in Teil 2 als sie einer Religionsgemeinschaft und deren Steuerhinterziehung auf die Pelle rückt.

„Die Steuerfahnderin“(Originaltitel Marusa No Onna) ist eine Filmreihe des Meister-Regisseurs Juzo Itami, der hier auf meiner Seite auch schon mit „Minbo“ vertreten war. Leider habe ich inklusive „Tampopo“ nun alle in Deutschland erhältlichen Werke des Filmemachers gesehen und muss jetzt mal im Ausland nach Nachschub schauen.
Von den bisher gesehenen Itami-Filmen sind die Teile um die Steuerfahnderin aber auch die schwächsten. „Minbo“ und „Tampop“ haben definitv mehr erinnerungswürdigere und lustigere Szenen. Das mag zum Teil natürlich auch an der Geschichte liegen, denn so eine Steuerfahndung kann natürlich auch ganz schön unspannend sein. Auch ähneln sich die beiden Filme sehr in ihrem Ablauf. Teil 1 ist aber etwas stärker.

7/10 Punkte

Trailer

Die beiden Filme sind in Deutschland in einer eher unwürdigen Edition erschienen bei Mr. Banks Film. So sind beide Teile auf einer DVD(!), dementsprechend schwach ist die Bildqualität(besonders bei Teil 1). Auch wirkt das Bild beim ersten Teil aufgezoomt, da oft oben am Bildrand Köpfe leicht abgeschnitten sind.
An Extras gibt es außer den Kinotrailern nichts mehr auf der Disc. Auch gibt es nur die deutsche Snychro bei den Filmen, O-Ton-Fans schauen leider in die Röhre.

Filmlogbuch Nr.37- Die Brenner- Filme

Komm, süßer Tod(2000)
Nachdem er seinen Job bei der Polizei verloren hat, arbeitet Brenner bei einem Rettungsdienst in Wien. Eigentlich willer hier eine ruhige Zeit verbringen und vor allem Abstand von Mord und Totschlag bekommen. Doch wie es der Zufall so will, findet er plötzlich einen seiner Kollegen ermordet in einem der Einsatzfahrzeuge vor.

Trailer

Silentium(2005)
Nachdem der Brenner seine Zeit als Sanitäter hinter sich gelassen hat, geht er nach Salzburg und ist dort als Privat-/Kaufhausdetektiv tätig. Mit mehr oder weniger Erfolg…
Da kommt es ihm gerade recht, dass ihn eine Witwe beauftragt, den Selbstmord ihres Mannes aufzuklären. Denn so recht will sie die Geschichte nicht glauben. Ihr Gatte hat nämlich vor einiger Zeit den Erzbischof beschuldigt, ihn als Jungen missbraucht zu haben.

Trailer

Der Knochenmann(2009)
Inzwischen arbeitet der Brenner inoffiziell für seinen Ffreund Berti als Schuldeneintreiber, mit Schwerpunkt auf ausstehende Auto- Leasingraten. So kommt es auch, dass er aufs so ungeliebte Land fahren muss und dort die Raten eines gewissen Herrn Horvath eintreiben soll. Doch dieser ist nirgendwo auffindbar.
Trotzdem bleibt der Brenner noch ein bißchen. Und zwar wegen einer Frau, die ihm gut gefällt. So nach und nach gerät er dann in eine Mixtur aus Familienzwist, Ärger mit der slowenischen Mafia und macht Bekanntschaft mit einer Gerätschaft, die prima zum Zerkleinern von Knochen geeignet ist.

Trailer

Das ewige Leben(2015)
Der Brenner ist total abgebrannt(man entschuldige mir das Wortspiel!). Kein Geld, kein Obdach und kein Job. Also heißt es für ihn, wieder in die alte Heimat zurückzukehren, wo er noch ein vererbtes, baufälliges Haus besitzt.
Dort begenet er alten „Freunden“ wieder, die er eigentlich nicht mehr unbedingt treffen wollte und landet durch ein dummes Ereignis im Krankenhaus.
Als einer seiner alten Weggefährten erschossen wird, macht er sich daran, den Fall aufzuklären.

Trailer
Die Filme um den schrulligen Charakter Brenner basieren alle auf den gleichnamigen Romanen des österreichischen Autors Wolf Haas. Von den Büchern gibt es aber noch zwei andere, noch unverfilmte Teile.
Die Reihe ist mir vor ein paar Jahren schon einmal aufgefallen und damals versuchte ich mich schon an einem der Bücher. Doch so richtig „Klick!“ hat es leider nicht gemacht. Nachdem nun Anfang des Jahres „Das ewige Leben“ im Kino lief, habe ich mich wieder an die Film- Reihe erinnert und sie mir mal auf meine „To Watch“- Liste gesetzt.
Die Filme steigern sich von Teil zu Teil in ihrer Qualität und Inszenierung und heben sich deutlich von einem normalen Samstag Abend- Krimi ab. Denn sie haben alle eine sehr schwarzhumorige Seite und auch mal sehr düstere Momente. Besonders „Das ewige Leben“ ist eigentlich ein sehr tragischer und düsterer Film, wird aber immer wieder im richtigen Moment etwas aufgelockert.
Der Brenner wird von Josef Hader gespielt, der ein wahres Multitalent ist. Kabarettist, Schauspieler und Autor. Und das in sehr vielfältigen und verschiedenen Rollen. Zur Qualität der Filme trägt er enorm bei, da er eine unglaubliche Ausstrahlung hat und perfekt auf die Rolle passt.
Aber auch die anderen Darsteller haben mir in ihren Rollen gefallen. Sei es der etwas tolpatschige Berti(Simon Schwarz), die Femme Fatale Birgit(Birgit Minichmayr) oder der ungeliebte Freund aus Jugendtagen Aschenbrenner(Tobias „Kommissar Rex“ Moretti).

8,5/10 Punkte

Die Filme besitze ich in einer schmucken Box, die alle vier Teile beinhaltet, „Die Brenner- Box“. Erschienen ist diese bei Fox und beinhaltet alle Teile der Reihe jeweils in einer Amaray. Zusammengahelten werden diese von einem Pappschuber(etwas dünn im Material, aber ok).
Jeder Film kommt mit mindestens 50 Minuten Bonusmaterial. Die ersten zwei Teile haben eine etwas schlechtere Bildqualität, da keine wirklichen HD- Master verwendet wurden, sondern nur auf 1080p hochskaliert wurde. Daher sehen die etwas schlechter aus. Ich würde sagen, sie bewegen sich auf mittelmäßigem DVD- Niveau.
Für alle Nicht- Österreicher und Freunde des Hochdeutschen: die Filme kommen aus Österreich und haben daher auch mit allen Höhen und Tiefen des Dialekts zu kämpfen. Gerade zu Beginn fällt es echt schwer, den Dialekt und alle Sprüche wirklich zu verstehen. Die die daran verzweifeln, sollten sich ein Wörterbuch mit auf die Couch nehmen.

 

Trilogien und Thriller hoch zwei

Jurassic Park Trilogie
Zur Geschichte brauch ich hier wohl nichts mehr zu sagen…wer die Filme nicht kennt, hat die letzten 20 Jahre definitv verschlafen. Anlässlich des neuen Teils habe ich mir mal wieder die bisherige Trilogie angeschaut und bin sehr zwiegespalten.
Ist Teil 1 einfach ein Meilenstein der Filmgeschichte, sind die beiden Nachfolger ziemliche Schlaftabletten.
„The Lost World“ kopiert meiner Meinung nach zu viele Elemente aus dem Original und Teil 3 ist einfach nur schlecht.

Mad Max Trilogie
Auch hier war die Erstsichtung mal dringend nötig, um mal mitreden zu können.
Leider stellt sich bei mir nicht die gleiche Faszination ein, die die Filme bei anderen hervorrufen.
Teil 1 bietet coole Verfolgungsjagden, aber enttäuschte mich mit seinem schwachen Finale.
„Mad Max 2“ hat mich dann komplett enttäuscht. Zwar sind die Actionszenen hier wesentlich aufwändiger, aber dafür hat mich die Geschichte kein Stück berührt.
Zu Teil 3 sag ich jetzt nichts mehr…
Sehr schade. Setting fand ich wirklich gut. Werde dem neuesten Ableger dann trotzdem mal eine Chance geben.

The Equalizer
Robert McCall führt ein beschauliches und komplett durchstrukturiertes Leben als Angestellter in einem Heimwerker-Markt. Als er sich mit einem russischen Zuhälter anlegt und diesen und seine Entourage kuzerhand über den Jordan schickt, fangen seine Probleme an. Denn er hat sich mit einem der größten Drogenbarone New Yorks angelegt…

Ganz ehrlich habe ich von diesem Film nicht viel erwartet. Zunächst war ich skeptisch, ob die Story über die 130 Minuten funktionieren kann und es wieder so ein weichgewaschener Hollywood-Thriller wird. Aber was Mr Fuqua(ua „Trainig Day) hier abliefert, ist eine absolute Wucht.
Der Film nimmt sich angenehm viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen und steigert sich dann in einen sagenhaften Rausch. Hochglanz-Bilder, tolle Musik und va die kompromisslose Gewalt vermischen sich zu einem echt sehr guten Thriller.

8,5/10

Trailer

A Walk Among The Tombstones
Matthew Scudder ist Ex-Cop und trockener Alkoholiker. Also die besten Voraussetzungen, um als Detektiv spannende Fälle zu lösen.
Als die Frau eines Drogendealers entführt und getötet wird, wird er von diesem engagiert, um die Mörder zu finden.

Der Trailer hat mich damals echt begeistert zurückgelassen. Aber leider bietet der Film nicht so viel Mystik und Spannung, wie der Trailer verspricht. Der Film selbst basiert auf dem gleichnamigen Buch und ist Teil einer Reihe von Lawrence Block.
„A Walk Among The Tombstones“ ist ein sehr solider Thriller und im Liam Neeson’schen Thriller-Universum der letzten Jahre einer der Besseren seit „Taken“

7/10

Trailer

Ein fröhliches Film- Potpourri

On The Job

Die Gefängnisinsassen Tatang und Daniel werden gelegentlich für Freigänge aus der Anstalt gelassen. Aber nur für eine Gegenleistung: Auftragsmorde.
Diese geschehen meist im Auftrag von hochrangigen Politikern und diese sind nicht erfreut als eine Einheit der Polizei den Killern auf die Spur kommt. So beginnt ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Cops, den Killern und deren Auftraggebern.

Nachdem mich der philippinische Thriller „Graceland“ schon so begeistern konnte, habe ich bei „On The Job“ gerne auch wieder zugegriffen. Technisch und handwerklich ist das alles auf sehr hohem Niveau, auch die Schauspieler machen einen sehr guten Job.
Hauptkritikpunkt sind die zwei bis drei Längen, die sich in der knapp zweistündigen Spielzeit einschleichen.

7,5/10

Trailer

Justice League- Throne Of Atlantis

Hierbei handelt es sich um die Vorgeschichte von Aquaman und wie dieser zu seiner Bestimmung kam.
Bei mir ist die Sympathie für solche Animationsfilme immer stark abhängig von der Qualität der Zeichnungen und Animationen. Und das ist hier leider etwas zwiespältig. Auf der einen Seite sind die Figuren sehr gut gezeichnet, die Hintergründe aber sehr detailarm. Auch die Animationen sind oft sehr hakelig.
Aber dafür hat mich die Geschichte überzeugt. In knackigen 70 Minuten wird sie ohne große Längen erzählt.
Und so ein bißchen mit Aquaman anfreunden konnte ich mich.

7/10

Trailer

Frequencies

Zak und Marie dürfen sich eigentlich nicht begegnen oder überhaupt anfreunden. Denn sie haben unterschiedliche Frequenzen. Diese entscheiden in dieser alternativen Gegenwart des Films über den Verlauf des Lebens. Menschen mit hoher Frequenz sind vom Glück gesegnet und müssen nicht viel für ihr Wohlergehen tun, niederfrequente Menschen erleben das genaue Gegenteil.
Aber blöderweise verliebt sich Zak eben in Marie und arbeitet jahrelang an einer Lösung, die beide zusammen bringen kann. Denn sind sie länger als eine Minute an einem Ort, passiert irgendeine Katastrophe…

„Frequencies“ ist eine sehr untypische SciFi-Romanze. Und ich mag solche Filme, die mit wenig Mitteln eine „Parallelwelt“ erschaffen können. Ähnlich einem „Perfect Sense“ oder „Enemy“.
Das Ende ist mir bisher noch nicht ganz klar, da hilft wohl nur eine Zweitsichtung. Aber das ist weitaus weniger schlimm, es ist ein sehr sehenswerter Film!

8/10

Trailer