Die besten und schlechtesten Filme 2019

Auch in 2019 war ich wieder fleißig in Sachen Film- und Serienkonsum und so stehen zum heutigen Tag knapp 175 Werke auf meiner Liste, die ich gesehen habe. Dabei war in diesem Jahr nicht sehr viel Aktuelles, es gab vermehrt Rewatches und Sichtungen von Filmen aus den letzten fünf Jahrzehnten.

Auch der Konsum des japanischen Kinos ging etwas zurück, da leider der Output auch nicht mehr so groß ist wie in den vergangenen Jahren. Immerhin konnte ich auf der Nippon Connection in Frankfurt ein paar aktuelle Werke aus dem fernen Osten genießen.

In diesem Artikel präsentiere ich euch sowohl meine Top als auch Flop 5 der Filme aus dem Jahr 2019.

 

Flop 5

Platz 5: „The Happytime Murders“

Peter Jackson hat es mit „Meet the Feebles“ vorgemacht wie man Handpuppen-Filme für ein erwachsenes Publikum macht, „The Happytime Murders“ zeigt das genaue Gegenteil. Blödsinniger Pipikacka-Humor und die Suche nach dem Niveau und dem Spaß haben diesen Film zu einer echten Tortur gemacht.

 

Platz 4: „Glass“

„Unbreakable“ fand ich damals komisch, „Split“ dafür umso interessanter. Mit „Glass“ wollte M.Night Shyamalan das alles zu einer runden Trilogie machen, allerdings reichen ein, zwei gute Momente dafür nicht aus. Sehr schade! Ein alternatives Superhelden-Universum wäre neben dem mittlerweile gähnend langweiligen Marvel-Filmen echt spannend gewesen.

 

Platz 3: „Hellboy – Call of Darkness“

Die Comics und die beiden Realverfilmungen von Guillermo del Toro mochte ich sehr, umso gespannter war ich auf den neuen Teil. Schon im Vorfeld begeisterte mich aber keiner der Trailer und das setzte sich auch beim vollständigen Film fort.

Der sieht aus als hätten ihn irgendwelche Cosplayer im Garten der Comic Con gedreht, auch inhaltlich war der Film ein Langeweiler vor dem Herrn.

 

Platz 2: „Iron Sky: The Coming Race“

Also bitte, was kann man eigentlich an einem Film versauen, in dem Hitler auf einem T-Rex reitet und einen ausgestopften Hund hinter sich herzieht? Teil 1 hat das braune Gesocks herrlich durch den Kakao gezogen, die Fortsetzung hat es hierbei eher auf die – mindestens genauso dämliche – Aluhut-Fraktion abgesehen.

Wäre schon cool gewesen, wenn man das alles noch mit einem spaßigen Film hätte verbinden können. So bleiben ein, zwei gute Gags. Der Rest ist leider Langeweile deluxe!

 

Platz 1: „Star Wars – Episode IX“

Meine Wertung für den neuesten „Star Wars“-Film ist zwar eine ganz ordentliche 6/10, dennoch hat mich der Abschluss der aktuellen Trilogie mehr als enttäuscht. Ich weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Beim hektischen Beginn? Beim Hin- und Herspringen zwischen irgendwelchen Ereignissen? Oder sind es einige superdämliche Enthüllungen, bei denen ich im Kino gerne herzlich gelacht hätte?

Ich mochte Episode 7 und 8 und hatte wirklich die Hoffnung, dass man hier ein ebenso tolles Ergebnis präsentiert bekommt, aber leider ist „Der Aufstieg Skywalkers“ für mich die Enttäuschung im Filmjahr 2019.

 

 

Top 5

Platz 5: „Under the Silver Lake“

Mit „It Follows“ hat David Robert Mitchell einen großartigen Horrorfilm geschaffen, der mit einfachsten Mitteln eine wahnsinnige Atmosphäre erzeigt hat. „Under the Silver Lake“ kann man schwer in ein Genre packen, der Film ist eine Mischung aus Thriller und Komödie und erinnert somit am ehesten an Werke von David Lynch.

Wie schon bei seinem Erstling arbeitet Mitchell auch hier wieder mit großartigen Bildern und einem spitzen Soundtrack.

 

Platz 4: „Joker“

Ich bin langsam etwas Superhelden-müde was Filme aus dem Marvel-Universum angeht, DC setzt ihre Figuren da – in Teilen – wesentlicher spannender, mutiger und freier um. Bestes Beispiel hierfür ist „Joker“, der nicht annähernd eine Comicverfilmung sein müsste.

Phoenix‘ Lachen lässt einen von Minute 1 an erschaudern, auch der Rest der sehr nihilistischen Geschichte hebt sich erfrischend vom Rest der Superhelden-Einerleis ab.

 

Platz 3: „Once upon a Time…in Hollywood“

Tarantinos neuester Film erzählt zwar nicht sonderlich viel, sondern lässt einen die Atmosphäre Hollywoods in den 60er Jahren nachempfinden. Allerdings erlebt man auch hier wieder die typischen QT-Momente, so zum Beispiel am Ende des Spektakels.

Eine große Stärke ist mal wieder der Cast, der von Margot Robbie über Brad Pitt bis hin zu Leonardo Di Caprio Bestleistungen bringt.

 

Platz 2: „Parasite“

Bong Joon Hos neuester Film erntete schon vor dem Kinostart viele Lorbeeren, daher war für mich eine Sichtung am Start-Wochenende Pflicht. Kurz nach dem Film war ich noch etwas verwundert, dass „Parasite“ so viel Lob erhielt, aber umso mehr man über die Geschichte der Außenseiter-Familie nachdenkt, desto besser wird der Film.

Dass er unglaublich schön gefilmt und inszeniert ist, muss man bei diesem Regisseur wohl nicht mehr erwähnen.

 

Platz 1: „One Cut of the Dead“

Ein Zombiefilm?!? Wie langweilig…oder kann einen das Genre doch endlich mal wieder was Frisches zeigen? Ja, es kann. Und zwar in „One Cut of the Dead“.

Das Werk um eine Filmcrew, die während eines Drehs von Zombies heimgesucht wird, muss man gesehen haben. Und bitte haltet die ersten dreißig Minuten aus. Mehr darf und sollte man nicht erzählen. Schaut euch die Produktion aus Japan einfach an und habt Spaß!

Für mich ist „One Cut of the Dead“ der beste Film des Jahres und eine Liebeserklärung an das Handwerk!

Der #Japanuary kommt! Erneut!

Ende des vergangenen Jahres startete auf Twitter durch die Initative einiger fleißiger und energischer Filmfreunde die #japanuary-Aktion. In dieser geht es darum im Monat Januar acht Filme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu schauen und seine Meinung dazu über verschiedene soziale Kanäle kund zu tun. Die tollen Menschen von SchönerDenken haben sich sogar die Mühe gemacht, alle Reviews auf ihrer Seite zusammenzufassen und somit konnte man Stunden damit verbringen, die Meinungen anderer Menschen über Filme zu lesen. Wie schon damals zitiere ich einmal die offiziellen „Teilnahmeregeln“:

Um was geht es? Es geht darum, im Januar 2018 acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Der offizielle Hashtag ist #Japanuary.

 

Nachdem ich gerade sowieso über meinen Top-Listen des Jahres 2018 sitze, habe ich mir bereits die Mühen gemacht und meine Filmliste für den Japanuary 2019 erstellt. Dabei habe ich wie schon in diesem Jahr ein paar Premieren mit Rewatches gemischt. Die Filme stammen dabei aus Dekaden von den 60ern bis heute und auch einige Anime haben sich wieder in das Line-Up gemischt. Die komplette Liste findet ihr hier in meinem Letterboxd-Profil!