Iran 2018 – Kapitel 1

Vor zwei Wochen habe ich über Amazon mein Ebook „Iran – Eine Reise zwischen Kebap und Koran“ veröffentlicht. Als kleinen Bonus für die Leserinnen und Leser meines Blogs möchte ich nun das erste Kapitel gratis hier veröffentlichen, damit ihr schon einmal reinlesen könnt und eine kleine Ahnung von dem habt, was euch erwartet…Viel Spaß dabei! Und Feedback ist unbedingt erwünscht!

 

Das Hirngespinst

 

Da sitzen meine Frau und ich also nun und warten am Frankfurter Flughafen auf unseren Abflug in den „Schurkenstaat“ Iran. Während ich mich noch etwas über die verpasste Gelegenheit eines Upgrades in die Business-Klasse eines späteren Fluges ärgere, mir aber bewusst ist, dass wir so fast einen kompletten Tag in Teheran verloren hätten, gehen mir die unzähligen Warnungen und Fragen von Freunden, Kollegen und Verwandten in den Wochen vor unserer Reise noch einmal durch den Kopf.

„Iran? Da herrscht doch Krieg!“, „Kann man da Urlaub machen?“ oder „Ihr seid aber mutig!“ sind da fast schon die harmlosesten Aussagen. Andere kennen das Land nur aus der aktuellen Medienlandschaft, die außer dem Atomprogramm, Unterstützung des Assad-Regimes und immer wieder kehrenden Problemen mit Israel und den USA keine anderen Themen kennen und Land und Leute komplett vergisst. Auch der starke Einfluss des Islam auf den Alltag im Iran und die in Deutschland zunehmende politische und gesellschaftliche Diskussion über diese Religion lässt viele natürlich aufhorchen und zunächst nur an Kopftücher, Terroristen und Moscheen denken.

 

Für mich begann das Hirngespinst einer Iran-Reise schon vor circa zehn Jahren nachdem ich den genialen Animationsfilm „Persepolis“ gesehen hatte, der auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi basiert. Nach dem Genuss dieses Meisterwerks, welches witzig und tragisch zugleich ist, habe ich mich näher mit dem Land befasst und war vor allem von dessen landschaftlicher Vielfalt, aber auch der jahrtausendealten Kultur und der jüngsten Geschichte begeistert und angezogen. Aufgrund des damaligen Präsidenten Ahmadinedschad  hatte man aber ein noch schlechteres Bild in den Medien erzeugt als aktuell und auch die Sanktionen waren wesentlich strenger gegenüber dem Iran als sie es heutzutage sind. Auch meine Jungfräulichkeit was Fernreisen angeht, hielt mich damals von solch einem Urlaub ab und brachte mich erst mal in weitaus „komfortablere“ Länder in Ostasien und Südostasien. Daher sollte eine Iran-Reise weiterhin nur ein Hirngespinst bleiben.

Doch als ich vor zwei Jahren im winzigen, fast unscheinbaren Sultanat Brunei im Norden Borneos unterwegs war, kam diese Idee wieder in die wichtigen Teile meines Hirns zurück. Denn ich mochte die dortige Atmosphäre sehr und auch wenn Brunei eher arabisch als persisch geprägt ist, stieg in mir die Neugier auf einen Besuch des Irans wieder. Hinzu kam in den vergangenen Jahren, dass sich das Land auch Touristen gegenüber immer mehr öffnete und man dort mittlerweile recht einfach und gefahrlos umherreisen kann. Das Hirngespinst war also zurück und wollte nun einfach in die Tat umgesetzt werden. Bevor unsere Reise nach Persien jedoch beginnt, möchte ich deutlich machen, dass dieses Buch meine Erlebnisse im Iran schildern soll und ich zwar auch über politische und religiöse Dinge schreiben werde, aber mir hier keinerlei Urteile erlauben werde.

Filmlogbuch Nr.52- The Voices

Jerries Leben könnte eigentlich ganz gut sein. Ein fester Job in der örtlichen Badewannen- Fabrik, eine eigene Bude und nette ArbeitskollegInnen.
Wären da nicht Mr. Whiskers und Bosco, seine zynische Katze und sein treuer Bosco. Diese kommentieren nämlich ununterbrochen sein Leben…solange er seine Medikamente, die er aufgrund seiner psychischen Vorerkrankung hat, weiterhin nicht wie verordnet einnimmt. Als er sich dann noch in seine Arbeitskollegin Fiona aus der Buchhaltung verliebt und sie aus Versehen tötet, beginnt der Wahnsinn aber erst.

„The Voices“ klang für mich von Anfang an schon wie ein großer Spaß. Und dann ist er auch noch von Marjane Satrapis inszeniert, die schon das großartige „Persepolis“(unbedingt ansehen!!) verwirklichte.
Doch leider ist der Film nur in der Theorie gut, die Umsetzung ließ mich gelangweilt zurück. So kann der Film zu keiner Zeit eine mitreßende Dynamik entwickeln und die Gags zünden fast nie. Also gähnt man sich durch die 100 Minuten so durch und wird immer nur von den vereinzelt guten Einfällen wach gehalten.

4/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich von „The Voices“ die deutsche Blu-ray, die einiges an Extras bereithält. So sind zB neben vielen Interviews mit Schauspielern auch einige Featurettes und eine B-Roll enthalten.