#Japanuary Film 2 – Like A Dragon

Der ehemalige Yakuza Kazuma Kiryu wurde gerade aus dem Knast entlassen, doch schon stellen sich ihm wieder einige Probleme in den Weg. So trachtet ihm sein ehemaliger Partner Majima nach dem Leben, außerdem läuft ihm die kleine Haruka über den Weg, die nach ihrer Mutter sucht. Als wäre das nicht schon genug  macht auch noch ein kleinkriminelles Pärchen das fiktive Viertel Kamurocho unsicher und ein koreanischer Killer will alte Rechnungen begleichen.

„Like A Dragon“ ist ein Film von Takashi Miike und die Videospiel-Verfilmung zu „Yakuza“(oder „Ryu Ga Gotoku“ wie man es in Japan kennt). Als großer Fan dieser Reihe, eine Liebeserklärung an „Yakuza 0“ findet ihr hier, war es natürlich Pflichtprogramm für mich, diesen Film zu sichten. Das erste Mal sah ich den Film jedoch ohne Bezug zu den Spielen und verstand eigentlich nur Bahnhof. Denn leider reiht Miike hier einfach Ereignisse aus dem ersten Teil der Reihe aneinander, führt Figuren kaum oder gar nicht vernünftig ein und garniert diese mit ein paar netten Verweisen auf die Games. Das war’s!
Nachdem ich die Serie nun sehr gut kenne und jeden Teil der Hauptreihe gespielt habe, schmerzt der Film aber umso mehr. Das beginnt bei den uncharismatischen Figuren, die leider nicht im entferntesten an ihre Vorlagen erinnern und zieht sich über die chaotische Erzählweise bis hin zu einem Finale, das maximal ok ist. Ein Spiel von gut 10 Stunden Länge in einen Spielfilm mit 104 Minuten Laufzeit zu packen, ist eben nicht gerade sinnvoll.
In der Theorie hätte aus dem Film auch ein echtes Meisterwerk werden können. Denn sowohl Takashi Miike als auch die Videospiel-Vorlage sind bekannt für ihre Verrücktheiten und nehmen sich nicht allzu ernst. Und wer kann bessere Yakuza-Filme als Miike-sensei? Gut…ok…Takeshi Kitano, ich weiß. Doch wenn eben alles nach einem schlechten Fanfilm von noch schlechteren Cosplayern aussieht, hilft da auch der Name Miike nicht viel. Sehr schade!

 

4/10 Faustschlägen

 

 

„Like A Dragon“ erschien bereits im Jahr 2009 beim deutschen Label Eye See Movies und das sogar in zwei Varianten. Neben einer normalen Keepcase-Version mit einer Disc gibt es auch eine Deluxe Edition im Digipack mit zwei DVDs. Disc 2 enthält dabei einen Kurzfilm, der als Prolog zum Hauptfilm dient und knapp 43 Minuten läuft.
Loben muss man an dieser Stelle die Qualität der DVD, die selbst auf modernen 4K-TVs eine sehr gute Bildqualität hat. Nicht selbstverständlich für eine zwölf Jahre alte DVD.
Jedem der etwas mit Japan anfangen kann und nicht „Call of Duuty“-abhängig ist, muss ich hier noch einmal die Videospiele zu „Yakuza“ empfehlen. Glücklicherweise kann man dank „Kiwami“-Neuauflagen und dem bald erhältlichen Remaster-Set mit Teil 3 bis 5 mittlerweile alle Serienteile(außer den beiden Mittelalter- und dem Zombie-Ableger) auf der PlayStation4 spielen. Man braucht halt etwas Zeit und Geduld. Einige der Teile sind schon recht redselig, belohnen aber mit tollen Storylines und noch besseren Nebenquests. Und dem unbezahlbaren Japan-Feeling.

Des Zombies liebste Spiele – Die Top 10 des Jahres 2018

Auch im Jahr 2018 wurden wieder einige Games von mir gezockt. Glücklicherweise war es diesmal nicht so vollgestopft mit Spielen wie noch 2017, dafür kamen vor allem am Jahresende einige Titel heraus, die unzählige Stunden Spielzeit boten. Und ganz ehrlich…auf solche Spiele habe ich kaum noch Lust. Überdimensionale Karten wie die von „Assassin’s Creed Odyssey“ machen mir das Spiel – trotz gutem Gameplay – schon kurz nach Beginn madig, ähnlich bei „Red Dead Redemption 2“. Wobei das Wildwest-Abenteuer außerdem noch mit einem sehr gemächlichen Spieltempo fordert…
Dank der Switch habe ich aber einige kleinere Spiele entdeckt, die man so wahrscheinlich nie gespielt hätte. Außerdem habe ich eine Indieperle endlich nachgeholt, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Welche Spiele haben euch 2018 besonders gut gefallen? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

10. 1979 Revolution: Black Friday

 

Das Spiel über die Revolution im Iran und den Sturz des Schahs im Jahr 1979 gibt es bereits seit einigen Jahren für den PC und mobile Endgeräte. Erst im August 2018 erschien aber eine Switch-Version des Spiels, die ich mir nun kurz vor Jahresende noch zugelegt habe. Aufgrund unseres Urlaubs im Iran 2018(der übliche Reisebericht folgt diesmal auf andere Art und Weise), der uns kein Land voller Terroristen und Bombenleger zeigte, sondern ein ganz herzliches und gastfreundliches Volk präsentierte, hat mich das Spiel erst recht angesprochen.
In Sachen Gameplay darf man keine AAA-Qualität erwarten, dafür sind die Erzählungen über die Revolution gut und vor allem spannend inszeniert. Aktuell kann man im eShop-Sale für wirklich kleines Geld zuschlagen. Tut das!

 

9. Pokémon: Let’s Go, Evoli!

 

Ich stieg erst mit „Pokémon Mond“ auf den Taschenmonsterzug auf, habe aber die Faszination der Titel recht schnell verstanden. Daher war auch der erste Switch-Ableger der Reihe für mich Pflicht, vor allem weil man das Spielprinzip etwas vereinfacht und Elemente aus „Pokémon Go“ übernommen hat. Endlich keine Zufallskämpfe mehr und kein lästiges Schwächen des Pokémons, damit man es fangen kann. Dennoch freue ich mich auf ein „richtiges“ Pokémon-Rollenspiel im Jahr 2019.

 

8. Super Meat Boy

 

Ja, ich bin etwas spät zur Party…denn eigentlich hat „Super Meat Boy“ den Indie-Hype bereits im Jahr 2010 losgetreten, aber erst die Anfang 2018 veröffentlichte Switch-Fassung ließ mich zu einem Anhänger des bockschweren Jump’n’Runs werden. Dank sofortiger Neustarts und perfekter Lernkurve wird auch das Frustlevel recht niedrig gehalten. Prima Sache!

 

7. Yakuza 6

 

Die „Yakuza“-Reihe begleitet mich nun schon seit über acht Jahren. Anfangs musste man sich als Spieler im Westen noch über Schnitte bei Teil 3 und 4 ärgern, mittlerweile erscheint jeder Teil relativ schnell auch bei uns und das ohne Zensuren. Selbst Ableger wie „Fist of the North Star: Lost Paradise“(nur knapp an der Top 10 vorbei) schaffen es zu uns. Danke, Sega!
„Yakuza 6“ schließt nun also die Saga um Kazuma Kiryu ab und präsentiert sich dabei erstmals in einer neuen Optik. Die PS4 hat damit in einigen Momenten zwar etwas zu kämpfen und auch das Areal von Kamurocho wurde etwas verkleinert, dafür überzeugt die Geschichte und die neue Kampf-Physik. Und die überragenden Nebenmissionen sind sowieso Gold!

 

6. Monster Hunter World

 

Bereits Ende Januar erschien schon ein erster Kandidat auf den Titel „Spiel des Jahres“, allerdings muss ich zugeben, dass mich der neueste „Monster Hunter“-Ableger auf der PS4 nach rund zwanzig Spielstunden leider verloren hat. In diesen hatte ich aber großen Spaß, Monster zu jagen und immer wieder neues Crafting-Material für immer stärkere und bessere Ausrüstung zu finden. Genial sind vor allem die lebendige Flora und Fauna und die liebevollen Details wie die kochenden oder schmiedenden Katzen.

 

5. Dead Cells

 

Zugegebenermaßen hatte ich an „Dead Cells“ nicht die größten Erwartungen. In Sachen Optik erinnerte das 2D-Rogue-lite an typische Indiegames und Phrasen wie „Dark Souls-like Gameplay“ locken kaum noch hinter dem Ofen hervor. Doch vor allem das flotte, fordernde und schnörkellose Kampfsystem machen „Dead Cells“ dann doch zu einem echten Hit 2018. Hinzu kommt die sympathsiche Pixeloptik und dieser grandiose Soundtrack, fertig ist der Indie-Hit!

 

4. Diablo III: Eternal Collection

 

„Diablo III“ und ich haben es schon einmal miteinander probiert. Als damals die PS4-Version des Spiels erschien, ging ich voller Vorfreude zum Spiele-Händler meines Vertrauens und legte die Disc zuversichtlich in die Konsole. Doch nach zwei Stunden war ich so gelangweilt vom ewigen Tastengeklicke und dem Looten, dass ich es enttäuscht ausmachte und wieder verkaufte.
Die Switch-Version war also nun Anlauf Nummer 2 und endlich machte es Klick! Denn vor allem im Handheldmodus der Switch macht „Diablo III“ unglaublich viel Spaß. Charakter leveln, bessere Items finden und damit immer größere Monster und Kreaturen legen! Super!

 

3. Tetris Effect

 

Zugegebenermaßen, den Tetris-Hype verstand ich nie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass ich je irgendeine Version des Spiels besessen habe. Bis zuletzt…denn da erschien „Tetris Effect“, welches u.a. vom Macher von der Musik-Ballerei „REZ“ ist. Und dieses Spiel werde ich ewig verehren! Zum ersten Mal auf dem Dreamcast gespielt, beamte mich die Mischung aus elektronischen Beats und reduzierter Polygon-Optik auf einen anderen Planeten. Und nun machte man ein Tetris-Spiel in einer ähnlichen Variante?!? Take my money!
„Tetris Effect“ ist grandios zum Abschalten und glänzt mit vielen tollen Spielmodi und einem hypnotisierenden Mischmasch aus Musik und Grafikeffekten. Wohnzimmer abdunkeln, Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und abheben!

 

2. Pro Evolution Soccer 2019

 

Seit vielen Jahren pendle ich immer wieder zwischen „PES“ und „FIFA“. Während Konamis Fußballreihe zu Zeiten der PS2 fast schon mit meiner Konsole verwachsen war, änderte der Generationswechsel auf die PS3 alles. Denn da war EAs Fußballspiel die deutlich bessere Wahl. Auf der PS4 ist es immer ein Hin und Her. Mal lasse ich mich vom Lizenzumfang von „FIFA“ blenden, dann wiederum begeistert mich Konamis tolles Gameplay mal wieder. Aktuell ist es nun also mal wieder „Pro Evolution Soccer“, welches zwar wieder mal einige Lizenzprobleme hat, aber auf dem Platz absolut überzeugt. Und dank zahlreicher Patches kann man das Lizenz-Problem ja beheben…

 

1. God of War

 

Die „God of War“-Reihe gehört zur Marke PlayStation wie kaum eine andere. Trotzdem habe ich bisher nur wenige der Spiele um den griechischen Kriegsgott Kratos wirklich genießen können, denn in Sachen Hack’n’Slay haben mich dann doch eher Games wie „Bayonetta“ eher angesprochen und mitreißen können.
Doch nun gibt es da dieses feine Spiel „God of War“, das Kratos mit Sohn Atreus nicht nur eine neue Figur an die Seite stellt, sondern euch auch in den hohen Norden versetzt. Und auch spielerisch macht der Titel von Sony Santa Monica alles neu, denn vorbei sind die Zeiten der starren Kamerapersepktiven und des kombolastigen Kampfsystems. „God of War“ zeigt euch das Geschehen nicht nur aus einer Thirdperson-Ansicht, sondern gestaltet auch die Kämpfe wesentlich taktischer. Abgerundet wird das Erlebnis durch die wahnsinnige Optik und die schnittlose Inszenierung. Zweifellos das Spiel des Jahres 2018!

Des Zombies liebste Spiele 2017 – 12 Titel für großen Spaß

Geschuldet meiner Nebentätigkeit als Games-Schreiberling bei dvd-forum.at habe ich dieses Jahr wohl wesentlich mehr Spiele gespielt als in den vergangenen Jahren. Und auch wenn dabei hauptsächlich die großen AAA-Spiele den Weg in das Laufwerk meiner Switch, des 3DS oder der PS4 gefunden haben, habe ich mir zwischendurch immer wieder die Zeit für kleine Indieperlen oder japanische Nischentitel genommen.
2017 war ein unglaublich starkes Jahr für Spiele, vor allem der März und der Oktober hätten gerne 60 Tage haben könne, damit man alle Spiele auch so spielen kann wie sie es verdient haben. Und mit der Switch hat Nintendo letztlich auch eine Konsole veröffentlicht, die sicherlich das beste Lineup seit dem Super Nintendo hat. Wahnsinn! Bisher ist die Releaseliste von 2018 übersichtlich, aber da wird sicherlich noch einiges auf die Spielerschaft losgelassen, was sie noch nicht erwartet.

12. „Uncharted: The Lost Legacy“
Ich muss es gestehen: ich mag Nathan Drake nicht sonderlich. Die „Uncharted“-Spiele haben mich zwar schon immer mit ihren tollen Welten begeistert, aber spielerisch eher gelangweilt. Das Spinoff mit Nadine Ross und Chloe Frazer hingegen, hat echt Spaß gemacht. Cooles Setting in Indien und zwei schlagkräftige Damen in der Hauptrolle. Top!

11. „FIFA 18“
Nachdem ich einige Jahre nun bei Konamis „PES“-Reihe war, hat mich dieses Jahr EA wieder auf die dunkle Seite des Fußballs gezogen. Dank zahlreicher Lizenzen kann man mit „FIFA 18“ unendlichen Spielspaß haben, auch der Storymodus rund um Alex Hunter ist trotz seines Soap-Niveaus spielenswert.

10. „Super Mario Odyssey“
Nintendo schafft es mit fast jedem „Mario“-Spiel neue Maßstäbe im Genre der Jump’n’Runs zu schaffen. Und auch im Switch-Abenteuer gibt es so viel zu erleben und zu sehen, dass es eine wahre Freude ist. Vor allem die Anspielungen auf alte Serienteile treffen einen Videospiel-Veteranen wie mich genau an der richtigen Stelle.

9. „Horizon Zero Dawn“
Wohl eines der schönsten Spiele des Jahres mit einer tollen Heldin und einem wahnsinnigen Monsterdesign! Entschuldigung, aber Elektroschrott-Dinoss!?!?!? Wie geil! Aber auch spielerisch hat mich das Spiel gepackt, war neben typsichen Open World-Aufgaben nämlich auch mit innovativen Sachen voll gepackt.

8. „Persona 5“
Eines der Spiele, das niemals enden will. Auch nach über 30 Stunden habe ich noch kein Ende gesehen, dafür ist das Rollenspiel aus Japan zu voll gepackt. Denn neben den Abenteuern in den Dungeons will euer Protagonist ja noch in seinem japanischen Schulalltag begleitet werden. Optik und Sound sind auch hervorragend! Ein JRPG-Hammer!

7. „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“
Ein Spiel, das zum Start der Switch alles weggeblasen hat, was nur annähernd im Open World-Genre verankert war. Auch wenn es nervige Gameplay-Elemente gibt(die zerbrechlichen Waffen), das Spiel ist eine Wucht. Selten hat ein Game so neugierig gemacht, was hinter dem nächsten Hügel steckt.

6. „Nex Machina“
Ich liebe Housemarques Arcade-Spiele. „Resogun“ war sicherlich das beste Spiel zum Release der PS4, mit „Nex Machina“ vereint der Entwickler Highscore-Jagd mit Voxel-Optik und treibenden Synthwave-Beats. Dieses Zusammenspiel lässt einen in solch einen Rausch geraten…Hammer!

5. „South Park – Die rekatkuläre Zerreißprobe“
Eigentlich mochte ich die anarchische Zeichentrick-Serie bisher nicht wirklich. Doch der zweite Teil der „South Park“-Reihe von Ubisoft hat mich eines Besseren belehrt. Die Thematik der Superhelden-Frnachises wird hier herrlich aufs Korn genommen, da kann ich auch den ein oder anderen Furz-Witz verschmerzen.

4. „Yakuza 0“
Die „Yakuza“-Serie gehört seit Teil 3 zu meinen Favoriten im Bereich der Videospiele. Sei es die originalgetreue Abbildung der japanischen Straßenzüge oder die epischen Mafia-Geschichten, man kehrt immer wieder gern in Tokyos Rotlichtviertel zurück. Und mit „Yakuza 0“ schuf man einen perfekten Einstieg für Neulinge in die Serie.

3. „Oxenfree“
Die Switch-Version von „Oxenfree“ hat mich in den Bann gezogen wie selten ein Indiespiel zuvor. Eine unglaublich dichte Atmosphäre, spannende Charaktere und eine unheimliche Vertonung mit Samples und toller Musik sorgten für einige Stunden an Hochspannung.

2. „Assassin’s Creed Origins“
Bis zum „Black Flag“-Teil hatte ich nicht viel für die „Assassin’s Creed“-Serie übrig, da mich das Setting meist nicht ansprach. Doch mit dem besagten Piraten-Abenteuer oder „Assassin’s Creed Syndicate“ hatte mich die Serie. Und auch „Origins“ ist mit seinem Ägypten-Setting ein großartiger Spielplatz mit einer zwar dünnen Geschichte, aber einer dichten Atmosphäre.

1. „NieR:Automata“
Yoko Taros Andoriden-Epos ist für mich unbestritten beste Spiel des Jahres! Zwar kann man über die Optik streiten, aber nicht über die Handlung, die viele existenzielle Fragen stellt oder über die Musik, die das Epos immer richtig untermalt. Neben den vielen Hack’n’Slay-Einlagen gefallen auch die Bullethell-Momente. Wahnsinn!! Unbedingt spielen!

Mutanten in Seattle- Infamous Second Son

Nachdem ich mit Begeisterung den ersten Teil für die PS3 gespielt habe und Teil 2 leider irgendwie verpasst habe, freute ich mich riesig über die Ankündigung von Second Son für die aktuelle Konsolengeneration.
Nun, nach ca 12h Spielzeit bin ich durch und möchte hier meine Eindrücke mit euch teilen.

Zur Story nur so viel: ihr spielt Deslin Rowe, der durch einen Zwischenfall mit einem Conduit(ähnlich einem Mutanten) dessen Superkraft übernimmt und ab diesem Moment die Rauch-Kraft beherrscht. Dieser Conduit wurde von Ms Augustine gejagt, die mit großem Enthusiasmus die sog Bioterroristen verfolgt, wegsperrt und zu allem Überfluss Delsins Stamm(indianischer Abstammung) angegriffen hat. Dabei werden einige seiner Freunde verletzt und können nur gerettet werden, wenn Delsin sich Augustines Kraft einverleibt.
Deswegen macht er sich mit seinem Bruder gen Seattle auf, wo er sich dem Kampf gegen Augustine und dem DUP stellt.

Wer die Vorgänger gespielt hat, weiß ungefähr was einen erwartet. Dennoch fand ich Teil 1 sehr viel abwechslungsreicher im Missionsdesign.
Im Endeffekt hat man hier nur die relativ wenigen Hauptmissionen, die Hauptzeit investiert man eigentlich in die Nebenaufgaben wie dem Suchen der Energiescherben(zum Aufleveln der Kräfte), dem Jagen von Geheimagenten, dem Suchen von versteckten Kameras oder dem Sprühen von Graffitis. In jedem Viertel hat man dazu noch die Aufgabe, die DUP-Zentrale zu zerstören. Das läuft eigentlich auch immer nach Schema F ab und ist keine große Herausforderung.

Wie auch schon in den Vorgängern kann man sich hier für die gute oder böse Seite entscheiden. Fiel bei Teil 1 die Wahl für die böse Seite aufgrund des auch eher unsympathischen Helden nicht wirklich schwer, verhält sich das bei Second Son anders. Delsin ist echt sympathisch und bringt mit seinen Scherzen va seinen Bruder gern zur Weissglut. Daher war für mich die „gute Seite“ der sinnvollste Weg das Game durchzuspielen.
Von der technischen Seite kann das Spiel überzeugen. Die Mimik sieht fantastisch aus und einige der Kräfte(allen voran Neon) sind ein Augenschmaus im Kampf. Und das am Anfang der PS4-Ära…möchte gar nicht wissen, wie die Spiele in zwei Jahren aussehen.
Geärgert hab ich mich allerdings häufiger über das Kampfsystem, das manchmal nicht zum hektischen Spielablauf passt und einige nervige Bosskämpfe.
Wenn man das Spiel mit anderen Open World-Games vergleicht, werden auch hier einige Schwächen sichtbar. Ich hatte nie das Gefühl, mich in Seattle gut auszukennen. Es gibt keine markanten Ecken(die Space Needle und den DUP-Turm mal ausgenommen), alles wirkt recht generisch. Das hat ein GTA V weitaus beeindruckender gemacht.
Auch die Straßen wirken recht leblos. Zwar sind viele Passanten unterwegs und viele reagieren auf Delsin(je nach Spielweise positiv oder negativ), aber das war es auch schon.

Für PS4-Besitzer ist es angesichts der überschaubaren Spieleauswahl sicher eine Empfehlung, aber ich bin trotzdem etwas enttäuscht. Das war mir alles etwas zu monoton. Von Sucker Punch gab es schon Besseres.
Gamer, die gerade nichts mehr zum Zocken haben, können gerne zugreifen. Alle anderen warten auf eine Preissenkung und holen es irgendwann nach.

PS4…So war die PK!

So, das Playstation Meeting 2013 ist vorbei und die ganzen Spekualationen haben ein Ende.
Sony präsentierte letzte Nacht die neue Playstation namens PS4. Bzw eher die technischen Details, den neuen Controller und einige Spiele.
Denn leider gab es nichts von der Konsole an sich zu sehen. Gar nix!!!

Nach einigem Blabla wurde zunächst der neue Controller vorgestellt. Vom Tastenlayout unterscheidet sich dieser kaum vom aktuellen DualShock, hat jedoch in der Mitte statt Select-/Start-Buttons ein Touchpad(ähnlich dem auf der Rückseite der PS Vita) und den obligatorischen „PS“-Button.
Zusätzlich gibt es noch einen „Share“-Button für den SocialGaming-Faktor…dazu später mehr!
Auffällig ist die große Lichtleiste, die sowohl zur Spieler-Identifikation dient(wahrscheinlich hat jeder seine eigene Farbe) als auch wie ein eingebauter Move-Controller funktioniert. Im Zusammenspiel mit dem neuen PlaystationEye könnte das wohl den bisherigen Move-Controller ersetzen.Was mir auch noch positiv aufgefallen ist, war das Design der Analog-Sticks. Diese scheinen etwas mehr Grip zu bieten als die des aktuellen Controllers und könnte so den perfekten Sticks der 360 nahe kommen.

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Dann wurde der Schwerpunkt auf die technischen Daten gelegt. Hier wurde seltsamerweise darauf verzichtet, deutlich zu machen, ob die PS4 immer noch ein optisches Laufwerk haben wird oder nicht.
Es gibt aber Entwarnung: lt. offiziellen Datenblättern von Sony wird es ein BD-Laufwerk geben!!
Die Abwärtskompatibilität wird mal wieder abgeschafft. Also sollte jeder, der immer wieder auf seine PS3-Sammlung zurückgreifen möchte, auch seine Konsole behalten.
Sony plant Gaikai(Cloud-basiertes Gaming) als festen Bestandteil der neuen Konsole mit ein und möchte es ermöglichen, dass man künftig auf seinen Playstation-Geräte(also auch PS Vita oder Tablets/Smartphones mit genug Power) den vollen Zugriff auf die Spielesammlungen sämtlicher Sony-Konsolen hat.Früher oder später soll man wohl aus der kompletten Software-Bibliothek von PS1/PS2/PS3/PSP/PSVita wählen können.
Klingt für mich paradiesisch. Frage ist nur: was wird der ganze Spaß dann wieder kosten? Muss man dann für jeden Klassiker wieder erneut Geld bezahlen? Läuft es über eine Flatrate?  Oder kann man das Spiel per Einlegen der Original-Disc über den Server „aktivieren“?
War die PS3 für ihre schwierige Programmierung bekannt, war Sony natürllch bemüht, die Nachfolger-Konsole benutzerfreundlicher zu machen. Dies soll durch den Einbau von gängigerer Hardware möglich sein.

Für die Technik-Nerds hier, gibt es nun mal die bisherigen Systemspezifikationen:

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Wie schon oben angemerkt, war einer der Schwerpunkte das „Social Gaming“. Sony träumt von einer ständigen Verbindung der PS4 zu Social Networks wie Facebook. So soll man wohl über den „Share“-Button am Controller seinen aktuellen Fortschritt posten können und es soll möglich sein, Spiele-Videos aufzuzeichnen und diese direkt aus dem Spiel heraus hochladen zu können.
Ich fand zwar die Verbindung PS3-Facebook am Anfang recht spaßig, aber mit der Zeit war das Feature relativ lahm. Deswegen bin ich auch nicht sonderlich angetan, das man sowas noch mehr vertieft.
Ein für mich interessanteres Feature ist die „Over the Shoulder“-Funktion, die es Menschen aus der PSN-Freundeliste ermöglichen soll, dem Spieler während des Zockens von der eigenen PS4 aus zuschauen zu können. Das soll dann soweit gehen, dass man sich von einem Freund quasi live helfen lassen kann, wenn man an einer Stelle im Spiel nicht mehr weiter kommt.

Abgeschlossen wurde das Meeting mit verschiedenen Spiele-Präsentationen, die jeweils von einem Mitarbeiter des Entwicklungsteams vorgenommen wurden. Manches Studio setzte zunächst nur auf Tech-Demos ihrer neuen Grafik-Engines wie Capcom oder Square Enix.
Ua wurden Fortsetzungen bekannter IPs vorgestellt wie zB Killzone Shadow Fall oder inFamous Second Son. Dann gab es überraschende Ankündigungen wie Diablo 3 oder Destiny(dem neuen Bungie-Shooter).
Aber auch manche Neuentwicklung wurde vorgestellt, ua Knack von Sony selbst oder Drive Club(dessen Schwerpunkt soll Team-Racing kein…mal sehen was dann sein soll!).
Das, schon länger vorgestellte WatchDogs erhielt die meiste Anerkennung und ist wohl definitv eines der interessantesten Spiele für die PS4.

knackkill1wdAlles in allem bin ich sehr gespannt, was uns Sony in den nächsten Wochen und Monaten noch von der PS4 zeigen wird. Interessant wäre sicherlich der finale Preis(Kotaku vermutet etwas zwischen 430 und 530 US-Dollar) und ein Starttermin für Europa und Japan. In den USA ist das Release noch für dieses Jahr geplant, grob Weihnachten.
Die PK war insofern enttäuschend, dass die Konsole selbst nicht gezeigt wurde. Das lässt natürlich spekulieren, ob man nicht etwas vorschnell gehandelt hat. Denn Microsoft zeigt seine neuen Xbox vermutlich Ende März auf der GDC.
Einige der Spiele wissen grafisch definitv zu überzeugen und zeigen einen  großen grafischen Sprung. Wünschenswert wäre aber mehr Innovation seitens der Entwickler, denn ich werde mir keine neue Konsole kaufen nur damit ich Fortsetzungen spielen kann. Genau da liegt ja auch das Problem der aktuellen Generation…
Also Sony: bitte noch einen Preis(so um die 350€ wäre nett), einen Termin für Europa(evtl ja auch Weihnachten 2013?!?) und ein paar interessante, neue IPs, dann is das Ding sowas von gekauft.
Und dann würde ich auch mal wieder einen Day One-Kauf wagen. Das letzte Mal, das ich sowas verrücktes gemacht habe, war der Release des Sega Dreamcast(RIP).

 

Was ist am 20. Februar 2013 los, Sony?

Seit gestern ist auf der Homepage zum Sony Meeting 2013 ein geheimnisvoller Trailer zu sehen.

Analysten schätzen, dass Sony an diesem 20.02. die neue Playstation4 vorstellen wird und haben wohl auch schon ein paar Details rausfinden können.So soll wohl einer der Schwerpunkte auf dem Social-Gaming liegen und man darf wohl keine großen technischen Sprünge erwarten wie beim letzten Generationenwechsel der Fall war. Das Spielen als Erlebnis soll wohl mehr im Mittelpunkt stehen.

Angeblich wollte Sony auf ein optisches Laufwerk verzichten und das Hauptaugenmerk auf den digitalen Vertriebsweg legen, aber aufgrund der schlechten Verfügbarkeit von schnellen Internetzugängen in einigen Teilen der Welt hat man dann wohl doch darauf verzichtet.

Bisher sind das alles jedoch nur weitere Gerüchte. Genau wie die Ankündigung, dass die „PS4“ einen komplett neuen Controller haben soll. Wirkliche Fakten und hoffentlich ein Releasedatum gibt es ja dann am 20.02.

Man darf gespannt sein. Ich bin zwar noch relativ zufrieden mit PS3 und 360, aber eine neue Konsole mit (hoffentlich!!!) frischen Ideen und Features, wäre schon was schönes!
Ein Wunsch-Feature wäre der Illumi-Room von Microsoft 😉

RIP Playstation2

Zu guter Letzt für heute noch eine traurige Nachricht:

Nachdem in Japan schon Ende 2012 die Produktion der Sony Playstation2 eingestellt wurde, kam heute das weltweite Aus.
Nach über 12 Jahren und ca 150 Millionen verkauften Einheiten geht also eine der größten Konsolen in den Ruhestand.

Als die PS2 auf den Markt kam, war es va der DVD-Player, der eines der Kaufargumente war(ähnlich wie der Blu-ray-Player bei der PS3). Eine weitere chöne Funktion war natürlich die Abwärtskompatibilität zu PS1-Spielen.
In den 12 Jahren erschien die PS2 in mehreren Varianten, ua den bekannten Slim-Modell, verschiedenen Farben oder als Japan-exklusive PSX(inkl. Festplatte für Aufnahmen).

Ich persönlich habe mir die PS2 2001 für damalige 699,-DM gekauft plus „Gran Turismo 3“, das ein Kaufgrund für die Konsole war. In den Folgejahren war va „Pro Evolution Soccer“ eines meiner meistgepielten Games(zu PS2-Zeiten sicherlich die beste Fußballsimulation auf Konsolen) und nicht zu vergessen der grandiose Sprung von GTA in die 3d-Ära. Wobei mich hier „Vice City“ am meisten begeistern konnte, alleine schon durch das 80er Jahre-Setting.Ein weiteres Lieblingsspiel war der erste Teil von „Jak & Daxter“. Für mich definitv eines der besten Jump’n Runs aller Zeiten(hier ist die HD-Collection für PS3 zu empfehlen!!!)

Sicherlich gibt es noch einige andere Spiele(„ICO“, „Shadow of the Colossus“, „Okami“…) und Starts von noch heute beliebten und bedeutenden Reihen(„Ratchet & Clank“, „God of War“…), aber wie schon gesagt: PES raubte mir den Großteil meiner Zeit an der PS2!

Machs gut, PS2!