#Japanuary Film 8 – Crows 0

An der Suzuran High School herrscht Krieg! Die chaotische Schule für hoffnungslose Fälle wird nämlich immer wieder von Kämpfen rivalisierender Gangs und Banden erschüttert, die sich um die Vorherrschaft an der Suzuran schlagen. Aktuell ist Tamao Serizawa der unangefochtene König der Schule und verteidigt sein Revier erfolgreich gegen jeden Angriff von anderen. Das ändert sich als Genji Takiya an die Schule kommt, der nicht nur die moralische Unterstützung eines Kleinganoven erhält, sondern auch einige von Serizawas Erzfeinden um sich scharen kann.
Die letzte Schlacht steht somit bevor!

„Crows 0“ wurde von Takashi Miike gedreht und basiert auf einer Manga-Reihe aus den 1990ern, die auch als Anime umgesetzt wurde. Der japanische Regisseur zeigt hier erneut mal wieder seine Klasse und hat hier einen absolut wahnsinnigen Film gemacht, der unglaublich viel Spaß macht.
Die Schulschläger sind herrlich überdreht dargestellt, die Kampfszenen sind hart und gnadenlos. Die Geschichte um den Kampf zwischen Serizawa und Takiya wird immer wieder von anderen Handlungssträngen aufgelockert und erzählt zum einen die Geschichte des Kleinganoven Katagiri, aber auch ein bißchen von Takiyas Loveinterest Ruka. Leider blasen diese Storyparts die Laufzeit aber auf 130 Minuten auf, was schon sehr grenzwertig ist.

7,5/10 fliegende Schultische

 

„Crows 0“ gibt es hierzulande auf DVD, auch der zweite Teil hat es zu einer Veröffentlichung auf Deutsch gebracht. Ich besitze die Blu-ray aus den USA von Tokyo Shock, die aber leider eine Code A-Scheibe ist und somit nur auf entsprechenden Playern läuft. In Sachen Bildqualität ist aber auch diese HD-Veröffentlichung nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, immerhin ist ein Interview mit Miike himself auf der Disc.

Filmlogbuch Nr.122 – Flying Colors

Eigentlich ist Sayaka in der Schule eine ziemliche Null. Ihr Allgemeinwissen ist quasi nicht vorhanden und satt zu lernen geht sie mit ihren Mitschülerinnen lieber Party machen. Doch als es um ihren weiterne schulischen Verlauf geht, packt sie der Ehrgeiz und sie will die Aufnahme an der ehrhaften Keio Universität schaffen.
Hierfür nimmt sie Nachhilfe und trifft dabei auf den Lehrer Tsubota, der sie zu ungeahnten Leistungen pushen wird.

„Flying Colors“ ist einer der Filme, der die „ganbare“-Mentalität der Japaner wunderbar umsetzt. „Du schaffst das“ hört man ziemlich häufig in japanischen Filmen oder Comics und das beschreibt eigentlich auch den kompletten Film des Inhalts. Und das macht den Film auch so schwierig zu bewerten. Die Feel good-Atmosphäre des Films schafft es unbestreitbar, den Zuschauer prima zu unterhalten, jedoch wirkt er oft sehr oberflächlich. Auch die Darstellung von Sayaka als unglaublich naives Dummchen war teilweise gewöhnungsbedürftig.

7/10 Punkte

Trailer

„Flying Colors“ gibt es bisher mit verständlichen Untertiteln nur in Hong Kong auf DVD und Blu-ray. Extras beinhaltet letztere keine und ist mit Region A auch nicht auf europäischen Playern abspielbar.

Filmlogbuch Nr.121 – Assassination Classroom(Kinofilme)

Koro-sensei ist Lehrer an einer japanischen Highschool. Daran ist jetzt nichts ungewöhnlich oder besonders. Doch seine Schüler haben die Aufgabe ihn umzubringen, da er ein gelber Außerirdischer mit Tentakeln ist, der die Erde zerstören will. Bevor er dies jedoch tut, möchte er noch ein Jahr als Lehrer arbeiten und der Menschheit die Chance zum Überleben geben. Da er mit unheimlich starken Kräften ausgestattet ist, scheitern die Schüler immer wieder mit ihren Mordplänen und sind so auf die Hilfe des Militärs angewiesen.

Als ich zum ersten Mal von „Assassination Classroom“ hörte, dachte ich nur: „WTF!?!“. So ein Stoff kann fast nur aus Japan kommen und ist dementsprechend verrückt umgesetzt. Neben den kreativen und lustigen Mordversuchen, sticht vor allem das frische Konzept aus dem trüben Filmallerlei hervor. Eigentlich als Manga und Animeserie umgesetzt, fanden nun auch die zwei Realfilme den Weg nach Deutschland.
Vom Manga habe ich nur die ersten zwei Bände gelesen, die mir von der Inszenierung her nicht gefielen. Der Realfilm machte mich aber durch den Trailer nochmals neugierig auf den Stoff und hat mich auch nicht wirklich enttäuscht. So ist vor allem der erste Film rasant und kurzweilig und teilweise zum Brüllen komisch. Der zweite Film kann da nicht mehr ganz so mithalten und wirkt in keinem Moment so frisch wie der Erstling. Das mag auch daran liegen, dass die erzählte Vorgeschichte von Koro-sensei nicht sonderlich interessant ist.
Alles in allem hatte ich aber meinen Spaß mit den zwei Filmen, kann jedoch auf die Sichtung des Anime verzichten.

7/10 Punkte für Teil 1
6/10 Punkte für Teil 2

Trailer

Beide „Assassination Classroom“-Filme sind in Deutschland als DVD und Blu-ray erschienen. Extras sind bis auf Trailer und Teaser auf den Discs jedoch nicht vorhanden.