#Japanuary 2022 Film 4 – Ghost in the Shell

Einer meiner ersten Kontakte in Sachen Manga waren die Werke von Masamune Shirow. Das begann alles mit dem grandiosen „Appledseed“ und ging dann ganz flott zu „Ghost in the Shell“. Schon damals begeisterte mich die Cyberpunk-Welt mit ihren neuralen Schnittstellen, dem einzigartigen Design und den dargestellten Umständen. Selten zuvor wirkte ein Kosmos so durchdacht, obendrein gab es mit Motoko Kusanagi noch eine toughe und coole Hauptprotagonistin.

Doch so sehr ich den Manga mochte, der Anime aus dem Jahr 1995 hatte gehörige Anlaufschwierigkeiten in meinem Anime-Kosmos. Ich erinnere mich noch sehr genau an das erste Einlegen der VHS – ja, so alt bin ich – und die ersten Minuten des Films. Das eher realistische Design der Charaktere hat mich eher abgeschreckt, war ich doch den klassischen Manga-Look des Originals gewohnt. Doch in Sachen Inhalt enttäuschte mich „Ghost in the Shell“ nicht, auch die damals wegweisende Inszenierung sorgte für den ein oder anderen Begeisterungssturm vor der Glotze. Doch stop…worum geht es eigentlich?

In dem Anime von 1995, der unter der Regie von Mamoru Oshii entstand, geht es um Motoko Kusanagi und ihre Einheit bei Sektion 9. Ein vermeintlicher Hacker namens Puppet Master treibt sein Unwesen und beeinflusst nicht nur hochrangige Politiker, sondern missbraucht auch einfache Menschen für seine Pläne.
Während man zunächst recht schnell Ergebnisse liefern kann, wird aber auch klar, dass es sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Hacker handelt.

Mehr sollte man zu dem Film nicht verraten, es soll ja schließlich spannend bleiben. Und „Ghost in the Shell“ lohnt sich…der Anime begeistert nicht nur mit seiner Geschichte voll existenzieller Fragen, auch die Inszenierung ist auf einem Top-Niveau. Kein Wunder, dass sich unter anderem die „Matrix“-Macher hier an einigen Elementen bedient haben. Schon alleine die Anfangssequenz samt Intro, in dem man die Produktion eines Cyborgs nachverfolgen kann, könnte ich mir immer und immer wieder anschauen. Das ist natürlich auch der Musik von Kenji Kawai geschuldet, der die Szenerie hier mit perfekten Synthie-Sounds unterlegt.

Hier stimmt einfach alles. Es gibt keine Ausrede, den Film nicht zu schauen. Auch wer nichts mit Anime anfangen kann, hat hier aufgrund des gewählten Artstyles nichts zu befürchten.
„Ghost in the Shell“ gibt es auf zahlreichen Formaten…DVD, Blu-ray und in den USA sogar schon auf 4K-UHD. Ich selbst besitze die britische Blu-ray im Steelbook, welche absolut in Ordnung geht. Solltet ihr euch den Film noch anschaffen wollen, ignoriert bitte die fürchterliche 2.0-Version des Anime. Neben einer anderen Farbgebung hat man den Film nämlich vor allem mit neuen CGI-Sequenzen „verschönert“. Fürchterlich!

Spides – Berlin ist erst der Anfang Staffel 1

Angesiedelt im heutigen Berlin folgt „Spides“ Nora, einer jungen Frau, die nach Einnahme der Partydroge Blis ohne Erinnerung an ihr früheres Leben aus dem Koma erwacht. Die Ermittler David Leonhart und Nique Navar gehen der Spur der geheimnisvollen Droge nach und finden eine Verbindung zu zahlreichen vermissten Teenagern. Nach und nach wird Nora bewusst, was mit ihr passiert, und sie beginnt eine unglaubliche Verschwörung aufzudecken: Aliens versuchen mit der synthetischen Droge, Menschen zu infiltrieren und deren Körper als Wirt zu benutzen. Je näher Nora der Wahrheit kommt, desto mehr gerät ihr eigenes, dunkles Geheimnis ans Licht. Denn sie ist der Schlüssel zur Invasion, die sie zu bekämpfen versucht.

 

Vor etwas über zehn Jahren schwappte aus den USA ein enormer TV-Serien-Hype auch nach Deutschland, der mit Produktionen wie „Game of Thrones“ oder „Breaking Bad“ mehrere Höhepunkte erreichte. Doch in den letzten Jahren kann man vermehrt auch auf großartige Serien aus deutschen Landen stossen. Darunter zum Beispiel meine absoluten Lieblinge „4 Blocks“ oder „Bad Banks“.

Für den TV-Sender SyFy wurde nun „Spides“ produziert, bei dem es sich zwar offiziell um eine deutsche Serie handelt, der Cast aber sehr international gehalten wurde. So trifft man nicht nur auf deutsche Schauspieler wie Désirée Nosbusch oder Aleksandar Jovanovic, sondern auf einen Cast mit Menschen aus aller Welt. Mit Hauptdarstellerin Rosabell Laurenti Sellers konnte man sich sogar einen ehemaligen Star aus „Game of Thrones“ angeln(sie spielte eine der „Amazonen“-Schwestern der Familie Sand).

„Spides“ umfasst acht Folgen mit einer Dauer von je ca. 45 Minuten und ist somit perfekt für den verregneten Serien-Sonntag geeignet. Zwar sind einige der Handlungsstränge recht cheesy und sehr trashig, allerdings fiebert man bald mit allen Figuren mit. Auch wenn diese häufig recht unkluge Dinge tun…aber so ist das nun manchmal. Passend zur nicht ganz perfekten Geschichte rund um Tentakelmonster, Alieninvasion und Partydroge, hat auch die Inszenierung ihre Stärken und Schwächen. Während die Bilder von Berlin und einiger Drehorte recht stark sind, wirken manche Effekte oder Locations wiederum sehr billig und wie aus einem B-Movie. Aber wie gesagt, das passt auch wieder irgendwie zur Trash-Note der Serie. Alles in allem hoffe ich, dass „Spides“ sich auch noch einmal in einer weiteren Staffel austoben kann. Zu erzählen gibt es sicherlich noch etwas in diesem Universum.

 

7/10 Tentakel

 

„Spides“ wurde im März 2020 bei SyFy ausgestrahlt und ist mittlerweile auch bei Eye See Movies auf DVD und Blu-ray erhältlich. Die mir zur Verfügung gestellte HD-Version der Serie beinhaltet zwei Discs und kommt in einem ähnlichen Digipack daher wie es auch schon bei „4 Blocks“ der Fall war.

Abgerundet wird das Paket mit einem zwölfseitigen Booklet, das einen Episodenguide und einige Serien-Infos bereithält. Auf Disc 2 finden sich außerdem einige Trailer zu weiteren Serien des Vertriebs und ein Making of sowie Interviews zu „Spides“.

 

Des Zombies liebste Filme 2017 – Eine Top 10

Auch wenn das Jahr 2017 mit knapp 120 konsumierten Filmen und Serien wohl eines der schwächsten der vergangenen Jahre war, habe ich mal wieder ziemlich viel Zeit mit Blu-rays, DVDs oder Streams verbracht. Und da euch sämtliche Seiten zum Jahreswechsel ihre Top10 um die Ohren schlagen, will ich da natürlich auch mitmachen.
Beim Durchgehen meiner Liste bei der Ofdb ist mir aufgefallen, dass es dieses Jahr erschreckend wenig aktuelle Sachen aus Japan zu mir geschafft haben und wenn dann waren es hauptsächlich Anime-Serien. Irgendwie war der japanische Film im Jahr 2017 nicht ganz so gut. Hoffen wir mal auf ein besseres Jahr 2018, aber wenn ich mir da so einige Releaselisten von Thirdwindowfilms oder anderen Publishern anschaue, bin ich ganz zuversichtlich.

Nun aber zu meinen persönlichen Top10 des vergangenen Jahres und damit zu den unbestritten besten Filmen, die man einfach gesehen haben muss. Mein Wort ist hier Gesetz! Zu einigen wenigen Filmen werdet ihr hier auf meinem Blog ein Review finden, so z.B. „Gantz: O“.

10. „Girl with all the Gifts“
Auch wenn ich Zombiefilmen mittlerweile überdrüssig bin und mich nur ganz wenige Filme dieses Genres noch begeistern können, hat mich „Girl with all the Gifts“ einfach beeindruckt. Zum Glück entstaubt es das Genre aber auch ordentlich und erinnert von der Atmosphäre an das Videospiel „The Last of Us“.

9. „I Am A Hero“
Und gleich noch ein Zombiefilm hinterher. Basierend auf dem gleichnamigen Manga, der mittlerweile auch bei über 20 Bänden angekommen ist, begeistert auch dieser Zombiefilm mit einem frischen Ansatz und einem unverbrauchten Setting. Hinzu kommen einige gesellschaftskritische Aspekte und eine ordentliche Menge Blut. Top!

8. „A Cure for Wellness“
Einer der Filme, der sicherlich in die Kategorie „Style over Substance“ gehört, mit aber aufgrund der richtigen Horrorelemente(Zähne und mit Wasser gefüllte, enge Räume) einen ordentlichen Schauer über den Rücken gejagt hat. Großartig auch die Szene, in der Mia Goth zu Bilderbuchs „Spliff“ in der Bar tanzt.

7. „Guardians of the Galaxy Vol.2“
Superhelden-Filme sind mittlerweile ähnlich wie Zombiefilme leider etwas zu häufig vertreten, James Gunn zeigt mit dem zweiten Teil um die skurille Truppe aus Mensch, Baum oder Waschbär wie man eine spannende und innovative  Superhelden-Saga schafft.

6. „Your Name“
Makoto Shinkais Filme waren bei mir schon immer umstritten. Optisch fand ich die Sachen schon immer beeindruckend, die Geschichten haben mich meist nicht so vom Hocker gerissen. Der RomCom-SciFi-Mix „Your Name“ ist aber mit Sicherheit einer der besten Anime der letzten Jahre und für mich persönlich Shinkais Meisterwerk.

5. „Blade Runner 2049“
Filme von Denis Villeneuve können eigentlich nicht schlecht sein. Egal ob der wirre „Enemy“ oder Spannungshämmer wie „Sicario“ oder „Prisoners“, der Kanadier hat mittlerweile bewiesen, dass er es kann. „Blade Runner 2049“ war letztlich ein großartiges Zusammenspiel aus dem hämmernden Soundtrack, den tollen Bildern und einem guten Cast.

4. „Gantz: O“
Den CGI-Film habe ich schon ausführlich hier besprochen, letztlich ist es ein großer „Hirn aus, Spaß an“-Film mit absurdesten Actionsequenzen und tollem Artdesign.

3. „High-Rise“
Basierend auf dem gleichnamigen Buch ist diese Gesellschaftskritik ein fesselnder Thriller mit einer Bombastoptik und großartigem Soundtrack. Die vier Minuten Film zu Portisheads ABBA-Coverversion von „SOS“ sind vermutlich welche der besten 2018.

2. „Star Wars – Die letzten Jedi“
Ehrlich gesagt kann ich die viele Kritik nicht nachvollziehen, für mich ist Episode VIII die perfekte Fortführung von „Das Erwachen der Macht“. Sicher hätte ich mir auch einige Antworten erhofft auf Fragen des Vorgängers, aber es bleibt ja noch ein weiterer Teil Zeit dafür. Kylo Ren und Rey halte ich für ebenbürtige Charaktere wie damals Luke und Darth Vader.

1. „Train to Busan“
Im März kamen wir in Deutschland auch endlich in den Genuss von „Train to Busan“, der schon auf zahlreichen Festivals abgeräumt hatte. Und was soll ich sagen? Der koreanische Zombie-Hit hat auch mich nicht enttäuscht. Zwar ist er etwas blutarm, dafür gibt es ein gelungenes Setting und viele frische Ansätze, die die verstaubten West-Zombies alt aussehen lassen.

Filmlogbuch Nr.85- Der Schläfer

Miles wollte eigentlich nur einen kleinen Eingriff in einem Krankenhaus vornehmen lassen, findet sich dann aber plötzlich fast zweihundert Jahre in der Zukunft wieder, da er von den Ärzten einfach eingefroren wurde.
Neben dem Schock über die ungewollte Zeitreise ist er dann auch noch Teil einer Protestbewegung, da ihn die Behörden als Staatsfeind ansehen. Ist er doch nicht Teil der Gesellschaft, die durch Gehirnwäsche beeinflusst wurde.

„Der Schläfer“ ist bisher einer meiner Lieblingsfilme von Woody Allen, da er eine sehr amüsante Sicht auf die Zukunft aus den 1970ern heraus abbildet. So sind nicht nur Hühner und Gemüsesorten riesig mutiert, auch die Erdbewohner finden ihre Befriedigung hauptsächlich in Orgasmusautomaten.
Allen-typisch ist der Film sehr kurzweilig und bietet einige große Lacher.

8/10 Punkte

Trailer

„Der Schläfer“ besitze ich als Teil der Woody Allen Collection auf DVD. Tyisch für die Filme des Regisseurs erschien dieser auch ohne viele Extras. Es gibt nur einen Kinotrailer auf der Disc.

Film gegen Comic!!: Edge Of Tomorrow vs. All You Need Is Kill

Der Film „Edge Of Tomorrow“(oder „Live.Die.Repeat“ wie er dann als Blu-ray/DVD hieß) erschien ja schon vor einiger Zeit. Viele wissen jedoch nicht, dass der SciFi-Film mit Tom Cruise und Emily Blunt auf einer japanischen Novel names „All You Need Is Kill“ basieren, die auch als zweibändiger Manga umgesetzt wurde.
Da ich nun am Anfang der Woche „Edge Of Tomorrow“ endlich mal gesehen habe, bestellte ich mir prompt den Manga und möchte hier jetzt einen kleinen Vergleich zwischen diesem und dem Film machen.

Die Grundgeschichte ist beinahe gleich. Es geht beide Male um einen Soldaten im Krieg gegen eine außerirdische Invasion, die Mimics. Doch als dieser gleich am ersten Tag der Schlacht stirbt, wacht er wieder am Vortag des Gefechtes auf. Und so geht es immer weiter und er versucht aus der Zeitschleife das Beste zu  machen und immer besser zu werden.
Im Film ist die Hauptfigur ein hohes Tier der US Army, im Manga ein einfacher Soldat. Auch stellt sich die Figur im Film wesentlich trotteliger an, was aber zu einigen sehr witzigen Szenen führt. Diese gibt es im Manga nur selten. Dann aber auch in anderen Zusammenhängen.Beide Hauptfiguren treffe nach einiger Zeit auf Rita Vrataski, die eine Heldin auf dem Schlachtfeld ist und die Menschen schon oft zu wichtigen Teilsiegen über die Mimics geführt hat. Und auch Ritra hat schon die Erfahrung der endlosen Zeitschleife gemacht und ist deshalb so gut geworden.
Und da machen Film und Vorlage einen großen Schritt voneinander weg. Muss William Cage in „Edge Of Tomorrow“ möglichst weit ins Landesinnere vordringen, um einen der seltenen Omega- Mimics zu töten und einen wichtigen Schlag gegen die Aliens treffen zu können, geht es bei „All You Need Is Kill“ etwas vordergündiger um das Beenden der Zeitschleife. Denn die Schlacht gegen die Mimics ist fast schon aussichtslos, also gibt es hier etwas weniger Pathos und Romantisierung der Situation.

Und genau deswegen gefällt mir der Manga dann auch sehr viel besser als der Film. Denn der Film zieht sich schon nach einer Stunde etwas in die Länge und es liegt ein zu großer Fokus auf der Lovestory zwischen Cage und Vrataski. Dafür sind hier die Szenen des Trainings weitaus kreativer gelöst. Mal sieht man Fehlschläge(Cage wird überfahren oder ständig von Vrataski im Training erschossen, wenn er sich was bricht) oder bekommt einfach mit, wie er sämtliche Abläufe optimiert, um möglichst wenig Zeit zu verschenken.
Der Comic spart auch nicht mit sehr drastischen Szenen und ist teilweise schon sehr hart. Auch die Mimics gefallen mir besser, da sie kreativer gestaltet sind. Die Film- Mimics sieht man so mittlerweile in jedem beliebigen SciFi-Film, sei es „Transformers“ oder „World Invasion Battle LA“.
Die Zeichnungen sind generell sehr gut, die Designs stammen nämlich von Yoshitoshi Abe(ua „Blue Submarine No.6“ oder „Serial Experiments Lain“). Gezeichnet wurden beide Bände von Takeshi Obata, der va mit seinem Meisterwerk „Death Note“ im Westen bekannt wurde.

Alles in allem kann man sich beides gerne mal anschauen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, entscheidet selbst!!
Der Manga als auch die Novel sind bei Tokyopop in Deutschland erschienen, der Film auf DVD/Blu-ray/3DBlu-ray bei Warner Bros.

Filmlogbuch Nr.41- The Machine

In der nahen Zukunft befinden sich China und der Westen in einem Kalten Krieg. Um endlich für klare Fronten zu sorgen, möchte der Westen humanoide Kampfroboter bauen und entwickelt hierfür eine KI.
Nach einigen Fehlschlägen verspricht sich der Wissenschaftler Dr. Vincent von seiner neuen Kollegin Ava frische Impulse für die Weiterentwicklung des Programms. Als diese jedoch zu neugierig wird, findet sie ein jähes Ende.
Doch auch der Doktor hat nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Hat er doch sehr persönliche Gründe, endlich einen funktionierenden Cyborg zu bauen.

Auf „The Machine“ wurde ich durch einen Kommentar von mohnmond hier auf meinem Blog aufmerksam. Also hab ich mir den doch mal prompt auf meine Leihliste bei Lovefilm gesetzt und letzte Woche dann auch endlich gesehen.
Hat mich schon „Ex_Machina“ dieses Jahr mit der Thematik der KI und den Grenzen dieser Technik mehr als begeistern können, hat mir auch dieser Film recht gut gefallen.
Die Geschichte war zwar etwas vorhersehbar, aber Atmosphäre und Inszenierung gleichen das wieder aus.
Vor allem musikalisch fühlte ich mich oft an das Psychodrama von Alex Garland zurück erinnert. In den meisten Szenen musste ich aber eher an die „The Ghost In The Shell“-Saga von Masamune Shirow denken. Vor allem gegen Ende. Aber das ist ja nichts negatives.
Sehr positiv aufgefallen ist mir im Übrigen Hauptdarstellerin Caity Lotz. Die hat ihren Job sehr gut gemacht!

7/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich den Film auf der deutschen Blu-ray von Splendid. Außer ein paar Trailern war allerdings nichts mehr auf der Disc.

Filmlogbuch Nr.26- Ex Machina

Der bei Bluebook angestellte Programmierer Caleb gewinnt in der firmeneigenen Lotterie den Hauptgewinn. Dieser besteht daraus, den Firmenboss für eine Woche auf seinem fernab gelegenen Domizil besuchen zu können.
Den genauen Grund für den Besuch bei Nathan erfährt er aber erst nach seiner Reise. Denn er soll eine neue KI testen. Und diese besteht nicht nur aus ein paar Schaltkreisen, sondern besitzt auch einen kompletten Körper und hört auf den Namen Ava.
Schon bald stellt Caleb fest, dass er es mit einer sehr menschlichen KI zu tun hat, die ihn vor so manche existentielle Fragen stellt.

„Ex Machina“ ist mein bisheriges Highlight 2015 und in meiner Top3 im SciFi-Bereich. Schon lange konnte mich ein Film nicht mehr so fesseln wie das neueste Werk von Alex Garland. Die Atmosphäre ist von Minute 1 an unglaublich dicht und man ist fasziniert von der unglaublichen Präsenz der Schauspieler, allen voran Oscar Isaac als „Bluebook“-Gründer. Aber auch Alicia Vikander verkörpert Ava toll und trägt dazu bei, dass die Beziehung zwischen ihr und Caleb den Zuschauer so richtig mitfiebern lässt.
Dazu kommt noch das Setting, das zwar alles sehr technisch präsentiert, dennoch nichts an Wärme verliert. Hauptanteil daran hat das hochtechnisierte Haus Nathans, das aber mit der Natur harmoniert, da es viele offene Stellen hat und so alles perfekt miteinander verschmelzen kann.
Dazu noch die vielen philosphischen Fragen zum Sinn und Zweck und zu Gefahren von Künstlichen Intelligenzen…einfach großartiges Kino mit Köpfchen!
Kritikpunkte habe ich an dem Film keine, ich könnte ihn immer und immer wieder schauen!

10/10 Punkte

Trailer

Der Film erschien vor wenigen Wochen bei uns in Deutschland auf DVD und Blu-ray. Für die Blu-ray erschien auch eine limitierte Edition im Steelbook, das sehr edel wirkt und perfekt auf den Film zugeschnitten ist. Leider enthält die Disc nicht viele Extras. Da hätte ich mir gerne mehr zu angeschaut.
„Ex Machina“ erschien weltweit in mehreren schicken Auflagen, vorwiegend als Steelbook. In Kanada gab es ein Best Buy-exkluives Steelbook im Mondo Design und auch die chinesische Firma HD Zeta hat eines im Vertrieb.
In Europa gab es bei Filmarena aus der Tschechei auch eine sehr edle Varaiante mit tollen Slipcover. Für Sammler gibt es also eine große Auswahl!

Filmlogbuch Nr.22- The Zero Theorem

Qohen Leth arbeitet in einer IT-Firma und entschlüsselt dort Tag für Tag Entitäten. Da er aber mit der Welt um sich herum kaum klarkommt, würde er gerne von Zuhause aus arbeiten.
Schlussendlich kann er das bei seinem Chef durchsetzen und arbeitet schließlich an der Entschlüsselung des Zero Theorem, dem Sinn des Lebens. Doch schon viele sind an der Größe dieser Aufgabe gescheitert und wurden verrückt.
Einziger Lichtblick ist das Callgirl Bainsley, für die er große Gefühle hegt und die ihn aus seiner Welt der Arbeit immer wieder entführen kann.

Terry Gilliam ist wahnsinnig!!! Er muss es sein. Denn was das ehemalige Monty Python- Mitglied hier wieder mal zeigt, lässt mich nur zu diesem Entschluss kommen. Das Set-Design ist so unglaublich detailliert und voller skurriler Einfälle, dazu diese kauzigen Charaktere…das ist die Essenz der Fanatstik! Alleine schon das Haus von Qohen, eine heruntergekommene Kirche wirkt so lebendig…das erlebt man nicht oft. Dazu die komischen Apparaturen, die wie Zukunftsvisionen aus den 1980ern wirken. Toll!
Also eigentlich könnte der Film ziemlich gut sein. Aber leider ist die Geschichte nur halb so gut umgesetzt wie die Inszenierung der Welt in der sich Qohan bewegt.
Die Botschaft der Geschichte, sich das Leben nicht von der Arbeit diktiern zu lassen und die moderne Arbeitswelt zu hinterfragen, finde ich super. Da trifft Gilliam definitv den Nerv. Aber leider hat der Film dann doch zu viele Längen.
Positiv möchte ich, mal wieder, Christoph Waltz erwähnen. Der zeigt hier eindrucksvoll, dass er doch noch was anderes außer Landa und Schultz kann. Wird ihm ja häufiger vorgeworfen…

7/10

Trailer

Die DVD und Blu-ray erschienen hierzulande bei Concorde mit ziemlich vielen Extras.

Filmlogbuch Nr.21- Coherence

Acht Freunde, also vier Paare, treffen sich eines Abends bei einem der Paare zuhause zum gemütlichen Abendessen und Beisammensein. Da am gleichen Abend ein Komet nahe an der Erde vorbeifliegt, wurde schon vor komischen Ereignissen gewarnt. Und so wundern sich die Freunde auch nicht als plötzlich die Handys verrückt spielen und es zu Stromausfällen kommt.
Doch als sie ein Haus in der Nachbarschaft bemerken, das noch Strom hat und sie von merkwürdigem Klopfen an der Tür aufgeschreckt werden, wissen sie, dass irgendetwas nicht stimmt.

„Coherence“ ist wieder so ein SciFi-Film, der mit wenig Mitteln unglaublich viel erreicht. Also ganz nach meinem Geschmack.
Zunächst ist der Film etwas wirr und man versteht nur langsam wie die einzelnen Charaktere zueinander stehen. Zur Geschichte würde ich gerne mehr schreiben, allerdings möchte ich nicht mehr verraten. Denn der Film bietet einige überraschende Momente und Einfälle. Nur so viel: es könnte verwirrend werden!
Der Film ist schön gefilmt, Highlight ist definitv der Soundtrack.

8/10 Punkte

Trailer

Erschienen ist der Film hierzulande bei Bildstörung auf DVD und Blu-ray. Es gibt von beiden Varianten auch noch eine Special Edition, die zusätzlich noch den Soundtrack beinhaltet und in einem Schuber daherkommt.

Filmlogbuch Nr.11- Robot Overlords

In einem Großbritannien der nahen Zukunft leben die Menschen nur noch zurückgezogen in ihren Häusern. Grund dafür ist eine Invasion einer außerirdischen Macht, die die Menschen zu ihren Untertanen macht und ihnen Implantate in den Kopf setzt, um sie rund um die Uhr überwachen zu können. Als die Gruppe um den Teenager Sean einen Weg findet, die Implantate auszuschalten, machen sie sich umgehend auf die Suche nach seinem als vermisst gemeldeten Vater.
Dabei stehen ihnen nicht nur die riesigen Robotereinheiten der Aliens gegenüber, sondern auch Überläufer der Menschen.

Ich erwartete einen „Goonies mit Aliens“, bekam aber nur einen sehr naiven Kinderfilm. Der Film konnte ich zu keiner Minute wirklich begeistern, zu viele belanglose Momente reihen sich dafür aneinander. Ein paar nette Ideen gab es trotzdem, aber alles in allem eine kleine Enttäuschung.
Das konnten auch Gilian „Scully“ Anderson und Ben Kingsley nicht verhindern.

5,5/10 Punkte

Trailer

In Deutschland erscheint der Film auf DVD/Blu-ray am 27.8. Ich habe ihn bereits vorgestern von Amazons Verleihservice „Lovefilm“ bekommen.