Der Pass – Staffel 1 [Review]

Eine Serie rund um einen mysteriösen Mord gepaart mit grandiosen Natur-Aufnahmen geht ja seit „True Detective“ irgendwie immer. Dennoch ging „Der Pass – Die rote Jahreszeit bricht an“ , das bereits im Jahr 2019 auf Sky lief, voll an mir vorbei und weckte jetzt erst mit der zweiten Season das Interesse bei mir.

Und die Serie geht auch richtig gut los…so findet man an der deutsch-österreichischen Grenze in den Bergen eine Leiche in einer seltsamen Pose, die die Neugier beider Länder auf sich zieht. Wobei die deutsche Ermittlerin Ellie Stocker wesentlich engagierter an die Sache rangeht als ihr österreichischer Kollege Gedeon Winter. Dieser ist nämlich ganz froh als sich abzeichnet, dass die deutsche Polizei hier die Verantwortlichen sind. Als dann jedoch weitere Morde geschehen, wird auch er wieder mit in die Sache involviert und so gründet man eine gemeinsame Einheit für die Ermittlungen gegen den mysteriösen Serienmörder, der unter anderem als Krampus eines seiner Opfer aufgesucht hat.
Können Winter und Stocker den Krampus-Killer finden? Und warum tötet dieser seine Opfer auf so grausame Art und Weise?

Die erste Staffel von „Der Pass“ gefiel mir insgesamt gesehen recht gut. Inhaltlich wird der Spannungsbogen eine lange Zeit aufrecht erhalten, so dass man ordentlich mitermitteln kann. Dennoch muss man sagen, sind einige Taten und Handlungen so extrem konstruiert, dass einem die Blödheit des Agierens manchmal schon echt weh tut. Das betrifft leider vor allem die ermittelnde Ellie Stocker, deren Schauspielerin – Julia Jentsch – leider auch nicht wirklich überzeugen kann. Vor allem in emotionaler Hinsicht war das ein Total-Aufall, denn egal was gerade passiert, Frau Stocker bzw. Jentsch quittiert das mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck. Schade!

Auch hätte ich mir vor allem zu Gedeon Winter noch ein paar mehr Hintergrund-Infos gewünscht. Was in seiner Vergangenheit passiert ist, wäre definitiv auch spannend gewesen.

In Sachen audiovisueller Gestaltung kann man hier den oben schön erwähnten Vergleich zu „True Detective“ ziehen. Die Kamera fängt immer wieder beeindruckende Bilder der Alpen und der Natur ein, was meist von einem tollen Soundtrack untermalt wird. Großes Kino für eine (deutsch-österreichische) TV-Serie. Apropos: „Der Pass“ basiert auf einer schwedisch-dänischen Produktion namens „Die Brücke“ von der es schon zahlreiche andere Ableger, u.a. aus den USA und Malaysia, gibt.

Erschienen ist die achtteilige Sky-Produktion „Der Pass“ beim Label Eye See Movies, das mir freundlicherweise auch dieses Muster zur Verfügung gestellt hat. Die beiden Blu-rays befinden sich dabei in einem Digipack samt Booklet mit Infos zu Dreharbeiten, Schauspieler*innen und den Folgen. Sehr kurios: die Dialoge der Österreicher sind standardmäßig untertitelt, zum Glück kann man diese Untertitel aber im Menü deaktivieren.

Aktuell läuft Staffel 2 von der „Der Pass“ auf Sky. Wann hier mit einer Heim-Auswertung zu rechnen ist, steht noch nicht fest.

Warten auf’n Bus Staffel 1 & 2 [Review]

Während der deutsche Film im Genre-Bereich sich immer noch recht schwer tut, ergeht es da der Serien-Landschaft doch etwas besser. Zum einen sind da echte Kracher dabei wie „4 Blocks“ oder „Bad Banks“, aber auch experimentellere Sachen wie „Spides“ haben mir in den letzten Jahren gut gefallen. Wenn es um Comedy-Serien geht, darf man natürlich auch nicht den Tatortreiniger Heiko Schotte vergessen, der in der gleichnamigen TV-Serie für unzählige, unvergessliche Momente gesorgt hat.

Umso spannender fand ich den Vergleich auf der Verpackung von „Warten auf’n Bus“, einer vom RBB produzierten TV-Serie mit zwei Staffeln. In dieser geht es um die beiden Arbeitslosen Hannes und Ralle, die sich tagtäglich an der Dorf-Bushaltestelle irgendwo im Brandenburger Niemandsland treffen. Dort wird nicht nur das ein oder andere Bierchen getrunken, sondern man sinniert auch über allerlei gesellschaftliche Aspekte. Obendrein ist es dann immer das Highlight des Tages, wenn Busfahrerin Kathrin an der Haltestelle ihren Stopp einlegt.

„Warten auf’n Bus“ hat mich über die fünfzehn Folgen hinweg gut unterhalten. Trotzdem fiel mir der Einstieg recht schwer, viele Dialoge sind aufgrund des Dialekts manchmal nicht so gut verständlich, auch waren die Themen häufig nicht so spannend. Aber nach und nach schließt man die beiden Eigenbrötler ins Herz und gegen Ende waren ein paar wirklich gute Episoden dabei. Dennoch hinkt der Vergleich mit „Der Tatortreiniger“ auf dem Cover aber doch sehr…gefühlvoller, intelligenter Humor wird hier schon geboten, aber Schottys Aufträge waren wesentlich bissiger und besser auf den Punkt gebracht.

„Warten auf’n Bus“ erscheint bei Eye See Movies auf DVD und Blu-ray. Beide Staffeln sind sowohl einzeln, aber auch als Set zu bekommen und beinhalten neben je einem informativen Booklet auch ein paar Extras auf der Disc. Mir wurden beide Seasons freundlicherweise als Muster zur Verfügung gestellt.

Vagrant Queen

Elida (Adriyan Rae), ist bereits als Mädchen eine Königin, die aber zu einem ausgestoßenen Waisenkind wird. Auf eigene Faust gestellt ist sie in den abgelegensten Winkeln der Galaxie unterwegs, immer ein Schritt der Regierung der Republik voraus, die alles dafür tun würde, um ihre Erblinie endgültig auszulöschen. Als Elidas alter Freund Isaac (Tim Rozon) auftaucht und behauptet, dass ihre Mutter noch am Leben ist, planen beide eine Rettungsaktion, die sie zurück in das gefährliche Herz ihres früheren Königsreichs führen wird. Außerdem wird Elida erstmals ihrem Todfeind aus Kindertagen gegenüberstehen: Commander Lazaro (Paul Du Toit).

Bei „Vagrant Queen“ handelt es sich eigentlich um eine US-amerikanische Comic-Reihe von Magdalene Visaggio und Jason Smith. Nun wurde diese als TV-Serie für den Pay TV-Kanal Syfy umgesetzt, zunächst einmal mit zehn Episoden.

Während die Geschichte eigentlich recht sympathisch klingt und das Design auf einige spannende neue Impulse für das SciFi-Genre hoffen lässt, bin ich nach Sichtung der Staffel wirklich enttäuscht. So könnte man „Vagrant Queen“ den billigen Look samt mieser CGI-Effekte ja noch verzeihen, wenn der Inhalt stimmen würde. Aber auch dieser ist so uninspiriert umgesetzt und ohne wirkliche Highlights. Gleiches gilt für den Humor. Sind ein paar Gags am Anfang noch wirklich lustig, reizt man diese bis zum Erbrechen aus und kann diese nur noch mit Augenrollen statt Lachen quittieren.

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass die erste Staffel keine Fortsetzung enthält. Die Wertungen im Netz waren nämlich katastrophal…was ich leider nachvollziehen kann. In Deutschland erscheint die Serie bei Eye See Movies auf DVD und Blu-ray in einem schönen Digi-Schuber mit einem Booklet, das einiges über die Produktion verrät(dies wurde mir netterweise vom Vertrieb zur Verfügung gestellt).

4/10

 

Danmachi: The Movie – Arrow of the Orion

Das erste Kinoabenteuer für Bell und Hestia ist zwischen den beiden TV-Staffeln der Hauptserie angesiedelt. Dort gibt es für Hestia ein Wiedersehen mit Artemis, ihrer besten Freundin aus der Götterwelt, die dringend Hilfe benötigt. Und so brechen Hestia, Bell und ihre Freunde auf zu einer Suche, die sie weit fort von Orario führt und mit einer Macht konfrontiert, vor der sogar der Dungeon selbst vor Angst erzittert.

Die „Danmachi“-Reihe kennt man hierzulande auch unter dem griffigeren Titel „Is it wrong to try to pick up Girls in a Dungeon?“, welche auf einer umfangreichen Light Novel basiert. Nachdem diese in den vergangenen Jahren sowohl als Manga als auch Animeserie umgesetzt wurden, folgte im vergangenen Jahr der erste Kinofilm. „Danmachi“ entspringt dabei dem beliebten Genre der Fantasy-Animes und bedient sich recht exzessiv an allerlei Mechaniken aus Rollenspielen. So gehen die Abenteurer auf Monsterjagd in Dungeons und verdienen sich damit ihren Unterhalt. Von Etage zu Etage werden die Monster und Gegner aggressiver und gefährlicher, dafür steigt aber auch die Belohnung.

Der Kinofilm „Danmachi: The Movie – Arrow of the Orion“ ist nun auch hierzulande dank Kazé im Rahmen der Anime Nights erschienen und wurde mir freundlicherweise vom Verleih zur Verfügung gestellt. Da Kinos aufgrund der Corona-Pandemie ja immer noch eingeschränkt geöffnet oder teilweise noch komplett geschlossen sind, wurde der Film wie auch schon „Tokyo Ghoul S“ als Onlineevent bei Anime on Demand gezeigt.

Doch wie gelungen ist denn nun der erste große Film zu „Danmachi“? Nun, absolut überzeugt hat mich der knapp 85-minütige Anime nicht unbedingt. Denn inhaltlich fühlt er sich eher wie eine extrem gestreckte Episode der Serie an und trotz kurzer Laufzeit schleppt sich der Film vor allem im Mittelteil so vor sich hin bis es zu einem semi-guten Finale kommt.

Auch optisch war ich nicht unbedingt begeistert. Das Monsterdesign ist ziemlich lahm, für einen Kinofilm gab es mir viel zu wenig Highlights. Das unterstreicht weiterhin das Gefühl, dass man nur eine überlange Epsiode der Animeserie schauen würde. Sehr schade! Das Charakterdesign ist nämlich ganz schön, auch wenn man sich bei den Göttinnen teilweise viel zu sehr auf Fanservice mit wobenden Brüsten und Höschenblitzern konzentriert hat.

 

6/10 Punkte

 

Spides – Berlin ist erst der Anfang Staffel 1

Angesiedelt im heutigen Berlin folgt „Spides“ Nora, einer jungen Frau, die nach Einnahme der Partydroge Blis ohne Erinnerung an ihr früheres Leben aus dem Koma erwacht. Die Ermittler David Leonhart und Nique Navar gehen der Spur der geheimnisvollen Droge nach und finden eine Verbindung zu zahlreichen vermissten Teenagern. Nach und nach wird Nora bewusst, was mit ihr passiert, und sie beginnt eine unglaubliche Verschwörung aufzudecken: Aliens versuchen mit der synthetischen Droge, Menschen zu infiltrieren und deren Körper als Wirt zu benutzen. Je näher Nora der Wahrheit kommt, desto mehr gerät ihr eigenes, dunkles Geheimnis ans Licht. Denn sie ist der Schlüssel zur Invasion, die sie zu bekämpfen versucht.

 

Vor etwas über zehn Jahren schwappte aus den USA ein enormer TV-Serien-Hype auch nach Deutschland, der mit Produktionen wie „Game of Thrones“ oder „Breaking Bad“ mehrere Höhepunkte erreichte. Doch in den letzten Jahren kann man vermehrt auch auf großartige Serien aus deutschen Landen stossen. Darunter zum Beispiel meine absoluten Lieblinge „4 Blocks“ oder „Bad Banks“.

Für den TV-Sender SyFy wurde nun „Spides“ produziert, bei dem es sich zwar offiziell um eine deutsche Serie handelt, der Cast aber sehr international gehalten wurde. So trifft man nicht nur auf deutsche Schauspieler wie Désirée Nosbusch oder Aleksandar Jovanovic, sondern auf einen Cast mit Menschen aus aller Welt. Mit Hauptdarstellerin Rosabell Laurenti Sellers konnte man sich sogar einen ehemaligen Star aus „Game of Thrones“ angeln(sie spielte eine der „Amazonen“-Schwestern der Familie Sand).

„Spides“ umfasst acht Folgen mit einer Dauer von je ca. 45 Minuten und ist somit perfekt für den verregneten Serien-Sonntag geeignet. Zwar sind einige der Handlungsstränge recht cheesy und sehr trashig, allerdings fiebert man bald mit allen Figuren mit. Auch wenn diese häufig recht unkluge Dinge tun…aber so ist das nun manchmal. Passend zur nicht ganz perfekten Geschichte rund um Tentakelmonster, Alieninvasion und Partydroge, hat auch die Inszenierung ihre Stärken und Schwächen. Während die Bilder von Berlin und einiger Drehorte recht stark sind, wirken manche Effekte oder Locations wiederum sehr billig und wie aus einem B-Movie. Aber wie gesagt, das passt auch wieder irgendwie zur Trash-Note der Serie. Alles in allem hoffe ich, dass „Spides“ sich auch noch einmal in einer weiteren Staffel austoben kann. Zu erzählen gibt es sicherlich noch etwas in diesem Universum.

 

7/10 Tentakel

 

„Spides“ wurde im März 2020 bei SyFy ausgestrahlt und ist mittlerweile auch bei Eye See Movies auf DVD und Blu-ray erhältlich. Die mir zur Verfügung gestellte HD-Version der Serie beinhaltet zwei Discs und kommt in einem ähnlichen Digipack daher wie es auch schon bei „4 Blocks“ der Fall war.

Abgerundet wird das Paket mit einem zwölfseitigen Booklet, das einen Episodenguide und einige Serien-Infos bereithält. Auf Disc 2 finden sich außerdem einige Trailer zu weiteren Serien des Vertriebs und ein Making of sowie Interviews zu „Spides“.

 

Filmlogbuch Nr.112 – Kill La Kill

Ryuko Matoi ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Die einzige Spur, der sie nachgehen kann, ist die Hälfte einer riesigen Schere, die im Besitz des Mörders ist.
Die vermeintliche Besitzerin dieses Mordwerkzeugs vermutet Ryuko an der Honnouji-Akademie in Gestalt der Präsidentin des Schülerrats, Satsuki Kiryuin.
Doch leider unterliegt sie in dem Kampf, findet aber eine einzigartige Schuluniform, Senketsu, die ihr ungeahnte Kräfte verleiht.
Also macht sich Ryuko erneut auf, um den Mord an ihrem Vater zu rächen.

Das alles klingt etwas bekloppt? Liebe Leser, das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn „Kill La Kill“ beweist wieder einmal, dass Anime eines können: unglaublich verrückte Grundideen zu einer 25-teiligen Anime-Serie zu machen und dabei jede noch so bescheuerte Idee in der nächsten Szene zu toppen.
So sind einige Folgen oft ziemlich anstrengend und reizüberflutend, aber dafür ist „Kill La Kill“ so großartig inszeniert und stylish wie nur wenig andere Anime.
So ist die Optik oft sehr grob und hektisch, aber einfach perfekt in Kombination mit den Animationen und der großartigen Musik.
Jeder der Gegner von Ryuko wird wie in einem Beat’em Up kurz vorgestellt und die Spezialattacken kündigen sich durch fettgeschriebene, rote Kanji an.
Inhaltlich kann „Kill La Kill“ sicherlich keinem „Neon Genesis Evangelion“ oder „Gost in the Shell SAC“ die Stirn bieten, dafür liebe ich die Serie aber für ihre vielen Anspielungen. Besonders das japanische Kino der 1970er Jahre kommt nicht zu kurz. So erinnerte mich Senketsu immer an die Schuluniformen der Mädchen aus „Sukeban Deka“ oder einigen Pinky Violence-Filmen.

8/10 Punkte

Trailer

Die Serie ist mittlerweile in Deutschland erhältlich. Ich griff jedoch zu der Ausgabe aus England, da die Serie dort in drei schönen Collector’s Editions erschienen ist, die mit Vol.3 in einem schönen Schuber veröffentlicht wurde.
Erschienen sind diese Blu-rays bei Anime Limited.

 

Filmlogbuch Nr.89- True Blood – Die komplette Serie

Bon Temps, Louisiana. Sookie Stackhouse lebt mit ihrem Bruder Jason bei ihrer Großmutter und verdient sich ihre Brötchen in der örtlichen Kneipe, dem Merlotte’s, als Bedienung.
Das verschlafenen Örtchen, in dem jeder jeden kennt, liegt weit von der Zivilisation entfernt und so dauert es auch hier bis sich der erste Vampir blicken lässt. Diese haben sich nämlich schon Jahre zuvor „geoutet“ und sich mittlerweile mehr oder weniger gut in die Gesellschaft integriert.
Doch ein Vampir in Bon Temps?!? Das ist natürlich Gesprächsthema Nummer Eins. Sookie ist jedoch sofort fasziniert von Vampir Bill und fühlt sich wohl in seiner Gegenwart. Ist er doch eine der wenigen Personen, dessen Gedanken sie nicht lesen kann.

Als ich das erste mal von „True Blood“ hörte, war ich skeptisch. Denn damals ging gerade der unsägliche „Twilight“-Hype los und ich erwartete eine weitere, lahme Vampir-Lovestory. Auch wenn der Serienmacher, Alan Ball, mich erst wenige Jahre davor mit „Six Feet Under“ wirklich begeistert hat.
Doch schon bei den ersten Folgen der HBO-Serie merkt man, dass das keine, für Teenies versoftete Glitzervampir-Geschichte ist. Denn hier wird geflucht, viel geblutet und leidenschaftlich geliebt. Und das nimmt mit jeder Folge zu. Denn hier geht es nicht nur um die Probleme der Vampire und der Akzeptanz der Menschen, nein, es kommen auch noch Werwölfe, Wiccahexen, Mänaden, Zwerge oder Feen vor. Das klingt nach irrem Wahnsinn? Ist es auch. Man muss den trashigen Faktor der Serie wirklich mögen, um bis zum Ende am Ball zu bleiben.
Aber natürlich geht es hier tiefgründig um Sachen wie Fremdenhass oder Intoleranz gegenüber Minderheiten. Auch Kritik an den Einsätzen im Irak wird nicht ausgelassen. Und das macht die Serie dann auch so besonders. Hier gibt es verdammt viele Botschaften, die gerade wieder aktueller denn je sind. Auch in unserm Lande.
Insgesamt hat die Serie sieben Staffeln, die aber leider nicht alle das selbe, hohe Niveau haben. Gerade der Handlungsstrang um den Lilith-Kult fand ich eher lahm, Highlights waren aber z.B. die Anhänger der Gesellschaft der Sonne oder die Bedrohung durch den größenwahnsinnigen Russell Edgington. Gorßartig ist auch das Südstaaten-Feeling, das sie Serie aufbaut.

9/10 Punkte

Einen Trailer zur Serie werdet ihr hier nicht sehen, dafür das einzigartige Intro!

„True Blood“ lief nur begrenzt im Free-TV, kam wohl aber nicht sonderlich gut an. Daher erfolgte die Ausstrahlung hauptsächlich  im Pay-TV. Aber natürlich gibt es alle Staffeln auch auf DVD und Blu-ray.
Für Fans von Komplettboxen gibt es bei Amazon exklusiv ein Set mit allen sieben Seasons in einem schicken Schuber. Inhaltlich unterschieden sich die Discs aber nicht von den einzeln erhältlichen. Jede Staffel kam immer mit vielen Extras wie Audiokommentaren und verschiedenen Featurettes.

Filmlogbuch Nr.83- Fargo Season 1 und 2

Lester Nygaard ist Versicherungsvertreter in einer Kleinstadt im Norden der USA nahe der kanadischen Grenze. Als er eines Tages auf einen ehemaligen Schulkollegen trifft, der ihm prommpt die Nase bricht, macht er im Krankenhaus eine verhängnisvolle Bekanntschaft mit einem UNbekannten. Dieser bietet ihm an, den Bully umzubringen, er müsse ihm nur das OK geben. Gesagt getan, ist der Mann tot. Doch wenn Lester gewusst hätte, welche Lawine er damit auslöst, hätte er sich das Ganze doch nochmal überlegt.

In Staffel 2 werden wir einige Jahre zurück versetzt, bleiben jedoch in der gleichen Region. Als ein Gespräch mit einer Richterin ordentlich schief läuft, endet das alles in einem richtigen Massaker. Zu allem Übel wird auch noch der Attentäter von der Friseurin Peggy Blumquist überfahren. Ihr Mann Ed, der ortsansässige Fleischer, lässt die Leiche daraufhin verschwinden. Was beiden nicht wussten: das Opfer war Rye Gerhardt, Sohn der berühmt-berüchtigten Gerhardt-Familie. Diese geraten währenddessen in einen Bandenkrieg mit der Mafia aus Minnesota.

Schande auf mein Haupt, ich kenne „Fargo“(also den Film) bisher nur vom Hörensagen. Den Film werde ich aber definitv noch nachholen, nachdem ich mit den zwei Staffeln der Serie so einen Spaß hatte.
Staffel 1 ist schon gute Serienunterhaltung, was jedoch die zweite Season auffährt, ist einfach großartig!! Angefangen bei der western-artigen Inszenierung vieler Folgen über die herrlich kruden Charaktere bis zum wunderbaren Soundtrack, der aus Rock-Tracks der 60er und 70er besteht. Die Serie ist weiterhin gespickt mit vielen bekannten Darstellern, die wirklich ungewöhnliche Rollen spielen. Viele erkennt man kaum, da sie so eine gute Maske tragen.
Man muss der Serie defintiv mal eine Chance geben, wobei sich beiden Staffeln wirklich extrem voneinander unterscheiden. Schauts euch einfach an und genießt!

9/10 Punkte

Trailer

Beide Staffeln der Serie gibt es bei Netflix zu sehen. Von Season One gibt es bereits DVD bzw Blu-ray. Eine dritte Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben.

Filmlogbuch Nr.75- Dexter- Die komplette Serie

Dexter Morgan lebt ein unauffälliges Leben. Neben seinem Job bei der Polizei von Miami als begabter Forensiker, ist ihm besonders seine Schwester Deborah sehr wichtig. Denn seitdem auch sein Vater verstarb, haben die beiden nur noch sich.
Nun hat er aber dennoch ein kleines, dunkles Geheimnis. Denn Dexter verspürt einen unglaublichen Gerechtigkeitssinn und macht sich nachts auf die Suche nach Verbrechern, die den Tod verdient haben.
Bisher konnte er seine Spuren auch gut verwischen, doch plötzlich kommt ihm einer seiner Kollegen bei der Polizei doch auf die Spur. Und nebenbei geschehen andere seltsame Morde.

Das umfasst nur die Handlung der ersten von acht Staffeln. In den folgenden Episoden bekommt er unser liebster Serienkiller mit anderen Ritualmördern zu tun, erforscht seine Vergangenheit und seinen geheimnisvollen Trieb, Verbrecher zu beseitigen.
Zu Beginn war „Dexter“ für mich DIE Serie. Zu charmant waren vor allem er und seine Schwester und zu spannend waren die meisten der ersten fünf Staffeln. Besonders die Vierte muss man hier ausdrücklich loben und empfehlen.
Doch dann begann so langsam der Abstieg und besonders Dexter handelte immer blöder und absurder. So ist die letzte und achte Staffel manchmal nicht zu ertragen, da der kalkulierend handelnde einem unlogischen, fast schon dummen Dexter gewichen ist. SPOILER!!! Leider wird dann das, eigentlich gute und kompromisslose Ende, durch die letzten zwei Minuten wieder so verwässert, dass auch dieses keinen guten Eindruck zurückliess. Schade!

Dennoch sollte man sich die Serie mal anschauen. Verschenkte Zeit ist es auf keinen Fall. Noch eine kleine Anmerkung zur Synchro: schaut es euch bei Gelegenheit im Originalton an. Denn einige Stimmen sind wirklich miserabel gewählt(zB Quinn) und Übersetzungen sind komisch(so wird Angel Batistas Name immer Englisch ausgesprochen statt wie im Original Spanisch).

7/10 Punkte

Trailer

„Dexter“ ist mittlerweile in Deutschland komplett auf DVD und Blu-ray erschienen. Es gibt sie sowohl als Einzelstaffeln als auch als Komplettbox(in zwei verschiedenen Ausführungen).
Dazu gibt es die Serie auch bei vielen Streaming-Portalen, ua bei Netflix.

Filmlogbuch Nr.62- Daredevil Season One

Seit einem Unfall als Kind ist der Anwalt Matt blind. Zusammen mit seinem besten Freund Ben hat er im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen eine Anwaltskanzlei und macht nachts Jagd auf die dunklen Gestalten, die den braven Bürgern das Leben schwer machen.
Doch irgendwann gerät er an den Falschen und zieht die Aufmerksamkeit von Wilson Fisk auf sich. Dieser möchte das Viertel abreißen und nach seiner Vision wiederaufbauen. Und jedes Mittel ist ihm recht.

Nach der üblen Verfilmung aus dem Jahr 2003, war „Daredevil“ einer der Runung Gags im Superheldenfilme- Universum. Ebenso skeptisch war ich bei der Ankündigung, dass Netflix eine Fernsehserie dazu produziert.
Die 13 Folgen zeigen nicht nur den Kampf gegen Fisk, sondern beleuchten auch die Hintergrundgeschichte des Helden und des Bösewichts. Dadurch gewinnt das alles gut an Tiefe, jedoch ziehen sich gerade die ersten Folgen wie Kaugummi. Dafür werden die moralischen Dilemma glaubhaft und gut dargestellt. In einigen Momenten erinnerte mich die Serie an Nolans „Dark Knight“-Reihe: düster, realistisch und tiefgründig.
Beim Cast gibt es viele unverbrauchte Gesichter, der Bekannteste dürfte neben Roasario Dawson wohl Vincent D’Onofrio sein(„Full Metal Jacket“, „The Cell“…). Andere kennt man schon aus Serien, zB Deborah Ann Woll aus „True Blood“.
Alles in allem bin ich sehr überzeugt von der Serie und wurde dank „Daredevil“ und „Ant Man“ wieder etwas mit dem Marvel- Universum versöhnt.

8/10 Punkte

Trailer

Wie oben erwähnt, ist die Serie von Netflix produziert und daher bisher exklusiv dort zu sehen. In absehbarer Zeit wird sie aber bestimmt auch auf DVD/Blu-ray erscheinen.