Des Zombies liebste Spiele – Die Top 10 des Jahres 2018

Auch im Jahr 2018 wurden wieder einige Games von mir gezockt. Glücklicherweise war es diesmal nicht so vollgestopft mit Spielen wie noch 2017, dafür kamen vor allem am Jahresende einige Titel heraus, die unzählige Stunden Spielzeit boten. Und ganz ehrlich…auf solche Spiele habe ich kaum noch Lust. Überdimensionale Karten wie die von „Assassin’s Creed Odyssey“ machen mir das Spiel – trotz gutem Gameplay – schon kurz nach Beginn madig, ähnlich bei „Red Dead Redemption 2“. Wobei das Wildwest-Abenteuer außerdem noch mit einem sehr gemächlichen Spieltempo fordert…
Dank der Switch habe ich aber einige kleinere Spiele entdeckt, die man so wahrscheinlich nie gespielt hätte. Außerdem habe ich eine Indieperle endlich nachgeholt, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Welche Spiele haben euch 2018 besonders gut gefallen? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

10. 1979 Revolution: Black Friday

 

Das Spiel über die Revolution im Iran und den Sturz des Schahs im Jahr 1979 gibt es bereits seit einigen Jahren für den PC und mobile Endgeräte. Erst im August 2018 erschien aber eine Switch-Version des Spiels, die ich mir nun kurz vor Jahresende noch zugelegt habe. Aufgrund unseres Urlaubs im Iran 2018(der übliche Reisebericht folgt diesmal auf andere Art und Weise), der uns kein Land voller Terroristen und Bombenleger zeigte, sondern ein ganz herzliches und gastfreundliches Volk präsentierte, hat mich das Spiel erst recht angesprochen.
In Sachen Gameplay darf man keine AAA-Qualität erwarten, dafür sind die Erzählungen über die Revolution gut und vor allem spannend inszeniert. Aktuell kann man im eShop-Sale für wirklich kleines Geld zuschlagen. Tut das!

 

9. Pokémon: Let’s Go, Evoli!

 

Ich stieg erst mit „Pokémon Mond“ auf den Taschenmonsterzug auf, habe aber die Faszination der Titel recht schnell verstanden. Daher war auch der erste Switch-Ableger der Reihe für mich Pflicht, vor allem weil man das Spielprinzip etwas vereinfacht und Elemente aus „Pokémon Go“ übernommen hat. Endlich keine Zufallskämpfe mehr und kein lästiges Schwächen des Pokémons, damit man es fangen kann. Dennoch freue ich mich auf ein „richtiges“ Pokémon-Rollenspiel im Jahr 2019.

 

8. Super Meat Boy

 

Ja, ich bin etwas spät zur Party…denn eigentlich hat „Super Meat Boy“ den Indie-Hype bereits im Jahr 2010 losgetreten, aber erst die Anfang 2018 veröffentlichte Switch-Fassung ließ mich zu einem Anhänger des bockschweren Jump’n’Runs werden. Dank sofortiger Neustarts und perfekter Lernkurve wird auch das Frustlevel recht niedrig gehalten. Prima Sache!

 

7. Yakuza 6

 

Die „Yakuza“-Reihe begleitet mich nun schon seit über acht Jahren. Anfangs musste man sich als Spieler im Westen noch über Schnitte bei Teil 3 und 4 ärgern, mittlerweile erscheint jeder Teil relativ schnell auch bei uns und das ohne Zensuren. Selbst Ableger wie „Fist of the North Star: Lost Paradise“(nur knapp an der Top 10 vorbei) schaffen es zu uns. Danke, Sega!
„Yakuza 6“ schließt nun also die Saga um Kazuma Kiryu ab und präsentiert sich dabei erstmals in einer neuen Optik. Die PS4 hat damit in einigen Momenten zwar etwas zu kämpfen und auch das Areal von Kamurocho wurde etwas verkleinert, dafür überzeugt die Geschichte und die neue Kampf-Physik. Und die überragenden Nebenmissionen sind sowieso Gold!

 

6. Monster Hunter World

 

Bereits Ende Januar erschien schon ein erster Kandidat auf den Titel „Spiel des Jahres“, allerdings muss ich zugeben, dass mich der neueste „Monster Hunter“-Ableger auf der PS4 nach rund zwanzig Spielstunden leider verloren hat. In diesen hatte ich aber großen Spaß, Monster zu jagen und immer wieder neues Crafting-Material für immer stärkere und bessere Ausrüstung zu finden. Genial sind vor allem die lebendige Flora und Fauna und die liebevollen Details wie die kochenden oder schmiedenden Katzen.

 

5. Dead Cells

 

Zugegebenermaßen hatte ich an „Dead Cells“ nicht die größten Erwartungen. In Sachen Optik erinnerte das 2D-Rogue-lite an typische Indiegames und Phrasen wie „Dark Souls-like Gameplay“ locken kaum noch hinter dem Ofen hervor. Doch vor allem das flotte, fordernde und schnörkellose Kampfsystem machen „Dead Cells“ dann doch zu einem echten Hit 2018. Hinzu kommt die sympathsiche Pixeloptik und dieser grandiose Soundtrack, fertig ist der Indie-Hit!

 

4. Diablo III: Eternal Collection

 

„Diablo III“ und ich haben es schon einmal miteinander probiert. Als damals die PS4-Version des Spiels erschien, ging ich voller Vorfreude zum Spiele-Händler meines Vertrauens und legte die Disc zuversichtlich in die Konsole. Doch nach zwei Stunden war ich so gelangweilt vom ewigen Tastengeklicke und dem Looten, dass ich es enttäuscht ausmachte und wieder verkaufte.
Die Switch-Version war also nun Anlauf Nummer 2 und endlich machte es Klick! Denn vor allem im Handheldmodus der Switch macht „Diablo III“ unglaublich viel Spaß. Charakter leveln, bessere Items finden und damit immer größere Monster und Kreaturen legen! Super!

 

3. Tetris Effect

 

Zugegebenermaßen, den Tetris-Hype verstand ich nie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass ich je irgendeine Version des Spiels besessen habe. Bis zuletzt…denn da erschien „Tetris Effect“, welches u.a. vom Macher von der Musik-Ballerei „REZ“ ist. Und dieses Spiel werde ich ewig verehren! Zum ersten Mal auf dem Dreamcast gespielt, beamte mich die Mischung aus elektronischen Beats und reduzierter Polygon-Optik auf einen anderen Planeten. Und nun machte man ein Tetris-Spiel in einer ähnlichen Variante?!? Take my money!
„Tetris Effect“ ist grandios zum Abschalten und glänzt mit vielen tollen Spielmodi und einem hypnotisierenden Mischmasch aus Musik und Grafikeffekten. Wohnzimmer abdunkeln, Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und abheben!

 

2. Pro Evolution Soccer 2019

 

Seit vielen Jahren pendle ich immer wieder zwischen „PES“ und „FIFA“. Während Konamis Fußballreihe zu Zeiten der PS2 fast schon mit meiner Konsole verwachsen war, änderte der Generationswechsel auf die PS3 alles. Denn da war EAs Fußballspiel die deutlich bessere Wahl. Auf der PS4 ist es immer ein Hin und Her. Mal lasse ich mich vom Lizenzumfang von „FIFA“ blenden, dann wiederum begeistert mich Konamis tolles Gameplay mal wieder. Aktuell ist es nun also mal wieder „Pro Evolution Soccer“, welches zwar wieder mal einige Lizenzprobleme hat, aber auf dem Platz absolut überzeugt. Und dank zahlreicher Patches kann man das Lizenz-Problem ja beheben…

 

1. God of War

 

Die „God of War“-Reihe gehört zur Marke PlayStation wie kaum eine andere. Trotzdem habe ich bisher nur wenige der Spiele um den griechischen Kriegsgott Kratos wirklich genießen können, denn in Sachen Hack’n’Slay haben mich dann doch eher Games wie „Bayonetta“ eher angesprochen und mitreißen können.
Doch nun gibt es da dieses feine Spiel „God of War“, das Kratos mit Sohn Atreus nicht nur eine neue Figur an die Seite stellt, sondern euch auch in den hohen Norden versetzt. Und auch spielerisch macht der Titel von Sony Santa Monica alles neu, denn vorbei sind die Zeiten der starren Kamerapersepktiven und des kombolastigen Kampfsystems. „God of War“ zeigt euch das Geschehen nicht nur aus einer Thirdperson-Ansicht, sondern gestaltet auch die Kämpfe wesentlich taktischer. Abgerundet wird das Erlebnis durch die wahnsinnige Optik und die schnittlose Inszenierung. Zweifellos das Spiel des Jahres 2018!

Des Zombies liebste Spiele 2017 – 12 Titel für großen Spaß

Geschuldet meiner Nebentätigkeit als Games-Schreiberling bei dvd-forum.at habe ich dieses Jahr wohl wesentlich mehr Spiele gespielt als in den vergangenen Jahren. Und auch wenn dabei hauptsächlich die großen AAA-Spiele den Weg in das Laufwerk meiner Switch, des 3DS oder der PS4 gefunden haben, habe ich mir zwischendurch immer wieder die Zeit für kleine Indieperlen oder japanische Nischentitel genommen.
2017 war ein unglaublich starkes Jahr für Spiele, vor allem der März und der Oktober hätten gerne 60 Tage haben könne, damit man alle Spiele auch so spielen kann wie sie es verdient haben. Und mit der Switch hat Nintendo letztlich auch eine Konsole veröffentlicht, die sicherlich das beste Lineup seit dem Super Nintendo hat. Wahnsinn! Bisher ist die Releaseliste von 2018 übersichtlich, aber da wird sicherlich noch einiges auf die Spielerschaft losgelassen, was sie noch nicht erwartet.

12. „Uncharted: The Lost Legacy“
Ich muss es gestehen: ich mag Nathan Drake nicht sonderlich. Die „Uncharted“-Spiele haben mich zwar schon immer mit ihren tollen Welten begeistert, aber spielerisch eher gelangweilt. Das Spinoff mit Nadine Ross und Chloe Frazer hingegen, hat echt Spaß gemacht. Cooles Setting in Indien und zwei schlagkräftige Damen in der Hauptrolle. Top!

11. „FIFA 18“
Nachdem ich einige Jahre nun bei Konamis „PES“-Reihe war, hat mich dieses Jahr EA wieder auf die dunkle Seite des Fußballs gezogen. Dank zahlreicher Lizenzen kann man mit „FIFA 18“ unendlichen Spielspaß haben, auch der Storymodus rund um Alex Hunter ist trotz seines Soap-Niveaus spielenswert.

10. „Super Mario Odyssey“
Nintendo schafft es mit fast jedem „Mario“-Spiel neue Maßstäbe im Genre der Jump’n’Runs zu schaffen. Und auch im Switch-Abenteuer gibt es so viel zu erleben und zu sehen, dass es eine wahre Freude ist. Vor allem die Anspielungen auf alte Serienteile treffen einen Videospiel-Veteranen wie mich genau an der richtigen Stelle.

9. „Horizon Zero Dawn“
Wohl eines der schönsten Spiele des Jahres mit einer tollen Heldin und einem wahnsinnigen Monsterdesign! Entschuldigung, aber Elektroschrott-Dinoss!?!?!? Wie geil! Aber auch spielerisch hat mich das Spiel gepackt, war neben typsichen Open World-Aufgaben nämlich auch mit innovativen Sachen voll gepackt.

8. „Persona 5“
Eines der Spiele, das niemals enden will. Auch nach über 30 Stunden habe ich noch kein Ende gesehen, dafür ist das Rollenspiel aus Japan zu voll gepackt. Denn neben den Abenteuern in den Dungeons will euer Protagonist ja noch in seinem japanischen Schulalltag begleitet werden. Optik und Sound sind auch hervorragend! Ein JRPG-Hammer!

7. „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“
Ein Spiel, das zum Start der Switch alles weggeblasen hat, was nur annähernd im Open World-Genre verankert war. Auch wenn es nervige Gameplay-Elemente gibt(die zerbrechlichen Waffen), das Spiel ist eine Wucht. Selten hat ein Game so neugierig gemacht, was hinter dem nächsten Hügel steckt.

6. „Nex Machina“
Ich liebe Housemarques Arcade-Spiele. „Resogun“ war sicherlich das beste Spiel zum Release der PS4, mit „Nex Machina“ vereint der Entwickler Highscore-Jagd mit Voxel-Optik und treibenden Synthwave-Beats. Dieses Zusammenspiel lässt einen in solch einen Rausch geraten…Hammer!

5. „South Park – Die rekatkuläre Zerreißprobe“
Eigentlich mochte ich die anarchische Zeichentrick-Serie bisher nicht wirklich. Doch der zweite Teil der „South Park“-Reihe von Ubisoft hat mich eines Besseren belehrt. Die Thematik der Superhelden-Frnachises wird hier herrlich aufs Korn genommen, da kann ich auch den ein oder anderen Furz-Witz verschmerzen.

4. „Yakuza 0“
Die „Yakuza“-Serie gehört seit Teil 3 zu meinen Favoriten im Bereich der Videospiele. Sei es die originalgetreue Abbildung der japanischen Straßenzüge oder die epischen Mafia-Geschichten, man kehrt immer wieder gern in Tokyos Rotlichtviertel zurück. Und mit „Yakuza 0“ schuf man einen perfekten Einstieg für Neulinge in die Serie.

3. „Oxenfree“
Die Switch-Version von „Oxenfree“ hat mich in den Bann gezogen wie selten ein Indiespiel zuvor. Eine unglaublich dichte Atmosphäre, spannende Charaktere und eine unheimliche Vertonung mit Samples und toller Musik sorgten für einige Stunden an Hochspannung.

2. „Assassin’s Creed Origins“
Bis zum „Black Flag“-Teil hatte ich nicht viel für die „Assassin’s Creed“-Serie übrig, da mich das Setting meist nicht ansprach. Doch mit dem besagten Piraten-Abenteuer oder „Assassin’s Creed Syndicate“ hatte mich die Serie. Und auch „Origins“ ist mit seinem Ägypten-Setting ein großartiger Spielplatz mit einer zwar dünnen Geschichte, aber einer dichten Atmosphäre.

1. „NieR:Automata“
Yoko Taros Andoriden-Epos ist für mich unbestritten beste Spiel des Jahres! Zwar kann man über die Optik streiten, aber nicht über die Handlung, die viele existenzielle Fragen stellt oder über die Musik, die das Epos immer richtig untermalt. Neben den vielen Hack’n’Slay-Einlagen gefallen auch die Bullethell-Momente. Wahnsinn!! Unbedingt spielen!

Meine Liebeserklärung an „Yakuza 0“

Die „Yakuza“-Serie erschien erstmals auf auf der PS2 und hat seit ihrem Debüt im Jahr 2005 neben sechs Teilen der Hauptserie auch mehrere Spin-offs hervorgebracht. Leider haben es die meisten der Titel bisher nur mit starker Verzögerung oder gar geschnitten in den Westen gebracht, mittlerweile ist man sich der Beliebtheit der Serie bei „uns“ aber wohl bewusst und so bekommen wir im Jahr 2017 nicht nur das Prequel „Yakuza 0“, sondern im Sommer auch noch das Remake von Teil 1 namens „Yakuza Kiwami“. Und für 2018 wurde sogar schon „Yakuza 6“ angekündigt, das wieder mit vielen japanischen Berühmtheiten wie Takeshi Kitano geschmückt sein wird.

Doch kommen wir zu „Yakuza 0“, das bereits im März 2015 für PS3 und PS4 in Japan erschien und nun im Januar auch zu uns in den Westen kam. Das Prequel zur Hauptserie spielt Ende der 1980er als in Japan das Geld auf der Starße lag und man einen unglaublichen Reichtum bestaunen konnte. Angeblich musste man Taxis mit 10000 Yen-Scheinen(ca. 83,-€) stoppen, um überhaupt eines zu bekommen.
Jedenfalls starten wir wieder in der Form von Serienheld Kiryu Kazuma im fiktiven Tokyoter Vergnügungsviertel Kamurocho. Zu dieser Zeit ist er gerade frisch Mitglied bei der Dojima Familie und will einen Geschäftsmann nur mit etwas Nachdruck  davon überzeugen, endlich seine Schulden bei einem Kredithai zu bezahlen. Doch als am nächsten Tag die Leiche des Mannes gefunden wird, befinden wir uns plötzlich im Schussfeld der polizeilichen Ermittlungen und auch unsere Yakuza-Gruppierung distanziert sich plötzlich von uns. Der Mord scheint irgendetwas mit einem noch unbebauten Platz mitten in Kamurocho zu tun zu haben, der über Auf- und Abstieg im größten Yakuza-Clan Tokyos entscheiden kann.
Gleichzeitig spielen wir aber auch in der Rolle von Goro Majima, der in Sotenbori, der Vergnügungsmeile in Osaka, einen Nachtclub leitet. Dies soll allerdings nur kurzfristig so sein, denn eigentlich will er wieder Mitglied des Tojo Clans werden und zurück zu den Yakuza. Hierfür soll er nur einen Mordauftrag erledigen. Doch letztlich kann er diesen nicht ausführen und gerät so in eine verzwickte und tiefergehende Geschichte als er ahnen kann.

Soweit grob zur Handlung, die man einfach selbst erlebt haben muss. So gibt es allerlei Überraschungen und Wendungen und am Ende treffen die beiden Erzählstränge natürlich aufeinander und ein spannendes Finale wartet.
Nachdem ich „Yakuza 3“ und „Yakuza 4“ begeistert auf der PS3 gespielt habe, war ich auf das Prequel absolut gespannt. Und es hat mich zu keiner der 35 Spielstunden enttäuscht. Denn auch wenn die Geschichte gerade zu Beginn so vor sich hinplätschert, zieht sie in den letzten sieben oder acht Kapiteln so an, dass man unbedingt das Ende erleben will.
Schuld an dem gemächlichen Tempo sind aber vor allem die vielen Nebenaktivitäten, die man in den beiden Stadtvierteln erleben kann. So trifft man nicht nur auf zig Nebenfiguren, die Aufträge oder andere Sorgen haben, sondern man kann auch zahlreiche Minispiele erleben.
So kann man sich beim Karaoke vergnügen, in der Disco zu den angesagtesten Hits tanzen oder eine Runde Billard spielen. Da das Spiel von Sega stammt, gibt es auch Arcades in denen man „Outrun“ und „“Space Harrier“ spielen kann! Die volle Retroladung also!
Teil der Story und ein spannender Zeitvertreib für zwischen den Missionen sind allerdings die beiden Jobs, denen Kiryu und Goro nachgehen. So kann man mit Kiryu in das Immobiliengeschäft einsteigen und seine Grundstücke bzw. Geschäfte durch gezieltes Aufleveln immer wertvoller machen. Mein Highlight war aber das Managen des Hostessen-Clubs von Goro. Ich hab selten ein so spaßiges Minispiel erlebt. Denn neben der Auswahl der richtigen Hostessen, ist es natürlich auch wichtig, dass man auf die Wünsche der Gäste richtig eingeht. So wollen diese entweder flirten, sind nur an einem Gespräch interessiert oder wollen Party machen. Neben regulären Hostessen gibt es dann auch noch die Platinum-Mädchen, die man nicht nur in Kategorien wie Gesprächsführung oder Karaoke trainieren kann, sondern auch ganz nach dem eigenen Geschmack einkleiden kann. Sollte das hier jemand von Sega lesen: Ich hätte das gerne als Spiel für das Smartphone oder das Tablet!! Ein riesiger Spaß!

Aber auch die ganzen Nebenmissionen sind teilweise grandios geschrieben. So muss man einmal einem Jungen ein gestohlenes Videospiel wieder holen nachdem er mehrere Stunden dafür angestanden war. Kiryu kommentiert dies nur mit Unverständnis und dass es sowas doch gar nicht geben könne. Ein andermal müsst ihr einer Punkband sagen, wie sie sich bei ihrem Interview mit den Fans verhalten sollen, damit sie auch wie eine harte Punkband wirken. Zum Brüllen komisch!
Und so könnte das noch Stunden weitergehen. Man erlebt wirklich selten eine so detailverliebte Welt, die so viele tolle Geschichten bietet.
Doch die Nebenmissionen sorgen nicht nur für Spaß, sondern auch für einen riesigen Umfang. In den bereits erwähnten 35 Stunden Spielzeit habe ich die Story zwar schon beendet, aber erst knapp 26% des kompletten Spiels erlebt.
Natürlich ist alles SEHR Japanisch und man sollte schon ein kleins Faible für das Land der aufgehenden Sonne haben, aber vermutlich ist „Yakuza 0“ der beste Serienteil bisher und rangiert bei meinen Lieblingsspielen auf der PS4 auch ganz weit vorne. Auch wenn der Vergleich öfter fällt: „Yakuza“ ist nicht „GTA“. Die Spielwelt ist wesentlich kleiner, dafür aber eben fast genauso lebendig wie die von Rockstars Open World-Titel. Auch die Erzählstruktur und das Gameplay sind anders, japanischer eben.

Aber egal, spielt das Spiel! Und kauft euch „Yakuza Kiwami“ bei Release. Und dann „Yakuza 6“! Unbedingt! Ihr werdet es nicht bereuen!

Mutanten in Seattle- Infamous Second Son

Nachdem ich mit Begeisterung den ersten Teil für die PS3 gespielt habe und Teil 2 leider irgendwie verpasst habe, freute ich mich riesig über die Ankündigung von Second Son für die aktuelle Konsolengeneration.
Nun, nach ca 12h Spielzeit bin ich durch und möchte hier meine Eindrücke mit euch teilen.

Zur Story nur so viel: ihr spielt Deslin Rowe, der durch einen Zwischenfall mit einem Conduit(ähnlich einem Mutanten) dessen Superkraft übernimmt und ab diesem Moment die Rauch-Kraft beherrscht. Dieser Conduit wurde von Ms Augustine gejagt, die mit großem Enthusiasmus die sog Bioterroristen verfolgt, wegsperrt und zu allem Überfluss Delsins Stamm(indianischer Abstammung) angegriffen hat. Dabei werden einige seiner Freunde verletzt und können nur gerettet werden, wenn Delsin sich Augustines Kraft einverleibt.
Deswegen macht er sich mit seinem Bruder gen Seattle auf, wo er sich dem Kampf gegen Augustine und dem DUP stellt.

Wer die Vorgänger gespielt hat, weiß ungefähr was einen erwartet. Dennoch fand ich Teil 1 sehr viel abwechslungsreicher im Missionsdesign.
Im Endeffekt hat man hier nur die relativ wenigen Hauptmissionen, die Hauptzeit investiert man eigentlich in die Nebenaufgaben wie dem Suchen der Energiescherben(zum Aufleveln der Kräfte), dem Jagen von Geheimagenten, dem Suchen von versteckten Kameras oder dem Sprühen von Graffitis. In jedem Viertel hat man dazu noch die Aufgabe, die DUP-Zentrale zu zerstören. Das läuft eigentlich auch immer nach Schema F ab und ist keine große Herausforderung.

Wie auch schon in den Vorgängern kann man sich hier für die gute oder böse Seite entscheiden. Fiel bei Teil 1 die Wahl für die böse Seite aufgrund des auch eher unsympathischen Helden nicht wirklich schwer, verhält sich das bei Second Son anders. Delsin ist echt sympathisch und bringt mit seinen Scherzen va seinen Bruder gern zur Weissglut. Daher war für mich die „gute Seite“ der sinnvollste Weg das Game durchzuspielen.
Von der technischen Seite kann das Spiel überzeugen. Die Mimik sieht fantastisch aus und einige der Kräfte(allen voran Neon) sind ein Augenschmaus im Kampf. Und das am Anfang der PS4-Ära…möchte gar nicht wissen, wie die Spiele in zwei Jahren aussehen.
Geärgert hab ich mich allerdings häufiger über das Kampfsystem, das manchmal nicht zum hektischen Spielablauf passt und einige nervige Bosskämpfe.
Wenn man das Spiel mit anderen Open World-Games vergleicht, werden auch hier einige Schwächen sichtbar. Ich hatte nie das Gefühl, mich in Seattle gut auszukennen. Es gibt keine markanten Ecken(die Space Needle und den DUP-Turm mal ausgenommen), alles wirkt recht generisch. Das hat ein GTA V weitaus beeindruckender gemacht.
Auch die Straßen wirken recht leblos. Zwar sind viele Passanten unterwegs und viele reagieren auf Delsin(je nach Spielweise positiv oder negativ), aber das war es auch schon.

Für PS4-Besitzer ist es angesichts der überschaubaren Spieleauswahl sicher eine Empfehlung, aber ich bin trotzdem etwas enttäuscht. Das war mir alles etwas zu monoton. Von Sucker Punch gab es schon Besseres.
Gamer, die gerade nichts mehr zum Zocken haben, können gerne zugreifen. Alle anderen warten auf eine Preissenkung und holen es irgendwann nach.

Da ist sie…die PS4!!! Meine ersten Eindrücke

Soooooo……lange hat man als Zocker darauf gewartet und nun ist es endlich soweit. Heute erschien die Sony Playstation4.
Nachdem der US-Release ja bereits vor zwei Wochen stattfand, las man schon die ein oder andere Hiobsbotschaft. Kaputte HDMI-Ports, überhitzende Konsolen und komplett defekte Konsolen direkt aus der Verpackung.
Das sind die hässlichen Seiten des Internets und so war man natürlich gespannt, ob alles nur Panikmache war oder man am Ende selber eine 399,-€ teure Buchstütze daheim hat.

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich im Vorfeld drei PS4 bestellt(bei verschiedenen Händlern) und siehe da, das war eine kluge Entscheidung. Anscheinend hat nämlich nicht mal Sony mit so einem Ansturm gerechnet und so kam es wohl heute morgen bei diversen Händlern zu kriegsähnlichen Schauplätzen mit Grabenkämpfen und Handgemenge. Teilweise gab es für 100 Wartende gerade mal zwanzig Konsolen.
Zum Glück konnte ich es mir heute morgen an meinem Mac bequem machen und in Ruhe den amazon’schen Versandstatus beobachten ehe dann um kurz nach zehn der DHL-Mensch klingelte.

Als Starttitel habe ich mir FIFA 14 und NBA2K14 gegönnt. Einen zusätzlichen Controller und die Kamera wird es in den kommenden Wochen noch geben.
Ausgepackt und angeschlossen war die PS4 im Nu. Natürlich vorher auch brav den HDMI-Port geprüft. Alles ok. Wie üblich, gab es erst mal ein kleines Systemupdate uf 1.51. Zu meiner Überraschung mit einer Downloadgeschwindigkeit, die meine PS3 nur über Kabel erreicht hat. Erster großer Pluspunkt.
Dann das übliche Spiel: diverse Einstellungen zum Account, Facebook-Einbindung, Soundausgabe und Aufladen des Controllers. Apropos Controller: der verschmilut mit der Hand. Fast so perfekt wie das 360-Pad. Die Internetverbindung blieb stabil. Sowohl der Store als auch andere Dienste liefen schnörkellos.
Das UI wirkt schlicht und aufgeräumt und hat die XMB klug weiterentwickelt. Man merkt: Sony legte viel Wert auf den Hauptsinn einer solchen Konsole: dem Spielen!!! Keine unnötigen Multimedia-Feature oder ne blöde TV-Funktion. Klar gibt es die ein oder andere App für Maxdome oder Lovefilm, auch Sonys Dienste Music und Video Unlimited sind mit an Bord.
Als PS+-Mitglied bekommt man zum Release den Shooter „Resogun“ und das Jump’n’Run „Contrast“ kostenlos. Beide habe ich mir dann gleich mal gezogen. Download und Installation laufen im Hintergrund. Also kann man in Ruhe ein anderes Spiel starten. Und so wurde es langsam Zeit für FIFA.

Nach den Schreckensmeldungen über lange Installationszeiten auf der XBox One, ging ich da eher skeptisch ran. Aber schau an: nach ca 20 Sekunden wurde das Spiel normal gestartet. Jedoch konnte man zunächst nur eine „Demo“ spielen. Das heißt: Barca gegen Madrid mit englischem Kommentator. War aber auch kein Problem. So konnte ich mich nach 9 Monaten FIFA-Abstinenz wieder langsam an das Spiel gewöhnen.
Grafisch hat sich hier nicht so viel getan wie man erwarten würde. Hier ist bei den Details sehr viel passiert: der Rasen ist plastisch, die Zuschauer endlich in 3D und einige Animationen wurden verfeinert. Beobachtet man das Spiel mit der regulären Kamera könnte es auch die PS3-Version sein.
Aber alles in allem wieder sehr gelungen. FIFA perfektioniert sich von Jahr zu Jahr und lässt PES(bis vor drei Jahren mein Favorit) immer weniger die Chance da je wieder mitzukommen.

Und dann war es Zeit für NBA2K14. Auch hier das selbe Spiel wie bei FIFA. Während der etwa 10-minütigen Installation kann man nur ein „Schnelles Spiel“ starten. Meine geliebten Spurs gegen die verhassten Miami Heat. Das Spiel läuft zunächst ohne Kommentator, dieser startet erst ab ungefähr 75% der Installation.
Und dieses Game ist wirklich Next Gen. Was für eine Grafikpracht!!! Die Gestik und Mimik der Spieler und das Drumherum lassen es am Anfang gar nicht zu, dass man sich auf das Spiel konzentriert. Neben einigen neuen Modi ist wohl die größte Neuerung, dass man erstmals auch europäische Mannschaften aus der Europa League auswählen kann, ua auch Alba Berlin. Schön wie immer sind die klassischen Teams. So konnte ich mein zweites Spiel gleich wieder mit den Seattle Supersonics aus dem Jahr 95 bestreiten, ua mit Detlef Schrempf und Shawn Kempp. Großartig!!!

Zum Abschluss meiner ersten Session habe ich noch kurz in die Downlad-Spiele reingeschaut. Zu „Contrast“ kann ich noch nicht viel sagen. Hat auf jeden Fall ein schönes Art-Design. „Resogun“ ist audiovisuell ne Wucht und ein schöner Shooter für die Highscore-Jagd. Achtung: während des Spiels kommen Nachrichten aus dem Lautsprecher im Pad. Beim ersten Mal hätte ich den vor Schreck fast aus der Hand geworfen!!
Zu den berichteten technischen Mängeln kann ich nur sagen: HDMI-Port war zum Glück in Ordnung und heiß wurde die Konsole in den ersten Sunden auch nicht. Das Laufwerk ist nicht sehr laut, höchstens mal während der Installation der Spiele von Disc.
Ich freu mich auf die nächste Zeit mit dieser Konsole und hoffe mal, dass es wieder viele solcher Hochkaräter an Spielen gibt wie auch schon zu PS3/360-Zeiten.

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Echter Männersport: Madden NFL 25 für die Playstation3

Madden 11, Madden 12, Madden 13, Madden 25….Hä? Moment mal. Lief da bei EA Sports etwas schief bei der Nummerierung? Oder greife ich hier locker mal 11 Jahre vor?
Natürlich keines von beidem. Anlässlich des 25. Geburtstags respektive 25. Teils der American Football-Reihe änderte EA einfach die Nummerierung.

Denn es war im Jahre 1989, in dem der erste Teil „John Madden Football“ auf dem Apple II erschien. Jährliche Updates wurden zur Gewohnheit und so kann EA heute auf eine beeindruckende Reihe zurücksehen, die zwar auch mal den ein oder anderen Tiefpunkt hatte und umstrittene Features enthielt(die meist relativ schnell wieder verschwanden), aber insgesamt zu einer der erfolgreichsten Videospielreihen aller Zeiten gehört.

 

Gleich zum Einstieg vermisse ich die EA-typische Bombast-Präsentation etwas. Kein Intro, kein Wow-Effekt. Hätte ich zum Jubiläum anderes erwartet.

Aber gut, daran soll es nicht scheitern.

Das Hauptmenü kommt in der, momentan so angesagten Kacheloptik daher. Durch die Schulterbuttons kann man durch die verschiedenen Oberpunkte switchen. Das passiert leider ab und zu im Schneckentempo und könnte deutlich flüssiger laufen. Wie schon im Vorjahr kann man übrigens seinen Spielstand aus dem College- Pendant „NCAA Football 14“ übernehmen.

Von den Spielmodi her gibt es keine großen Überraschungen: Exhibition Match, Saison, Ultimate Team, Moments, Skills Trainer(sowohl für Einsteiger als auch Profis) und den Karrieremodus, der sowohl online wie offline gespielt werden kann.
Da es zu den ersten fünf Varianten nicht viel Neues zu schreiben gibt, werde ich meinen Fokus in den kommenden Zeilen auf den Karrieremodus richten.

Zunächst wählt man aus, ob man als Spieler, Coach oder Teambesitzer die Krone des American Football erringen will.
Ich entscheide mich für den Letzteren und die Green Bay Packers als Mannschaft. Zur Wahl steht dann noch, ob man Ex-Spieler, ein schwerreicher Mogul oder ein längjähriger, wohlhabender Fan ist.

Natürlich bin ich ein Fan und will nur den langfristigen Erfolg meines Teams. Schönes Detail am Rande: in dem angezeigten Newsfeed zweifelt ein Reporter an meinen Absichten, da das Team schon immer der Stadt Green Bay gehörte und so unabhängiger war. Ich werde ihnen zeigen, wo der Quarterback sein Suspensorium hat…haha.

Die Einstellungsmöglichkeiten und die Coaching- bzw Finanzoptionen sind unglaublich tiefgehend. So ist nun ein Stadionumbau möglich, man kann die Preise einzelner Merchandise- Artikel oder sogar der Portion Pommes vom Stadion- Imbiss ändern. All das hat Auswirkungen auf zahlreiche Statistiken, wie das Team und sein Umfeld von den Fans und der Liga angesehen wird. Da gibt es schon einmal eine Rüge, weil das Popcorn teurer ist als in den anderen Stadien.
Um dem Realitätsanspruch komplett gerecht zu werden, gibt es zu einem späteren Zeitpunkt(mit mehr Geld in den Taschen) sogar die Option das Team-Franchise in eine andere Stadt zu verlegen. Auch hier wieder mit allen nötigen Details wie neuem Teamnamen und passendem Logo.
Unter der Woche während der regulären Saison gibt es noch die Möglichkeit seine Mannschaft zu trainieren(verschiedene Situationen müssen gemeistert werden und die verdienten XP können zum Aufbessern des Teams verwendet werden), man kann mit den Journalisten reden(die Antworten wirken sich auf das Ansehen aus) oder man beschäftigt sich mit den aktuellen Angeboten, die der Transfermarkt hergibt.
Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt und gerade auf Einsteiger kann das am Anfang ziemlich abschreckend wirken. Doch ich kann euch beruhigen: vieles kann man der CPU überlassen, zB das Aufleveln der Spieler oder das Aussortieren schlechterer Teammitglieder am Saisonanfang. So kann man sich auf das konzentrieren, was einem besonders liegt.

 

Auf dem Platz gibt es die gewohnt großartige Präsentation, die in vielen Momenten einer TV- Übertragung gleicht. Nur ohne die sonst so lästigen Werbeunterbrechungen…

Manche Spieltage stehen unter besonderen Mottos, wie zum Beispiel im Oktober während der Brustkrebs- Kampagne oder zu Thanksgiving.

 Durch die Gameflow- Option werden dem Spieler sowohl in der Offense als auch Defense die Spielzüge empfohlen. So können sich auch Rookies schnell zurechtfinden ohne minutenlang das Playbook studieren zu müssen.

Dennoch sei es jedem empfohlen, sich damit auseinanderzusetzen, denn nur so entfaltet Madden NFL seine ganze Tiefe.

Gab es in den letzten Jahren(besonders bei Madden 12) doch immer wieder mal Ruckler, ist diese Version fast perfekt. Die ganzen feinen Details an den Spielern sind wunderbar anzuschauen. So verschmutzen die Trikots mit fortlaufender Spielzeit oder der Rasen wird in Mitleidenschaft gezogen.

Leider sind die Figuren am Spielfeldrand größtenteils statische Protagonisten, die sich nicht mal bewegen, wenn so ein 130kg-Koloss auf sie zu geflogen kommt. Da kann man nur auf die Next Gen-Fassungen hoffen.

Ebenso wiederholen sich zu viele der Zwischensequenzen, zB wenn ein Spieler zum Trinken an den Spielfeldrand geht(eigentlich bei jedem Time Out) oder der Coach wild gestikuliert. Auch beim Touchdown- Jubel sieht man oft nur den punktenden Spieler, das restliche Feld ist leer.

Was mich richtig umgeblasen hat, ist die mittlerweile hohe Qualität von EAs Physik- Engine „Infinity 2“. Ein so unglaublich realistisches Verhalten von Körperteilen, die aufeinander prallen, hab ich so noch nicht erlebt. Kein Tackle gleicht dem anderen und der Spieler fällt auch nicht gleich hin, sondern taumelt nur und kann eventuell noch weiterlaufen. Muss man gesehen haben!!!! Und die Animationen. Achtet im Replay mal auf die Hände des ballfangenden Spielers…
Dazu passend fühlen sich die Spieler agiler an. Man hat nicht mehr das Gefühl, einen Panzer zu steuern. So hat man während des Laufens mit dem Ball viele Optionen, um der gegnerischen Defense zu entkommen.
Auch die KI der Teams ist sehr hochwertig. Die gegnerischen Mannschaften nehmen Auszeiten zum passenden Moment, wählen die richtigen Spielzüge und sind schon ab dem „Pro“- Level(Schwierigkeitsstufe 2) fordernd.

Eigenschaften einzelner Spieler wurden perfekt in das Spiel übertragen. So ist der Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, wie im echten Leben sehr laufstark und legt öfter mal selber einige Yards zurück.

Die Kommentatoren sind gewohnt hochklassig, jedoch wie der Rest des Spiels nur in Englisch. Aber bei den wenigen Anhängern dieser großartigen Sportart in Deutschland, ist das auch kein Wunder. Da würde sich eine Lokalisation nicht rechnen.

Die Stimmung im Stadion ist mir etwas zu verhalten, es könnte mehr los sein. Ebenso ist das Publikum eine sehr grobpixelige Angelegenheit.

Schön gelöst haben die Herren von EA Tiburon die Wettereffekte. So machen sich diese nicht nur visuell deutlich, sondern auch in Form von ausrutschenden Spielern oder schwer zu fangenden Bällen bei Regen oder Schnee.

 

 

Alles in allem ist Madden NFL 25 ein passendes Spiel zum Jubiläum der Serie. Selten hat sich American Football auf Konsole so realistisch angefühlt wie hier. Auch war jedes meiner Matches absolut fesselnd und spannend. Da gibt es hier mal eine Interception, da mal einen verpatzten, vierten Spielzug oder sogar eine Verletzung des Quarterbacks.

Natürlich sind die meisten Neuerungen nur Details. Aber ebenso wie bei FIFA oder anderen Sportreihen mit jährlichen Updates, sind es genau diese, die oft den Unterschied und den kleinen Schritt näher zur Perfektion machen.

Jedoch ist technisch nicht alles einwandfrei. Hier und da Ruckler im Menü und die nicht so schönen Erscheinungen am Spielfeldrand könnte man bei der NextGen- Fassung angehen. Und ich will verdammt noch mal endlich Cheerleader auf dem Rasen sehen. Oder im Managermodus sogar das Casting hierfür leiten…;-)

Auch die fehlende deutsche Lokalisierung könnte so manchen Interessierten abschrecken, denn so manche Abkürzung oder Fachbegriffe sind im Englischen nicht gleich logisch und ohne Hintergrundwissen schwer zu erraten.

Aber lasst ihr euch davon nicht beirren, bekommt ihr ein erstklassiges Sportspiel, das einen echt lange an den Fernseher fesseln kann.

And the winner is…..SONY!!!!!

Was waren die Pressekonferenzen gestern Abend bzw Nacht spannend…selten war die E3-Eröffnung so spannend wie in diesem Jahr!

Den Anfang machte Microsoft, die ja schon in den letzten Wochen genug Schelte einstecken mussten. DRM, Online-Zwang, mehr Media-Receiver als Gaming-Plattform…all diese Infos haben die Gamer zum Verzweifeln gebracht!
Wie schon versprochen, gab es gestern dann auch nur Spiele zu sehen und kaum noch etwas zu den vielen Online-Diensten, die die neue Xbox One unterstützen wird.
Den Anfang machte „Metal Gear Solid V“, das nun auch für die neue Konsole erscheint. Der neue Trailer mit Ingame-Szenen sah vielversprechend aus.
Bevor es aber Neues zur Next Gen gab, wurde die neue Xbox360 gezeigt, die sich am Design der One orientiert und kleiner und ruhiger sein soll.
Mir prersönlich gefiel die Slim-Variante besser. War nicht so kastenförmig.
Es folgten noch einige Ankündigungen für die 360, wobei die meiste Beachtung „World of Tanks“ bekam. Ein Free-to-play-Titel…wer es braucht!

Dann folgte der Xbox-One-Teil. Es gab viele Spieleankündigungen mit denen schon gerechnet wurde(natürlich ein neues „Halo“, „Forza 5“, „The Witcher 3“, „Dead Rising 3″…), aber auch einige dicke Überraschungen.
So bringt Rare einen neuen Teil von „Killer Instinct“ heraus(ich habe es auf dem SNES geliebt) und Crytek hat mich mit der Römer-Schnetzelei „Ryse“ ziemlich beeindruckt. Doch da sprechen sie von „Revolution“ und „neues Spiel-Erlebnis“ und was sieht man in der ersten Kampfsequenz(und allen folgenden) bei „Ryse“? F***ing Quick-Time-Events!!!! Wirklich bitter…

ryseki

Was auch für Aufsehen gesorgt hat, waren die Spielszenen aus „Battlefield 4“ und der abschließende Einblick in den Shooter „Titanfall“.

Doch mit am meisten erwartet, waren natürlich die Daten zum Launch.
Die Xbox One wird im November in den USA und Europa für 499,-€ erscheinen. Inkl. einer 500GB Festplatte und einem Controller. Es wird wohl auch ein Day One-Paket geben, das einen exklusiven Controller beinhalten wird. Da gibts aber noch leider keine Bilder zu.

xb
Alles in allem war die Pressekonferenz definitv besser als das Event vor drei Wochen, doch haben mich viele Spiele einfach überhaupt nicht angesprochen. Ich denke, dass man aufgrund der vielen negativen Aspekte, schon sehr voreingenommen war. Und das machte es Microsoft natürlich sehr schwer.
Und auch deswegen waren die meisten Augen auf den früheren Branchenprimus gerichtet: Sony.

Auch bei Sony setzte man zunächst auf die schon erhältliche PS Vita und die PS3 und zeigte einige künftige Releases. Ein weiteres Mal machten sie auch deutlich, dass die PS Vita in Zukunft ein treuer Wegbegeleiter der PS4 werden soll(Stichwort: Remote Play, also das Streamen des PS4-Spiels auf die Vita).

Für die PS Vita gab es neben den HD-Remakes von „God of War 1 & 2“ und „Final Fantasy X/X-2 HD“ die Ankündigung, dass der neue „The Walking Dead“-DLC names „400 Days“auch für den Handheld erscheint(auch als Bundle mit Vita im August).
Für die altehrwürdige PS3 gab es Trailer zu „The Last of Us“, „Gran Turismo 6“ und „Beyond: Two Souls“. Letzteres sieht neuerdings sehr actionlastig aus. Mal sehen was auf der E3 dazu noch gezeigt wird.
Zu „GTA V“ wird es übrigens auch ein Bundle geben und der Trailer zu „Arkham Origins“ ließ die Batman-Fans unter uns frohlocken.

Und dann wurde es aber endlich Zeit für den Star des Abends: die PS4!!!
Zum ersten Mal wurde sie der Welt gezeigt und was soll man sagen. Vergesst das hässliche Brotkasten-Design der XboxOne, denn die Playstation4 ist superschick.
Vorne und hinten abgeschrägte Kanten und diese schicke LED-Leiste auf der Oberseite!! Wirkt alles sehr edel!

PS4Hardware-01
Von den Anschlussmöglichkeiten bleibt alles beim Alten. Vorne gibt es zwei USB-Anschlüsse und hinten einen optischen Ausgang, HDMI-Anschluss und natürlich Anschlussmöglichkeit für ein Netzwerkkabel.
Der Controller wurde ja schon ausführlich vorgestellt. Preislich wird dieser bei 59,-€ liegen(einer ist natürlich im „Starter“-Set enthalten).
Die PS Kamera kann man auch zusätzlch erwerben. Ist also nicht wie bei Microsoft Voraussetzung.
Es wird ab 2014 dann wohl auch ein Videoportal geben in Zusammenarbeit mit Sony Pictures, aber Genaueres konnte man noch nicht verraten.

Und dann ging die Präsentation der Spiele los. Angefangen wurde mit einer neuen IP, „The Order“ von den GoW-Machern. Sah ganz cool aus, aber zeigte noch keine Ingame-Szenen.
Es folgten Trailer zu „Killzone Shadowfall“, „InFamous Second Son“, „Knack“ und  „Drive Club“ mit neuen Spielszenen. Alle Games außer „InFamous“ werden Launchtitel.
Ein absoluter Hammer war der Trailer zu „Final Fantasy XIII Versus“, das nun aber offiziell als Teil XV gehandhabt wird. Was ein Traum!!!

FFXVFür viele sicherlich auch noch interessant: Kingdom Hearts III kommt auch für die PS4. Beide  wohl exklusiv für die Playstation.
Dann war Ubisoft zu Gast. Sie zeigten neue Szenen aus „Assassins Creed 4“ und „Watch Dogs“. Und vor allem „Watch Dogs“ sah unglaublich genial aus. Wenn man da auch nur annähernd die Möglichkeiten hat wie sie gezeigt wurden…unglaublich!
Hier der Trailer zu!
„The Elder Scrolls Online“ wurde kurz gezeigt, ebenso ein Teaser zu „Mad Max“. Auch die Portierung von „Diablo III“ wurde nochmals kurz erwähnt.
Highlight für viele Anwesende war wohl das Material zu „Destiny“, dem neuen Shooter der „Halo“-Macher. Sah definitv nach einem interessanten FPS aus.
Auch den Indie-Entwicklern wurden einige Minuten eingeräumt und diese haben durchaus interessante Spiele gezeigt. Auch wurde nochmals daraug hingewiesen, dass es sehr einfach für Indie-Studios sein soll, Spiele auf der PS4 zu veröffentlichen. Sony hat auch hier die Zeichen der Zeit erkannt.

Aber immer waren noch einige Fragen offen. Wieviel? Wann? DRM? Nun…399€, Ende 2013 und NEIN!!!!
Der Verzicht auf irgendwelche Sperren für Gebrauchtspiele ließ den Saal jubeln und Sony konnte sich auch nicht diesen Seitenhieb verkneifen. Zum Glück ist Sony diesen Schritt nicht mitgegangen.
Kleines Manko: künftig kann man die Multiplayer-Modi nur noch nutzen, wenn man ein PS Plus-Mitglied ist. Also ähnlich wie bei der aktuellen Xbox-Generation.
Der Preis von 399,-€ ist natürlich eine absolute Kampfansage gegen Microsoft. Bedenkt man noch die technische Überlegenheit, die viele Experten der PS4 jetzt schon zusprechen…hui!
Die aktuelle PS Plus-Mitgliedschaft kann man auch auf die PS4 übertragen und sie gilt dann für Vita, PS3 und PS4.
Auch Gaikai war kurz Thema. Ab 2014 möchte man per Cloud-Gaming PS4- und PS3-Spiele zugänglich machen. Klingt gut! Ich hoffe nur, dass man nicht wieder doppelt und dreifach zur Kasse geboten wird, wenn man ein Spiel, das man schon besitzt nocheinmal auf der PS4 in der  Cloud spielen will.

So, alles in allem war die Sony-Pressekonferenz definitv zufriedenstellender. Es gab viele Spiele, die mich schon jetzt überzeugen. Der Preis ist sehr gut angesetzt. Es gibt keine Sperre für Gebrauchtspiele(für mich essenziell) und auch das Design spricht mich an.
So wie es aussieht, wird das definitiv mal wieder ein Kauf zum Releasetag.
Microsoft hat mich leider total enttäuscht. Hier steht es wohl im Vordergrund die Gamer auszunehmen und es alles so schwer wie möglich zu machen.
Ich denke, dass es die Xbox One sehr schwer haben wird im Kampf mit der PS4. Die WiiU lass ich mal raus aus dem Ganzen. Die hat schon verloren.

E3!!!!! Es ist angerichtet…

Just in diesem Moment startet Microsoft seine Pressekonferenz und wird uns noch Neues über die Xbox One erzählen.
Später folgen noch Ubisoft, EA und natürlich Sony.

Morgen werde ich hier von den Shows von Microsoft und Sony berichten und dann sehen wir mal, was beide für Überraschungen für ihre neuen Konsolen noch in der Hinterhand hatten.

Ich bin sehr gespannt und hoffe darauf, dass Sony die PS4 endlich mal zeigt.

Durango? 720?…XBOX One!!!

So, nach längerer Urlaubspause gibts nun endlich wieder regelmäßig was zu lesen. Anfangen möchte ich mit meinen Gedanken zur Vorstellung der neuen Microsoft-„Konsole“, Xbox One.

In den letzten zwei Wochen seit der Präsentation ist schon viel geredet worden. Hauptsächlich Negatives.
Nachdem ich mich in den letzten Jahren keinem festen Konsolen-Lager mehr zugeordnet habe, war ich sehr gespannt auf Microsofts Show und vor allem wie sie Sony entgegentreten, die ja sehr viel Lob einheimsten mit der PS4.

Zunächst hatte Microsoft Sony eines voraus: sie zeigten eine „vollwertige“ Konsole, nicht nur den Controller.

xboDas Design der neuen Xbox One ist sehr klobig, passt aber natürlich prefekt in ein modernes Hifi-Rack zu AV-Receiver und Blu-ray-Player. Auch die neue Kinect-Kamera ist in diesem kubistischen Design gehalten. Alles in allem aber kein besonderer Hingucker! Es fehlt der Wow-Effekt.
Beim Controller blieb rein äußerlich alles beim alten. Er wirkt etwas größer, aber man wird wohl erst dazu sagen können, wenn man ihn mal in der Hand hält. Er hat ein schweres Erbe, denn der 360-Controller gehört meiner Meinung nach zum Besten was es an Controllern gibt.
Technisch hat sich am Joypad wohl einiges geändert. So können die Tasten wohl bessere Rückmeldung geben in Form von Vibrationen.

Das Innenleben der neuen Xbox ähnelt wohl dem der PS4 sehr stark. Auch hier verlässt man sich hauptsächlich auf PC-Architektur, um es den Entwicklern einfacher zu machen Spiele zu programmieren und Portierungen umzusetzen.
Auch an ein Blu-ray-Laufwerk haben die Menschen aus Redmond diesmal gedacht.
Also bisher keine großen Überraschungen!
Wie von Microsoft aber schon vorher angekündigt, lag der Schwerpunkt der Präsentation nicht auf Spielen, sondern alleine auf den Multimedia-Fähigkeiten der Xbox One.
Und da soll die neue Konsole einiges können: NBA, MLB, NFL, Netflix, Microsofts Musik- und Filmangebot…
Auch den TV-Receiver soll sie künftig ersetzen und so kann man dann alles über die One steuern. Auch das kurzzeitige Unterbrechen von Spielen und Umschalten zum TV-Programm soll möglich sein.
Gesteuert werden kann das Ganze dann futuristisch wie in Minority Report über die Kinect-Kamera mit Gesten und Sprache.
Was wir in Deutschland dann letzendlich von den TV-Funktionen nutzen dürfen, sei dahingestellt. Denn gerade Dienste wie Netflix gibt es bisher nicht bei uns. Auch die US-Sport-Dienste sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. So kostet ein Season Pass der MLB 130$.

Gegen Ende der einstündigen Show wurden dann doch einmal Spiele gezeigt. Aber außer den üblichen EA-Sports- Vertretern im schicken Rendertrailer, Teasern zu diversen Fortsetzungen wie „Forza 5“ und dem „Highlight“ Call of Duty Ghosts*schnarch* war einzig und allein der Trailer zu „Quantum Break“ interessant anzuschauen.
Und dann gabs da noch DIE Ankündigung des Abends: Steven Spielberg produziert eine TV-Serie zu HALO, die es exklusiv zunächst auf der Xbox One zu sehen gibt…wer es braucht!
Also aus Zockersicht ein eher enttäuschender 21.Mai. Man darf auf die E3 nächste Woche gespannt sein, ob Microsoft da mit seinem Line-Up doch noch überzeugen kann.
Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass sich Microsoft fast nur noch auf den US-Markt konzentriert(siehe Auswahl der gezeigten Spiele und TV-Dienste), da sie dort auch bisher den größten Absatz hatten. Japan ist ja eh schon lange verloren und Europa ist mittlerweile realtiv ausgeglichen.

Die wahren Aufreger kamen dann erst in den Folgetagen auf. Stichworte: DRM und Kinect-Kamera.
Schon im Vorfeld der neuen Konsolen wurde oft über eine Möglichkeit diskutiert, den Gebrauchtspielehandel einzudämmen. Interesse daran haben va die Publisher, die doppelt abkassieren wollen.
Phil Harrison, seines Zeichens Vizepräsident bei Microsoft, erklärte den künftigen Ablauf so:
Beim Kauf eines Spiel bekommt man einen individuellen Code, ähnlich dem Online-Pass, und muss dieses online registrieren. Dann kann Spieler A dieses auf seiner Xbox installieren und spielen(selbst ohne Disc).
Wenn Spieler A sein Game bei einem Freund, Spieler B, zocken möchte, muss er sich unter seinem Account auf Spieler Bs Konsole anmelden. Möchte Spieler B dieses Game nun von ihm ausleihen, kann er dies nur unter As Account tun oder er muss es sich für eine Gebühr(aktuell spricht man von 40,-€!!!!) freischalten lassen.
Ein Weiterverkauf soll nur über authorisierte Händler stattfinden können. Diese haben dann Zugriff auf die Datenbank inkl. des Spielcodes und können dieses dann wieder freigeben.
Falls das wirklich alles so umgesetzt wird, ist für mich ein Kauf der Xbox One ausgeschlossen, denn ich bin der typische „Durchspielen und weiterverkaufen“-Zocker.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Kinect-Kamera, die wohl immer eingeschaltet bleiben muss. Noch ist unklar, was die Kamera alles aufzeichnet und wann. Aber irgendwie ist es schon unheimlich, wenn die Xbox unbekannte Gesichter im Zimmer erkennt und dann verlangt, dass sich diese Person „registriert“.
Datenschützer kritisieren auch das eingebaute Mikrophon, das in Verbindung mit der Kamera, die Gefahr des Ausspionierens nochmal deutlich erhöht. Natürlich sind das alles Mutmaßungen, aber besonders wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, dass die Kinect-Kamera künftig registriert, wie viele und wer sich einen Film anschaut, wer welches Spiel spielt und wer, wann den Raum  betritt.

Alles in allem eher ernüchternd also was man von der neuen Xbox Oone bisher liest und hört, aber ich denke, dass die E3 nächste Woche Licht ins Dunkel bringen wird. Und dann wird man hoffentlich auch wissen, was Sony mit dem DRM anstellt.
Es wird spannend!!!

Metal Gear Rising Revengeance- Selten so schön geschnetzelt!

Jedes kommende Spiel dieses Jahr wird es schwer haben, da es sich mit dem grandiosen „Tomb Raider“ messen muss. So auch das Spin-Off der Metal Gear- Reihe „Rising Revengeance“.

Der Macher der Serie, Hideo Kojima, vertraute das Spiel nach mehreren Anäufen dem großartigen Platinum Games- Studio an. Diese haben mich schon mit Bayonetta und Vanquish verzückt und eindrucksvoll gezeigt, dass die japanische Spieleindustrie immer noch herausragende Games entwickeln kann.
Was kann man also bei dieser Kreuzung erwarten?

Auf der einen Seite gibt es Kojima-typisch eine Story, die nicht vor Seitenhieben auf die Waffenindustrie und aktuelle politische Geschehnisse zurückschreckt. Die ernste Themen wie Kindersoldaten und die Kriegstreiberei der amerikanischen Regierung nach 9/11 anprangert.
Und dann gibt es da diese Platinum’sche Seite: riesige Mechs, Cyborg-Ninjas, fordernde Endgegner, ein ausgefeiltes Kampfsystem und kuriose Charaktere.
Komischerweise passt das Ganze prima zusammen. Da hat Platinum Games ganz gut gearbeitet.

Die Story bietet nichts besonders ausgefallenes:
Zu Beginn wird unser Held Raiden bei einem Auftrag so schwer verletzt, dass er künftig als Cyborg unterwegs ist. Seine nächste Mission führt in in ein fiktives, osteuropäisches Land, in dem er eigentlich einen russischen Terrorchef stellen soll. Doch so nach und nach kommen Verbindungen zur Waffenindustrie ans Tageslicht und zu dem Bösewicht, der ihn so schwer verletzte.
Damit beginnt eine Jagd über den halben Globus, von Osteuropa in die USA bis nach Pakistan.

Als Hauptwaffe nutzt Raiden, wie könnte es anders bei einem Ninja sein, ein Katana. Und damit kommen wir zum Alleinstellungsmerkmal des Spiels: dem „Metzgermodus“.
Lädt man Raidens Anzugenergie durch Kämpfe oder Extras auf, steht ihm der „Klingenmodus“ zur Verfügung. Dieser wird durch Drücken der Schultertaste R1(PS3) aktiviert und bietet so die Möglichkeit dem Gegner gezielt Gliedmaßen abzutrennen.
Das ist durchaus recht blutig und teilweise kann man die Widersacher in mehrere hundert Teile schneiden, hat aber einen spielerischen Wert. Zunächst kann man Gegner so schwächen, indem man sie ihrem Waffenarm beraubt(wirkt dann oft wie der Ritter aus „Ritter der Kokosnuss“, der alle Gliedmaßen verliert und trotzdem weiterkämpfen möchte) oder zB bei größeren Mechs die Panzerung knackt.
Weiterhin hat man die Möglichkeit(wenn der Gegner schon ordentlich geschwächt ist) durch einen gezielten Schlag quer durch den Gegner das „Rückenmark“(sind ja Cyborgs) herauszutrennen und somit an Energie dazu zu gewinnen.
Was mich wirklich richtig begeistern konnte und, ja da bin ich ein kleiner Nerd, sind die liebevollen Details während des Spiels. Zu Beginn der Mission in Mexiko schlägt sich Raiden(verkleidet als Mexikaner, mit Poncho und Sombrero) durch einen Abwasserkanal und trifft auf einen Jungen. Dieser fragt ihn als Anspielung auf die Turtles, ob er denn sein Versteck suche, denn schließlich haben Ninjas ihre Verstecke dort. Und als Anfeuerung schmettert er einem ein cooles „Go Ninja, go Ninja, go!“ entgegen. Sehr geil! Jaja, Vanilla Ice!!!
Desweiteren gibt es in der Tradition der Metal Gear- Reihe in einigen Levels Poster bzw Pappaufsteller japanischer Bikinischönheiten zu finden, die man von den lästigen Zensurbändern befreien kann. Toll!

Doch das alles kann mich nicht so recht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel einige böse Mankos hat. Allen voran die ätzende Kamera. Ständig muss man nachjustiern und besonders bei den Endbossen nervt mich das kolossal. Weiteres Ärgernis: die besch… Quick Time Events. Liebe Spieleindustrie!!!! Bitte lasst den Mist doch einfach mal weg. Wenn ich bei Bosskämpfen sterbe, nur weil ich ein QTE versaut hab, möcht ich den Controller am liebsten wegschmeißen und das Spiel gleich dazu. So geschehen beim allerletzen Boss. Da war für mich das Maß dann voll und ich hatte keine Lust mehr darauf, mich davon weiter frusten zu lassen.
Auch grafisch bietet das Spiel nun nichts besonderes. Es ist alles sehr grau und trist. Die Charaktere sind toll ausgearbeitetm aber die Levels langweilig und wiederholen sich ab und zu. Nicht schön!

Ein großer Pluspunkt ist aber das Kampfsystem, das eine tolle Vielfalt bietet(auch dank der vielen Upgrades) und eben die vielen verrückten Ideen und die Inszenierung. Das kann Platinum Games einfach!