#Japanuary Film 5 – Visitor Q

Kiyoshi Yamazaki lebt in einer sehr verkorksten Familie. Während seine Tochter ihren minderjährigen Körper verkauft, lebt der gemobbte Sohn seine Aggressionen an der Mutter aus. Diese weiß sich nicht zu helfen und betäubt ihren Schmerz mit Drogen. Aber auch diese wollen bezahlt werden und somit muss auch sie sich für körperliche Dienste verkaufen.
Als Kiyoshi eines Tages von seinem Job als erfolgloser Fernsehreporter nach Hause fahren möchte – übrigens hat er gerade erst mit einer Tochter geschlafen und das auf Kamera festgehalten – wird er von einem Unbekannten niedergeschlagen. Dieser lebt ab da zusammen mit der Familie Yamazaki und wirft deren Leben ganz schön durcheinander.

Durch meine Leidenschaft für Anime und Manga kam ich in den späten Neunzigern natürlich auch irgendwie zum japanischen Film. Beim Onlineshop Adrenafilm bestellte ich mir dann Jahre später meine ersten DVDs und zwar „Battle Royale“ und „Visitor Q“. Zwar war mir dessen Regisseur Takashi Miike bereits namentlich bekannt, allerdings war ich noch nicht in den Genuss eines Films von ihm gekommen. Und da war also mein erster Miike, „Visitor Q“! Sicherlich eines der schrägsten Werke um sich mit dem Regisseur bekannt zu machen und das merkt man bereits in den ersten Minuten.
Und soll ich euch was sagen? Es wird nicht besser. Der Film ist seltsam, skurril und verstörend. Miikes Studie der japanischen Familie ist außerdem erschreckend und in einigen Parts auch echt ein bißchen eklig, aber faszinierend. Auch heute hat der Film noch eine krasse Wirkung und hat mich ähnlich verstört wie bei der Erstsichtung.

7/10 inzestuösen Mobbern

 

„Visitor Q“ gibt es in Deutschland auf DVD von Rapid Eye Movies, ist mittlerweile aber nur noch gebraucht zu haben. Auch hier gab es mehrere Auflagen, unter anderem in der Edition Asien oder einer Miike-Box. In Sachen Extras sieht es leider auch recht mau aus, außer dem Trailer enthalten die VÖs leider nichts.

#Japanuary Film 2 – Like A Dragon

Der ehemalige Yakuza Kazuma Kiryu wurde gerade aus dem Knast entlassen, doch schon stellen sich ihm wieder einige Probleme in den Weg. So trachtet ihm sein ehemaliger Partner Majima nach dem Leben, außerdem läuft ihm die kleine Haruka über den Weg, die nach ihrer Mutter sucht. Als wäre das nicht schon genug  macht auch noch ein kleinkriminelles Pärchen das fiktive Viertel Kamurocho unsicher und ein koreanischer Killer will alte Rechnungen begleichen.

„Like A Dragon“ ist ein Film von Takashi Miike und die Videospiel-Verfilmung zu „Yakuza“(oder „Ryu Ga Gotoku“ wie man es in Japan kennt). Als großer Fan dieser Reihe, eine Liebeserklärung an „Yakuza 0“ findet ihr hier, war es natürlich Pflichtprogramm für mich, diesen Film zu sichten. Das erste Mal sah ich den Film jedoch ohne Bezug zu den Spielen und verstand eigentlich nur Bahnhof. Denn leider reiht Miike hier einfach Ereignisse aus dem ersten Teil der Reihe aneinander, führt Figuren kaum oder gar nicht vernünftig ein und garniert diese mit ein paar netten Verweisen auf die Games. Das war’s!
Nachdem ich die Serie nun sehr gut kenne und jeden Teil der Hauptreihe gespielt habe, schmerzt der Film aber umso mehr. Das beginnt bei den uncharismatischen Figuren, die leider nicht im entferntesten an ihre Vorlagen erinnern und zieht sich über die chaotische Erzählweise bis hin zu einem Finale, das maximal ok ist. Ein Spiel von gut 10 Stunden Länge in einen Spielfilm mit 104 Minuten Laufzeit zu packen, ist eben nicht gerade sinnvoll.
In der Theorie hätte aus dem Film auch ein echtes Meisterwerk werden können. Denn sowohl Takashi Miike als auch die Videospiel-Vorlage sind bekannt für ihre Verrücktheiten und nehmen sich nicht allzu ernst. Und wer kann bessere Yakuza-Filme als Miike-sensei? Gut…ok…Takeshi Kitano, ich weiß. Doch wenn eben alles nach einem schlechten Fanfilm von noch schlechteren Cosplayern aussieht, hilft da auch der Name Miike nicht viel. Sehr schade!

 

4/10 Faustschlägen

 

 

„Like A Dragon“ erschien bereits im Jahr 2009 beim deutschen Label Eye See Movies und das sogar in zwei Varianten. Neben einer normalen Keepcase-Version mit einer Disc gibt es auch eine Deluxe Edition im Digipack mit zwei DVDs. Disc 2 enthält dabei einen Kurzfilm, der als Prolog zum Hauptfilm dient und knapp 43 Minuten läuft.
Loben muss man an dieser Stelle die Qualität der DVD, die selbst auf modernen 4K-TVs eine sehr gute Bildqualität hat. Nicht selbstverständlich für eine zwölf Jahre alte DVD.
Jedem der etwas mit Japan anfangen kann und nicht „Call of Duuty“-abhängig ist, muss ich hier noch einmal die Videospiele zu „Yakuza“ empfehlen. Glücklicherweise kann man dank „Kiwami“-Neuauflagen und dem bald erhältlichen Remaster-Set mit Teil 3 bis 5 mittlerweile alle Serienteile(außer den beiden Mittelalter- und dem Zombie-Ableger) auf der PlayStation4 spielen. Man braucht halt etwas Zeit und Geduld. Einige der Teile sind schon recht redselig, belohnen aber mit tollen Storylines und noch besseren Nebenquests. Und dem unbezahlbaren Japan-Feeling.

Die besten Games 2019

Das Gaming-Jahr 2019 war eigentlich recht entspannt. Zum einen werfen die Next Generation-Konsolen PlayStation5 und Xbox Series X ihren Schatten voraus, zum anderen wurden einige Top-Titel wie „Cyberpunk 2077“ oder „The Last of Us: Part II“ noch für 2020 aufgespart. So blieb genug Zeit, die interessanten Spiele in aller Ruhe zu zocken und auch mal einen Blick auf nischigere Titel zu werfen.

Zum Ende des Jahres also nun ein kleines Resümee meinerseits, welche Spiele ich in 2019 für besonders spielenswert fand.

 

Platz 5

„Star Wars Jedi: Fallen Order“

Ja, das Gameplay von Respawns „Star Wars“-Abenteuer ist schamlos an Genre-Perlen wie „Uncharted“, „Tom Raider“ oder „Sekiro“ angelehnt, aber dafür präsentiert man euch hier eines der besten Spiele aus dem „Krieg der Sterne“-Universum.

Abwechslungsreiche Planeten, spannende Gefechte und eine tolle Stimmung machen den Titel zu einem sehr spielenswerten Action-Adventure. Und wie cool ist bitte BD-2?!?

 

Platz 4

„Devil May Cry 5“

Bisher hatte ich nicht viel Berührungspunkte mit der „Devil May Cry“-Reihe, doch bei Teil 5 hat es endlich Klick gemacht. Zwar sind die Level etwas schlauchig und grafisch nicht unbedingt spannend inszeniert, dafür macht das Kampfsystem und das Gegnerdesign umso mehr Spaß. Die drei Charaktere haben alle unterschiedliche Stile und ermöglichen ein Kombo-Gewitter sondergleichen. Und erst der Soundtrack!! Wow!
Seit „Bayonetta“ hatte ich keinen so großen Spaß mehr mit einem Hack’n Slay!

 

Platz 3

„Judgment“

Das Spinoff zu Segas „Yakuza“-Reihe bot dank des neuen Hauptcharakters einige neue Gameplay-Kniffe. So machte die Ermittlungsarbeit in den Detektivfällen schon recht viel Spaß(die langwierigen Verfolgungen mal ausgenommen), aber auch das flinke Kampfsystem ließ wieder großartige Brawler-Atmosphäre aufkommen. Ausflüge nach Kamurocho sind doch immer wieder ein großer Spaß!

 

Platz 2

„Dragon Quest Builders 2“

Ich mochte Teil 1 schon sehr, der Nachfolger machte dank sinnvoller Änderungen und Neuerungen noch mehr Spaß. Dank der Switch verbrachte ich so einige Stunden mit dem Aufbau von Siedlungen oder dem Craften von neuen Gegenständen. Etwas genervt haben die Endgegnerkämpfe, die sich teilweise ganz schön hingezogen haben. Dennoch schön, dass die „Dragon Quest“-Reihe nun endlich auch im Westen angekommen ist.

 

Platz 1

„Astral Chain“

Erst auf Nintendos Post E3-Event in Frankfurt funkte es zwischen „Astral Chain“ und mir. Das Kampfsystem mit den unterschiedlichen Legions hat eine großartige Vielfalt, am besten war aber die Atmosphäre des Spiels, die an SciFi-/Cyberpunk-Animes aus den späten 80er und 90er Jahren erinnerte.
Außerdem zeigt das Spiel von Platinum Games eindrucksvoll, was die Switch leisten kann, wenn man sich als Entwickler etwas Mühe gibt. Definitiv mein Lieblingsspiel 2019!

#Japanuary 2019 Film 8 – Swallowtail Butterfly

Durch die erstarkte japanische Wirtschaft und den starken Yen zieht es zahlreiche Ausländer nach Japan, die dort aber vorwiegend in ihren eigenen Bezirken, den sogenannten Yentowns leben. Die chinesische Prostituierte Glico nimmt sich eines Tages der Waisen Ageha an, die erst vor kurzem ihre Mutter verloren hat und vom Rest der Familie verstoßen wurde.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wachsen die beiden zusammen und so gehen sie künftig durch dick und dünn. Nachdem Glico von einem ihrer Freier angegriffen wird, kommt es jedoch zu einem tragischen Zwischenfall in dem dieser stirbt. Als Glico und ihre Freunde aus der Yentown die Leiche beseitigen wollen, finden sie ein Musiktape in deren Magen auf der sich nicht nur Frank Sinatras „My Way“ befindet, sondern auch Daten um gefälschte Banknoten herzustellen.
Mit viel Yen in den Taschen machen sich Glico, Fei Hong und Ageha auf in die Stadt, kaufen dort einen Musikclub und veranstalten jeden Abend Konzerte. Im Mittelpunkt steht dort vor allem Glico, die mit ihrer tollen Stimme schon bald mehrere Musikproduzenten auf sich aufmerksam macht.
Doch auch die chinesische Mafia hat den Yentwon Club und deren Besitzer im Blick, denn die Kassette mit den Falschgeld-Daten gehört eigentlich ihnen.

 

„Swallowtail Butterfly“(hierzulande auch unter „Yentown“ bekannt) stammt von Shunji Iwai, der seit Anfang der 1990er bereits über zwanzig Filme gedreht hat. Wie auch seine anderen Werke besitzt diese Mischung aus Sozialdrama, Gangster- und Musikfilm eine ganz besondere, fast schon unwirkliche Atmosphäre, die einen von Minuten Eins an in Besitz nimmt.
Als der Film 1996 in die japanischen Kinos kam, sorgte er wohl für eine ziemliche Kontroverse, da er das Problem der japanischen Regierung mit seinen ausländischen Einwohnern und deren Insolation vom Rest der Gesellschaft recht direkt anspricht. Dennoch ist „Swallowtail Butterfly“ kein demprimierendes Werk, sondern hat die unterschiedlichsten Facetten. Mal ist er witzig, dann spannend, dann tragisch oder einfach nur unterhaltsam.
Seinen Multikulti-Stil erhält sich der Film auch durch die unterschiedlichen Sprachen, die gesprochen werden. Während sich die Hauptfiguren häufig in einem Mix aus Englisch, Japanisch und Chinesisch unterhalten, sind es zu einem großten Teil kurioserweise die weißen Langnasen, die ausschließlich Japanisch können. Spannend!
Natürlich liegt bei „Swallowtail Butterfly“ ein großer Fokus auf der Musik, Glico-Darstellerin Chara kennt man in Japan nämlich vor allem als Sängerin. Ihre etwas rauchige Stimmte und die tollen Songs während des Films lassen einen wunderbaren Soundtrack entstehen, der die Atmosphäre des Films noch einmal unterstreicht.

 

8,5/10

 

 

„Swallowtail Butterfly“ ist in Deutschland vor vielen Jahren bei Rapid Eye Movies auf DVD erschienen. Während die Erstauflage im Digipack samt Schuber und Poster in den Handel kam, gibt es auch eine Intro Edition Asien-Version des Films in einer Vorform des Mediabooks. Achtung: hierzulande ist der Film unter dem Titel „Yentown“ erschienen.

#Japanuary 2019 Film 2 – Blind Woman’s Curse

Als Akemi die Führung des Tachibana-Clans übernimmt und diesen aus belanglosen Gangkämpfen heraushalten will, stößt dies nicht bei allen Beteiligten auf Akzeptanz. Vor allem einer ihrer Untergebenen, Tatsu, hält nichts von dem eingeschlagenen Weg und verbündet sich deswegen mit dem feindlichen Azora-Clan. Deren Anführer Dobashi hat sich indes mit einer geheimnisvollen blinden Frau zusammengetan, die ihm beim Sturz der Tachibanas helfen will.

 

Meiko Kaji ist eine Göttin! Durch Filme wie „Sasori“ wurde sie unsterblich und zur Ikone des Pinky Violence-Kinos. In „Blind Woman’s Curse“ feierte sie im Jahr 1970 ihre Premiere als Hauptdarstellerin und verlieh dem skurrilen Mix aus Yakuza- und Horrorfilm den nötigen Glanz. Das Multitalent, neben zahlreichen Filmen hat sie nämlich aus Musikalben veröffentlicht, wertet einfach jeden Film schon allein durch ihre Anwesenheit auf.
Inszeniert wurde der Spaß von Teruo Ishii, der es wirklich großartig versteht, die Genres zu einem überzeugenden Film zu vermengen. Garniert mit tätowierten Yakuza-Frauen, verfluchten Katzen und zig übernatürlichen Elementen vergehen die 85 Minuten von „Blind Woman’s Curse“ wie im Fluge und lassen den Zuschauer ziemlich begeistert zurück. Da verzeiht man dem Werk auch einige billigere Effekte wie die Plüschkatze, die an einem Seil durch den Friedhof gezogen wird.

 

8,5/10

 

„Blind Woman’s Curse“ ist bei Arrow Video in Großbritannien in einer tollen Blu-ray/DVD-Kombo erschienen. Wie vom britsichen Label gewohnt, bekommt man hier nicht nur ein Wendecover sondern auch ein informatives Booklet präsentiert. Ein lohnenswertes Paket für Filmfans!

 

Des Zombies liebste Spiele – Die Top 10 des Jahres 2018

Auch im Jahr 2018 wurden wieder einige Games von mir gezockt. Glücklicherweise war es diesmal nicht so vollgestopft mit Spielen wie noch 2017, dafür kamen vor allem am Jahresende einige Titel heraus, die unzählige Stunden Spielzeit boten. Und ganz ehrlich…auf solche Spiele habe ich kaum noch Lust. Überdimensionale Karten wie die von „Assassin’s Creed Odyssey“ machen mir das Spiel – trotz gutem Gameplay – schon kurz nach Beginn madig, ähnlich bei „Red Dead Redemption 2“. Wobei das Wildwest-Abenteuer außerdem noch mit einem sehr gemächlichen Spieltempo fordert…
Dank der Switch habe ich aber einige kleinere Spiele entdeckt, die man so wahrscheinlich nie gespielt hätte. Außerdem habe ich eine Indieperle endlich nachgeholt, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Welche Spiele haben euch 2018 besonders gut gefallen? Verratet es mir in den Kommentaren.

 

10. 1979 Revolution: Black Friday

 

Das Spiel über die Revolution im Iran und den Sturz des Schahs im Jahr 1979 gibt es bereits seit einigen Jahren für den PC und mobile Endgeräte. Erst im August 2018 erschien aber eine Switch-Version des Spiels, die ich mir nun kurz vor Jahresende noch zugelegt habe. Aufgrund unseres Urlaubs im Iran 2018(der übliche Reisebericht folgt diesmal auf andere Art und Weise), der uns kein Land voller Terroristen und Bombenleger zeigte, sondern ein ganz herzliches und gastfreundliches Volk präsentierte, hat mich das Spiel erst recht angesprochen.
In Sachen Gameplay darf man keine AAA-Qualität erwarten, dafür sind die Erzählungen über die Revolution gut und vor allem spannend inszeniert. Aktuell kann man im eShop-Sale für wirklich kleines Geld zuschlagen. Tut das!

 

9. Pokémon: Let’s Go, Evoli!

 

Ich stieg erst mit „Pokémon Mond“ auf den Taschenmonsterzug auf, habe aber die Faszination der Titel recht schnell verstanden. Daher war auch der erste Switch-Ableger der Reihe für mich Pflicht, vor allem weil man das Spielprinzip etwas vereinfacht und Elemente aus „Pokémon Go“ übernommen hat. Endlich keine Zufallskämpfe mehr und kein lästiges Schwächen des Pokémons, damit man es fangen kann. Dennoch freue ich mich auf ein „richtiges“ Pokémon-Rollenspiel im Jahr 2019.

 

8. Super Meat Boy

 

Ja, ich bin etwas spät zur Party…denn eigentlich hat „Super Meat Boy“ den Indie-Hype bereits im Jahr 2010 losgetreten, aber erst die Anfang 2018 veröffentlichte Switch-Fassung ließ mich zu einem Anhänger des bockschweren Jump’n’Runs werden. Dank sofortiger Neustarts und perfekter Lernkurve wird auch das Frustlevel recht niedrig gehalten. Prima Sache!

 

7. Yakuza 6

 

Die „Yakuza“-Reihe begleitet mich nun schon seit über acht Jahren. Anfangs musste man sich als Spieler im Westen noch über Schnitte bei Teil 3 und 4 ärgern, mittlerweile erscheint jeder Teil relativ schnell auch bei uns und das ohne Zensuren. Selbst Ableger wie „Fist of the North Star: Lost Paradise“(nur knapp an der Top 10 vorbei) schaffen es zu uns. Danke, Sega!
„Yakuza 6“ schließt nun also die Saga um Kazuma Kiryu ab und präsentiert sich dabei erstmals in einer neuen Optik. Die PS4 hat damit in einigen Momenten zwar etwas zu kämpfen und auch das Areal von Kamurocho wurde etwas verkleinert, dafür überzeugt die Geschichte und die neue Kampf-Physik. Und die überragenden Nebenmissionen sind sowieso Gold!

 

6. Monster Hunter World

 

Bereits Ende Januar erschien schon ein erster Kandidat auf den Titel „Spiel des Jahres“, allerdings muss ich zugeben, dass mich der neueste „Monster Hunter“-Ableger auf der PS4 nach rund zwanzig Spielstunden leider verloren hat. In diesen hatte ich aber großen Spaß, Monster zu jagen und immer wieder neues Crafting-Material für immer stärkere und bessere Ausrüstung zu finden. Genial sind vor allem die lebendige Flora und Fauna und die liebevollen Details wie die kochenden oder schmiedenden Katzen.

 

5. Dead Cells

 

Zugegebenermaßen hatte ich an „Dead Cells“ nicht die größten Erwartungen. In Sachen Optik erinnerte das 2D-Rogue-lite an typische Indiegames und Phrasen wie „Dark Souls-like Gameplay“ locken kaum noch hinter dem Ofen hervor. Doch vor allem das flotte, fordernde und schnörkellose Kampfsystem machen „Dead Cells“ dann doch zu einem echten Hit 2018. Hinzu kommt die sympathsiche Pixeloptik und dieser grandiose Soundtrack, fertig ist der Indie-Hit!

 

4. Diablo III: Eternal Collection

 

„Diablo III“ und ich haben es schon einmal miteinander probiert. Als damals die PS4-Version des Spiels erschien, ging ich voller Vorfreude zum Spiele-Händler meines Vertrauens und legte die Disc zuversichtlich in die Konsole. Doch nach zwei Stunden war ich so gelangweilt vom ewigen Tastengeklicke und dem Looten, dass ich es enttäuscht ausmachte und wieder verkaufte.
Die Switch-Version war also nun Anlauf Nummer 2 und endlich machte es Klick! Denn vor allem im Handheldmodus der Switch macht „Diablo III“ unglaublich viel Spaß. Charakter leveln, bessere Items finden und damit immer größere Monster und Kreaturen legen! Super!

 

3. Tetris Effect

 

Zugegebenermaßen, den Tetris-Hype verstand ich nie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass ich je irgendeine Version des Spiels besessen habe. Bis zuletzt…denn da erschien „Tetris Effect“, welches u.a. vom Macher von der Musik-Ballerei „REZ“ ist. Und dieses Spiel werde ich ewig verehren! Zum ersten Mal auf dem Dreamcast gespielt, beamte mich die Mischung aus elektronischen Beats und reduzierter Polygon-Optik auf einen anderen Planeten. Und nun machte man ein Tetris-Spiel in einer ähnlichen Variante?!? Take my money!
„Tetris Effect“ ist grandios zum Abschalten und glänzt mit vielen tollen Spielmodi und einem hypnotisierenden Mischmasch aus Musik und Grafikeffekten. Wohnzimmer abdunkeln, Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und abheben!

 

2. Pro Evolution Soccer 2019

 

Seit vielen Jahren pendle ich immer wieder zwischen „PES“ und „FIFA“. Während Konamis Fußballreihe zu Zeiten der PS2 fast schon mit meiner Konsole verwachsen war, änderte der Generationswechsel auf die PS3 alles. Denn da war EAs Fußballspiel die deutlich bessere Wahl. Auf der PS4 ist es immer ein Hin und Her. Mal lasse ich mich vom Lizenzumfang von „FIFA“ blenden, dann wiederum begeistert mich Konamis tolles Gameplay mal wieder. Aktuell ist es nun also mal wieder „Pro Evolution Soccer“, welches zwar wieder mal einige Lizenzprobleme hat, aber auf dem Platz absolut überzeugt. Und dank zahlreicher Patches kann man das Lizenz-Problem ja beheben…

 

1. God of War

 

Die „God of War“-Reihe gehört zur Marke PlayStation wie kaum eine andere. Trotzdem habe ich bisher nur wenige der Spiele um den griechischen Kriegsgott Kratos wirklich genießen können, denn in Sachen Hack’n’Slay haben mich dann doch eher Games wie „Bayonetta“ eher angesprochen und mitreißen können.
Doch nun gibt es da dieses feine Spiel „God of War“, das Kratos mit Sohn Atreus nicht nur eine neue Figur an die Seite stellt, sondern euch auch in den hohen Norden versetzt. Und auch spielerisch macht der Titel von Sony Santa Monica alles neu, denn vorbei sind die Zeiten der starren Kamerapersepktiven und des kombolastigen Kampfsystems. „God of War“ zeigt euch das Geschehen nicht nur aus einer Thirdperson-Ansicht, sondern gestaltet auch die Kämpfe wesentlich taktischer. Abgerundet wird das Erlebnis durch die wahnsinnige Optik und die schnittlose Inszenierung. Zweifellos das Spiel des Jahres 2018!

#Japanuary 2018 Film 4 – Dead Or Alive

Ryuichi und seine Gang sind eigentlich ein paar Kleinganoven, die neben ihren kriminellen Aktivitäten auch noch einen Nachtclub betreiben. Doch dies langt der Truppe nicht und so überfallt man nicht nur einen Geldtransport, sondern legt sich auch noch mit den ansässigen Yakuza-Gruppierungen an. Als ihnen dann auch noch der Polizist Jojima auf die Spur kommt, wird es plötzlich unangenehm für Ryuichi und seine Entourage.

„Dead Or Alive“ war Anfang der 2000er mein erster Kontakt mit Takashi Miike und ließ mich ziemlich verstört zurück. Denn glaubt man anhand der Storybeschreibung einen normalen Yakuza-Film zu sehen, hauen den Zuschauer schon die ersten fünf Minuten von der Couch. Diese geben nämlich den verrückten Grundton des Film grandios wieder, neben allerlei nackter Haut gibt es nämlich auch viel Blut und skurrile Ideen.
Dazu kommt ein Cast, der mit Riki Takeuchi, Sho Aikawa oder Susumu Terajima großen Wiedererkennungswert hat, wenn man sich etwas mit dem japanischen Film befasst. Dieser hat auch einen großen Anteil an der hohen Qualität des Films und vermitteln den Wahnsinn der Geschichte recht gut.
Auch fast zwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung wirken viele der Effekte recht gut und einige der drastischeren Szenen haben ihre Wirkung nicht verloren. Da wird deutlich, was ein guter Filmemacher Takashi Miike ist…auch wenn ich nicht alle seiner Filme mag.

8/10 Punkte

„Dead Or Alive“ gibt es in Deutschland auf DVD und Blu-ray, letztere sogar im Mediabook für den schmalen Taler. In Großbritannien gibt es mittlerweile ein Set von Arrow Video, in dem alle drei Filme der Reihe enthalten sind. Dazu gibt es ein informatives Booklet und bei der Erstauflage einen schönen Schuber. Wie üblich hat die Amaray ein Wendecover mit dem japanischen Originalmotiv des Films bzw. hat man hier noch einige Elemente von Teil 2 und 3 ergänzt.
Ich hab den Film auf der Blu-ray von Arrow gesehen, die visuell und akustisch absolut in Ordnung geht, wenn man das Alter des Films in Betracht zieht.