#Japanuary Film 6 – Versus

Zwei namenlose Häftlinge sind gerade frisch aus dem Knast entflohen und warten in einem Waldstück eigentlich auf ihre Fluchthelfer. Doch das Aufeinandertreffen mit diesen verläuft nicht ganz so wie erwartet, Ärger zwischen den Gangstern und eine Geisel führen letztlich zu einem handfesten Streit und Blutvergießen.

Die Probleme nehmen aber nochmal zu als plötzlich der erste Tote in Form eines Wiedergängers erwacht und seinen ehemaligen Kollegen nach dem Leben trachtet. Denn der Wald, der eigentlich die Rettung für die beiden Flüchtigen sein sollte, beherbergt eines der 666 Tore zur Hölle, genauer gesagt das 444., und ist verflucht. Daraus entbrennt ein blutiger und absolut wilder Kampf ums Überleben.

Was für ein Ritt! „Versus“ ist auch zwanzig Jahre nach seinem Erscheinen ein großartiger Beitrag des japanischen Action-Kinos und trotz des billigen Budgets gut gealtert. Ryuhei Kitamura, der u.a. Perlen wie „Azumi“ oder „LoveDeath“ gedreht hat und mittlerweile auch viel in den USA als Regisseur unterwegs ist, hat hier vermutlich den Grundstein für die Splatterwelle aus Japan gelegt, die dann mit „Tokyo Gore Police“ und den Werken von Yoshihiro Nishimura mehrere Jahre später ihren Höhepunkt erreichte.
Aber kommen wir zurück zu „Versus“. Das knapp zweistündige Werk von Kitamura ist vor allem in Sachen Effekten und Actionszenen heute noch richtig gut anzuschauen, der Kleidungsstil der Charaktere könnte aber nicht mehr nach 2000 schreien. So sehen einige der Figuren aus als kämen sie frisch von einem Rave oder der Love Parade. In Sachen Story sollte man hier kein Drehbuch-Meisterwerk erwarten, auch die Laufzeit könnte etwas kürzer sein. Dennoch macht der Film Spaß und hat schon früh gezeigt, was Kitamuara-san alles drauf hat.

7,5/10 Trash-Zombies

 

„Versus“ gibt es bis heute leider nicht auf Blu-ray bei uns, sondern nur auf DVD. Ich besitze die limitierte Tin-Auflage von 2003, in der der Film und massig Bonusmaterial enthalten sind. So bekommt man u.a. auch Kitamuras Frühwerk „Down to Hell“ auf der Bonusdisc dieser Edition zu sehen als auch zahlreiche Trailer und Beiträge aus dem deutschen Fernsehen von damals(u.a. von VIVA 2). Auch ein Booklet liegt dieser Version des Films bei.
Viel Diskussionen gab es damals wegen Farbfiltern, die nicht dem Bild der US- bzw. Japan-DVD entsprechen, außerdem gibt es eine fehlerhafte Auflage, die auch eine falsche Tonabmischung hatte. Und Achtung: leider gibt es von „Versus“ auch eine geschnittene DVD. Die Originalfassung ist bis heute von der FSK ungeprüft.

Filmlogbuch Nr.38- John Dies At The End

John und Dave sind beste Freunde und geraten eines Tages an die geheimnisvolle Droge „Sojasoße“. Durch deren Konsum können sie durch Dimensionen und Zeit reisen und kommen so auch einer Invasion einer außerirdischen Macht auf die Schliche. Diese gilt es zu verhindern.

Die Voraussetzungen für „John Dies At The End“ klingen eigentlich nach einem schönen Stück Trash- Unterhaltung. Anfangs war ich auch wirklich begeistert und wurde gut unterhalten. Gerade die Gags waren gut gewählt und die Geister- Szene im Keller mit dem „Wurst- Kerl“ war ziemlich gut. Doch dann wird es alles leider sehr wirr und mir fiel es schwer der Geschichte zu folgen. Für die Art eines solchen Films wurde zu viel geredet und zu wenig gehackt. Schade!
Der Film basiert auf einer Comicreihe von David Wong, die als Webcomic startet und mittlerweile sogar einen Nachfolger hervorbrachte.

5/10 Punkte

Trailer

Gesehen habe ich den Film auf der deutschen Blu-ray von Pandastorm Pictures. Außer einem Kino- Trailer und mehreren zum Programm des Labels, gibt es keine Extras.

Untote im Doppelpack: Resident Evil Degeneration/Damnation

Da man die Resident Evil- Filme von Paul Anderson ja leider in der Pfeife rauchen kann und nie einer auch nur annähernd die Atmosphäre der Spiele erreicht hat, waren die beiden CGI- Animationsfilme von Capcom für mich die letzte Hoffnung.
In Deutschland gibt es ein Doppelpack mit beiden Filmen auf je einer Blu-ray. Extras sind vorhanden, aber nicht wirklich herausragend. Aber es soll hier ja um die Filme gehen…

„Resident Evil Degeneration“ entstand 2008 und da liegt auch eines der Hauptprobleme. Man sieht dem Film das „Alter“ an. Steife Animationen, emotionslose Plastikgesichter und wenig Details in den Totalen.
Auch die Geschichte um Claire Redfield und Leon S. Kennedy bietet keine großen Highlights. Da wäre mehr din gewesen.

Und das beweist dann auch „Resident Evil Damnation“. Hier wird feinster Zombie- Trash geboten, der auch technisch absolut überzeugt. Richtig tolle Charaktermodelle und sehr detailreiche Texturen. Einige der Sprüche sind doof, aber auch nicht doofer als im guten 80er Action- Kino.So muss ein Resident Evil- Film aussehen, lieber Mr. Anderson!!

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Die Trailer zu beiden Teilen gibt es hier:

http://www.youtube.com/watch?v=Omn4cGxQJKA

http://www.youtube.com/watch?v=zZig8G3-Hro